Abgestürzter Storchenhorst in Plessa erneuert

Das Nest in Plessa am Stall wird seit 1997 erfasst. Von den Störchen besetzt ist es seit 2002. In diesem Jahr wurde auch erstmals erfolgreich gebrütet. Es sind zwei Jungstörche ausgeflogen. Die Unterlage für den Horst bestand aus einem Wagenrad aus Holz mit Eisenring. Das Ganze auf einem ausgedienten Lichtmast aus Beton. Kurz vor dem Ende des Storchenjahres 2019 kam am 13. August die Meldung eines aufmerksamen Bürgers aus Plessa: „Das Storchennest am Stall ist heruntergebrochen.“ Zum Glück waren die Jungtiere schon flügge. Die Altstörche wussten sich zu helfen und bauten einen Ersatzhorst auf den nahe gelegenen Schornstein für sich und die zwei Jungvögel. Es bestand also kein Zeitdruck für die Erneuerung der Nistunterlage. Die Adebare sind dann auch planmäßig am 18. August in Richtung Winterquartier geflogen. Jetzt war es an der Zeit die neue Nistunterlage und deren Finanzierung sowie eine Hebebühne zu organisieren. Im NABU-Storchenzentrum Vetschau stehen fertige, verzinkte Unterlagen mit Stützen für Betonmaste bereit. Dazu gibt es noch einen Weidenkorb, damit sich die Störche gleich ins gemachte Nest setzen können. Die Bezahlung wurde durch das LfU übernommen. Mit der enviaM, dem regionalen Stromversorger, konnte dann auch ein Termin zur Realisierung des Projektes gefunden werden. Die Kosten für den Einsatz übernahm die enviaM. Sehr professionell wurde das Nest durch die Mitarbeiter von enviaM auf dem Betonmast befestigt, unterstützt von den Bundesfreiwilligen der Naturparkverwaltung. Anschließend beräumten die Mitarbeiter auch noch den Schornstein von den wenigen Ästen und Zweigen, so dass er jetzt wieder problemlos beheizt werden kann. Den organisatorischen Teil hat die Naturwacht des Naturparkes „Niederlausitzer Heidelandschaft“ übernommen. Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Störche ihren langen Flug gesund überstehen und dann im Frühjahr die neue Nistunterlage annehmen und nicht wieder auf dem Schornstein ein eigenes Nest bauen, das dann leider wieder entfernt werden müßte.

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Meldung vom 20.11.2019