Pressemitteilungen

Grünes Lob für Projekte der Region

Grünes Lob für Projekte der Region

Auszug aus der Lausitzer Rundschau / Lokales vom 23.09.20 von Frank Claus

 

Obstbaumtour mit Schnittseminar

Obstbaumtour mit Schnittseminar

Döllingen. Anstelle des auf 2021 verschobenen 26. Niederlausitzer Apfeltags öffnet am Sonntag, 27. September, von 14 bis 17 Uhr der Pomologische Schau- und Lehrgarten in Döllingen zum Gartenplausch seine Pforten. Neugierige haben die Möglichkeit, einen Spaziergang durch die einmalige Obstsammlung zu unternehmen, pflückfrische Früchte und Quitten-Cider zu probieren, wie der Verein Kerngehäuse mitteilt.

Für die Herbstpflanzung können bei dieser Gelegenheit letztmalig Obstbäume bestellt werden. Zudem wird es eine Vorführung zum Obstbaumschnitt geben. Der Beginn ist 15 Uhr, um Anmeldung dafür wird gebeten unter Telefon 0160 91042424.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 16.9.2020

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-09-16/7/doellingen-obstbaumtour-mit-schnittseminar-51433998.html

Erlebnisreich im "erlebnisREICH"

Erlebnisreich im "erlebnisREICH"

Auszug aus dem Wochenkurier vom 11./12.9.20

Foto: Silvio Wießner (34) und Sina Kroß (28) aus Döllingen kutschieren mit ihren bis zu vier Fahrgäste durch die Heide.

Die blühende Heide ist das Aushängeschild und die Namensgeberin des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft. Nach teils sehr ergiebigen Regenfällen haben sich die Heideflächen von der Trockenheit einigermaßen erholt.

Kremser, Radfahrer und Wanderer bevölkern derzeit die blühende Heide zwischen Hohenleipisch und Friedersdorf. Sogar lange Anfahrtswege mit Bussen nehmen Naturliebhaber in Kauf, um für ein paar Stunden an der duftenden Heide zu schnuppern.

Die Busse werden im Ortszentrum von Hohenleipisch oder an der Waldkante in der Berliner Straße abgestellt, um die Gäste dann auf Kremser umsteigen zu lassen. Günter Kamenz (85) und Margit Strehlow (58) aus Plessa sind mit ihren Vereinsmitgliedern vom Ländlichen Reit- und Fahrverein Plessa mehrmals in der Woche mit bis zu drei Kremsern unterwegs.

Ebenso die Lobenburger vom Hohenleipischer Heimatverein. Landwirt Silvio Wießner (34) und Partnerin Tierwirtin Sina Kroß (28) aus Döllingen kutschieren mit ihren beiden Deutschen Kaltblütern Egon von Grüneberg und Luna bis zu vier Fahrgäste auf dem Fahr- und Rennwagen. Neben den Heideflächen wird dann für eine halbe Stunde ein Picknick eingelegt. Die aus Döllingen stammende Hamburgerin Stefanie Jossa (33) kann nur staunen: Mit Sohnemann Gustav (2) untersucht sie die blühenden Heidepflanzen. Blühen die zarten Pflänzchen nun bis in die Spitzen oder nicht? Bei einigen sieht es so aus, andere zeigen noch ein grünes Stummelchen. Im ersteren Fall würde das nach einer alten Bauernregel einen harten Winter prognostizieren.

Immer wieder begegnen die Kremserbesatzungen Wanderern und Radfahrern, die den Fuhrwerken Platz machen. An mehreren Stellen haben Imker aus der Umgebung ihre Bienenkästen aufgestellt, so das sich um den markanten Duft der in voller Blüte stehenden Heide auch noch das Summen der Bienen in die berauschende Natur einfügt. Gleich mehrere Imker haben wieder ihre Bienenkästen im Bereich der Heideflächen aufgestellt. Allerdings wegen der schwierigen Witterungsverhältnisse mit unterschiedlichen Ergebnissen, kann die Gebietsleiterin der Naturwacht Ina Tschieße berichten. 

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 12.9.20 von Veit Rösler

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/wlie/2020-09-12/1/die-heide-blueht-im-naturpark-51224170.html

Gepflückt und gekeltert

Gepflückt und gekeltert

Auszug aus dem Wochenkurier vom 11. / 12.9.20

Patenplausch im Pomologischen Schau- und Lehrgarten

Patenplausch im Pomologischen Schau- und Lehrgarten

Auszug aus dem Gemeindeschreiber Plessa vom 9.9.20

Mit dem Kremser durch die Heide

Mit dem Kremser durch die Heide

Foto: Stefanie Jossa (33) kann nur staunen. Mit Sohnemann Gustav (2) untersucht die aus Döllingen stammende junge Frau, sie lebt in Hamburg, die blühenden Heidepflanzen. VRS

Naturschauspiel Die blühende Heide im Naturpark bei Hohenleipisch zieht aktuell Besucher aus ganz Deutschland an.

Hohenleipisch. Die blühende Heide ist das große Aushängeschild des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft. Kremser, Radfahrer und Wanderer bevölkern derzeit die Landschaft zwischen Hohenleipisch und Friedersdorf. Sogar lange Anfahrtswege mit Bussen nehmen die Städter in Kauf, um für ein paar Stunden an der dafür gelobten duftenden Heide zu schnuppern. Die Busse werden im Ortszentrum von Hohenleipisch oder an der Waldkante in der Berliner Straße abgestellt, um die Gäste dann auf die Kremser umsteigen zu lassen.

Günter Kamenz (85) und Margit Strehlow (58) aus Plessa sind mit ihren Vereinsmitgliedern vom Ländlichen Reit- und Fahrverein mehrmals in der Woche mit bis zu drei Wagen unterwegs. Ebenso die Lobenburger vom Hohenleipischer Heimatverein. Landwirt Silvio Wießner (34) und Partnerin, die Tierwirtin Sina Kroß (28) aus Döllingen, kutschieren bis zu vier Fahrgäste auf ihrem Wagen. Unterwegs dürfen die Besucher auch ein halbstündiges Picknick genießen.

Immer wieder begegnen die Kremserbesatzungen Wanderern und Radfahrern, die den sperrigen Fuhrwerken Platz machen und am Wegesrand warten. An mehreren Stellen haben Imker ihre Bienenkästen aufgestellt. Das Summen der Bienen ergänzt den markanten Duft der in voller Blüte stehenden Heide.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 09.09.2020 von Veit Rösler

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-09-09/11/mit-dem-kremser-durch-die-heide-51199254.html

Birnensaft wird zu Cider

Hohenleipisch. Das kann sich sehen lassen: 2620 Kilogramm hartreife Birnen der Sorten Gute Luise, Gräfin von Paris und Gellerts Butterbirne haben der Obst- und Gartenbauverein Hohenleipisch und Kerngehäuse in ihrer Gemeinschaftsaktion im Naturpark geerntet, wie der Verein mitteilt. Jetzt folgt die Verarbeitung der Ernte zu einem bekömmlichen Birnen-Cider durch die Keltereien Bauer Fruchtsaft und Werder Frucht. Für Interessierte, die selbst Birnen-Cider herstellen möchten, findet am Samstag von 10 bis 13 Uhr ein Praxisseminar im Pomologischen Schau- und Lehrgarten statt. Nach einer Einführung in die kontrollierte Obstvergärung werden Birnen zu Rohsaft und Most verarbeitet. Am Ende des Seminars nehmen die Teilnehmer die angesetzte Fruchtmaische im Drei-Liter-Gärballon mit nach Hause. 

Die Anmeldung ist notwendig über: www.essbarer-naturpark.de/anmelden

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 8.9.20 von red/roe

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-09-08/7/birnensaft-wird-zu-cider-51174150.html

Radtour "Heideblüte und Federweißer"

Radtour "Heideblüte und Federweißer"

Staupitz. Am Samstag bietet der Staupitzer Harald Schneider vom Gästeführerring seine vorletzte geführte Rundfahrt dieses Jahres an. Unter der Überschrift „Heideblüte und Federweißer“ wird um 10 Uhr am Dorfplatz in Staupitz gestartet. Zunächst geht es zum ehemaligen Panzerschießplatz. Nach dem Mittagessen im „Goldenen Löwen“ von Hohenleipisch geht es weiter in das Naturschutzgebiet „Der Loben“. Letzte Station ist ein Weingarten in Grünewalde. Wein und Federweißer können verkostet werden. Die geführte, etwa 45 Kilometer lange Fahrradtour dauert zwischen sechs und sieben Stunden. Infos und Anmeldung unter Telefon 035325 332.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 4.9.20 von Manfred Feller

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-09-04/9/radtour-heidebluete-und-federweisser-51076254.html

 

Birnenernte in der Obstbauregion

Birnenernte in der Obstbauregion

Foto: Der Obsbauverein Hohenleipsich-Döllingen hat zur Birnenernte aufgerufen. Uli Westphal

Erntezeit Verein bietet Seminar zur Herstellung von Birnen-Cider an.

Nach der erfolgreichen Süßkirschernte im Frühsommer hatte der Obst- und Gartenbauverein Hohenleipisch und Kerngehäuse e.V. nun ein weiteres Erntevorhaben angesetzt: Die hartreifen Birnen auf den Flächen des Obstbauvereins, auf der Bürgerwiese bei Bad Aegir und am Radweg Kahla-Hohenleipisch mussten von den Bäumen geholt werden.

Freiwillige Unterstützer waren zur Ernte am 2. und 3. September von 7 bis 12 Uhr an der Birnenallee am Radweg Kahla-Hohenleipisch eingeladen. Für Privatleute und Hobbyobstbauern, die ihre Birnenernte für 0,20 Cent pro Kilogramm verkaufen wollten, war am Bauernring Hohenleipisch die traditionelle Annahmestelle geöffnet.

„Die Annahme und Verarbeitung der Ernte zu einem bekömmlichen Birnen-Cider geschieht in Kooperation mit den Keltereien Bauer Fruchtsaft und Werder Frucht“, erklärt Projektkoordinator Jörg Kösters.

Für Interessierte, die ihren Birnen-Cider selber herstellen möchten, findet am 12. September ein Praxisseminar im Pomologischen Schau- und Lehrgarten statt. Beginn ist um 10 Uhr. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.essbarer-naturpark.de/anmelden.

Die Birnenernte steht im Zeichen der Wiederbelebung des Obstbaus in der Streuobstregion Hohenleipisch-Döllingen. Diese wird von Bauer Fruchtsaft und im Rahmen der Kompetenzstelle Streuobst im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft vom Landwirtschaftsministerium Brandenburg und der EU gefördert.

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 5.9.20 bt

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/wlie/2020-09-05/5/birnenernte-in-der-obstbauregion-51026376.html

Geschichte, Musik und Autogramme

Geschichte, Musik und Autogramme

Foto: Schloss Doberlug, Heike Lehmann

Kultur Mit kleinen Abstrichen und großen Hygieneauflagen wird am Samstag zur Elbe-Elster-Schlössernacht eingeladen. Sechs Schlösser beteiligen sich. Ein aktueller Überblick. Von Heike Lehmann

Elbe-Elster hat eine reiche Schlösserlandschaft. Die einstigen Herrschaftshäuser werden unterschiedlich genutzt und sind baulich in unterschiedlichem Zustand. Neugier auf dieses Erbe zu wecken und die Denkmäler für einen Tag besonders zu beleben, ist das Ziel der Elbe-Elster-Schlössernacht. Mit viel Enthusiasmus haben die Akteure von sechs Schlössern ihre Pläne für den kommenden Samstag geschmiedet. Die Initiative zur Wiederbelebung der vor Jahren beliebten Veranstaltung ging vom Förderverein Schloss Doberlug aus. Gründungsmitglied Torsten Hannemann gilt als „Vater“ der Schlössernacht und hat jetzt – nach ein paar Jahren auf Sparflamme – noch einmal den Aufruf gestartet. Der Tourismusverband Elbe-Elster half bei der Organisation.

Aber: Als die Vorbereitungen begannen, war noch keine Rede vom neuartigen Corona-Virus. Die Einschränkungsbestimmungen haben in diesem Jahr so manche Veranstaltung gekippt. Nicht so die Schlössernacht. Sie wird stattfinden, allerdings mit kleinen Abstrichen und großen Hygieneauflagen. Den einzelnen Häusern ist zu wünschen, dass die Besucherzahlen den hohen Aufwand – auch an zusätzlichen Helfern – rechtfertigen.

Ab 15 Uhr laden die Schlösser in Finsterwalde, Doberlug, Martinskirchen, Uebigau, Sallgast und Sonnewalde ein. Busse bringen Einheimische und Bahnanreisende von Schloss zu Schloss.

Schloss Finsterwalde: Nach acht Jahren ist das fertig sanierte Schloss Finsterwalde wieder dabei bei der Elbe-Elster-Schlössernacht. Passend zum Thema „30 Jahre deutsche Einheit“ flimmert ab 20 Uhr in Kooperation mit dem Kino „Weltspiegel“ die deutsche Filmkomödie „Go Trabi Go 2“ open air über die Leinwand im Vorderschloss. 100 Besucher sind laut Hygienekonzept gestattet. Der Eintritt ist frei, Anmeldungen nicht erforderlich. Und es gibt einen prominenten Gast: Ab 19 Uhr lädt Schauspieler Wolfgang Stumph zur Autogrammstunde. Bereits ab 16 Uhr gibt es Schlossführungen.

Schloss Doberlug: Besucher können an einer Sammeltassen-Kaffeetafel Platz nehmen und an Schlossführungen teilnehmen. Der Naturpark lädt zu Familienführungen und einem Mitmachstand ein. Musketiere mit schlagfertiger Zunge und flinken Degen werden um Ehre und Ruhm fechten. Dahinter steckt die Theaterfechtgruppe aus dem sächsischen Glashütte. Der abendliche Ausklang mit der Johnny Cash Coverband „Bandana“ wurde abgesagt wegen der Hygieneauflagen.

Schloss Uebigau: Um 14 Uhr ostalgische Open-Air-Kaffeetafel und Trompetenklänge vom Schlossturm. Danach erklingt Blasmusik von den Kremitz-Musikanten, ab 16.30 Uhr Guggenmusik mit den „Blitze-Blauen“ aus Beilrode. Nach 19 Uhr unterhält ein Kerstin-Ott-Double, ab 20.30 Uhr spielen „Black Bird“ im Schlosshof.

Schloss Sonnewalde: Die einst prächtigste Schlossanlage der Niederlausitz ist nur noch zu erahnen. „Ab 15.30 Uhr sind Besucher am Samstag herzlich willkommen“, sagt Hubert Schade vom Heimatmuseum im Schloss. „Wir bieten unterschiedliche Führungen übers Schlossgelände, durch den Park und zum Planetenweg an. Unsere neue Ausstellung thematisiert ,Deutsches Geld im 20. Jahrhundert’“, zählt er auf. Schloss Sallgast: Der Dorfclub Sallgast hat im Verbund mit anderen Vereinen folgende Höhepunkte geplant: 15 Uhr Eröffnung durch den Amtsdirektor. 16/17/18 Uhr Schlossführung mit Wolfgang Bauer, 16 Uhr Märchentante für Kinder (Prinzessin auf der Erbse); 16 bis 19 Uhr musikalische Untermalung durch verschiedene Künstler. 20 Uhr Theater mit der Neuen Bühne Senftenberg. Kinder dürfen ein gruseliges Kellergewölbe erforschen.

Schloss Martinskirchen: Ab 15 Uhr kann dort eine Ausstellung lebensechter Puppen bestaunt werden. Der Kostümfundus wird für kleine Prinzessinnen, Prinzen, Könige, Mägde und Ritter geöffnet. Es sind Führungen zur Schlossgeschichte und -architektur bis 17 Uhr geplant. Um 18.30 Uhr spielen Tobias Feldmann (Violine) und Boris Kusnezow (Klavier) im Park Stücke von Kreisler, Paganini, Chopin, Gersh­win und mehr. Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen der Brandenburgischen Festspiele. Tickets ab 26,30 Euro gibt es online unter: www.brandenburger-festspiele.de und www.reservix.de

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 3.9.20 von Heike Lehmann

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-09-03/8/geschichte-musik-und-autogramme-51031408.html

Heidewanderung

Heidewanderung

Auszug aus dem Sonntagswochenblatt  vom 30.8.2020

Ranger laden zur Langen Naturwacht-Nacht

Ranger laden zur Langen Naturwacht-Nacht

Nachtaktive Flugkünstler: Auf die Spur von Fledermäusen, hier das Große Mausohr im Winterquartier in einer Höhle, machen sich Teilnehmer bei der Naturwacht-Nacht. Franz Christoph Robiller

Potsdam. Wer sich nachts auf die Pfade von Brandenburgs Naturlandschaften begibt, den erwarten faszinierende Begegnungen mit Fledermäusen, bunten Nachtfaltern oder lautlos schwebenden Eulen. Zur 12. Langen Naturwacht-Nacht am Freitag und Samstag stellen Ranger auf insgesamt zehn Touren die Jäger der Finsternis und ihre dunklen Geheimnisse vor. Die Führungen sind kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich. red Mehr Informationen unter: www.naturschutzfonds.de/natur-erleben/naturwacht-nacht

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 12.08.2020

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-08-12/11/ranger-laden-zur-langen-naturwacht-nacht-50428245.html

Ausflugstipp Gartenplausch in Döllingen

Ausflugstipp Gartenplausch in Döllingen

Döllingen. Das Areal ist ein Schlaraffenland für alle Obstliebhaber: Der Pomologische Schau- und Lehrgarten lädt am Sonntag, 23. August, von 14 bis 17 Uhr zum Gartenplausch ein. Darüber informiert der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Besucher haben Gelegenheit, durch den Garten mit den alten Obstsorten zu spazieren und Früchte der Saison zu naschen. Auf drei Hektar wachsen 400 verschiedene Obstgehölze. Wer im eigenen Garten einen Obstbaum einer besonderen Sorte pflanzen möchte, kann sich beraten lassen und diesen auch gleich bestellen. Gegen eine Spende dürfen Aroniabeeren gepflückt und mit nach Hause genommen werden.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 12.8.2020 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-08-12/7/ausflugstipp-gartenplausch-in-doellingen-50428885.html

Mit dem Kremser durch die blühende Heide

Mit dem Kremser durch die blühende Heide

Blühende Heide im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft KremserVeit Rösler Veit Rösler

Am Sonntag, 16. August, besteht die die Möglichkeit, die Schönheit der Region bei einer Kremsertour zu entdecken. Die Tour führt durch die blühende Heidelandschaf bei Hohenleipischt. Im Anschluss serviert der Landgasthof regionale Spezialitäten. Die Tour startet um 10 Uhr vor dem „Goldenen Löwen“. Eine Anmeldung ist erforderlich: Telefon 03533 7592. Archivfoto: Veit Rösler

Auerhühner mit Küken auf Tour

Naturschutz Die ersten in Schweden gefangenen und im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft wiederangesiedelten Auerhühner sind „Mütter“ geworden. Von Frank Claus

Er hat das Geheimnis zunächst streng gehütet. Wollte keinen Aufruhr im Wald. Doch jetzt lüftet er es: „Wir haben mehrfach Auerhühner mit Küken gesehen.“ Wir, das sind Mitarbeiter des Projektteams Wiederansiedlung des Auerhuhns und ein Revierförster.

Alexander Zimmermann ist der Projektleiter. Die meisten Sichtungen hat demnach einer der erfahrensten Mitstreiter im Team, Frank Raden, machen können. „Er kennt die Gebiete, in denen sich die Tiere am meisten aufhalten, am besten“, sagt Alexander Zimmermann. Allein drei Sichtungen mit mehreren Küken gehen auf sein Konto. Der Projektleiter habe ebenfalls einmal eine Henne mit Küken gesehen und ein Revierförster ebenso. Letzterem sei sogar ein Foto mit den unheimlich scheuen Tieren gelungen, leider unscharf.

Mehrere Sichtungen „Die Freude ist bei uns allen groß, spricht das doch dafür, dass die Tiere ihre neuen Lebensräume angenommen haben“, sagt der Geoökologe. Und zwar in allen Wiederansiedlungsgebieten. Die Hennen mit ihren Jungen seien sowohl in der Liebenwerdaer Heide als auch in den Naturschutzgebieten Weißhaus, Grünhaus und Weberteich sowie in der Rochauer Heide gesehen worden. Mehrere Sichtungen Doch wie ist überhaupt der momentane Stand des Wiederansiedlungsprojektes? Seit 2012 – da sind die ersten 28 Auerhühner in Schweden gefangen und um Bad Liebenwerda, Finsterwalde und Dahme ausgewildert worden – sind 353Tiere gefangen worden. Einem Verwaltungsabkommen mit den Schweden zufolge dürfen jährlich maximal 60 Tiere entnommen werden. Das geförderte Wiederansiedlungsprojekt hat 2017 begonnen und momentan einen Zeitraum von fünf Jahren.

Bestätigt durch Gennachweise Ganz sichere Nachweise gab es, Stand Ende des vergangenen Jahres, über 120 hier lebende Tiere. Das belegen unter anderem Gennachweise von gefundenen Federn, die durch das Institut für Wildtierforschung in Berlin erbracht wurden. Am Anfang seien zahlreiche Tiere mit Sendern ausgestattet worden, um den Radius der Tiere zu ermitteln. Die Sender geben inzwischen keine Signale mehr ab. „Wir rechnen in etwa mit 100 Tieren, wobei wir natürlich keine exakten Zahlen sagen können. Aber dass es inzwischen hier mehrfach nachgewiesenen Nachwuchs gibt, stimmt uns froh“, sagt der Projektleiter. Denn es sei immer zu beachten, dass Auerhühner gleich mit einer ganzen Reihe von Räubern klarkommen müssen. In Mitteleuropa seien die Auerhuhn-Feinde Fuchs, Baum-, Steinmarder, Habicht und Schwarzwild besonders stark verbreitet.

In diesem Jahr sind coronabedingt die Frühjahrsfänge ausgefallen. „Wir hoffen, im Herbst noch einmal in die Regionen um Västerbotten und Jämtland fahren zu können“, sagt Alexander Zimmermann. Schließlich habe das Team bei jeder Fang- und Auswilderungsaktion dazugelernt. Wird der Wunsch erhört? So können Auerhähne nicht lange in Käfigen gehalten werden, müssen sofort per Auto und möglichst ohne Stopps in ihre neue Heimat gebracht werden. Hennen werden in der Regel in Volieren in Schweden einige Tage „gesammelt“ und dann per Kleinflugzeug bis nach Finsterwalde gebracht. Inzwischen gewöhne man die Vögel auch hier einige Tage in Volieren, die sie selbstständig verlassen können, ein. Bislang hätten bis auf zwei Tiere alle die Umsiedlung überlebt.

