Wiedehöpfe beringt

Bekannt ist er - der Wiedehopf. So ist ihm in dem Kinderlied "Ein Vogel wollte Hochzeit machen" eine Strophe gewidmet und die Redewendung "stinken wie ein Wiedehopf" wird auch so manches mal verwendet. Gesehen haben ihn aber nur wenige. Das liegt daran, dass er ein eher heimlicher Vertreter der Vogelwelt ist und dass er in vielen Gebieten keinen geeigneten Lebensraum mehr findet.

Für die Futtersuche benötigt er offene Böden, da er mit seinem langen, gebogenen Schnabel in der Erde stochert. Zur bevorzugten Beute gehören Engerlinge, Maulwurfsgrillen und Heuschrecken. Aber auch Zauneidechsen wurden schon in den Bruthöhlen gefunden.

Die Redewendung vom stinkenden Wiedehopf rührt daher, dass vor allem die Weibchen, aber auch die Jungvögel in ihrer Bürzeldrüse ein übel riechendes Sekret produzieren. Bei Gefahr wird dieses dann verstärkt ausgeschieden, weshalb aus den Bruthöhlen dann ein strenger Geruch entweicht.

Der Wiedehopf ist auf der Roten Liste als "gefährdet" eingestuft.

 

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Meldung vom 04.06.2020