Kranichsichtungen im Naturparkgebiet

Der Graukranich ist die einzige in Nord- und Mitteleuropa heimische Kranichart. Deutschland ist Brutheimat von ca.  9.000 Paaren, von denen etwa 4.200 in Mecklenburg-Vorpommern sowie 2.500 Paare in Brandenburg brüten. Ab Februar kehren die einheimischen Kraniche an die Brutplätze zurück.

Hauptsächlich kann man derzeit die Kraniche zur Nahrungssuche zwischen Plessa und Lauchhammer bzw. Gorden und Staupitz beobachten.

Brutbeginn ist März bzw. Anfang April. Dann halten sich die Paare auf ihren Nahrungsflächen nahe dem Brutrevier auf. Am Morgen lassen sich dann oft die „Tänze“ der Kraniche beobachten. Sie sind Ausdruck von Erregung. Die verschiedenen "Figuren" sind geprägt durch Sprünge, Flügelschlagen, Zickzackläufe und Im-Kreis-Rennen. Dabei werden auch Pflanzenteile und Steine in die Luft geworfen. Die eigentliche Balz findet in der Nähe des Brutplatzes statt.

Kraniche sind Bodenbrüter und somit besonderen Gefahren ausgesetzt. Sie müssen sich, ihr Gelege und die Jungen vor Fressfeinden wie Füchsen und Wildschweinen, aber auch vor Menschen schützen. Deshalb bauen sie ihre Nester in etwa knietiefem Wasser.

So beginnen die Kraniche Mitte März bis Anfang April mit der Eiablage. Im Abstand von ein - drei Tagen legt das Weibchen in der Regel zwei Eier. Beide Partner brüten. Die Jungen schlüpfen meist nach 30 Tagen im eintägigen Abstand. Sie sind Nestflüchter und folgen den Altvögeln. Die Eltern versorgen den Küken in den ersten Lebenswochen mit dem Schnabel Insekten, Larven, Würmer und Schnecken. Die Jungen wachsen schnell heran und sind nach etwa zehn Wochen flugfähig. Ende Juli können sie den Eltern zu weiter entfernt gelegenen Nahrungs- und Sammelplätzen folgen.

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Meldung vom 04.03.2020