Wird der Wunsch erhört? Das bislang erfolgreich laufende Ansiedlungsprojekt im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft habe inzwischen national und international Beachtung gefunden. „Inzwischen sind wir es, die gefragt werden“, sagt der Projektleiter. Auch die Akzeptanz in der Bevölkerung sei nach wie vor groß. Einst hat der Mensch das Tier ausgerottet, jetzt siedelt er es, wenn auch mit großem Aufwand, wieder an. Und dennoch könne momentan noch keiner sicher sagen, wie groß die Zahl der Tiere in hiesigen Gebieten sein muss, die eine Selbsterhaltung der Population gewährleistet.

Welchen Wunsch hat Alexander Zimmermann? „Wir sind auf richtig gutem Weg. Es wäre gut, vielleicht noch eine Projektphase dranzuhängen, um den Erfolg zu verstetigen. Denn wir merken, wir müssen immer noch begleiten, bei Forstumbaumaßnahmen Hinweise geben, private Waldbesitzer sensibilisieren.“

Die Ansiedlung bedarf Geduld und Zeit In Deutschland steht das Auerhuhn bundesweit als vom Aussterben bedrohte Vogelart auf der „Roten Liste“ und unterliegt einer ganzjährigen Schonzeit. Vorkommen gibt es im Nationalpark Berchtesgaden, im Schwarzwald, im Bayerischen Wald und im Fichtelgebirge. Im Nationalpark Schwarzwald hat sich ein in der Summe stabiler größerer Bestand erhalten, während die Population im Schwarzwald weiterhin rückläufig ist. Im Nationalpark Bayerischer Wald existiert eine überlebensfähige, im Fichtelgebirge eine kleine, aber stabile Population.

In weiteren Gegenden wie im Erzgebirge, im Frankenwald, im Oberpfälzer Wald, im Odenwald oder im Spessart stirbt die Art aus oder ist bereits verschwunden. Im Harz und im Hochsauerland wurden die Auswilderungsprogramme eingestellt, die Restpopulationen gelten als erloschen.

Ein Bestand im Thüringer Schiefergebirge schrumpfte jahrzehntelang auf eine kritische Zahl, aktuell gibt es jedoch erste Anzeichen einer Erholung. Quelle: Wikipedia

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 20.08.2020 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-08-20/7/auerhuehner-mit-kueken-tour-50624455.html

Die Heide blüht - wieder Wanderung und Kremserfahrten

Die Heide blüht - wieder Wanderung und Kremserfahrten

Blühende Heide im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft zwischen Bad Liebenwerda und Hohenleipisch. Bernd Tanneberger

Im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft hat die Heideblüte begonnen. Die Rundschau gibt erste Ausflugstipps.

Bad Liebenwerda. Das prächtige Farbenspiel im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft beginnt wieder. Die zart und kräftig violett blühende Heide hat aus der kargen Landschaft des ehemaligen Truppenübungsplatzes wieder ein sattes Farbenspiel gemacht. Dazu hat der Regen das Blattwerk von Birke und Co. wieder saftig grün werden lassen.

Naturparkleiter Lars Thielemann empfiehlt Besuchern: „Machen Sie sich jetzt zu Fuß oder mit dem Rad auf durch die Heide. Die Ruhe, die Farben, der Duft der Natur – einfach herrlich.“ Wer sich auf die Tour vorbereiten möchte, kann Informationen auf der Internetseite des Naturparks einholen oder sich die Flyer im Naturparkhaus an der Kirche und in der Touristinformation auf dem Rossmarkt Bad Liebenwerda, in der erlebnisreich-Ausstellung im Schloss Doberlug-Kirchhain oder in der Touristinfo in Finsterwalde besorgen.

Die Ranger im Naturpark starten am Sonntag um 14 Uhr in Elsterwerda mit den Heide-Spaziergängen. Bei der Anmeldung wird der Treffpunkt bekannt gegeben und die Kontaktdaten aufgenommen. Aufgrund der aktuellen Situation können nur eine begrenzte Anzahl mitspazieren. (Infos auf www.naturwacht.de)

Am gleichen Tag beginnt eine Kremsertour ab Gasthof „Zum goldenen Löwen“ Hohenleipisch durch die blühende Heidelandschaft. Im Anschluss gibt es im Landgasthof Mittagessen. Die Tour startet um 10 Uhr vor dem „Goldenen Löwen“. Eine Anmeldung ist unter Tel. 03533 7592 erforderlich.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 21.8.2020 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-08-21/9/die-heide-blueht-wieder-wanderung-und-kremserfahrten-50647799.html

Es zirpt wie in Italien

Es zirpt wie in Italien

Laut und ausdauernd beim Zirpen: Ein Weinhähnchen-Weibchen von einem Fundort aus der Umgebung von Finsterwalde. Fotos (3): Ingmar Landeck Ingmar Landeck

 

Tierischer Einwanderer Seit ein paar Jahren breitet sich in der Lausitz eine mediterrane Grille aus. Nun ist sie abends vor allem in den Dörfern hören. Von Heike Lehmann

Der Finsterwalder Diplom-Biologe Ingmar Landeck, in seiner Freizeit spezialisiert auf Insekten in unserer Landschaft, sagt: „Es ist immer mehr Dynamik zu beobachten, wonach scheinbar von Süden her Lebewesen zu uns kommen.“ Jüngstes Beispiel ist das Weinhähnchen (Oecanthus pellucens), eine etwa nur zwei Zentimeter große, stabförmige Blütengrille – ein Zufallsfund wie so oft. „Sie ist eher zu hören als zu sehen“, sagt Landeck über das unscheinbare Tier. „Als Normalbürger wird man sie kaum zu Gesicht bekommen. Wer sie findet, hat definitiv ein gutes Auge.“ Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass sie in Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz an den lauen Sommerabenden sehr wohl wahrgenommen wird, und zwar über ihren Gesang. „Das hört sich an, als wäre man in Italien“, beschreibt der Biologe.

Auf seiner privaten Homepage beschreibt Landeck das Zirpen so: „Der Spontangesang des Weinhähnchens: Feine, weit hörbare (bis 300 Meter) „drüh-drüh“-Silben, die bei entsprechender Wärme fast im Sekundentakt minutenlang aufeinander folgen können. Beginnend mit dem Einbruch der Dämmerung wird er bis zur völligen Dunkelheit (Maximum) vorgetragen.“

Schreihals erobert die Lausitz Und jetzt wird es spannend: Der mediterrane Schreihals erobert zunehmend die Lausitz! Der erste Fund eines Weinhähnchens im Land Brandenburg stammt aus dem Jahr 1999, wie der Wissenschaftler recherchiert hat. In den Folgejahren kamen weitere Nachweise vor allem im Raum Berlin hinzu. Doch sonst schien ihr Vormarsch eher verhalten.

Seit einigen Jahren aber kommt mehr Dynamik in die Ausbreitung. „Im vergangenen Jahr habe ich das Weinhähnchen auf meinem eigenen Grundstück in Finsterwalde gehört und aufgemerkt. Und dieses Jahr dann gleich mehrere Tiere“, schildert der Biologe. Sein Forscherdrang war angestachelt! Er hat sich mehrere Augustnächte in Elbe-Elster auf die Lauer gelegt und siehe da – „um Finsterwalde und bis Bad Liebenwerda hört man es flächendeckend“, ist er begeistert. Ingmar Landeck hat es bei Finsterwalder Industriebrachen und am Bahnhof, in Bad Liebenwerda und in Graditz Richtung Torgau entdeckt. „In Uebigau saß es mitten im Stadtzentrum in einem Blumenkasten. In Rückersdorf, in Doberlug-Kirchhain, in Domsdorf, in Wahrenbrück und Rothstein klingt es sehr mediterran. „Nur in Falkenberg auf dem Bahngelände, da habe ich nichts gehört“, stellt er fest.

Die Erklärung: „Die zurückliegenden besonders trocken-warmen Jahre wirkten sich offenbar sehr günstig auf die Etablierung und Ausbreitung des Weinhähnchens im Land Brandenburg aus.“ Auf seine Homepage schreibt er: „Vielerorts scheint die Art plötzlich wie aus dem Nichts aufzutauchen. Eine ähnliche Entwicklung konnte auch für Sachsen einige Jahre zuvor dokumentiert werden.“

Und doch tut sich der 51-Jährige schwer, die Ausbreitung bestimmter Insekten nach Norden allein mit dem Klimawandel, der zunehmenden Erwärmung, zu begründen. Die Gottesanbeterin zum Beispiel, über Böhmen, Mähren und das Elbtal zu uns nach Südbrandenburg eingewandert, findet im Süden Brandenburgs immer öfter einen geeigneten Lebensraum. „Andernorts können sie aber auch sehr kalte Temperaturen aushalten. Wichtig ist für sie, dass sie Beutetiere finden. „Und doch ändern sich die Verbreitungsareale auffällig deutlich“, sagt Ingmar Landeck, der beruflich wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Landschaftsentwicklung, Gewässersanierung und Naturschutz des Finsterwalder Forschungsinstituts für Bergbaufolgelandschaften (FIB) ist.

Jedes Jahr kämen neue Insektenarten in die Lausitz, um sich dauerhaft einzureihen. Dem Biologen beschert das spannende Beobachtungen. Die Holzbiene zum Beispiel habe sich Mitte der 1990er-Jahre nach Deutschland ausgebreitet. Ingmar Landeck hat ihr Vorkommen festgestellt, weil der Blauregen im Garten plötzlich Früchte trug und bestäubt worden ist. Im nächsten Frühjahr hat er dann die Holzbiene gesehen. „Sie gehen an große Blüten ran, brechen ein und lecken sie aus.“

Rückzug und Vormarsch Doch nicht alle Phänomene lassen sich auf den Klimawandel zurückführen. „Der Segelfalter zum Beispiel ist jetzt zwar häufig bei uns zu beobachten, seine Häufigkeitszunahme aber kann nicht ausschließlich mit dem Klimawandel und seinen Folgen erklärt werden“, sagt der Finsterwalder. Eine ganz spannende Art sei es dennoch. „Der Segelfalter war im 19. Jahrhundert bis Rüdersdorf und sogar nördlich von Berlin verbreitet, zog sich dann bis Ende der 1970er-Jahre kurzzeitig in die Lausitz zurück, um sich seit kurz vor der Jahrtausendwende wieder rasch nach Norden auszubreiten. Wie Weinhähnchen und Gottesanbeterin hat auch er die Bergbaufolgelandschaften als Eintrittspforte oder Sprungbrett besiedelt, um sich dann auch in der übrigen Kulturlandschaft anzusiedeln.“

Allerdings sei die Tatsache, dass er nun häufiger als der Schwalbenschwanz zu sehen ist, schon dem Klimawandel geschuldet. „Der Segelfalter kommt gut mit dem raschen Temperaturanstieg im Frühjahr-Frühsommer und der Trockenheit zu dieser Zeit zurecht.“ Andernorts in Deutschland bereitet der Klimawandel dem Segelfalter jedoch Probleme: Überall dort, wo der Frühsommer nun niederschlagsreicher ausfällt. Das gefällt den Raupen nicht.

Beobachter erwünscht Jeder kann gern bei der Erfassung und Dokumentation der Insektenwelt mitwirken. Wer interessante Insekten beobachtet hat, kann diese gern mit Bild unter Angabe des Fundortes (Adresse, Koordinate), des Funddatums und Kontaktdaten an die-lausitz-summt@ingmar-landeck.de schicken. Die Angaben werden in einer Datenbank erfasst. So kann jeder dazu beitragen, unser Wissen über heimische Insekten zu verbessern.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 25.08.2020 von Heike Lehmann

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-08-25/9/es-zirpt-wie-in-italien-50744631.html

Kämpfe, Brutverlust und Knickflügel

Kämpfe, Brutverlust und Knickflügel

Der Storchenhorst am Kirchturm in Oschätzchen. Ein Altstorch mit einem Jungtier, das seine Flügel in den Wind hält und wahrscheinlich kurz vor den ersten Flugversuchen steht. Jens Berger

Ausgeflogen Auch das Storchenjahr 2020 ist aufgrund der Trockenheit kein gutes im Süden von Elbe-Elster. Es sind nur 51 Jungstörche aus 27 Nestern ausgeflogen. Im Jahrbuch steht Erfreuliches und Tragisches. Von Petra Wießner

Die ersten Jungstörche haben ihre Nester bereits Anfang August verlassen. Um den 20. August herum sind ihnen auch die letzten Altstörche gefolgt, nachdem sie sich von den Strapazen der Jungenaufzucht etwas erholt hatten.

Bei der überwiegend ehrenamtlichen Kontrolle von 43 Horsten im Altkreis Bad Liebenwerda Anfang Mai und durch Meldungen von Weißstorchfreunden konnten 27 besetzte Nester registriert werden. Im Vorjahr waren es 31. Ausgeflogen sind jetzt 51 Jungstörche. Das ist einer weniger als 2019. Zum Vergleich: Im Jahr 1993 hatten 29 Brutpaare insgesamt 73 Jungtiere großgezogen.

Viererbrut in Zobersdorf Trotz der überhaupt nicht erfreulichen Gesamtbilanz hat es diesmal auch Lichtblicke gegeben. So war in Zobersdorf eine Viererbrut herangewachsen. Weiterhin gab es in sieben Nestern jeweils drei Junge sowie in elf Nestern jeweils zwei Junge. Vier Brutpaare hatten nur einen Jungstorch. Ebenso viele haben zwar gebrütet, jedoch keinen flügge gewordenen Nachwuchs. Der trockene Sommer forderte das dritte Jahr in Folge seinen Tribut.

Probleme gab es zu Beginn der Saison am Stall in Plessa. Die Störche weigerten sich, den erneuerten Nestmast anzunehmen und bauten wieder auf dem Schornstein des landwirtschaftlichen Betriebes. Mit großem Einsatz der Schlosser vor Ort und der Freiwilligen Feuerwehr Elsterwerda musste ein Abweiser auf dem Schornstein befestigt werden. Erst danach begannen die Adebare mit ihrer Brut und zogen zwei Jungstörche groß. Auf dem an der Heizung entstandenen Schaden blieb die Agrargenossenschaft sitzen. Weder durch den Nabu noch durch den Naturpark konnte die Rechnung beglichen werden.

Großthiemig kein Storchendorf Anfang Mai begann in Großthiemig am Birkenweg ein Storchenpaar mit dem Nestbau auf dem Mast einer stromlosen Mittelspannungsleitung. Leider kam es zu keiner Brut. Ansonsten wäre es das fünfte Brutpaar für Großthiemig, und der Ort hätte sich Storchendorf nennen können.

In Bad Liebenwerda am Druckereischornstein kam es zu Horstkämpfen. Dabei fielen die angebrüteten Eier aus dem Horst. Die Brut hatte sich damit erledigt. Erfreuliches gibt es dagegen aus Schraden zu berichten: Nach drei Jahren ohne Nachwuchs wurde in diesem Jahr ein Jungstorch in dem Horst an der Gaststätte flügge. Aus Thalberg war ein verletzter Altstorch gemeldet worden. Dieser ließ sich jedoch nicht einfangen. Am Tag darauf fand man einen toten Weißstorch an den Thalberger Teichen. Vermutlich war es einer der Brutstörche von Theisa. Dort lagen zwei Eier unter dem Nest. Das Paar zog in diesem Jahr keine Jungen groß.

Letzte Rettung Pflegestation Mitte Juli beobachteten aufmerksame Bürger einen verletzten Altstorch in Oschätzchen. Die Tierfreunde Holger Teichert und Tino Gärtner fingen diesen ein. Er wurde in die Pflegestation nach Reddern gebracht. Etwa drei Wochen später hatte sich der Rotstrumpf so weit erholt, dass er davonfliegen konnte und wieder auf seinem Horst landete. Da er einen Ring bekommen hatte, ist der Beweis erbracht, dass es sich um das zuvor verletzte Tier handelte. Einwohner von Wainsdorf hatten beobachtet, dass ein Jungstorch struppig aussieht. Eines Tages landete dieser auf einem Hof. Es stellte sich heraus, dass seine Federn missgebildet waren. Auch er wurde zu Familie Heindel nach Reddern gebracht. Nun hofft man, dass sich nach der Mauser die Federn normal entwickeln und er dann ausgewildert werden kann.

In Reichenhain zog sich ein Jungstorch bei seinen ersten Flugversuchen eine Flügelverletzung zu. Auch dieser musste in Pflege gegeben werden. Einen weiteren Problemfall gab es in Gröden. Der kleine Storch hat einen Knickflügel und kann dadurch nicht fliegen. Er wurde durch Holger Teichert mithilfe einer Hebebühne vom Horst geholt und ebenfalls nach Reddern gebracht.

Viele Jungstörche beringt Mit viel Engagement und der Bereitstellung einer Hebebühne konnten durch Holger Teichert in dieser Saison 35 Jungstörche mit einem Ring versehen werden. Es konnten aber auch die Ringe von acht älteren Störchen abgelesen werden. So wurde festgestellt, dass in Prösen ein Paar nun schon das siebte Jahr nacheinander gemeinsam brütet. Beide Altstörche sind beringt und zwölf beziehungsweise 13 Jahre alt. Ein Alt­storch in Plessa wurde nestjung am 26. Juni 2017 in Krzan (Polen) beringt. Da Störche mit etwa drei Jahren geschlechtsreif werden, war dieser Sommer vermutlich seine erste Brutsaison.

Unsere Autorin Petra Wießner ist ehrenamtliche Nabu-Weißstorchbetreuerin im Altkreis Bad Liebenwerda.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 27.8.2020 von Petra Wießner

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-08-27/7/kaempfe-brutverlust-und-knickfluegel-50817081.html

Farbschauspiel in der Heidelandschaft

Naturpark Das prächtige Farbenspiel im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft beginnt wieder. Die zart und kräftig violett blühende Heide hat aus der kargen Landschaft des ehemaligen Truppenübungsplatzes wieder ein sattes Farbenspiel gemacht. Dazu hat der Regen das Blattwerk von Birke und Co. wieder saftig grün werden lassen.

Naturparkleiter Lars Thielemann empfiehlt Besuchern: „Machen Sie sich jetzt zu Fuß oder mit dem Rad auf durch die Heide. Die Ruhe, die Farben, der Duft der Natur – einfach herrlich.“ Wer sich auf die Tour vorbereiten möchte, kann Informationen auf der Internetseite des Naturparks einholen oder sich die Flyer im Naturparkhaus an der Kirche und in der Touristinformation auf dem Rossmarkt Bad Liebenwerda, in der Erlebnisreich-Ausstellung im Schloss Doberlug-Kirchhain oder in der Touristinfo in Finsterwalde besorgen.

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 29.8.2020

In der Streuobstregion startet die Birnenernte

In der Streuobstregion startet die Birnenernte

Der Kernghäuse-Verein hatte seine Baumpaten in den Pomologischen Schau- und Lehrgarten eingeladen. Neben einer Führung durch die Obstsammlung ging es mit dem Rad zur Bürgerwiese Richtung Bad Aegir. Dort wurde die Idee der öffentlichen Streuobstwiese vorgestellt. Zum Abschluss lief im Sommerkino unter freiem Himmel der Dokumentarfilm „Die Wiese“. Kerngehäuse-Verein

Hohenleipisch/Plessa. Der Obst- und Gartenbauverein Hohenleipisch und der Kerngehäuse-Verein laden zur Birnenernte auf Flächen des Obstbauvereins, auf der Bürgerwiese bei Bad Aegir und am Radweg Kahla-Hohenleipisch ein. Helfer können am 2. und 3. September jeweils von 7 bis 12 Uhr an die Birnenallee am Radweg kommen. Außerdem öffnet der Gartenbauverein am 3. September von 13 bis 14 Uhr am Bauernring in Hohenleipisch eine Annahmestelle für den Birnenankauf. Zur Abschätzung der Erntemenge wird gebeten, sich vorab bei Gert Anders anzumelden: Telefon 03533 60740, E-Mail an anders@ga-werbung.de. Die Ernte werde in Kooperation mit Bauer Fruchtsaft und Werder Frucht zu Birnen-Cider verarbeitet, kündigt der Verein an.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 29.8.2020 red/pos

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-08-29/9/in-der-streuobstregion-startet-die-birnenernte-50895691.html

 

Mehr Naturraum für die Kleine Elster

Mehr Naturraum für die Kleine Elster

Auch über Brücken ging es bei der Wanderung entlang der Kleinen Elster zwischen Thalberg und Maasdorf mit Naturwacht-Rangerin Ina Tschiesche. Fotos: Mirko Sattler

Nachgeholfen Bei Maasdorf und Thalberg hat der Mensch die einst von ihm radikal umgestaltete Landschaft der Natur zurückgegeben. Entstanden ist ein besserer Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Von Mirko Sattler

Anlässlich des internationalen Welt-Ranger-Tages veranstaltete der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft eine Rangertour entlang der Kleinen Elster. Dort wurden die Ergebnisse des Projektes „Wiederangliederung der früheren Flussschleifen an die begradigte Kleine Elster“ vorgestellt. Auf der gut 3,1 Kilometer langen Tour ist sehr gut zu sehen, wie sich die Natur ihren Lebensraum zurückerobert.

„Die Kleine Elster kommt aus zwei Gebieten: Aus dem Lugbecken und aus dem Quellgebiet nördlich des Lugbeckens, dem Niederlausitzer Landrücken. Sie fließt nördlich von Finsterwalde an Doberlug-Kirchhain vorbei bis nach Thalberg, Maasdorf und weiter über Winkel, Wahrenbrück in die Schwarze Elster“, erklärt Rangerin Ina Tschiesche den Teilnehmern der Tour.

Dabei stellt sie die neuen Flussschleifen vor. „In Doberlug-Kirchhain beginnt unser Projekt mit der Klosterschleife. In Lindena folgt die Mühlgrabenschleife und hier in Maasdorf die Flussschleife in der Maasdorfer Saar“, weiß die Rangerin zu berichten.

Für Landwirtschaft begradigt Die Kleine Elster war einst begradigt worden, um Flächen für die Landwirtschaft urbar zu machen. Seinerzeit eine technische Meisterleistung. Folgen waren der extrem schnelle Abfluss des Wassers in einem verbreiterten Flussbett, in dem durch die Braunkohlentagebaue Schlabendorf, Greifenhain, Meuro, Kleinleipisch und selbst Domsdorf/Tröbitz das Wasser aus dem Einzugsgebiet der Schwarzen Elster gewissermaßen abgezogen wurde. Im Jahr 2008 begann man mit einem Finanzvolumen von 1,6 Millionen Euro Flussschleifen, sogenannte Mäander, wieder herzustellen, um so das Wasser in der Region zu halten. „Unser Glück ist, dass die Flurstücke der alten Kleinen Elster noch komplett in den Flurkarten eingetragen waren und die Flächen noch im Landes- beziehungsweise öffentlichen Besitz sind. Mit den neuen Mäandern wird dem Fluss die Möglichkeit gegeben, sich sein Bett selbst und damit auch die Landschaft mit zu gestalten.

Die abgeschnittenen Arme des Flusses sind mittels Sohlgleiter an den neuen Lauf angeschlossen. Bei einem mittleren Hochwasser werden die Steinschüttungen überflutet und geben dem Hochwasser Platz und Raum, damit Dörfer nicht volllaufen“, verrät Rangerin Ina Tschiesche.

Hohe Abbruchkanten, Sandbänke und abgeschnittene Fluss­arme mit stehendem Wasser bieten der Tierwelt ideale Lebensräume. So liebt zum Beispiel der Eisvogel scharfe Abbruchkanten und die Rotbauchunke besonnte Gewässer des Flachlandes mit einer reichen Vegetation, bevorzugt Überschwemmungsbereiche.

Ein Eldorado für die Tierwelt Während der mehr als zweistündigen Tour, bei der die Teilnehmer einen Höhenunterschied von 16 Metern absolvieren mussten, ging es vorbei an Kuhherden, über Heuwiesen, Biotopverbindungselemente und über Holzbrücken. Immer wieder entdeckten die naturbegeisterten Teilnehmer seltene Falter, schön gezeichnete Spinnen und die Fanggruben des Ameisenlöwen, die Larve der Ameisenjungfer.

Am Prestewitzer Heiligen Hain, so sagt es Ina Tschiesche, ist der ideale Punkt, um im Kanu die Natur vom Wasser aus zu beobachten. „Von hier geht es weiter durch Maasdorf, durch den Mühlgraben von Maasdorf und weiter bis nach Winkel und Wahrenbrück. Es ist eine schöne Strecke und auch für einen Ungeübten sehr gut machbar“, erläutert die Naturpark-Rangerin.

„Ich bin regelmäßig bei Touren in der Natur dabei. Dabei erfährt man viel Hintergrundwissen und nimmt die Heimat mit anderen Augen wahr“, sagt eine Teilnehmerin aus Doberlug-Kirchhain. Ein anderer kennt die Gegend noch aus seiner Schulzeit. „Ich bin früher im Elsterschloss in die Schule gegangen. Da war auch ein Mitschüler aus dieser Gegend. Daher kenne ich sie. Bei solchen Wanderungen wird man nicht dümmer“, sagt der Riesaer, für den das Gebiet um Maasdorf schon Grenzgebiet zu Sachsen ist.

Ideen für weitere Wanderungen Während der Wanderung wurden auch weitergehende Ideen für neue Touren geäußert. So steht Rangerin Ina Tschiesche einer Tagfalterexkursion offen gegenüber, ebenso einer Birken- oder einer Libellentour.

Die Naturwacht Brandenburg versteht sich als Teil dieses Netzwerkes und bietet in mehreren Großschutzgebieten des Landes Führungen an. Die Teilnahme ist kostenfrei, es wird jedoch um eine Spende für die „Thin Green Line Foundation“ gebeten.

Diese Stiftung unterstützt mittellose Familien getöteter oder ums Leben gekommener Ranger. Zudem fördert sie Ausbildung und Ausrüstung der Ranger in armen Ländern.

Warum gibt es den Welt-Ranger-Tag? Seit dem Jahr 2007 erinnert der Welt-Ranger-Tag jährlich am 31. Juli jenen Rangern, die in Ausübung ihrer Tätigkeit verletzt oder getötet worden sind. Es ist zudem ein Tag der Solidarität und der Würdigung der weltweiten Gemeinschaft von mehr als 300 000 Rangern und ihrem täglichen Einsatz für den Erhalt und den Schutz der Natur.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 4.8.2020 von Mirko Sattler

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-08-04/7/mehr-naturraum-fuer-die-kleine-elster-50210044.html

Lebenshilfe für einen Falter

Lebenshilfe für einen Falter

Arbeitstreffen in Wahrenbrück: Kartierer Mario Luck, Sophie Desaga vom NaturSchutzfonds Brandenburg, Naturparkrangerin Ina Tschiesche und Schäfer René Hironimus (v.l.). Alle haben Anteil an der Rettungsaktion für die Wiesenknopf-Ameisenbläulinge. Sylvia Kunze

Tierwelt Großes tun, indem man nichts tut – so wird dem Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling geholfen. Mit Nutzungspausen des Elstervorlandes soll das Überleben des seltenen Falters gesichert werden. Von Sylvia Kunze

Die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg will in ihrem Projekt „Unser Naturerbe schützen – Zusammen für Natura 2000 in Brandenburg“ mit den örtlichen Gewässerunterhaltungsverbänden, dem Landesamt für Umwelt sowie einem Schmetterlingsexperten weitere wichtige Flächen entlang der Schwarzen Elster für den in Brandenburg vom Aussterben bedrohten Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling sichern.

Falter bei Wahrenbrück zu finden Der Schmetterling ist eher unscheinbar. Ganz ohne knallige Farben schaut man schnell mal über ihn hinweg. Wenn man ihn denn zu Gesicht bekommt. Denn er ist selten geworden. Jedoch im Elstervorland in Wahrenbrück immer wieder anzutreffen.

Nicht jedoch an dem Tag, als sich genau in seinem Wahrenbrücker Lebensbereich jene treffen, die sich für sein (Über)Leben einsetzen. Am Arbeitsgespräch nehmen neben Sophie Desaga vom Naturschutzfonds Brandenburg und Ina Tschiesche, im Naturpark „Niederlausitzer Heidelandschaft“ mit der Fauna-Flora-Habitat-Lebensraum-Kontrolle betraut, auch Schmetterlingsexperte Mario Luck und Schäfer René Hironimus, der unter anderem auch den Deichabschnitt in Wahrenbrück mit seinen Tieren beweidet, teil.

Sie wollen besprechen, ob und wie es gelingt, dem selten gewordenen Schmetterling Lebensraum zu sichern. Aktuell gelingt das in erster Linie damit, dass nichts getan wird. Das heißt in diesem speziellen Fall: An der Schwarzen Elster werden Teile der Vorländer zu bestimmten Zeiten nicht gemäht oder beweidet, damit der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea nausithous) überleben kann.

Schwarze Elster als Lebensraum Dieser Falter ist europaweit gefährdet und wurde in die Anhänge der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie aufgenommen. Sie sieht den Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten innerhalb des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 vor. 90 Prozent der Gesamtpopulation des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings in Brandenburg kommen entlang der Deiche und Vorländer der Schwarzen Elster vor.

Experte Mario Luck erläutert: „Der Schmetterling ist hochspezialisiert. Seine Larven entwickeln sich lediglich an einer Wirtspflanze, dem Großen Wiesenknopf, in der Zeit von Anfang Juli bis Mitte September.“ „In dieser Zeit werden die Bereiche der Schwarzen Elster, wo der Falter vorkommt, nicht durch die Wasser- und Bodenverbände bzw. deren Auftragnehmer wie Schäfern genutzt“, ergänzt Sophie Desaga.

Bläulingsbereiche im Blick Diese „Bläulingsbereiche“, die bereits 2016 ausgewiesen wurden, sind nun im Rahmen des Projektes „Unser Naturerbe schützen – Zusammen für Natura 2000 in Brandenburg“ der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg in Zusammenarbeit mit den vor Ort zuständigen Gewässerunterhaltungsverbänden „Kremitz-Neugraben“ und „Kleine Elster-Pulsnitz“, dem Landesamt für Umwelt sowie dem örtlichen Schmetterlingskartierer Mario Luck aktualisiert worden. Das bedeutet, dass zusätzliche Flächen der Vorländer zukünftig in der Zeit zwischen Anfang Juli und Mitte September nicht gemäht oder beweidet werden, sodass sich auch dort die vorkommende Population weiter stabilisieren kann. Aus Sicht von Mario Luck ist das dringend nötig. Trotz der Auskopplung von Flächen in der kritischen Zeit, die nun schon über Jahre erfolgt und die für eine nahezu gleichbleibende Vegetation sorgt, ist das Schmetterlingsaufkommen weiter rückläufig. Konnte er vor zwei Jahren noch 1300 Exemplare entlang der bekannten Flächen an der Schwarzen Elster zählen, fand er im Jahr darauf nur noch 400 Tiere vor. An fehlenden Wirtspflanzen könne das eher nicht liegen, glaubt der Experte. Vielmehr vermutet er, dass das Problem erst später in der Entwicklungskette des Schmetterlings zu suchen sei. Denn die Wiesenknopf-Ameisenbläulinge lassen sich als junge Larven von den Wiesenknopfpflanzen fallen und von Ameisen in deren Nester tragen, obwohl Ameisen zu deren ärgsten Fressfeinden zählen. Die Raupen tarnen sich mit einem speziellen Duft und werden so nicht als mögliche Beute erkannt. Eingetragen ins Ameisennest, vertilgen die Raupen ungeniert Hunderte Ameisenlarven.

Nach seiner sogenannten „Puppenruhe“ schlüpft der Ameisenbläuling als Schmetterling im Ameisennest. Er besitzt seine Fähigkeit zur Tarnung nun nicht mehr und muss deshalb so schnell wie möglich das Weite suchen, um nicht selbst zur Beute der Ameisen zu werden. Luck vermutet, dass es zu wenige Ameisen gibt, die den jungen Larven „Quartier“ geben könnten. „Genau das muss in einer weiteren Studie untersucht werden“, hat sich die NaturSchutzFonds-Vertreterin als Aufgabe notiert. Die Ausschreibung des Auftrags wird nach Informationen von Ina Tschiesche noch in diesem Jahr erwartet. Auch über Vertragsnaturschutz für Biotopbereiche außerhalb der Deiche ist zu reden, um weitere Nutzungspausen zu erreichen, sind sich alle Beteiligten vor Ort einig.

Land zahlt für Nutzungspause Damit die jetzt schon vertraglich geregelten Pausen überhaupt möglich werden, stellt das Landesamt für Umwelt eine Entschädigung für die Pächter der Deichvorländer, zum Beispiel die Schäfer, bereit. „Damit kann man leben“, schätzt René Hironimus ein, der seit etwa 20 Jahren von der Elsterbrücke Schraden bis zur Elsterbrücke Neumühl die Elstervorländer bewirtschaftet.

„Von der Nutzungspause profitiert übrigens nicht nur der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Diese Maßnahme ist auch für eine ganze Reihe anderer, seltener Tierarten und Pflanzengemeinschaften von Vorteil. Ohne eine Grünlandnutzung in der Hauptblütezeit können sich zum Beispiel Nektarpflanzen aussamen und bilden so die Nahrungsgrundlage für alle dort vorkommenden Insekten, die wiederum für Vögel und Kleinsäuger Futter darstellen“, macht Sophie Desaga deutlich.

Zum Projekt Im Projekt „Unser Naturerbe schützen - Zusammen für Natura 2000 in Brandenburg“ stehen Projektmitarbeiter der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg im Austausch mit Flächeneigentümern, Pächtern, Behörden und Naturinteressierten vor Ort. Sie beraten unter anderem Landnutzer und Eigentümer über Fördermöglichkeiten. So können beispielsweise neue Blühstreifen auf Ackerflächen entstehen oder vorhandenes Totholz im Wald honoriert werden. Insgesamt sind die Projektmitarbeiter in mehr als 100 Natura-2000-Gebieten in Brandenburg aktiv. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.natura2000-brandenburg.de

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 7.8.2020 von Sylvia Kunze

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-08-07/11/lebenshilfe-fuer-einen-schmetterling-50288811.html

Radeln Entlang an der Schwarzen Elster

Radeln Entlang an der Schwarzen Elster

Im Kurpark Bad Liebenwerda kann die Fahrt beginnen. Die Tourismusinformation verleiht E-Bikes und normale Räder. Foto: Frank Claus

Ausflugstipp: In Corona-Zeiten geben der Naturpark und die Rundschau Tipps für Entdeckertouren in der Heimat.

Bad Liebenwerda. Schon den Schwarze-Elster-Radweg getestet? Cordula Schladitz von der Verwaltung des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft legt sich fest: „Es fährt sich gut entlang der Schwarzen Elster. Der Radweg ist asphaltiert, es gibt keine Steigungen, und Autos verkehren hier auch nicht.“

Dafür hat man einen guten Ausblick auf die angrenzenden Felder und Wiesen, die unter anderem von den Weißstörchen als Jagdrevier genutzt werden. Warum also nicht einmal einen Ausflug mit dem Rad von Bad Liebenwerda bis zum Elsterstübchen in Neumühl machen?

Zur Geschichte hat Cordula Schladitz das zusammengetragen: Bis Mitte des 19. Jahrhunderts bestand die Schwarze Elster aus einem dichten Netz von Flussarmen und Inseln. Das Ufer säumten Röhricht und Grauweiden. Mächtige Auwälder wuchsen in der Elsterniederung. Immer wieder kam es zu Überschwemmungen und die Großgrundbesitzer drängten darauf, den Fluss zu regulieren. 1852 wurde das Gesetz zur Melioration beschlossen. Noch im gleichen Jahr begann man 90 Kilometer der Schwarzen Elster von Tätschwitz bis Premsendorf zu begradigen und einzudeichen. Von den einstigen Flussarmen und der vielfältigen Vegetation ist heute kaum noch etwas zu erkennen. Aber an manchen Stellen findet man sie noch, alte Eichen, die das Elsterufer säumen und entlang des Radweges Schatten spenden. Diese Eichen sind unter anderem das Refugium des Hirschkäfers.

Auf den Wiesen des Elstervorlandes gibt es eine unscheinbare, jedoch ganz interessante Pflanze, den Großen Wiesenknopf. Nur dort wo er wächst, hat ein kleiner Schmetterling auch die Chance auf Fortpflanzung. Der Ameisenbläuling legt seine Eier ausschließlich auf den noch ungeöffneten Blütenköpfen des Großen Wiesenknopfes ab. Die geschlüpften Larven werden von Ameisen in ihr Nest getragen und bis zur Verpuppung gefüttert.

Cordula Schladitz empfiehlt eine Tour von Bad Liebenwerda aus über Wahrenbrück bis nach Neumühl. Am Kiosk im Kleinen Spreewald in Wahrenbrück oder im Elsterstübchen können Radler sich bei Kaffee und Kuchen ausruhen, bevor sie wieder zurück in die Kurstadt fahren. Wer die Distanz etwas länger möchte, kann über Uebigau und Bomsdorf noch zum Falkenberger Kiebitz fahren. In Bad Liebenwerda (Bieligkhof), Wahrenbrück (im Park) und in Neumühl können übrigens auch Boote zum Paddeln ausgeliehen werden. Zahlreiche Touristen fahren zum Beispiel mit dem Rad nach Neumühl, lassen sich nach Bad Liebenwerda zurückfahren und setzen dort mit Booten ein, um Neumühl auf dem Wasser zu erreichen. Bringeservice wird auch an beiden anderen Stationen angeboten. red/fc Kontakt: Cordula Schladitz, Telefon: 035341 61515 

Auszug aus der LausitZer Rundschau vom 7.8.2020 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-08-07/11/radeln-entlang-der-schwarzen-elster-50288915.html

 

Döllingen - "Obstbauern" blühen auf

Döllingen - "Obstbauern" blühen auf

Im Pomologischen Schau- und Lehrgarten in Döllingen reifen die Äpfel. Uli Westphal

Elbe-Elster Die Heimat entdecken ist Anliegen einer Reihe des Naturparks Niederlausitzer Heideland- schaft und der Rundschau.

Döllingen. Der Pomologische Schau- und Lehrgarten Döllingen wird von Insidern liebevoll nur „Pomogarten“ genannt. Seit 20 Jahren wachsen auf drei Hektar am Rande von Döllingen im Amt Plessa verschiedene Obstarten und -sorten. Cordula Schladitz vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft weiß: „Der Garten ist die zentrale Anlaufstelle, wenn es ums Obst geht.“

In diesem Jahr musste leider das Blütenfest ausfallen, und auch den Niederlausitzer Apfeltag wird es erst 2021 wieder geben. Aber der Verein Kerngehäuse e.V. lädt zum Gartenplausch ein. Jeweils am vierten Sonntag im Monat von Mai bis August ist der Garten von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Und am Sonntag ist es wieder soweit.

Den Obstanbau gibt es in der Naturpark-Region schon sehr lange. Seit Mitte der 1990er-Jahre unterstützt der Naturpark diese Tradition. Inzwischen ist der Streuobstanbau eines der Aushängeschilder der Arbeit des Naturparks. Der „Pomogarten“ steht dabei seit seiner Gründung im Jahr 2000 im Mittelpunkt.

Aber er zeigt noch mehr. Es sind die vielen alten Sorten von Apfel, Birne & Co., die dort wieder in den Fokus gerückt werden. Daneben wachsen Früchte, die fast nur noch Obstkundigen ein Begriff waren. Nur Wenige wissen, dass Felsenbirne, Kornellkirsche oder Mispel sich zu schmackhaften Fruchtaufstrichen oder Likören verarbeiten lassen. red/fc Für Rückfragen: Andrea Opitz, Telefon: 035341 615-12 oder andrea.opitz@lfu.brandenburg.de.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 25.7.2020 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-07-25/9/doellingen-obstbauern-bluehen-auf-49747322.html

Naturwacht lädt ein zur Ranger-Tour

Umwelt Entlang der Kleinen Elster führt die Exkursion am World Ranger Day. Die Anmeldung ist noch heute, 30. Juli, möglich.

Bad Liebenwerda. Ranger in Brandenburg? Wer mehr über ihre Arbeit und die ihrer Kollegen in der ganzen Welt erfahren möchte, kann zusammen mit erfahrenen Naturwächtern auf eine Exkursion entlang der Kleinen Elster gehen. Die Naturwacht Brandenburg im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft lädt am Freitag, 31. Juli, dazu ein. Anlass ist, wie es in einer Mitteilung der Naturwächter heißt, der World Ranger Day, der an diesem Tag jedes Jahr begangen wird. Die Naturwächter werden unterwegs über ihre Arbeit berichten und unter anderem Ergebnisse des Projektes „Wiederangliederung der früheren Flussschleifen an die begradigte Kleine Elster“ erläutern.

Ranger gibt es nach Auskunft der Naturwacht weltweit und seit 29 Jahren auch in Brandenburg. Alle haben die gemeinsame Aufgabe, Naturschätze zu bewahren und sich für eine intakte Umwelt einzusetzen. Ihre Anforderungen und Arbeitsbedingungen seien jedoch von Region zu Region unterschiedlich.

In manchen Ländern setzen hauptamtliche Naturschützer sogar ihr Leben aufs Spiel. Auch daran erinnere seit dem Jahr 2007 am 31. Juli der World Ranger Day, so die Naturwächter. Es sei zudem ein Tag der Solidarität und der Würdigung der weltweiten Gemeinschaft von mehr als 300 000 Rangern.

Die Ranger der Naturwacht Brandenburg arbeiten seit 1991 Jahren in 15 Großschutzgebieten erfolgreich als Mittler zwischen Mensch und Natur. Auf rund 9000 Quadratkilometern erfassen sie Daten zu Tier- und Pflanzenbeständen, Grundwasserspiegeln sowie zur Qualität von Gewässern und setzen sich für Naturschutzprojekte ein. Sie sind zudem wichtige Ansprechpartner für Anwohner und Touristen in den Nationalen Naturlandschaften. Sie begleiten jährlich rund 10 000 Gäste auf mehr als 600 geführte Touren. red/uf

Eine Anmeldung zur Exkursion ist unbedingt bis Donnerstag, 30. Juli, erforderlich (035341/10192 oder heidelandschaft@naturwacht.de). Der Treffpunkt wird bei Anmeldung mitgeteilt. Kosten: Es wird um eine Spende für die „Thin Green Line Foundation“ gebeten, die weltweit Familien von im Einsatz ums Leben gekommenen Rangern unterstützt.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 30.7.2020

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-07-30/9/naturwacht-laedt-ein-zur-ranger-tour-50076170.html

 

Nach Wiesenwelten Motive für Kalender

Nach Wiesenwelten Motive für Kalender

„Im Abendlicht“ - mit dieser Aufnahme kommt Michael Stomowski in der Kategorie Stimmungsbilder auf Platz 2. Michael Stromowski
Alle Fotos des Wettbewerbs sind in der Ausstellung erlebnisReich Naturpark im Schloss Doberlug zu sehen. Katrin Heinrich

Elbe-Elster Die Gewinner des Naturpark-Fotowettbewerbs „Wiesen-Welten“ sind ermittelt. Nun werden Motive für den Kalender 2022 gesucht. Von Frank Claus

Bad Liebenwerda. Den Fotowettbewerb im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft gibt es seit 2001. Er ist und bleibt ein Dauerbrenner. Auch in Corona-Zeiten. 24 Fotografen haben für den jüngsten Wettbewerb 160 Motive eingesandt. Auch wenn diesmal die Präsentation zum Naturparkfest in Plessa, das der Coronapandemie zum Opfer fiel, nicht stattfinden konnte – alle Motive sind jetzt sowohl in der „erlebnisReich“-Ausstellung im Schloss Doberlug als auch auf der Internetseite des Naturparks zu bewundern.

„Wiesen-Welten“ war das Thema. Im Aufruf hieß es: Der Frühling lässt an den Bäumen zartes Blättergrün wachsen. Die ersten Frühblüher wie Schneeglöckchen oder Krokusse haben sich schon wieder in ihre Zwiebeln zurückgezogen und trotzdem wird es draußen immer bunter.

Gräser und Kräuter, Insekten, Vögel und auch Säugetiere machen den Lebensraum Wiese aus. Und ohne die Nutzung durch den Menschen gäbe es diese besondere Welt nicht. Dabei ist Wiese nicht gleich Wiese. Abhängig vom Boden gedeihen verschiedenste Pflanzen. Manche mögen es trocken und andere nass. Einige bevorzugen eine häufige Mahd, andere nicht.

Dementsprechend finden sich auch unterschiedliche Tierarten ein. Es gibt also viel zu entdecken. Und in der Tat haben die Teilnehmer viel entdeckt: Diese Preisträger wurden in zwei Kategorien – Detailaufnahmen und Stimmungsbilder – ermittelt. Bei den Detailaufnahmen fand die Jury das Motiv von Frank Kiesewetter unter dem Titel „Blütenbesucherin“ besonders gelungen. Es folgen Alfred Regels „Grasnelke“ und „Eisblume“ von Reinhold Grottker auf Platz drei.

In der Kategorie Stimmungsbilder war die Bewertung ebenfalls schwierig. Zwei Preisträger wurden ermittelt. Auf Platz eins setzte die Jury Marion Weigels „Morgendämmerung“. Auf Platz zwei folgt das Foto „Im Abendlicht“ von Michael Stromowski.

„Oh wie schön ist ...“, heißt der neue Fotowettbewerb. Und dabei soll es nicht nach Panama wie im gleichnamigen Kinderbuchklassiker gehen, sondern in möglichst viele Ecken des Naturparks. Gesucht werden nämlich die reizvollen Motive von Menschen (mit deren Zustimmung), Fauna, Flora und reizvollen Objekten im Naturpark.

Motive senden Sie am besten an die Naturparkverwaltung, am Markt in 04924 Bad Liebenwerda oder per E-Mail (1 MB) an Cordula.Schladitz@LfU.brandenburg.de.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 24.07.2020 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-07-24/12/nach-wiesen-welten-motive-fuer-kalender-49307862.html

Paradies Grünhaus - eine Arche Noah

Paradies Grünhaus - eine Arche Noah

Der Heidesee im Naturparadies Grünhaus. Aufmerksame Naturfreunde können seltene Tier- und Pflanzenarten entdecken. Stefan Röhrscheid

Tipp Für Urlaub in der Heimat in Corona-Zeiten haben Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und Rundschau Vorschläge.

Lichterfeld. Naturparadies Grünhaus: Noch immer ist diese Region karg. Spärlich bewachsene Sandböden, vereinzelte junge Kiefern und vertrocknete Grasbüschel – das nimmt der Besucher auf den ersten Blick wahr. Schaut man genauer hin, dann offenbart sich viel mehr. Ehemalige Kippen aus der Zeit des Kohleabbaus, Abbruchkanten und wassergefüllte Senken bieten ein abwechslungsreiches Landschaftsbild. Hier haben sich Spezialisten aus dem Tier- und Pflanzenreich angesiedelt, die genau diese Bedingungen brauchen.

Die Flächen liegen zu großen Teilen im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Mitarbeiterin Cordula Schladitz weiß aus der Geschichte: Noch vor etwa 40 Jahren waren hier Großraumbagger aktiv. Heute ist diese ehemalige Bergbaulandschaft eine Art Arche Noah. Unterschiedlichste Standorte wechseln oft auf kleinstem Raum. Wind, Regen und aufsteigendes Grundwasser formen die Landschaft ständig neu. Die immer wieder abbrechenden Ufer der neu entstandenen Seen bieten Eisvogel, Uferschwalbe und auch seltenen Insekten ideale Brutplätze. Sandstrohblume und Bergsandköpfchen sind auf den nährstoffarmen Böden fast keiner Konkurrenz ausgesetzt. Ihre Wurzeln sind länger als die oberirdischen Teile der Pflanzen und reichen bis einen Meter tief in den Boden. Mit dieser Strategie sind sie auf den losen Sandböden gut verankert und kommen besser an die wenigen vorhandenen Nährstoffe.

Auch das seltene Tausendgüldenkraut ist hier heimisch. Es wurde einst als Heilpflanze gegen zahlreiche Krankheiten eingesetzt. Bis ins 15. Jahrhundert war der Name der Pflanze „Hundertguldenkraut“. Das bezog sich darauf, dass die Pflanze kaum zu bezahlen war. Später wurde daraus übertreibend Tausendgüldenkraut.

Etwa 2000 Hektar dieser speziellen Landschaft gehören der Nabu-Stiftung. Sie sorgt dafür, dass die Natur ganz allein den Entwicklungsprozess bestimmt. Cordula Schladitz empfiehlt, das Naturparadies unbedingt einmal zu nutzen. Gäste können den Parkplatz unweit der Förderbrücke F60 an der Straße L60 nutzen und von da aus eine Wanderung unternehmen. Mit dem Fernglas lassen sich derzeit Rohrweihen und Graugänse über der Seeteichsenke und dem Heidesee beobachten. Mit etwas Glück bekommen Besucher Kraniche zu sehen, die sich in der Gruppe zum Schlafen in den flachen Gewässern sammeln.

Und wer einmal nahe Lichterfeld ist, der sollte den liegenden Eiffelturm, das ausgemusterte Tagebaugroßgerät besuchen und vielleicht sogar erklimmen. Die Stadt Finsterwalde ist immer einen Besuch wert. Das Museum besticht mit Vielfalt. Naturfreunden sei der Besuch der vielfach prämierten erlebnisReich-Ausstellung im Schloss Doberlug empfohlen. Wollen wir wetten, dass Gäste danach mehrfach auf Streifzüge durch den Naturpark gehen oder mit dem Rad Erlebnisse er“fahren“? red/fc

Kontakt: Cordula Schladitz, Telefon: 035341 61515 oder Dr. Stefan Röhrscheid, Tel. 03531 6096-11. Braunkohletagebau veränderte Landschaft Bereits 1939 wurde ein Teil des heutigen Flora-Fauna-Habitat-Gebietes „Grünhaus“ östlich von Sorno und Staupitz unter Schutz gestellt. Dabei sollte ein alter Fichtenwald erhalten werden, der sich unter anderem durch ein autochthones Vorkommen der Weißtanne auszeichnete. Doch der Braunkohlebergbau, der im Tagebau Kleinleipisch von 1944 bis 1991 betrieben wurde, schädigte den alten Wald durch massive Grundwasserabsenkungen und veränderte den gesamten Naturraum grundlegend. Quelle: Naturpark

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 31.07.2020 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-07-31/12/paradies-gruenhaus-eine-arche-noah-50104036.html

 

Entdeckertag im Schloss in Doberlug

Entdeckertag im Schloss in Doberlug

Naturpark Förderverein lädt ein zu Moorgeistern und Irrlichtern – für Ferienkinder zwischen sechs und zwölf Jahren.

Doberlug-Kirchhain. Das Team des Erlebnisreich Naturpark im Schloss Doberlug lädt auch in diesem Jahr neugierige Ferienkinder ein, den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und seine kleinen und großen Bewohner kennenzulernen. Am Donnerstag steht von 11 bis 18 Uhr eine aufregende Reise ins Land der Moore auf dem Programm des Entdeckertages. Eingeladen sind Mädchen und Jungen zwischen sechs und zwölf Jahren. Auf die Naturparkentdecker warten spannende Forscherstationen, Geschichten und Rätsel rund um die geheimnisvolle Tier-und Pflanzenwelt der Moore.

Das Programm selbst dauert circa eineinhalb Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind aber gern gesehen. Um Voranmeldung wird gebeten - Telefon: 035322/518066; E-Mail: info@naturpark-nlh.de

Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft erstreckt sich über eine Fläche von etwa 484 Quadratkilometer. Bekannt ist er unter anderem auch für seine purpurn blühende Heide, die Moorlandschaften und die Streuobstwiesen. All das lässt sich gut zu Rad oder auch zu Fuß erkunden.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 21.07.2020

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-07-21/8/entdeckertag-im-schloss-in-doberlug-48239708.html

Verletzter Storch „wartet“ an Bushaltestelle auf Hilfe

Verletzter Storch „wartet“ an Bushaltestelle auf Hilfe

Er war den Einwohnern aufgefallen – ein Storch, der sich in Oschätzchen nur noch zu Fuß bewegte und scheinbar nicht mehr fliegen konnte. Schließlich stand er an der Bushaltestelle, als würde er auf Hilfe warten. Die bekam er auch.

Oschätzchen. Es sah schon drollig aus, wie er da am Freitag an der Bushaltestelle in Oschätzchen auf und ab lief, als würde er auf den Bus warten. Doch Einwohnern war schnell klar. Dieser Weißstorch „wartet“ nicht auf den Bus, sondern benötigt Hilfe. Er konnte nämlich nicht mehr fliegen.

Am Samstag war er tagsüber plötzlich weg, tauchte in den Abendstunden aber wieder auf. Jens Berger aus Bad Liebenwerda erhielt die Nachricht vom kranken Storch, fuhr heraus und stellte fest: „Hier muss fachkundige Hilfe her.“

Naturpark-Ranger Tino Gärtner wurde informiert, der schließlich gegen 22.30 Uhr eintraf. Der ängstliche Storch konnte in dem schmalen Spalt zwischen Bushaltestelle und einer Grundstücksmauer – dort hinein hatte sich das Tier zurückgezogen – gemeinsam mit Einwohner Dieter Bruschwitz gefangen werden.

Eine erste Untersuchung ergab, dass sich der große Altvogel scheinbar nichts gebrochen hatte. Gärtner: „Ein ganzer Teil der Handschwingfedern am linken Flügel war aber abgebrochen und die frisch gemauserten Kiele bluteten stark.“ Der Ranger nahm das Tier über Nacht mit nach Hause, desinfizierte die Wunden, versorgte es mit stärkenden Eintagsküken als Futter, erfasste gemeinsam mit Holger Teichert aus Kosilenzien die biometrischen Daten und legte ihm einen Ring der Vogelschutzwarte an.

Am nächsten Tag brachten ihn beide in die Pflege und Aufzuchtstation nach Reddern. Dort wird er ein Jahr bleiben, denn mit seinen Verletzungen würde er den Flug in sein Überwinterungsquartier nicht schaffen. Der zweite Altstorch muss nun den Nachwuchs auf dem Horst allein versorgen. Anmerkung: Diese Aufgabe erfüllt der Ranger komplett ehrenamtlich!

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 21.07.2020 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-07-21/7/verletzter-storch-wartet-an-bushaltestelle-auf-hilfe-48241260.html

Romantische Pfade, Seerosen und Kunst

Romantische Pfade, Seerosen und Kunst

Ausflugstipp Der alte Park am Gut Saathain bietet Idylle pur. Spaziergänger sollten auch den Skulpturenpark besichtigen.

Saathain. Darf’s ein bisschen urig sein? Mit dieser Frage hat Cordula Schladitz vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft diesmal den Ausflugstipp überschrieben, den die Rundschau in ihrer kleinen Reihe für Unternehmungen in Corona-Zeiten vorstellt. Sie entführt damit in den Gutspark Saathain.

Alte knorrige Eichen, kleine Gewässer mit Seerosen und verschlungene Pfade – wer es romantisch liebt, der sollte einen Spaziergang durch den alten Park in Saathain machen. Hier kann man einen kleinen Rest der einst weitreichenden Auwälder der Schwarzen Elster erleben.

Einst eine Wehranlage

Auch zur Geschichte hat Cordula Schladitz recherchiert und herausgefunden: Wo die Große Röder in die Schwarze Elster mündet, gab es ab dem 12. Jahrhundert eine Wehranlage, „castrum sathim“, die der Sicherung des Flussübergangs diente. Gleichzeitig wurden auch die parallel zur Schwarzen Elster verlaufenden Heer- und Handelsstraßen bewacht. Im Laufe der Zeit entstanden dann an dieser Stelle ein Schloss und eine Gutsanlage.

Das Schloss brannte zum Ende des Zweiten Weltkrieges ab, es blieb nur ein Stück des alten Guts­parks erhalten. Ein Teil davon wurde ab 1972 zum Rosengarten umgewandelt.

Auf der anderen Straßenseite

Der Ausflugstipp führt Besucher auf die andere Straßenseite, wo der Rest einer Auenlandschaft noch vorhanden ist. Man hat ein bisschen das Gefühl von Urwald, wenn man durch das dichte Grün schreitet. Dicke, umgestürzte Stämme liegen in den Altarmen des einstigen Flussnetzes. Diese ruhigen flachen Gewässer sind ideal für Insekten. Vielleicht haben Gäste Glück und können bei ihrem Rundgang auch Fledermäuse auf der Jagd beobachten.

Noch eines sei empfohlen: Auf Gut Saathain hat Künstler Ararat Haydeyan sein Atelier. Besucher sollten ruhig einmal anklopfen, vielleicht können sie ihm bei der Arbeit über die Schulter schauen. Der von ihm gestaltete Skulpturenpark im Freien ist auf jeden Fall zu besichtigen. Und bei dieser Gelegenheit: Auch die Ausstellung im Gut lädt zur Besichtigung ein. Gäste sollten es zudem nicht versäumen, einen Blick in die Fachwerkkirche zu werfen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 17.07.2020 von Frank Claus

Für Rückfragen: Cordula Schladitz, Tel.: 035341 61515 oder E-Mail: Cordula.Schladitz(at)lfu.brandenburg(dot)de

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-07-17/10/romantische-pfade-seerosen-und-kunst-47915348.html

Lecker: Rekord-Kirschernte und erstmals Selbstpflücken

Lecker: Rekord-Kirschernte und erstmals Selbstpflücken

Auch wenn die Mengen aus DDR-Zeiten längst nicht erreicht sind: Mit 2069 Kilogramm Frühkirschen freuen sich gleich drei Vereine im Naturpark über ein Rekordjahr in der Kirschernte.

Hohenleipisch/Döllingen. Mit 2069 Kilogramm gepflückten Frühkirschen ziehen der Obst- und Gartenbauverein Hohenleipisch und der Kerngehäuse-Verein ein positives Fazit der diesjährigen Kirschernte im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Das sagt Jörg Kösters von der Kompetenzstelle Streuobst im Naturpark.

Nach anfänglichem Für und Wider, ob der Termin wie geplant stattfinden kann, hätten die zahlreichen Frühkirschen auf den Wiesen und in den Hausgärten den Ausschlag gegeben, die traditionelle Kirschernte in der historischen Streuobstregion Hohenleipisch-Döllingen am 12. und 13. Juni durchzuführen. Gleichzeitig habe der Aufkauf der Kirschen für 70 Cent pro Kilo stattgefunden.

Tatsächlich hätten damit die Kirschwochen aufgrund der längeren Kälteperiode im Frühjahr im Vergleich zum Vorjahr etwa zwei Wochen später begonnen. Nicht nur die Bäume der frühen Sorten Kassins Frühe und Burlat seien derart reich an Früchten gewesen, dass auch in der Saison üppige Ernten eingeholt werden konnten.

Jörg Kösters: „Der 2020er- Kirschaufkauf überbietet nochmal die Ernte 2018 mit 1,7 Tonnen und 2019, als 700 Kilogramm gesammelt wurden.“Die Keltereien Bauer Fruchtsaft und Werder Frucht verarbeiten nun die Früchte zu einem bekömmlichen Fruchtwein weiter.

Die gute Ernte sei vor allem das Verdienst zahlreicher Freiwilliger, die zu Hause, auf Vereinsflächen des Obstbauvereins und auf der Bürgerwiese des Kerngehäuse-Vereins geerntet haben. Erstmals waren zur Kirschernte auch Familien eingeladen, Süßkirschen für den Eigenbedarf von der Bürgerwiese am Aegirweg zu pflücken und nach Hause mitzunehmen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 17.07.2020 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-07-16/7/lecker-rekord-kirschernte-und-erstmals-selbstpfluecken-47878860.html

Lugau lockt mit Natur pur

Lugau lockt mit Natur pur

Ausflugstipp Mit dem Rad auf den Spuren der Mönche zur Kneippanlage.

Lugau. Egal ob Gäste auf den überregionalen Radwegen oder über die Rundtour „Auf den Spuren der Mönche von Dobrilugk“ in Lugau Halt machen, sie kommen ins Staunen, was die Lugauer alles auf die Beine gestellt haben. Ein Ausflug in das Dorf, das einst durch die Rallye Monte Lugau bekannt wurde, lohnt auf alle Fälle. Weitere Gründe hat Cordula Schladitz vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft für die Rundschau-Reihe „Ausflugstipps in Corona-Zeiten“ aufgeschrieben.

Lugau ist aktiv und das sieht man. Als Lugau 2006 zur Naturparkgemeinde des Jahres gekürt wurde, hatten die Lugauer in und um den Ort herum schon fleißig Hand angelegt. Zahlreiche Obstbaumpflanzungen und die Neugestaltung des Dorfangers waren darunter. In den darauf folgenden Jahren wurde die alte Wassermühle restauriert und die Kurzfassung der Lugauer Chronik in das Holz einer alten, gefällten Eiche geschrieben, die jetzt auf dem Dorfanger steht und dort gelesen werden kann.

Da Lugau eine Station auf der Rundtour „Auf den Spuren der Mönche von Dobrilugk“ ist, können Besucher an der Kirche eine Holzskulptur in Form eines Mönches betrachten. Er weist auf das Handwerk der Zeitlerei hin, das die Mönche einst betrieben haben. Auf dem Dorfanger blüht es derzeit bunt. Die Lugauer haben eine Blühwiese angelegt, die nicht nur Farbe ins Dorf bringt, sondern auch zahlreichen Insekten Nahrung bietet.

Ganz aktuell gibt es jetzt noch etwas für die Gesundheit inmitten des Ortes. Seit einer Woche hat Lugau eine Kneippanlage. Für jedermann zugänglich, barrierefrei und ein idealer Ort zum Rasten. www.lugau-niederlausitz.de

Auskünfte unter Telefon 035341 61515 oder per E-Mail unter: Cordula.Schladitz@lfu.brandenburg.de

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 10.7.2020 von Frank Claus

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Die Natur erobert sich das Moor zurück

Die Natur erobert sich das Moor zurück

Großfeuer Der Brand im Lobenmoor bei Hohenleipisch, vermutlich ausgelöst durch einen Blitzeinschlag, hat Fauna und Flora auf insgesamt 87 Hektar Fläche betroffen. Aber: Die Natur gibt nicht auf, kehrt unübersehbar zurück. Von Frank Claus

Es ist ein Brand, den Elbe-Elsters Kreisbrandmeister Steffen Ludewig so wie viele Kameraden nicht vergessen werden. Zunächst sind zehn Hektar in einem Schilfbereich des Lobenmoores bei Hohenleipisch betroffen. Rasend schnell breitet sich das Feuer aus. Unkontrolliert. „Nicht wie bei einem üblichen Waldbrand“, wie der oberste Feuerwehrchef sagt. Am Ende sind 87 Hektar Fläche betroffen.

Weglaufende Flammen „Es war ein außergewöhnlicher Einsatz mit Munition, Sprengungen, weiträumigen Sperrungen, weglaufenden Flammen und nicht sichtbarem Feuer. Der Luftraum musste gesperrt werden. Wir hatten keine Karten, wo munitionsbelastete Flächen eingezeichnet waren und wir wussten zunächst auch nicht, ob wir Wasser aus den Gruben des einstigen, benachbarten Bergbaugeländes entnehmen durften oder Rutschungsgefahr besteht“, blickt der Kreisbrandmeister zurück und betont eins mehrfach: „Riesendank an alle Kameraden und Helfer.“

Dass der Einsatz nicht abgeschlossen ist, belegt die Tatsache, dass er zu Wochenbeginn erneut im Loben ist. Diesmal mit dem stellvertretenden Landesbrandmeister und zwei Mitarbeitern aus dem Innenministerium. „Wir müssen die Erfahrungen des Brandes auswerten und vor allem jetzt das anpacken, was nötig ist, um in Zukunft dort handeln zu können“, sagt er. Dabei stehe die Munitionsberäumung beziehungsweise zumindest das Einzeichnen von belasteten Gebieten im Vordergrund.

Immer wieder sei er gefragt wurden, weshalb denn unterstützende Feuerwehrkräfte von so weit her, unter anderem aus der Prignitz und der Uckermark, anrücken mussten. Steffen Ludewig erklärt: „Wir setzen uns in jedem Jahr im Frühjahr mit dem Innenministerium zusammen und erarbeiten einen Einsatzplan. Das betrifft die Brandschutzeinheit, den Informations- und Kommunikationstrupp sowie die technische Einsatzleitung. Ich glaube, es gibt wenig Bundesländer, wo das so gut geregelt ist. Das hat sich bewährt, da sofort schlagkräftige Einheiten mit nötiger Technik zur Verfügung stehen.“

Eines möchte er gern auch für Elbe-Elster anschaffen: den „Abrollbehälter Wald“. Der beinhaltet eine Sprinkleranlage die aus 16 Regnern besteht, die das Wasser 25 Meter in die Fläche „schießen“ können und die immer wieder versetzt werden. „Nach dem Hubschraubereinsatz konnten wir damit tiefgründig wässern. Ideal!“, sagt der Kreisbrandmeister und verweist zusätzlich auf das schwer zugängliche Gebiet. „Du kommst mit großer Technik nicht rein, hast schmale Wege, wir mussten die Autos teils rückwärts reinbugsieren.“

Spinnen und Pfeifengras Bei seinem Rundgang ist dem Feuerwehrmann aber auch aufgefallen: „Wir haben nicht schlecht gestaunt, wie sich die Natur große Flächen schon wieder zurückerobert hat.“ Ein Eindruck, den auch Naturpark-Rangerin Petra Wießner bestätigt. „Wenn du die Flächen betrittst, riechst du zwar immer noch den Brandgeruch, aber die Natur lebt.“ Schon zwei bis drei Tage nach dem Brand habe sie wieder Spinnen gesehen, die ihre Netze ziehen. Und dann war das Pfeifengras, das aus den Bodenerhebungen wächst, als Erstes da. Für sie Indiz dafür, dass die Feuerwehrleute wahnsinnig schnell mit dem Löschen gewesen sein müssen. „Das Feuer ist nicht ganz tief gekrochen. Ich habe die Oberflächenschicht an vielen Stellen beiseite gekratzt und schon wieder Feuchtigkeit gespürt.“ Die hat das Wurzelgeflecht, aus dem nun neues Grün sprießt, am Leben erhalten.

Inzwischen beobachtet Petra Wießner schon wieder stark austreibendes Schilf und Brombeerentriebe. „In der vergangenen Woche habe ich den ersten Adlerfarn entdeckt“, sagt sie. Begünstigend seien die Niederschläge der vergangenen Tage dazu gekommen. Noch eines weiß sie: Schon während der Brandtage hätten Kameraden des THW eine Kreuzotter entdeckt, die sich auf der abgebrannten Fläche entlang schlängelte.

Diesen Fund bestätigt auch Revierförster Rajko Schröter. „Sorgen machen uns gerade die Moorbirken. Die haben enormen Schaden genommen. Wir müssen Geduld haben. Ich glaube auch die kommen wieder.“ Und was übrigens nie verstummt ist: Das Gezwitscher der Vögel im Lobenmoor. Wenn das nicht hoffnungsvoll stimmt! Über die Ereignisse Ende Mai/Anfang Juni Im Loben, ein Moorgebiet im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, hat es vom 29. Mai bis 5. Juni dieses Jahres gebrannt. Der Landkreis Elbe-Elster hatte die Großschadenslage ausgerufen. Restlöscharbeiten und Kontrollen dauerten noch bis Ende Juni. Bei dem Brand in dem unzugänglichen Waldgebiet waren über Pfingsten etwa 700 Einsatzkräfte, davon der größte Teil Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, ununterbrochen mehr als 176 Stunden im Einsatz. Der Loben gilt als eines der letzten großen, noch weitgehend intakten Moore in Südbrandenburg. Knapp 700 Hektar stehen unter Schutz.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 3.7.2020 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-07-04/12/die-natur-erobert-sich-das-moor-zurueck-47539358.html

Gotthold ist ein reizvolles Fotomotiv

Gotthold ist ein reizvolles Fotomotiv

Natur In der Reihe „Ausflugstipps im Naturpark in Corona-Zeiten“ geht es diesmal nach Hohenleipisch.

Hohenleipisch. Grube Gotthold – zahlreiche Fotografen haben die vielfältigen Facetten dieser ehemaligen Bergbaugrube schon auf ihren Bildern verewigt. Da der kleine See geschützt vom umgebenden Wald liegt, wird das Wasser nur selten vom Wind aufgewühlt. So spiegelt sich die Umgebung im Wasser mit zahlreichen Farbnuancen.

Cordula Schladitz von der Naturparkverwaltung weiß mehr über die Entstehung dieses Fleckchens Erde, das zum Naturparadies geworden ist: „Der heute so idyllische Ort ist durch den Abbau von Braunkohle entstanden. Während dieser Zeit entdeckte man, dass der hier lagernde Sand eine ganz besondere Qualität hat. Somit verdrängte die Förderung des Quarzsandes mehr und mehr die Kohlegewinnung. Während dieser Zeit fand man auch interessante Sandstandformationen, die noch immer am Uferbereich zu sehen sind. 1945 wurde der Abbau dann eingestellt und die Grube füllte sich mit Wasser.“

Heute, so weiß Cordula Schladitz, kann man dort vor allem Zwergtaucher beobachten. Diese sind sehr scheu und tauchen bei Gefahr schnell ab. Seine Nahrung, zum Beispiel Fisch, erbeutet er hauptsächlich durch Tauchen. Insekten werden einfach von der Wasseroberfläche abgelesen.

Von Hohenleipisch aus führt ein ausgeschilderter Rundweg zur Grube Gotthold. Die Tour ist etwa fünf Kilometer lang. Besucher genießen während der Wanderung auch den Blick vom Reesberg aus über die Obstwiesen von Hohenleipisch in das Urstromtal der Schwarzen Elster. Das Amt Plessa führt Gäste immer wieder dorthin.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 9.7.2020 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/fin/2020-07-06/7/gotthold-ist-ein-reizvolles-fotomotiv-47566808.html

Gästelob für die Wege

Gästelob für die Wege

Bad Liebenwerda. Verglichen mit anderen großen Parks habe der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft einen relativ großen Anteil an Landeswald, sagt Naturparkleiter Lars Thielemann. Sowohl das Land als auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und die größeren Privatwaldeigentümer seien in der Lage Waldwege so herzurichten, damit sie gut für die Brandbekämpfung geeignet sind. Dies gelte auch für den Bau von Löschwasserteichen und Brunnen. Dies sei dank Fördergeld auch schon geschehen. „Ich habe nicht den Eindruck, dass die Feuerwehren bisher nicht an einen Waldbrand herangekommen sind“, so Lars Thielemann.

In diesem Zusammenhang begrüßt er die Gedanken zu einem europäischen Katastrophenschutzzentrum mit Löschflugzeugen im Raum Welzow. Mit Munition belastete Flächen bekämpfe man sehr gut aus der Luft. Auch bei dem Großbrand im Loben hatten die Feuerwehren Unterstützung von oben erhalten. So ein Zentrum wäre eine sinnvolle Ergänzung der Brandbekämpfung am Boden, sagt der Naturparkleiter. Dies könne die Eingriffe durch Wegebau in Naturschutzgebieten reduzieren.

Erholung. Ganz andere Wünsche an den Wald haben die Touristi­ker. Katrin Heinrich, Leiterin des Naturpark-Besucherzentrums, ist ganz zufrieden. Entlang der vorgegebenen Radtouren seien die Wege im Wesentlichen in Ordnung und beschildert. Wer sich an die Routen halte, bekomme keine Orientierungsprobleme.

Positive Reaktionen hat Anja Krausch, Wirtin vom „Goldenen Löwen“ in Hohenleipisch, von ihren Gästen erhalten. Diese seien voll des Lobes. Es gebe nur einen Kritikpunkt: Hin und wieder eine Sitzgelegenheit am Wegesrand für eine Rast wäre gut. „Das müssen keine Bänke sein. Es reichen dicke Baumscheiben oder Baumstammabschnitte“, schlägt Anja Krausch vor.

Inzwischen seien auch schon die ersten Kremser in die Wald- und Heidelandschaft gerollt. Wegen Corona später als in den Vorjahren. Die Wagenlenker waren in der Vergangenheit nicht immer zufrieden mit Wegezustand und Baumschnitt.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 30.06.2020 von Manfred Feller

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-30/7/gaestelob-fuer-die-wege-47421795.html

 

Im Team wird der Dorfteich Lugau entkrautet

Lugau. Der Feuerlöschteich in Lugau, als Dorf ein amtsangehöriger Ortsteil der Stadt Doberlug-Kirchhain, bekommt endlich wieder richtig Luft. Da es im vergangenen Jahr zu trocken war, konnte keine Entkrautung durchgeführt werden. Nun war es höchste Zeit, dem Kraut, das sich mächtig ausgebreitet hatte, zu Leibe zu rücken. In zweieinhalb Stunden schafften es am Samstag bis zu 34 starke Helfer, viele davon von der Freiwilligen Feuerwehr, bergeweise Kraut und Schlamm aus dem kleinen idyllischen Teich zu befördern. Später wurde dann wieder eine gehörige Portion Frischwasser in den Teich gelassen, damit auch die vielen Enten ihr Zuhause wieder ordentlich beschwimmen konnten. Am Abend gab es für die fleißigen Helfer ein zünftiges Grillfest.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 2.7.2020

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-07-02/9/im-team-wird-der-dorfteich-lugau-entkrautet-47476872.html

Entdeckertour im Naturpark "erlebnisReich"

Entdeckertour im Naturpark "erlebnisReich"

Doberlug. Die Sommerferien sind lang und es gibt nichts zu tun? Nicht mit uns! Das Team des „erlebnisREICH Naturpark“ im Schloss Doberlug lädt neugierige Ferienkinder ein, den Naturpark und seine Bewohner an Entdeckertagen kennenzulernen. Spannende Forscherstationen, Geschichten und Rätsel warten auf sechs- bis zwölfjährige Naturparkentdecker. Los geht es an den Donnerstagen, den 16. und 23. Juli, jeweils von 11 bis 18 Uhr zum Thema „Von Moorgeistern und Irrlichtern“ auf eine Reise in die geheimnisvolle Welt der Moore. Im Moor hinter dem Haus ihrer Oma trifft Lilly auf eine magische Welt und erlebt mit ihrer neuen Freundin, der Libelle Madam Azuré, aufregende Abenteuer. Neugierige Kinder ab 6 Jahren können Lilly und Madam Azuré auf ihrer ereignisreichen Reise durchs Moor begleiten und an Entdeckerstationen viel Spannendes über diese geheimnisvolle Landschaft herausfinden. Am 30. Juli und 6. August, jeweils von 11 bis 18 Uhr dreht sich unter dem Motto „Bahn frei! Eine tierische Olympiade“ alles um die tierischen Athleten des Naturparks. Die Sommer-Olympiade 2020 in Tokio wurde auf nächstes Jahr verschoben – die der Tiere findet aber das ganze Jahr über statt. Hier wird gerannt, gehüpft und getestet, wer am stärksten ist. Dabei lernen sie auch, weshalb die Spitzenleistungen nicht nur für einen Siegerplatz auf dem Podest notwendig sind und welche Tiere es lieber gemütlich angehen lassen. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind gern gesehen. SWB

Um Voranmeldungen unter Telefon 035322 518066 oder per E-Mail info@naturpark-nlh.de wird gebeten.

Auszug aus dem SonntagsWochenblatt vom 5.7.2020

www.elbland24.com/index.php/portale/tipps-termine/item/7281-entdeckertour-im-naturpark

Entdeckungsreise für Ferienkinder

Entdeckungsreise für Ferienkinder

Auszug aus dem Wochenkurier vom 5.7.2020

Wanderung durch den Seewald

Wanderung durch den Seewald

Auszug aus demSonntagsWochenblatt vom 6.7.2020

Erfolgreicher Saisonauftrakt bei 3. Hohenleipischer Süßkirschenernte

Erfolgreicher Saisonauftrakt bei 3. Hohenleipischer Süßkirschenernte

Auszug aus dem Amtsblatt vom 8.7.2020

Brand in NSG "Der Loben"

Brand in NSG "Der Loben"

Auszug aus dem Amtsblatt vom 8.7.2020

Die neue Naturparkbank in Plessa ist ein Hingucker

Die neue Naturparkbank in Plessa ist ein Hingucker

Plessa. In einer feierlichen Zeremonie ist vor dem Kulturhaus Plessa mit Vertretern der Gemeinde, des Amtes und des Naturparkes die neue Naturparkbank eingeweiht worden. In jedem neuen Jahr wird vor dem Naturparkfest in den immer wieder neuen Naturparkgemeinden überlegt, was der Naturpark und die jeweilige Gemeinde auf den Weg bringen könnten, was über das Naturparkfest hinaus für einen längeren Zeitraum im Ort Bestand haben könnte. Dabei haben sich auf die jeweilige Gemeinde abgestimmte individuelle Sitzgelegenheiten als die Wahl des Machbaren herauskristallisiert. In vielen Naturparkgemeinden gibt es diese größeren Sitzgelegenheiten jetzt schon.

In Plessa ist die Wahl des Themas auf die Bergbaugeschichte des Ortes gefallen und damit auf die erste Förderbrücke der Welt, damit auf die Jahre 1225 bis 1559. Aus rostigem Bergbau- Stahl und Holz ist so im Wertumfang für rund 6000 Euro in Zusammenarbeit einer Firma aus Halle mit Hobby-Historiker Lothar Thieme aus Plessa ein kleines Kunstwerk entstanden.

Der Stahl, in den mit Lasertechnologie Motive der alten Förderbrücke ausgeschnitten wurden, wird eine Patina aus Rost bilden, die den Stahl dann zukünftig vor Witterungseinflüssen schützen soll. Ehrenamtlich haben Wolfgang Alkier, Alf Dietrich und Bürgermeister Gottfried Heinicke das Umfeld gestaltet. Die neue Sitzgruppe sei ein weiteres Mosaiksteinchen hin zu einem neuen Ortszentrum in Plessa, meint Bürgermeister Heinicke. Der vom Kulturhaus aus verfügbare Wlan-Anschluss werde sicher auch viele Jugendliche anlocken. Über eine Schallschutzwand zur Bundesstraße wurde bereits nachgedacht. Da das traditionelle Naturparkfest wegen Corona in diesem Jahr ausfallen musste, haben sich nun Gemeinde, Amt und Naturpark auf den 15. Mai 2021 als neuen Austragungszeitpunkt verständigt.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 08.07.2020 von Veit Rösler

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-26/9/die-neue-naturparkbank-in-plessa-ist-ein-hingucker-47322795.html

Unter Buchen Kühle suchen

Unter Buchen Kühle suchen

Ausflugstipp Besuch der erlebnisReich-Ausstellung im Schloss Doberlug.

Doberlug-Kirchhain. Der Sommer ist da und mit ihm Temperaturen, die Mensch und Tier zum Schwitzen bringen. In Corona-Zeiten, wo viele eher Urlaub daheim verbringen, haben der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und die Rundschau eine Serie mit Ausflugstipps zusammengestellt. Wer eine solche Tour plant, dem möchte der Naturpark einen Besuch in den alten Schlossgemäuern von Doberlug mit der Ausstellung „erlebnisReich Naturpark“ und einen Spaziergang unter dem Blätterdach des Buchwaldes ans Herz legen.

In den historischen Gemäuern von Schloss Doberlug, die in Teilen bis auf die ehemalige Abtei des Klosters Dobrilugk zurückgehen, erwartet Besucher eine interaktive Ausstellung. Sie können zum Beispiel die Spur der „genügsamen Riesen“ verfolgen und erfahren zahlreiche Geheimnisse über die Wälder und Bäume im Naturpark. Unter der Oberfläche der hölzernen Landschaft gibt es noch viele weitere interessante Details. Mittels moderner Technik wird die Ausstellung sogar lebendig und gibt Tipps für interessante Touren.

Uralter Wald Eine davon führt in den angrenzenden Buchwald. Auf etwa 40 Hektar wächst seit vielen Jahrhunderten ein Wald, der im Sommer dicht und kühl ist und die Hitze abhält. Die Bäume dürfen hier alt werden und langsam absterben. Es entstehen Baumhöhlen, die nicht nur von Vögeln zur Bruthöhle erkoren werden. Verschiedene Fledermausarten nutzen derartige Höhlen gern als Sommerquartier. In der Dämmerung gehen sie auf Jagd nach Insekten und somit kreuzt sicherlich der ein oder andere schnelle Flieger Ihren Weg.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau von Frank Claus

Infos: Naturwacht Brandenburg, Telefon 035341 10192 oder per E-Mail: heidelandschaft@naturwacht.de

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-27/9/unter-buchen-kuehle-suchen-47350701.html

 

 

Vom Sattel aus die Heimat erkunden

Vom Sattel aus die Heimat erkunden

Radtouren Urlaub zu Hause – zum Beispiel zum Grünewalder Lauch und an andere saure Seen der Region strampeln.

Staupitz. Seit den Fahrradtouren im vorigen Jahr durch Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz hat sich einiges verändert. „Es gibt wieder viel zu sehen und Neues zu berichten“, sagt Gästeführer Harald Schneider aus Staupitz.

Er macht Lust auf Entdeckungstouren, die durch Corona pausieren mussten. Am Sonnabend, dem 4. Juli, lädt er zu einer 40-Kilometer-Fahrradrundfahrt über etwa sechs Stunden ein. Treffpunkt: 10 Uhr am Dorfplatz in Staupitz. „Die Tour führt um den Grünewalder Lauch. Wir besuchen auch die jetzt fertige Kleine Restlochkette mit dem sauren Wasser“, kündigt er an. Es werden auch extra angelegte Blühwiesen zu sehen sein. Weiter geht es in die einstige Kohle-Industriestadt Lauchhammer, die sich heute sehr grün präsentiert. Hier steht eine Bäckereibesichtigung mit Kaffeeklatsch auf dem Programm. Aber nur mit Mund-Nasen-Schutz, den jeder dabei haben sollte. Informationen zur Tour, die fünf Euro kostet, und Anmeldung unter Telefon 035325 332. Wer in Sachsen radeln möchte, dem bietet Riesa-Information eine Radwanderkarte an. Darin neun Rundkurse mit Fotos, Beschreibungen und Sehenswürdigkeiten.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 29.6.20 von Manfred Feller

https://epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-29/7/vom-sattel-aus-die-heimat-erkunden-47383763.html

 

E_Bikes und Karten gefragt

E_Bikes und Karten gefragt

Bad Liebenwerda. In der Kurstadt Bad Liebenwerda sind die Besucherzahlen nach der Corona-Flaute wieder angestiegen. „Viele Radwandertouristen kommen aus Nah und Fern, um mithilfe des gut beschilderten Knotenpunktesystems die Region zu erkunden. Unser E-Bike-Verleih läuft sehr gut. Die Gäste kamen bisher unter anderem aus Ravensburg, Köln, Berlin, Bielefeld, Hamburg, Erfurt, Schönewalde und Mühlberg/Elbe. Es sind Raddurchreisende wie auch Kurzreisende bis zu drei Tagen. Erstaunt sind sie von unserem wunderschönen Fleckchen Heimat“, informiert Kerstin Jahre, Leiterin der Tourist-Information.

Ihnen stehen zehn Elektrofahrräder in drei Größen und zwei E-Mountainbikes zur Verfügung. Täglich werde danach gefragt und verstärkt am Wochenende. Einzelne Interessenten nehmen sogar weite Anfahrtswege in Kauf, um sich ein solches Rad auszuleihen, um dann damit zu Hause in die Pedale zu treten.

Auch habe es sich in der Bevölkerung herumgesprochen, so Kerstin Jahre, dass es sinnvoll sei, sich vor einer Kaufentscheidung ein Elektrofahrrad auszuleihen, um Testrunden zu drehen.

Begehrt sei das Kartenmaterial der Tourist-Information. Die ersten neu aufgelegten 100 Radwanderkarten Nr. 63 mit den nummerierten Knotenpunkten zur besseren Orientierung und die ersten kleinen 80 Knotenpunktkarten vom Landkreis Elbe-Elster seien vergriffen. Doch keine Angst! Die neu bestellten Karten sind schon eingetroffen, heißt es. Tipp: In dem Heft „Urlaubsreich – Heimaturlaub 2020“ sind die besuchbaren Bestseller aufgelistet.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 30.06.2020 von Manfred Feller

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-30/7/e-bikes-und-karten-gefragt-47421799.html

Angriffswege für Feuerwehren

Angriffswege für Feuerwehren

Brandschutz Das Feuer im Loben unterstreicht die Wichtigkeit von Wegen. Doch deren Ausbau ist ein Spagat zwischen Natur, Forst, Brandschutz und Erholung. Von Manfred Feller

Der Großbrand im Naturschutzgebiet „Der Loben“ über Pfingsten hat eines deutlich vor Augen geführt: Ohne die zu großen Teilen bereits sehr gut ausgebauter Hauptwaldwege im Landeswald wären die Feuerwehren nie so schnell und recht nah an die Brandherde herangekommen. Die Flammen hätten sicher viel mehr als die etwa 87 Hektar Wald, Moor, Wiese und Schilfgürtel „gefressen“.

Großer Aufwand im Loben Der personelle und technische Aufwand auch aufgrund der schwierigen Lage in dem Wald- und Moorgebiet mit nur wenigen Löschwasseraufnahmestellen war enorm. Es mussten teilweise weite Strecken gefahren und viele Kilometer Schläuche ausgerollt werden. Am Rand und auf unbefestigten untergeordneten Wegen, oft schmal und fast zugewachsen, sind schwere Fahrzeuge bis zu den Achsen im feuchten Boden versunken. Fahrzeuge mussten rückwärts rangieren, kamen nicht aneinander vorbei und hatten so gut wie keine Wendemöglichkeiten. Die Einsatzleitung musste nach Auskunft von Kreisbrandmeister Steffen Ludewig ihre Taktik und den mehrtägigen Einsatz der insgesamt etwa 700 Feuerwehrleute den besonderen Gegebenheiten anpassen. Dies sei sehr schwer gewesen.

Die Waldeigentümer im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, wie das Land, die DBU Naturerbe GmbH der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und viele Privatleute, müssen einen Spagat hinbekommen, der nie alle Seiten zufriedenstellen wird.

Nico Friedrich, Leiter der Landeswald-Oberförsterei Doberlug des Landesbetriebes Forst Brandenburg, erklärt das für sein zersplittertes Verantwortungsgebiet zwischen Altdöbern im Osten, Kroppen im Süden und Züllsdorf im Westen vereinfacht so: „Wir sind immer auf der Suche nach einem Ausgleich für alle Nutzergruppen. Feuerwehr und Katastrophenschutz brauchen ganzjährig befahrbare Wege für eine Traglast von bis zu 44 Tonnen. Die Forstwirtschaft verlangt die gleiche Tonnage. Dagegen möchte der Reiter naturbelassene Waldwege. Ebenso der Jogger. Radfahrer ziehen Asphalt vor. Was für die Naturschützer zu viel ist, das ist für die anderen zu wenig.“ Die Waldbesitzer stehen zwischen Baum und Borke.

Unterschiedliche Nutzergruppen Die Fahrt über den langen Rundweg zum gelöschten Brand im Loben, wo weiterhin fast täglich noch Glutnester auflodern, zeigt: Die vom Landesforst bislang neu aufgebauten vorhandenen Wege sind bestens befahrbar, aufgrund der kleinen Korngröße der oberen Schicht auch von Radwanderern. Neubau finde nicht statt. Zu den Kritikpunkten der Feuerwehr sagt Nico Friedrich: „Unser Plan ist dynamisch.“ Soll heißen: Bei den Befahrungen, die es mit Feuerwehren im Landeswald gebe, dürfen Verbesserungsvorschläge gern diskutiert werden.

Allein die Oberförsterei Doberlug müsse sich bei ihrem Hauptnetz um rund 300 Kilometer Waldschutzwege kümmern. Das Uhrglasprofil der aufgewerteten Waldwege werde drei- bis viermal im Jahr maschinell wiederhergestellt und gleichzeitig organisches Material, das die Wege zerstört, entfernt. Zur Pflege gehören auch Bankette und Lichtraumprofil.

Brand- und Katastrophenschutz wollen ein Wegenetz mit 1000-Meter-Abständen. Dem Forst reichen 1500 bis 1600 Meter. „Angesichts der vielen Eigentümer ist es aber schwierig, ein lückenloses Netz zu knüpfen“, so Nico Friedrich. Das Land sei bereit, Wege zu erwerben und auszubauen. Selbst sei man mit dem Ausbau, bei dem ausschließlich Naturmaterial verwendet werde, schon sehr weit gekommen. Alles geschehe in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden. Manche Wege würden auch stillgelegt und der Natur überlassen. Diese seien dann nicht mehr befahrbar, sondern nur noch begehbar, wie die Moorlinie im Loben.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 8.7.20 von Manfred Feller

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-30/7/angriffswege-fuer-feuerwehren-47420787.html

In Lugau kann man jetzt kneippen

In Lugau kann man jetzt kneippen

Gesundheit Besser schlafen und kaum noch Krampfadern bekommen. Diese Effekte soll das Wassertreten unter anderem haben. Über die Kur mitten im Dorf hat sich einer ganz besonders gefreut. Von Heike Lehmann

Klaus Rippe, jahrelang Ortsvorsteher in Lugau, einem Ortsteil von Doberlug-Kirchhain, durfte am Freitagnachmittag als Erster durch die neue Kneippanlage inmitten von Lugau schreiten. „Seht her, so macht man das“, sagt er den jungen Pfadfindern neben ihm. Er zieht die Knie hoch und streckt dabei die Füße.

Leider ist die Kneippanlage nicht mehr in seiner Amtszeit fertig geworden. Seit dem vergangenen Jahr ist Dago Krautz der Ortsvorsteher. Krautz, Rippe und Fred Richter, stellvertretender Bürgermeister von Doberlug-Kirchhain, durchschneiden gemeinsam das Band, das die Anlage für die Öffentlichkeit frei gibt. Jeder, der hier vorbeikommt, darf sie nutzen. Sie ist gut erreichbar, naturnah und barrierefrei. An der Straße steht ein Hinweisschild.

In die Bache eingebettet Bis ins Jahr 2014 reicht die Entstehungsgeschichte der Lugauer Kneippanlage zurück. Damals habe man im Ortsbeirat die Idee entwickelt, erinnert Dago Krautz. Initiator war Klaus Rippe, der, wenn er sich an einer Idee einmal festgebissen hat, bereit ist, jede Tür dafür einzurennen. Dass es sich für dieses Vorhaben zur Aufwertung des Naturparkdorfes so lange hinziehen würde, hatte Rippe nicht geahnt.

Die Kneippanlage ist in den Dorfgraben, die Lugauer sagen „die Bache“ dazu, integriert. „Sie ist optisch sehr schön in die grüne Dorfaue eingebettet“, sagt Fred Richter. Die Bäume dort tragen üppiges Grün, auf der Wiese blühen bunte Blumen. Die Umsetzung habe 37 200 Euro gekostet. Ohne Fördermittel wäre das für Lugau nicht machbar gewesen. 26 200 Euro hat das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung letztlich beigesteuert. Das entspricht einer 70 prozentigen Förderquote.

Geduld und Zuversicht nötig Bis es so weit war, lernten die Lugauer und allen voran der Ortsvorsteher und Stadtverordnete Klaus Rippe (WBU-LUN) die Mühen auf dem Wege zu einem Projektziel kennen. Man brauche Geduld und Zuversicht, betonte er. „Wir haben die Idee den Stadtverordneten vorgestellt und Zustimmung bekommen. Ein Förderantrag über Leader wurde aber erst im zweiten Anlauf bewilligt“, erinnert sich Klaus Rippe. Auf die Ausschreibung habe sich nur ein Bieter gemeldet, dessen Kostenvorstellungen weit jenseits der Plansumme gelegen hätten.

Die Lugauer steckten erneut die Köpfe zusammen, suchten nach Wegen zur Kostenminimierung. Eine Éntscheidung war, die Bepflanzung der Anlage eigenständig vorzunehmen. Wozu hat man schließlich eine aktive Umweltgruppe im Dorf. Die übrigens übernimmt auch die Pflege der Anlage, ist man bei der Stadtverwaltung erleichtert.

Der nächste Schrecken kam im Dürresommer 2018. „Die Bache war das erste Mal trockengefallen“, erinnert sich Rippe. Bedenken und Zweifel am Vorhaben keimten auf. Die Natur half sich selbst. Nachdem es endlich zweimal kräftig geregnet hatte, führte der Bach wieder Wasser.

Am Fernradweg gelegen An einer erneuten Ausschreibung beteiligten sich zwei Bieter. Am 18. November 2019 lag der Bewilligungsbescheid für die Fördermittel vor. Die Projektleitung hatte das Büro für Landschaftsarchitektur Subatzus & Bringmann aus Großräschen, die Bauausführung übernahm die einheimische Firma Erd-Wolf. Und dann ging es ganz schnell. Baubeginn war am 20. Mai. Fertigstellung nach fünfeinhalb Wochen.

Dass die Kneippanlage Lugau bestens zu Gesicht steht, lässt sich mehrfach begründen. Lugau liegt im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, am Europa-Radweg Nr. 6 und am Fürst-Pückler-Radweg. „Lugau hat 450 Einwohner, von denen 62 Kinder und Jugendliche sind. 24 Kinder besuchen die Kita. Wir haben die Begegnungsstätte des Arbeitslosenverbandes und die Pfadfindergruppe von Pfarrer Grosser. Das sind alles gute Argumente für die Kneipp-Anlage an der Bache“, fasst Klaus Rippe zusammen. Die Kinder aus der Kita Spatzennest sollen schon zu den ersten angemeldeten Dauernutzern gehören. Auch die Pfadfinder freuen sich darauf, nach ihren Wanderungen ihre Füße hier zu kühlen.

Mehr solcher Ideen gewünscht Auch Lars Thielemann, Leiter vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, freut sich über das neue Angebot im Grünen. „Es ist ein Gewinn für den Naturpark. Dass sich Kommunen auf den Weg machen und wertvolle Naturparkarbeit leisten, freut mich. Nachahmer sind erwünscht, Ideen sind gefragt.“

Die Lugauer Anlage, das zeigte sich gleich am ersten Tag, könnte Generationen zusammenführen. Denn Wassertreten, die berühmteste Wasseranwendung von Sebastian Kneipp, kann jeder. Es regt den Kreislauf an, fördert die Durchblutung, kräftigt die Venen, hilft gegen Krampfadern, wirkt gegen heiße Beine, fördert den Schlaf bei Anwendung am Abend, hilft bei Migräne, regt den Stoffwechsel an, stärkt das Immunsystem und wirkt vegetativ stabilisierend. Wer kann da schon Nein sagen?

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 30.6.20 von Frau Lehmann

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-30/8/in-lugau-kann-man-jetzt-kneippen-47420835.html

Plessa dankt Feuerwehrleuten nach Brand im Loben-Moor

Plessa dankt Feuerwehrleuten nach Brand im Loben-Moor

Plessa. Es ist ein Dank zur rechten Zeit: Am heutigen Donnerstag findet ab 17 Uhr an der Feuerwehr Plessa in der Nörvenicher Straße 8 eine Dankeschön-Veranstaltung des Amtes Plessa für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte, die im Kampf gegen den Brand im Loben-Moor mitgewirkt haben, statt.

Das Amt Plessa als Träger des Brandschutzes habe auch alle überörtlichen Feuerwehren und Hilfskräfte dazu eingeladen, teilt Amtsdirektor Göran Schrey mit.

In der Woche der Großschadenslage vom 29. Mai bis zum 5. Juni waren nach Angaben von Schrey rund 700 Einsatzkräfte, davon der größte Teil Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Elbe-Elster, ununterbrochen 176 Stunden und 47 Minuten im Einsatz. Insbesondere über die Pfingstfeiertage waren auch Brandschutzeinheiten aus dem gesamten Land Brandenburg zur Unterstützung im Einsatz, erinnert der Amtsdirektor an die dramatischen Tage. Dank der hohen Bereitschaft aller Kräfte hätte der bisher größte Waldbrand im Land Brandenburg im Jahre 2020 schließlich kontrolliert und gelöscht werden können.

Die Einladung für diesen Donnerstag sei auf große Resonanz gestoßen, teilt das Amt weiter mit. Mehr als 270 Einsatzkräfte (Stand Dienstag) hätten ihr Kommen zugesagt. So sei sicher ein würdiger Rahmen für die Danke­schön-Veranstaltung gegeben, erklärt Schrey. In gemütlicher Runde der Feuerwehrkameraden soll auch mit Bildern und Videos das Einsatzgeschehen ausgewertet werden.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 25.06.2020

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Spreewald als kleines Idyll - Ausflugtipp Natur pur - Kahnfahrten und Paddeln bei Wahrenbrück

Spreewald als kleines Idyll - Ausflugtipp Natur pur - Kahnfahrten und Paddeln bei Wahrenbrück

Wahrenbrück. Kleiner Spreewald – das ist dort, wo Weidenzweige sanft das Wasser streifen. Es ist dort, wo sich die Kleine Elster in mehrere Arme teilt, um dann in die Schwarze Elster zu münden. Und er ist dort, wo Einheimische und Gäste Entspannung an frischer Luft finden. Gemeinsam mit dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft gibt die Rundschau seit einigen Wochen Ausflugstipps in der Heimat.

Der Kleine Spreewald bei Wahrenbrück bietet ähnlich wie sein großer Bruder Entspannung und Ruhe. Direkt vor den Toren der Stadt Bad Liebenwerda gelegen, können Gäste die Seele baumeln lassen. Cordula Schladitz vom Naturpark empfiehlt einen kleinen Spaziergang von etwa zwei Kilometern. Der Rundgang gestattet einen Blick aus allen vier Himmelsrichtungen auf dieses landschaftliche Kleinod.

Das Mündungsgebiet der Kleinen Elster ist von zahlreichen Fließen und Gräben durchzogen. Das Flussbett ist dort etwa fünf bis sechs Meter breit und 1,20 bis 1,50 Meter tief. Seit 1977 können sich Gäste, wie im großen Spreewald, mit Kähnen durch diese Flussarme staken lassen.

Der Rundweg um diese idyllische Landschaft ist nicht weniger schön. Ausgehend von der historischen Elstermühle, geht es ein Stück entlang der Schwarzen Elster. Eine kleine Holzbrücke führt in eine Wiesenlandschaft. Am Wegrand blühen derzeit Pflanzen mit interessanten Blütenformen wie zum Beispiel der Natternkopf. Im Schatten von Laubbäumen erreichen Erholungsuchende wieder den Ausgangspunkt, die alte Mühle. Diese hat eine bewegte, etwa 800-jährige Geschichte hinter sich.

Der kleine Park neben der Mühle ist als Rastplatz zu empfehlen, und für Kinder ist sicherlich das Tiergehege von besonderem Interesse.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 23.06.2020 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-23/7/spreewald-als-kleines-idyll-47239301.html

 

Kirschen in der Kiste

Kirschen in der Kiste

Auszug aus dem Wochenkurier vom 19. / 20.6.20

Gartenplausch in Döllingen

Gartenplausch in Döllingen

Auszug aus dem SonntagsWochenBlatt vom 21.6.2020

Auf zu Rothsteins Felsengestein

Auf zu Rothsteins Felsengestein

Tipp In der Reihe Ausflugstipps im Naturpark Stellen wir diesmal den Rothsteiner Felsen in den Blickpunkt.

Rothstein. Der Rothsteiner Felsen – er ist eine geologische Besonderheit. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Das Gestein – Kieselsinterhornsteinwacke – gibt es in dieser Form nur dreimal auf der Erde. Das weiß Cordula Schladitz vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, die auf Bitte der Rundschau wieder einen Ausflugstipp in Corona-Zeiten empfiehlt. Auch „Nichtgeologen“ sollten das „kleine Hochgebirge“ mit seinen romantischen Schlupfwinkeln, steilen Hängen und scharfen Kanten unbedingt gesehen haben.

Mit Radtour verbinden Normalerweise findet jedes Jahr im Juli das Rothsteiner Felsenfest statt. In diesem Jahr wird es ruhig rund um den Felsen bleiben. Umso mehr Naturerlebnis bietet jetzt ein Ausflug zu diesem Urgestein. Denn seine Geschichte reicht bis in das Erdaltertum zurück. Auf einer Informationstafel neben der Felsenbühne können Besucher über seine Entstehung und die Art dieses besonderen Gesteins lesen und erfahren, wo es als Baumaterial eingesetzt wurde.

Selten sind auch viele der hier vorkommenden Flechten und Moose. So konnte der Botanische Verein Brandenburg bei seiner Exkursion nicht nur die großen Besonderheiten bestätigen, sondern auch drei Nabel­flech­­ten neu entdecken. Der Naturpark empfiehlt eine Radtour, die in Doberlug von der Ausstellung „erlebnisREICH Naturpark“ startet. Die etwa 35 Kilometer lange Rundtour führt zum Rothsteiner Felsen, hält jedoch noch weitere Naturentdeckungen für die Radwanderer parat. Ein Faltblatt zur Tour gibt es im Naturparkhaus in Bad Liebenwerda oder zum Download von der Homepage.

www.niederlausitzer-heidelandschaft-naturpark.de/fileadmin/user_upload/PDF/Niederlau-Heidelandschaft/FB_Faltblatt_Rothsteiner_Felsen1.pdf

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 15.6.20 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-15/9/auf-zu-rothsteins-felsengestein-47023799.html

Forstminister in stark geschädigten Wäldern in Elbe-Elster

Herzberg. Schadinsekten und Trockenheit haben Wäldern im Landkreis Elbe-Elster arg zugesetzt. Wie groß die Schäden inzwischen sind und wo in welchem Umfang Förderbedarf besteht, darüber informiert sich Brandenburgs Forstminister Axel Vogel (Grüne) heute in Elbe-Elster.

Vom Treffpunkt Oschätzchen aus werden nach Auskunft von Uwe Lewandowski, Leiter der Oberförsterei Hohenleipisch, drei Waldgebiete in Augenschein genommen. Was der Minister, vorinformiert durch sein Fachressort, zu sehen bekommen wird, ist längst traurige Realität. Aufgrund zu geringer Niederschlagsmengen in den vergangenen Jahren sind die Bäume in ihrer Vitalität so geschwächt, dass Borkenkäfer, Prachtkäfer und pilzliche Schad­erreger leichtes Spiel haben. Dies habe, so das Ministerium, in Elbe-Elster zu Absterbeerscheinungen von Bäumen in einem bisher unbekannten Ausmaß geführt. Auf rund 15 000 Hektar sei bereits jetzt ein akuter Schädlingsbefall festzustellen. Hinzu komme ein erheblicher Umfang von bereits abgestorbenen Flächen.

Wie kam es zu der prekären Lage? 2016 hatte sich die Kiefernbuschhornblattwespe durch die Baumkronen gefressen. Im niederschlagsreichen Jahr erholten sich die Kiefernbestände. Jedoch nur kurz. Stürme Ende 2017 und das Orkantief „Friederike“ im Januar 2018 führten zu einer großen Menge Schadholz. Die Trockenheit der Jahre 2018 und 2019 habe die Situation dramatisch verschärft. Forstminister Axel Vogel wird auch mit Förstern und Waldbesitzern aus der Region sprechen, um weitere Erkenntnisse über notwendige Fördermöglichkeiten zu erhalten.

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 15.6.20 von Manfred Feller

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/wlie/2020-06-13/1/forstminister-in-stark-geschaedigten-waeldern-in-elbe-elster-46910137.html

Gartenplausch

Gartenplausch

Auszug aus dem Sonntags Wochen Blatt vom 14.6.2020

Am Wochenende wird geerntet

Am Wochenende wird geerntet

Auszug aus dem Wochenkurier vom 12./13.2020

Erfolgreiche Renaturierung

Erfolgreiche Renaturierung

Naturschutz Kreislicher Naturschutzbeirat besuchte neue Flussschleifen an der Kleinen Elster.

Eine Brandenburger Erfolgsgeschichte des Naturschutzes im Landkreis Elbe-Elster war kürzlich Ziel einer Exkursion des kreislichen Naturschutzbeirates.

Zusammen mit Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und weiteren Mitgliedern der Verwaltungsleitung schauten sich die Beiratsmitglieder gelungene Beispiele für Flussrenaturierungen an. Dazu zählen die 200 Meter lange Elsterwiesenschleife zwischen Thalberg und Prestewitz und die 180 Meter lange Saarschleife flussaufwärts von der Straßenbrücke Thalberg.

Sie gehören zu insgesamt elf Flussschleifen im Landkreis, die zwischen 2007 und 2018 realisiert wurden. Alle Schleifen liegen am Unterlauf der stark begradigten und verbreiterten Kleinen Elster. Die Flussmäander entstanden entweder neu oder sie wurden reaktiviert. Je nach Größe, Lage und Besonderheiten liegen die Projektkosten zwischen 100 000 und 300 000 Euro je Flussschleife. Ein Teil der Vorhaben wurde über ein EFRE-Projekt der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg umgesetzt.

Der andere Teil, zu dem die Elsterwiesen- und die Saarschleife gehören, sind durch die Flächenagentur Brandenburg GmbH im Rahmen der Eingriffsregelung realisiert und refinanziert worden. Dazu erläuterte Birgit Groth: „Der Deichbau an der Schwarzen Elster verursacht hohen Ausgleichsbedarf.

Das Landesamt für Umwelt kompensiert mit der Elsterwiesenschleife bestimmte Eingriffe im Rahmen der Ertüchtigung der Deiche. Und die Saarscheife hilft, die Eingriffe eines großen Straßenbauprojektes im Elbtal zu kompensieren.“

Auszug aus der Lausitzer Woche  vom 13.6.20 von pm/abr

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/wlie/2020-06-13/3/erfolgreiche-renaturierung-46937605.html

Elbe-Elster in der Endauswahl für "Smarte LandRegionen"

Elbe-Elster in der Endauswahl für "Smarte LandRegionen"

Auszug aus dem Kreisanzeiger vom 9.6.20

Flugübungen für Waltraud

Flugübungen für Waltraud

Naturschutz Ranger Tino Gärtner päppelt jungen Waldkauz auf.

Bad Liebenwerda. Er ist putzig anzusehen, der kleine Waldkauz, wie er da aus seiner Transportkiste lunscht. „Waltraud“ hat Naturpark-Ranger Tino Gärtner, der auf seinem heimischen Grundstück in Bad Liebenwerda schon so manchen verletzten oder jungen Zwei- und Vierbeiner aufgepäppelt hat, getauft. In den vergangenen Wochen war „Waltraud“ bei ihm. Nun hat er den Kauz in die Auffang-, Pflege- und Auswilderungsstation für Greifvögel und Eulen in der Försterei Oppelhainer Pechhütte gebracht. Gärtner: „Dies ist eine von zwei solcher Stationen in Brandenburg.“ Der Waldkauz soll noch ein paar Tage seine Flugmuskulatur trainieren und das richtige Jagen erlernen. In sein Facebook-Profil hat er von „Waltraud“ noch ein Abschiedsvideo gestellt und sich so von ihr verabschiedet: „Wünschen wir ihr danach ein langes Leben in ihrem angestammten Lebensraum. Gleite noch lange auf lautlosen Schwingen durch die Nacht, Waltraud!“

Schon lange kümmert sich Tino Gärtner auch um die Turmfalken auf dem Turm der St. Nikolaikirche und auf Bad Liebenwerdas Wahrzeichen, dem Lubwartturm. Seit der Sanierung gibt es am Lubwartturm zwei Nistkästen für Turmfalken. Beide Kästen sind in diesem Jahr besetzt, beide Weibchen sind Ringvögel, die Männchen, so der Ranger, „haben sich bisher erfolgreich einer Kontrolle entzogen.“

Beim Kontrollgang in dieser Woche hat er gemeinsam mit Naturfreund Holger Teichert die Gelege inspiziert und festgestellt, dass eines fünf Eier umfasst. Ein Ei sei befruchtet, aber abgestorben, der Rest war unbefruchtet. Im zweiten Kasten befinden sich zwei Jungvögel. Diese wurden vermessen, gewogen und beringt.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 13.06.2020 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-13/9/fluguebungen-fuer-waltraud-46994557.html

Die ersten Süßkirschen

Die ersten Süßkirschen

Hohenleipisch Obstverein nahm die ersten Kirschen entgegen.

Hohenleipisch. Insgesamt 350 Kilogramm Süßkirschen sind am ersten Tag der 3. Hohenleipischer Süßkirschenernte zusammengekommen. Angenommen wurden die leckeren süßen Früchte am Wochenende im Bereich der alten Annahmestelle im Bauernring von Hohenleipisch von Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins. Nach der erfolgreichen Ernte im vergangenen Jahr, bei der 0,7 Tonnen gepflückte Kirschen angenommen wurden, organisieren der Obst- und Gartenbauverein Hohenleipisch und Kerngehäuse e.V. auch 2020 eine sich bis etwa Mitte Juli hinziehende gemeinsame Sammelaktion.

Angenommen werden voll ausgereifte, ungespritzte Kirschen aus Hausgärten und Streuobstwiesen, die im weiteren Einzugsgebiet des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft wachsen. Das Obst wird in der Kelterei Bauer Fruchtsaft und Werder Frucht zu bekömmlichen Fruchtwein verarbeitet. In diesem Jahr werde in etwa mit dem Ertrag von 2018 gerechnet, meint die Vorsitzende von Kerngehäuse e.V., Andrea Opitz, in ihrer Prognose.

Im Jahr 2018 wurden 1,7 Tonnen abgegeben. Auch in den kommenden Kirschwochen können in Hohenleipisch samstags von 14 bis 15 Uhr Süßkirschen abgegeben werden. Jedoch nur nach telefonischer oder schriftlicher Anmeldung bei Gert Anders, dem Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Hohenleipisch, Kontakt: 03533 60740, anders@ga-werbung.de.

Für die beste Weiterverarbeitung sollte die Ernte frisch eingeholt und noch am gleichen Tag in Hohenleipisch abgegeben werden. Die Vorjahresabfüllungen des Hohenleipischer Kirschweins in der 0,75-Liter-Flasche sind unter anderem per Bestellung über www.essbarer-naturpark.de/kirschwein erhältlich.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 15.06.20 von Veit Rösler

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-15/7/die-ersten-suesskirschen-47023517.html

Corona hebelt Kulturpläne aus

Corona hebelt Kulturpläne aus

Premiere Die Akteure vom Schloss- und Klosterareal Doberlug haben für 2020 einen gemeinsamen Veranstaltungsflyer aufgelegt.

Doberlug. Es war ein zähes Ringen der Akteure vom Schloss- und Klosterareal Doberlug um einen gemeinsamen Veranstaltungskalender. Nach gemeinsamer Beratung und unter Federführung vom Museumsverbund Elbe-Elster lag dann für 2020 ein mehrseitiger Flyer mit kompakter Übersicht vor. Eingebracht haben sich die Evangelischen Klosterkirchengemeinden und Kantorei Doberlug, der Förderverein Schloss Doberlug, das Museum Schloss Doberlug, die Stadt Doberlug-Kirchhain und der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.

Doch das Glück währte nicht lange. Die Corona-Krise hat viele geplante Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Vorträge, Führungen und Aufführungen ausgehebelt. Vielen kompletten Absagen folgen nun erste neue Termine. Die Hoffnung auf die letzten Monate des Jahres sind zaghaft.

Gysi liest im Februar 2021

„Es ist wirklich schade, gerade für dieses Jahr hatten wir viele schöne und hochkarätige Veranstaltungen geplant“, sagt Lutz Kilian, Vorsitzender vom Schlossförderverein. Für die im Nu ausverkaufte Lesung mit Gregor Gysi „Ein Leben ist zu wenig“, die am 8. April stattfinden sollte, sei zum Glück mit dem Management des gefragten Politikers ein neuer Termin gefunden worden. Gregor Gysi wird nun am 1. Februar 2021 nach Doberlug-Kirchhain kommen. Erworbene Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.

Ein gemeinsam mit der Klosterkirchgemeinde organisiertes Konzert mit Stefan Krawczyk konnte nicht stattfinden. Hierfür wird noch um einen neuen Termin, möglichst noch in diesem Jahr, gerungen. Ausgefallen ist nicht nur ein Rockfestival Tribute of Queen und Rammstein, abgesagt die Schlossparty am 13. Juni, Regionalmarkt, Dixielandfrühschoppen und Kranzreiten im Schlossgraben.

Das Sommertheater der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen ist von Ende Juni auf den 21. August geschoben. Gespielt wird auf der Schlosswiese „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist.

Nicht stattfinden können die 8. Oldtimerrallye, mehrere Konzerte in der Klosterkirche und die 6. Auflage vom „Rock am Schloss“, ein Angebot der Stadt Doberlug-Kirchhain, das seit Jahren Open-Air-Freunde aus der weiteren Umgebung anlockt.

Schlössernacht im September?

Bleibt die Hoffnung auf die Monate nach dem 31. August. Erstmals soll es nach mehreren Jahren Pause am 5. September wieder eine Elbe-Elster-Schlössernacht geben. Der Anstoß dafür kam vom Förderverein Schloss Doberlug, bei der Organisation hilft der Tourismusverband Elbe-Elster. Neben Doberlug sind sechs weitere Schlösser der Region im Boot. Museum und Kirchengemeinde haben noch einige Angebote parat. Am 10. September laden Stadt und Bundeswehr zu einem 2. Benefizkonzert mit dem Luftwaffenmusikkorps Erfurt ein. Außerdem wird am 24. September der Schauspieler Walter Plathe zum dritten Mal erwartet, diesmal mit seinem Programm „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“.

Für alle, die unter dem Kultur­entzug leiden, ein Tipp: Am heutigen Donnerstag beendet Starpianist Justus Frantz seine Konzert-To-Go-Aktion mit den Brandenburger Festspielen auf der Schlosswiese Doberlug. Gegen 19 Uhr spielt er dort live.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 11.6.20 von Heike Lehmann

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-11/8/corona-hebelt-kulturplaene-aus-46940861.html

Nach Großbrand im Loben wird der Mensch nicht eingreifen

Nach Großbrand im Loben wird der Mensch nicht eingreifen

Plessa. Der zeitweise starke Regen nach dem Löschen des am 29. Mai ausgebrochenen Großfeuers im Naturschutzgebiet „Der Loben“ zwischen Plessa, Gorden und Hohenleipisch hat den Brandbekämpfern in die Hände gespielt. Seitdem vor etwa einer Woche die Landesforstleute von der Feuerwehr die Brandwache übernommen haben, flammt es in dem betroffenen, fast 90 Hektar großen Gebiet nur noch selten auf. Zuletzt sei eine Wehr aus dem Amtsbereich Plessa am 8. Juni alarmiert worden, sagt Nico Friedrich, Leiter der Landeswald-Oberförsterei Doberlug.

In Abstimmung mit dem Kreisbrandmeister von Elbe-Elster seien seine Mitarbeiter mehrmals täglich an sieben Tagen in der Woche in dem moorigen Brandgebiet zu Kontrollen unterwegs. Sie spüren Glutnester auf, löschen selbst oder melden diese. Dies erfolge so lange, bis das Zeichen zum Abbruch komme.

Eineinhalb Wochen nach dem Brandausbruch haben sich Nico Friedrich und Revierförster Rajko Schröter, Leiter des Reviers Hohenleipisch, die Pflanzenwelt in dem betroffenen Gebiet angesehen. Während das bodennahe Grün die feuchte Landschaft von Tag zu Tag mehr zurückerobert, ragen die oft kronenlosen, verkohlten Birkenstämme geisterhaft gen Himmel. Nico Friedrich schätzt, dass sehr viele auch nur teils beschädigte Bäume nicht überleben werden. Der Mensch werde dennoch nicht eingreifen – nicht roden und nicht nachpflanzen. Die Birke als Erstbesiedlerin von Flächen werde sich ihr Terrain zurückholen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 11.6.20 von Manfred Feller

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-11/7/nach-grossbrand-im-loben-wird-der-mensch-nicht-eingreifen-46940683.html

Bank Plessa

Bank Plessa

Auszug aus dem Gemeindeschreiber Plessa vom 10.6.20

Forstminister in stark geschädigten Wäldern in Elbe-Elster

Forstminister in stark geschädigten Wäldern in Elbe-Elster

Herzberg. Schadinsekten und Trockenheit haben Wäldern im Landkreis Elbe-Elster arg zugesetzt. Wie groß die Schäden inzwischen sind und wo in welchem Umfang Förderbedarf besteht, darüber informiert sich Brandenburgs Forstminister Axel Vogel (Grüne) heute in Elbe-Elster. Vom Treffpunkt Oschätzchen aus werden nach Auskunft von Uwe Lewandowski, Leiter der Oberförsterei Hohenleipisch, drei Waldgebiete in Augenschein genommen.

Was der Minister, vorinformiert durch sein Fachressort, zu sehen bekommen wird, ist längst traurige Realität. Aufgrund zu geringer Niederschlagsmengen in den vergangenen Jahren sind die Bäume in ihrer Vitalität so geschwächt, dass Borkenkäfer, Prachtkäfer und pilzliche Schad­erreger leichtes Spiel haben. Dies habe, so das Ministerium, in Elbe-Elster zu Absterbeerscheinungen von Bäumen in einem bisher unbekannten Ausmaß geführt. Auf rund 15 000 Hektar sei bereits jetzt ein akuter Schädlingsbefall festzustellen. Hinzu komme ein erheblicher Umfang von bereits abgestorbenen Flächen.

Wie kam es zu der prekären Lage? 2016 hatte sich die Kiefernbuschhornblattwespe durch die Baumkronen gefressen. Im niederschlagsreichen Jahr erholten sich die Kiefernbestände. Jedoch nur kurz. Stürme Ende 2017 und das Orkantief „Friederike“ im Januar 2018 führten zu einer großen Menge Schadholz. Die Trockenheit der Jahre 2018 und 2019 habe die Situation dramatisch verschärft.

Forstminister Axel Vogel wird auch mit Förstern und Waldbesitzern aus der Region sprechen, um weitere Erkenntnisse über notwendige Fördermöglichkeiten zu erhalten.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 10.6.20 von Manfred Feller

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-10/9/forstminister-in-stark-geschaedigten-waeldern-in-elbe-elster-46910137.html

 

Gartenplausch im Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen

Gartenplausch im Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen

Auszug aus dem Kreisanzeiger vom 9.6.20

Elbe-Elster in der Endauswahl für "Smarte LandRegionen"

Elbe-Elster in der Endauswahl für "Smarte LandRegionen"

Auszug aus dem Kreisanzeiger vom 9.6.20

Gartenplausch im Pomologischen Schau- und Lehrgarten

Gartenplausch im Pomologischen Schau- und Lehrgarten

Auszug aus dem Kreisanzeiger vom 9.6.20

Nach dem Moorfeuer im Loben meldet sich die Natur zurück

Nach dem Moorfeuer im Loben meldet sich die Natur zurück

Plessa. Der mehrtägige Flächenbrand im Lobenmoor am Rande des Naturparks hat tiefe Spuren hinterlassen. „Den Umfang der Schäden kann man noch nicht abschätzen“, sagt Lars Thielemann, Leiter der Naturparkverwaltung. Es sei schon paradox, wenn es zwischen den Wasserflächen brennt. Das Moor sei gut mit Wasser versorgt. Fast 90 Hektar Natur wurden Opfer der Flammen. Lars Thielemann geht davon aus, dass es einige Opfer in der Fauna gegeben hat.

„Dazu gehören Tiere, die nicht flüchten können, wie die Kreuzotter“, bedauert er. Diese habe im Loben eines ihrer letzten großen Refugien. Der Lebensraum sei ohnehin schon kleiner geworden. Vögel hätten ihre Nester mit Eiern oder ihrer Brut zurückgelassen, als das Feuer kam.

„Die Natur ist aber bei aller Dramatik in der Lage, solche Wunden zu heilen“, weiß der Fachmann. Vögel seien zurückgekehrt. Und es wurden auf Pfützen Libellen gesichtet, die ihre Eier abgelegt haben.

Schwer wiegen die noch nicht abschätzbaren Folgen durch verbrannten Torf in dem Moor. Bei guter Wasserversorgung wachse Torf in einem Jahr lediglich einen Millimeter. Zehn Zentimeter brauchen folglich 100 Jahre. Im Loben sei die Torfschicht durch den heterogenen, von der Eiszeit geformten Untergrund unterschiedlich stark, könne aber bis zu zwei Meter mächtig sein. Das Lobenmoor sei eines der letzten erhalten gebliebenen Moore im Süden Brandenburgs, das nicht von einem Tagebau trockengelegt worden ist. Ein Juwel.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 9.6.20 von Manfred Feller

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-09/7/nach-dem-moorfeuer-im-loben-meldet-sich-die-natur-zurueck-46883127.html

Dem Feuerschröter auf der Spur

Dem Feuerschröter auf der Spur

Auszug aus dem Wochenkurier vom 5.6.2020

Flussschleifen sorgen für neuen Lebensraum

Flussschleifen sorgen für neuen Lebensraum

Umweltschutz Landrat hat mit Mitgliedern des Naturschutzbeirates mehrere Renaturierungsprojekte an der Kleinen Elster besucht.

Finsterwalde. Eine Brandenburger Erfolgsgeschichte des Naturschutzes im Landkreis Elbe-Elster war dieser Tage Ziel einer Exkursion des kreislichen Naturschutzbeirates. Zusammen mit Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und weiteren Mitgliedern der Verwaltungsleitung schauten sich die Beiratsmitglieder gelungene Beispiele für Flussrenaturierungen an.

Dazu zählen die 200 Meter lange Elsterwiesenschleife zwischen Thalberg und Prestewitz und die 180 Meter lange Saarschleife flussaufwärts von der Straßenbrücke Thalberg. Sie gehören zu insgesamt elf Flussschleifen im Landkreis, die zwischen 2007 und 2018 realisiert wurden. Alle Schleifen liegen am Unterlauf der stark begradigten und verbreiterten Kleinen Elster. Die Flussmäander entstanden entweder neu oder sie wurden reaktiviert.

„Möglich wurde das Großprojekt nur durch ein gelungenes Zusammenspiel von Akteuren und Finanzierungsinstrumenten sowie das fortdauernde Engagement der Flächenagentur Brandenburg als Projektträgerin vor Ort“, sagte Birgit Groth von der Flächenagentur Brandenburg. Je nach Größe, Lage und Besonderheiten liegen die Projektkosten zwischen 100 000 und 300 000 Euro je Flussschleife. Ein Teil der Vorhaben wurde über ein Efre-Projekt der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg umgesetzt. Der andere Teil, zu dem die Elsterwiesen- und die Saarschleife gehören, sind durch die Flächenagentur Brandenburg GmbH im Rahmen der Eingriffsregelung realisiert und refinanziert worden.

Dazu erläuterte Birgit Groth: „Der Deichbau an der Schwarzen Elster verursacht hohen Ausgleichsbedarf. Das Landesamt für Umwelt kompensiert mit der Elsterwiesenschleife bestimmte Eingriffe im Rahmen der Ertüchtigung der Deiche. Und die Saarscheife hilft, die Eingriffe eines großen Straßenbauprojektes im Elbtal zu kompensieren.“

Die Teilnehmer der Exkursion zeigten sich im Anschluss an die Vor-Ort-Besichtigung beeindruckt. Für Landrat Christian Heinrich-Jaschinski ist die Renaturierung von Fließgewässern ein sehr gutes Beispiel für anspruchsvollen Naturschutz. „Wenn Gewässer mehr Raum bekommen, Flüsse ihre Betten und Ufer wieder in natürlicher Dynamik gestalten sollen, dann sind dafür vielfältige Voraussetzungen nötig. Aber das Engagement zahlt sich am Ende für uns alle aus: durch neuen, hochwertigen Lebensraum für Tier- und Pflanzenwelt. Und ich bin mir sicher, solche Projekte bringen auch die regionale Entwicklung weiter voran.“

Das Landesnaturschutzgesetz bestimmte schon Mitte der 90er-Jahre, dass zur wissenschaftlichen und fachlichen Beratung bei der Unteren Naturschutzbehörde ein Naturschutzbeirat zu bilden ist. Im Landkreis wurde dem 1995 Rechnung getragen. Der Beirat ist seitdem in die Vorbereitung aller wichtigen Entscheidungen und Maßnahmen der Naturschutzbehörde einzubeziehen. Als Mitglieder werden Bürger berufen, die im Naturschutz und in der Landschaftspflege besonders fachkundig sind und Erfahrung haben. Sie bringen insbesondere Fachkenntnisse auf den Gebieten der Botanik, Zoologie, Ökologie, Landschaftspflege, Landschaftsplanung oder verwandter Disziplinen wie der Forst-, Land-, Fischerei- oder Gewässerwirtschaft mit. Die regelmäßigen Exkursionen zu wichtigen Naturschutzprojekten im Landkreis dienen der Information und dem Austausch unter den Beiratsmitgliedern.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 6.6.20 von Heike Lehmann

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-06/10/flussschleifen-sorgen-fuer-neuen-lebensraum-46830317.html

Glutnester im Lobenmoor flackern

Glutnester im Lobenmoor flackern

Trügerische Ruhe Etwa 700 Feuerwehrleute waren bei dem Großbrand im Wald- und Moorgebiet nördlich von Plessa im Einsatz. Das große Aufräumen ist im Gange. Alarm ist jederzeit möglich. Von Manfred Feller

Die großen Feuer im Lobenmoor zwischen Plessa, Döllingen, Hohenleipisch und Gorden sind nach tagelangem Einsatz Hunderter Einsatzkräfte gelöscht. Zurückgeblieben ist eine gespenstische Landschaft. Auf großen Flächen verbranntes Bodengrün. Reichlich verkohlte Birkenstämme. Neben unbefestigten Waldwegen tiefe Spuren von festgefahrenen Feuerwehrfahrzeugen. Über viele Kilometer liegen noch Schläuche in dem ausgedehnten und unter Schutz stehenden Wald- und Moorgebiet. Nach letztem Stand der Dinge hat das Feuer 87 Hektar Wald, Moor, Wiese und Schilfgürtel in Mitleidenschaft gezogen.

Die Natur kommt bereits zurück

Mittendrin ist inzwischen schon wieder aufgeregtes Vogelgezwitscher zu hören, als wenn nichts gewesen wäre. Kaum zu glauben, aber nur Tage nach den verheerenden Flammen sprießen bereits wieder frische Halme aus den Binsengrasbüscheln. Die Natur holt sich das Moor zurück. „Auch die Frösche quaken schon wieder“, erhellt sich nach sehr langen Brandtagen das Gesicht von Günter Herrmann.

Unter der Leitung des stellvertretenden Amtsbrandmeisters im Amt Plessa war am Freitag vor einer Woche der Erstschlag gegen den sich rasch ausbreitenden Moorbrand geführt worden. Als die Kräfte nicht mehr ausreichten, war umgehend die Großschadenslage ausgerufen worden. Der Landkreis übernahm. Einheiten aus Teilen Brandenburgs kamen zu Hilfe. Am frühen Mittwochabend dieser Woche konnte die große Lage zurückgefahren werden. Das Feuer war gelöscht. Doch hier und da schießen die Flammen erwartungsgemäß wieder aus dem Moorboden.

Es kann wieder losgehen „Wir müssen auch in den nächsten Tagen mit weiteren Alarmierungen rechnen, weil aufflammende Glutnester zu löschen sind“, sagt Kreisbrandmeister Steffen Ludewig. Er hat sich mit seinen Stellvertretern Mario Harnisch und Frank Romey, zwei Ehrenamtlichen, in der Einsatzleitung abgewechselt. Die Zentrale war im Gerätehaus Hohenleipisch eingerichtet worden.

Vor so einer Aufgabe stehen selbst erfahrene Leiter eher selten. Nicht weniger als etwa 700 Feuerwehrleute aus Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, der Uckermark, aus der Prignitz und aus Märkisch-Oderland – das Technische Hilfswerk und die Katastrophenschutzeinheiten nicht mitgerechnet – mussten an den Einsatztagen eingewiesen und gezielt eingesetzt werden.

Während die Brandschutzeinheiten von außerhalb eine 24-Stunden-Hilfe leisteten, hätten die Einheimischen mehrere Schichten geschoben. „Die Belastung war an einem gewissen Grenzpunkt angekommen. Die weiten Wege, das unwegsame Gelände und das Wetter haben alle sehr gefordert. Das war einer der härtesten und kompliziertesten Einsätze der vergangenen Jahre. Sehr kräftezehrend“, resümiert Steffen Ludewig. „Das war ein Kampf bis zur Erschöpfung. Manche waren vor der Arbeit hier, andere kamen danach. Für die Familien war es nicht einfach“, so Günter Herrmann, der mit Amtsbrandmeister Ulf Urban stets Ansprechpartner für die Zentrale gewesen ist.

Ein Moorbrand ist kein Waldbrand. Einen taktischen Angriff aufzubauen, sei in dem ausgedehnten Moorgebiet nicht möglich gewesen, sagt Steffen Ludewig. Schnell mussten andere Wege mit Riegel und Schneise gefunden werden. Hubschrauber und Wärmebildkameras waren eine große Hilfe.

Wenn Bäume plötzlich umfallen

Selbst Munition war gefunden worden und musste vor Ort gesprengt werden. „Auch das Löschen der Bäume war nicht ungefährlich“, berichtet Günter Herrmann. Das Feuer tief im Moor hatte die Wurzeln verbrannt. Plötzlich seien Bäume einfach umgestürzt. Die Kameraden mussten auch aufpassen, dass sie nicht ins Moor einbrechen. Von kleinen Blessuren abgesehen, habe es keine Verletzten gegeben, weiß der Plessaer Amtsdirektor Göran Schrey, der ebenfalls täglich draußen war.

Krank geschriebene Mitarbeiter hätten den nicht selten durch Corona ohnehin schon gebeutelten Arbeitgebern gerade noch gefehlt. Die Freistellungen der Feuerwehrleute klappten in den allermeisten Fällen sehr gut, lobt der Kreisbrandmeister die Firmen. Nach seinen Worten habe Brandenburg ein sehr gutes Konzept bei der gegenseitigen Unterstützung von Landkreisen bei Großschadenslagen. Das Innenministerium und die Kreisbrandmeister haben mit den Erfahrungen vorheriger Ereignisse ein Konzept erarbeitet. Dieses legt fest, welcher Landkreis in welchem Schadensfall wann seine Brandschutzeinheit in die Spur schicken muss. „Auch wir in Elbe-Elster sind nicht überrascht, wenn plötzlich ein Einsatzbefehl kommt“, stellt Ludewig fest.

Ein Problem in ausgedehnten Schutzgebieten kann das Wegenetz sein. Dies sei im heimischen Naturpark nicht anders, weiß Amtsdirektor Göran Schrey. Es müssen die Belange von Naturschutz, Brandschutz, Forstwirtschaft, Erholung und Tourismus unter einen Hut gebracht werden. Was dem einen zu viel an Wegebau ist, das ist dem anderen zu wenig.

„Die Ringstraße um den Loben ist gut ausgebaut“, sagt der Kreisbrandmeister. Diese ist immerhin zwölf Kilometer lang. Doch sobald der Ring verlassen wird, seien die Wege eng, nicht befestigt und von Wildwuchs umsäumt.

Wege sind ein großes Problem „Zum Teil mussten die Löschfahrzeuge 300, 400 Meter rückwärts fahren oder kamen nicht aneinander vorbei“, so Steffen Ludewig. Für den Kräfte- oder Wassernachschub musste ein Kreisverkehr eingerichtet werden. „Wir brauchen ein Kartendokument, auf dem Wege, Wendemöglichkeiten und Bereitschaftsräume eingezeichnet sind“, gibt der Kreisbrandmeister die Marschroute für Feuerwehr, Naturpark und Forst vor.

Zur Ursache des Feuers gebe es nach wie vor nichts Konkretes. Von Blitzeinschlag bis Brandstiftung sei alles möglich. Die Brandspezialisten der Kriminalpolizei ermitteln.

Eines möchte Amtsdirektor Göran Schrey noch loswerden: Die Anteilnahme der Bevölkerung, ob bei der Versorgung oder mit dem Dankeschöntransparent in Döllingen, habe die Einsatzkräfte sehr berührt.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 6.6.20 von Manfred Feller

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-06/9/glutnester-im-lobenmoor-flackern-46834579.html

Großer Moorbrand gelöscht, aber noch keine Entwarnung

Großer Moorbrand gelöscht, aber noch keine Entwarnung

Plessa. Der Wald- und Moorbrand nördlich von Plessa ist gelöscht. Jetzt beginnt das große Aufräumen. Über viele Kilometer liegen noch Feuerwehrschläuche in dem unter Schutz stehenden Gebiet. Doch Entwarnung kann noch nicht gegeben werden. Glutnester könnten in den nächsten Tagen wieder aufflammen, sagt Kreisbrandmeister Steffen Ludewig. Bei dem Großeinsatz hatten rund 700 Feuwehrleute die Flammen bekämpft. Sie konnten nicht verhindern, dass 87 Hektar Wald, Moor und Wiese zerstört wurden.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 6.6.20 von Manfred Feller

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-06/1/grosser-moorbrand-geloescht-aber-noch-keine-entwarnung-46841465.html

Exkursion in der Region: Idylle am Wasser bei Maasdorf

Exkursion in der Region: Idylle am Wasser bei Maasdorf

Corona hat Reisen eingeschränkt. Die Verwaltung des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft meint: Dann eben die Schönheiten der Heimat entdecken und führt diesmal an die Maasdorfer Teiche.

Maasdorf. Die Landschaften der Thalberg-/Maasdorfer Teiche nordöstlich der Kurstadt Bad Liebenwerda sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Ganzjährig sind sie ein lohnendes Ausflugsziel im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft – gerade in der Corona-Zeit, in der weites Reisen schwierig ist. Für Vogelbeobachtungen, so Mitarbeiterin Cordula Schladitz, bietet sich jedoch das Frühjahr ganz besonders an. So begleiten inzwischen graue Federbällchen ihre weißen Schwaneneltern auf dem Wasser. Auch Stock- und Schellenten präsentieren ihren Nachwuchs. Besonders zahlreich sind gegenwärtig die Graugänse, die auf und an den Teichen zu sehen sind.

Der 1,6 Kilometer lange Rundwanderweg um den Kleinen Maasdorfer Teich ist mit Informationstafeln zur hiesigen Tier- und Pflanzenwelt ausgestattet.

Auch ein Rastplatz und Bänke sind vorhanden. Am besten ist es, wenn Wanderer ein Fernglas dabei haben. Dann gelingt es vielleicht, den über den Teichen kreisenden See- oder Fischadler zu beobachten. Auch dem gut getarnten kleinen Teichrohrsänger können Gäste so besser auf die Spur kommen.

Die Naturparkverwaltung empfiehlt einen Spaziergang an den Maasdorfer Teichen. Das Auto kann direkt am Kleinen Maasdorfer Teich geparkt werden. Das Faltblatt zum Gebiet mit einer Karte erhalten Interessierte im Naturparkhaus an der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda oder zum Herunterladen im Internet.

Wer nach der Wanderung noch mehr über die Region wissen möchte, dem sei ein Besuch im Natoureum in Maasdorf empfohlen. Dort kommen alle großen und kleinen Besucher auch auf der Gartenbahnanlage auf ihre Kosten.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 29.05.20 von Frank Claus red/fc

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-05-29/11/exkursion-in-der-region-idylle-am-wasser-bei-maasdorf-46620100.html

 

Gartenplausch im Pomologischen Schau- und Lehrgarten

Gartenplausch im Pomologischen Schau- und Lehrgarten

Auszug aus dem Verbandsgemeindekurier vom 3.6.20

Entspannung, aber kein Einsatzende im Moor

Entspannung, aber kein Einsatzende im Moor

Großfeuer Im seit Freitag andauernden Brandeinsatz im Lobenmoor bei Hohenleipisch gibt es Entwarnung. Brandenburgs Umweltminister an der Einsatzstelle. Jetzt bereiten sich einheimische Feuerwehrkameraden auf die Brandwache vor. Von Frank Claus

Die Lage hat sich am Pfingstmontag entspannt. Das am Freitag ausgebrochene Feuer – nach einer Erfassung durch den Polizeihubschrauber sind exakt 86 Hektar Lobenmoor bei Hohenleipisch betroffen – ist unter Kontrolle. Am Montag sind zu Spitzenzeiten 200 Einsatzkräfte vor Ort, darunter allein 40 vom Technischen Hilfswerk. Sie haben mit einem Elsterwerdaer Unternehmen eine Schneise am angrenzendem Moor geschlagen, um ein Übergreifen auf den Wald zu verhindern. Zwei dabei aufgefundene kleinere Granaten werden vor Ort gesprengt.

Mario Harnisch, der stellvertretende Kreisbrandmeister, atmet auf. Die zur Hilfe geeilten Kräfte aus der Uckermark, Prignitz, Märkisch-Oderland, Barnim und dem Havelland können wieder nach Hause geschickt werden. „Ein feines Arbeiten“, sagt er. Bewährt habe sich der Einsatz des Polizeihubschraubers zum Löschen aus der Luft und eines weiteren mit Wärmebildkamera. „Wir erhalten sehr genaue Daten über die besonders heißen Stellen, dazu Fotos und Videos.“ Der Hubschrauber ist am Dienstag noch im Einsatz. Die erstmals im Kreis eingesetzte Sprinkleranlage hat sich bewährt. „16 Regner stehen dabei auf einer Länge von fast 500 Metern in Reihe und ,schießen’ bis zu 25 Meter weit Wasser in das Brandgebiet.“ Die Spezialpumpe zur Förderung und zum Transport großer Wassermengen über weitere Strecken von der Landespolizeischule habe die Versorgung aus den Restlöchern 110 und 111 erleichtert.

Marten Frontzeck, persönlicher Mitarbeiter des Landrates: „Am Dienstag arbeiten wir noch mit etwa 100 Einsatzkräften. Nun unterstützen uns Teile der Brandschutzeinsatzeinheit aus Oberspreewald-Lausitz.“ Dass die Bevölkerung großen Anteil genommen hat, habe die Kameraden gerührt. „Aber sie haben sich auch geärgert. Über viele Radfahrer, die ins Brandgebiet gefahren sind, um Fotos und Videos zu fertigen“, berichtet Mario Harnisch.

Am Dienstag macht sich Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) ein Bild, spricht mit Forstleuten, Kameraden und dem Einsatzstab. Oberforstrat Uwe Lewandowski erinnert an die großen Waldbrände von 1954 und 1966 auf damals 1000 Hektar. In den 40er-Jahren war begonnen worden, das Gebiet trocken zu legen, um es landwirtschaftlich nutzbar zu machen. Erst nach der politischen Wende wurde dieser Fehler korrigiert und in einem groß angelegten Projekt wieder Wasser zugeführt. Für die Landtagsabgeordnete Isabell Hiekel (Grüne) ist das beschlossene Moorschutzprogramm der richtige Weg. „Der Brand im Loben zeigt, wie wichtig es ist, die Wasserstände in den großen Moorgebieten zu erhöhen.“ Sie erneuert ihre Forderung nach mehr Schlagkraft für die Feuerwehren und den Aufbau einer Löschflugzeugstaffel.

Die Ursache für den Brand ist noch unklar. Zwei Tage vor dem Ausbruch am Freitag sei ein Gewitter und eine Rauchentwicklung registriert worden. Vermutet wird ein Blitzeinschlag, der zunächst im Untergrund ein Feuer gezündet hat. Lars Thielemann, der Leiter der Naturparkverwaltung, hat bereits am Sonnabend gesagt: „Einfach so brennt ein Moor nicht an.“

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 3.6.20 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-03/12/entspannung-aber-kein-einsatzende-im-moor-46715706.html

 

Neuer Spielplatz in Kraupa eingeweiht

Neuer Spielplatz in Kraupa eingeweiht

Elsterwerda. „So, jetzt gehört der Platz den Kindern ... “, mit diesen Worten hat am Pfingstwochenende Elsterwerdas Bürgermeisterin Anja Heinrich im Ortsteil Kraupa nach gut einem halben Jahr Bauzeit den Startschuss zur Nutzung des neuen Kinderspielplatzes hinter dem neuen Dorfgemeinschaftshaus gegeben. Zu der feierlichen Zeremonie im Zentrum des Ortes waren viele Eltern mit ihren Kindern und auch viele Abgeordnete gekommen.

Inzwischen hat auch der neue „Corona- Rasen“ seinen Spitznamen weg, denn der konnte, so Anja Heinrich, wegen den Ausgangsbeschränkungen ungestört wunderbar wachsen. Nicht weit von dem neuen Spielplatz ist vor dem Naturparkfest 2019 eine neue Sitzgelegenheit mit Korbmacher und Postillion entstanden. Der neue Spielplatz wird im Moment von einem Spielgerät in Form einer Schaukelkombination mit zwei Schaukeln und von einer hölzernen Sitzschlange geprägt.

Weitere Spielgeräte sollen sukzessive folgen, so die Bürgermeisterin. Von den Traktorenfreunden Kraupa gab es dafür anlässlich der Einweihung eine Spende von 50 Euro. Auf und um die Fläche wurden eine Platane und 160 Reinbuchen gepflanzt. Für die Schaukel mit öffentlicher Zulassung allein wurden von der Stadt 9149 Euro investiert. Für die komplette Anlage 15 383 Euro.

Die vom Dobraer Kettensägenkünstler Roland Karl konstruierte Sitzschlange haben die Naturparkverwaltung des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft und die Sparkassenstiftung gesponsert. Der einjährige Albert Schönitz war eines der ersten Kinder das, von Mutti Annett Schönitz angeschoben, die neue Schalenschaukel nach der Einweihung mit sichtlich großem Spaß benutzen durfte. Im Rahmen der Spielplatzeinweihung wurde zeitgleich ein Aufruf gestartet, nach dem die Einwohner angehalten sind, für das am Spielplatz liegende Dorfgemeinschaftshaus einen charaktervollen und prägnanten Namen mit örtlichem Bezug zu finden. Vorschläge können per Mail an kultursporttourismus@elsterwerda.de gesendet oder im Rathaus Elsterwerda bzw. im Kraupaer Dorfladen in einer Ideenbox abgegeben werden.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 2.6.20 von Veit Rösler

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-02/12/neuer-spielplatz-in-kraupa-eingeweiht-46696342.html

Beine baumeln auf der rostigen Riesenbank in Plessa

Beine baumeln auf der rostigen Riesenbank in Plessa

Tonnenschwer und fast fünf Meter breit ist die rostige Riesenbank, die seit Freitagvormittag vor dem Kulturhaus in Plessa steht. Nutzbar ist sie noch nicht, denn die Fläche ringsherum muss noch gepflastert werden.

Nach Auskunft von Bürgermeister Gottfried Heinicke und Cordula Schladitz von der Verwaltung des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft wird es noch einen offiziellen Enthüllungstermin geben. Ursprünglich sollte das stattliche Sitzmöbel aus rostigem Stahl und stabilem Holz zum Naturparkfest am 23. Mai erstmals nutzbar sein. Doch wegen Corona wurde die große Party in das nächste Jahr gelegt.

Aufwendig hergestellt und gebaut wurde die Megabank in einem Betrieb in Halle an der Saale und mit einem Sattelzug am Freitagmorgen nach Plessa transportiert. Das Abladen besorgte das Technikcenter Lausitz mit Sitz in Grimma und Niederlassung in Plessa als Gratisleistung für die Gemeinde. Der Teleskoplader mit vier Tonnen Hubkraft bei eingefahrenem Arm (ausgefahren bis zu sieben Meter lang) hatte keine Probleme, die Bank abzuladen und zentimetergenau auf die vorbereiteten Fundamente zu setzen. Den Beton dafür habe das Betonwerk Hentzschel aus Elsterwerda spendiert. „Geschäftsführer Hans-Jürgen Hentzschel hat diesen an einem Sonnabend selbst hergebracht“, dankt der Plessaer Bürgermeister Gottfried Heinicke allen an dem Projekt Beteiligten. Er griff dann selbst zur großen Bohrmaschine. Klebedübel sorgen für eine feste Verankerung der Bank.

Als jüngste Naturparkgemeinde hatte Plessa zum verliehenen Titel nicht nur das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro von der Sparkasse Elbe-Elster erhalten. Bestandteil des Naturparkgemeinde-Wettbewerbs ist laut Lars Thielemann, Leiter der Naturparkverwaltung, auch jeweils ein Projekt, dass das Gewinnerdorf verwirklichen darf. Dafür stellt der Naturpark 5000 Euro bereit. Die Riesenbank von Plessa kostete aber 6102,32 Euro. Die Mehrkosten hatte der Naturpark zusätzlich übernommen.

Die Gemeinde hatte einen Ideenwettbewerb ausgelobt. Den Zuschlag erhielt der Kulturverein Plessa. Und dort lieferte Lothar Thieme den zündenden Gedanken. Er wollte keine Plastik, die sich alle anschauen mögen, sondern etwas, dass jeder nutzen kann. Heraus kam eine große Bank, die an die lange Bergbautradition in Plessa erinnert. Die Gemeinde sieht er gleichzeitig als Tor zum ausgedehnten Naturpark. Das schwere Sitzmöbel besteht bei den tragenden und schmückenden Teilen aus acht Millimeter starkem Cortenstahl. Diese Legierung mit ihrer rostigen und optisch eindrucksvollen Patina gilt als besonders witterungsbeständig und schützt vor weiterer Korrosion.

Das bekannteste Bauwerk aus diesem Material im Brandenburger Süden dürfte der markante Aussichtsturm „Rostiger Nagel“ am Sedlitzer See (OSL) sein. Die Rostpatina solle an den Maschinencharakter in der Braunkohle erinnern, so Lothar Thieme.

Über den massiven Holzlehnen der dreiteiligen Bank wird in Stahl an den vergangenen Bergbau erinnert. Zu sehen ist auch die älteste Förderbrücke der Welt, die 1924 bei Plessa in Betrieb gegangen war. In vier Jahren jährt sich dieses Ereignis zum 100. Mal, erinnert Bauingenieur Lothar Thieme.

Seine Motivgrundideen für die Bank seien schließlich von einem Büro so überarbeitet worden, dass Schrift und Bilder aus dem Stahl herausgeschnitten werden konnten. Bei dem Bild der Förderbrücke sei dies nicht ganz einfach gewesen, wie sich jeder überzeugen könne. Die Endgestaltung der Motive habe der Kulturverein bezahlt.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 2.6.20 von Manfred Feller

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-02/12/beine-baumeln-auf-der-rostigen-riesenbank-in-plessa-46696334.html

Entspannung, aber kein Einsatzende im Moor

Entspannung, aber kein Einsatzende im Moor

Großfeuer Im seit Freitag andauernden Brandeinsatz im Lobenmoor bei Hohenleipisch gibt es Entwarnung. Brandenburgs Umweltminister an der Einsatzstelle. Jetzt bereiten sich einheimische Feuerwehrkameraden auf die Brandwache vor. Von Frank Claus

Die Lage hat sich am Pfingstmontag entspannt. Das am Freitag ausgebrochene Feuer – nach einer Erfassung durch den Polizeihubschrauber sind exakt 86 Hektar Lobenmoor bei Hohenleipisch betroffen – ist unter Kontrolle. Am Montag sind zu Spitzenzeiten 200 Einsatzkräfte vor Ort, darunter allein 40 vom Technischen Hilfswerk. Sie haben mit einem Elsterwerdaer Unternehmen eine Schneise am angrenzendem Moor geschlagen, um ein Übergreifen auf den Wald zu verhindern. Zwei dabei aufgefundene kleinere Granaten werden vor Ort gesprengt.

Mario Harnisch, der stellvertretende Kreisbrandmeister, atmet auf. Die zur Hilfe geeilten Kräfte aus der Uckermark, Prignitz, Märkisch-Oderland, Barnim und dem Havelland können wieder nach Hause geschickt werden. „Ein feines Arbeiten“, sagt er. Bewährt habe sich der Einsatz des Polizeihubschraubers zum Löschen aus der Luft und eines weiteren mit Wärmebildkamera. „Wir erhalten sehr genaue Daten über die besonders heißen Stellen, dazu Fotos und Videos.“ Der Hubschrauber ist am Dienstag noch im Einsatz. Die erstmals im Kreis eingesetzte Sprinkleranlage hat sich bewährt. „16 Regner stehen dabei auf einer Länge von fast 500 Metern in Reihe und ,schießen’ bis zu 25 Meter weit Wasser in das Brandgebiet.“ Die Spezialpumpe zur Förderung und zum Transport großer Wassermengen über weitere Strecken von der Landespolizeischule habe die Versorgung aus den Restlöchern 110 und 111 erleichtert.

Marten Frontzeck, persönlicher Mitarbeiter des Landrates: „Am Dienstag arbeiten wir noch mit etwa 100 Einsatzkräften. Nun unterstützen uns Teile der Brandschutzeinsatzeinheit aus Oberspreewald-Lausitz.“ Dass die Bevölkerung großen Anteil genommen hat, habe die Kameraden gerührt. „Aber sie haben sich auch geärgert. Über viele Radfahrer, die ins Brandgebiet gefahren sind, um Fotos und Videos zu fertigen“, berichtet Mario Harnisch.

Am Dienstag macht sich Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) ein Bild, spricht mit Forstleuten, Kameraden und dem Einsatzstab. Oberforstrat Uwe Lewandowski erinnert an die großen Waldbrände von 1954 und 1966 auf damals 1000 Hektar. In den 40er-Jahren war begonnen worden, das Gebiet trocken zu legen, um es landwirtschaftlich nutzbar zu machen. Erst nach der politischen Wende wurde dieser Fehler korrigiert und in einem groß angelegten Projekt wieder Wasser zugeführt. Für die Landtagsabgeordnete Isabell Hiekel (Grüne) ist das beschlossene Moorschutzprogramm der richtige Weg. „Der Brand im Loben zeigt, wie wichtig es ist, die Wasserstände in den großen Moorgebieten zu erhöhen.“ Sie erneuert ihre Forderung nach mehr Schlagkraft für die Feuerwehren und den Aufbau einer Löschflugzeugstaffel.

Die Ursache für den Brand ist noch unklar. Zwei Tage vor dem Ausbruch am Freitag sei ein Gewitter und eine Rauchentwicklung registriert worden. Vermutet wird ein Blitzeinschlag, der zunächst im Untergrund ein Feuer gezündet hat. Lars Thielemann, der Leiter der Naturparkverwaltung, hat bereits am Sonnabend gesagt: „Einfach so brennt ein Moor nicht an.“ mit vrs

Auszug aus Lausitzer Rundschau vom 02.06.20 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-03/12/entspannung-aber-kein-einsatzende-im-moor-46715706.html

Wenn Bienen eine Traube bauen

Wenn Bienen eine Traube bauen

Tierwelt Eine Königin zu viel – im Bienenvolk unmöglich. Ein Naturpark-Ranger erklärt ein Bad Liebenwerdaer Garten-Phänomen.

Bad Liebenwerda. Was ist das denn? Ein mysteriöses Gebilde hat Bärbel Tanneberger (59) in der Bahnhofstraße in Bad Liebenwerda in ihrem Garten entdeckt. Wie in einer Traube hängt ein dicker Pfropfen aus quirligen Bienen in einem Baum.

Es darf nur eine geben

Park-Ranger Tino Gärtner (50) vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft erklärt: Die Wanderschaft der Bienen kommt durch die Anwesenheit von zwei Königinnen zustande.

Wenn eine Jungkönigin in einem Bienenvolk zur Welt kommt, gerät der ganze Staat in Unruhe. Die alte Königin verlässt dann zwischen Mai und Juli zur Schwarmzeit mit einem Teil ihres Volkes das Nest, um auf die Suche nach einem neuen Standort zu gehen. Denn: In jedem Bienenstaat darf es nur eine Königin geben!

Während der Standortsuche wird die Königin in so einer Bienentraube in einer Warteposition warm gehalten, während Kundschafterbienen nach einem neuen und sicheren Nistplatz suchen. Wird ein optimaler geschützter Ort gefunden, bricht das gesamte Volk auf, um dort ein neues Nest zu bauen. Nicht selten bleiben die Bienen nur über eine Nacht in so einer sensiblen und verletzlichen Warteposition.

So reagieren Imker

Oft stammt ein wanderndes Volk aus dem Bienenstock eines Imkers in der Nähe. Manchmal ist die wandernde Königin sogar mit einem Farbklecks oder einer winzigen Zahl gekennzeichnet. Die Imker sehen nicht gern, wenn sich ein Teil ihrer Völker verabschiedet. Der Verlust mehrerer Tausend Bienen kann eine erhebliche finanzielle Einbuße bedeuten. Erfährt ein Imker von so einem wandernden Volk, wird der Schwarm in Warteposition mit Wasser besprüht und in eine mit Luftöffnungen versehene Kiste gekehrt, um sie als eigenständiges Volk in einen sicheren Bienenstock zurück zu holen. vrs

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 2.6.20 von Veit Rösler

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-02/11/wenn-bienen-eine-traube-bauen-46697126.html

Naturpark-Perle in Flammen

Naturpark-Perle in Flammen

Großbrand Im Moor nahe Hohenleipisch brach am Freitag ein Feuer aus. Weshalb das Löschen so schwierig ist und welche Verluste befürchtet werden müssen. Von Frank Claus

Gerade noch hat Cordula Schladitz vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft geschwärmt und mit diesen Worten Rundschau-Leser zu einem Ausflug in den Loben bei Hohenleipisch eingeladen: „Steht man auf der Aussichtsplattform im Alten Moor und schaut über die Wasserflächen, so könnte man fast meinen, dass man in Schweden ist. Weiße Punkte zieren die Landschaft wie liegengebliebener Schnee. Doch sieht man genauer hin, sind es eher Wattebällchen, die da im Wind tanzen. Das Wollgras fruchtet – ein Naturschauspiel, das eine Wanderung doppelt lohnenswert macht.“

Am Freitagmorgen ist alles anders: Das Moor steht plötzlich in Flammen. Erst in einem überschaubaren, eher kleineren Gebiet. Doch dann sorgt unter anderem der Wind dafür, dass sich das Feuer ausbreitet, kurzzeitig sogar außer Kontrolle gerät. Der Landkreis ruft die Großschadenslage aus.

Später spricht die Einsatzleitung davon, dass das gefährdete Gebiet etwa 100 Hektar umfasst. In Spitzenzeiten sind fast 150 Kameraden im Einsatz, der Hubschrauber der Bundespolizei wird zum Löschen hinzugezogen, am Samstagmorgen rückt die Brandschutzeinheit aus der Uckermark als Unterstützung an.

Bei der Einsatzbesprechung am Sonnabend um 11 Uhr heißt es, das Feuer sei unter Kontrolle, wenngleich immer wieder an einzelnen Stellen Flammen hochschlagen. Brandenburgs Innenstaatssekretär Uwe Schüler ist gemeinsam mit Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) an den Brandherd gekommen. Plessas Amtsdirektor Göran Schrey führt sie durch das schwer zugängliche Gebiet und erklärt die Tücken des Moores. „Du glaubst, du hast das Feuer aus. Doch wenig später lodern genau dort wieder Flammen.“ Mit einer Wärmebildkamera seien bis zu 400 Grad im Boden gemessen worden. Uwe Schüler und der Landrat sind sich einig: „Eine tückische Lage. Das Löschen wird wohl noch lange dauern.“ Sie nehmen an der 11-Uhr-Lagebesprechung teil, danken der Einsatzleitung und bitten, den an die Kameraden aus den einzelnen Ortswehren weiterzugeben.

Mit großer Sachlichkeit werden Abläufe besprochen. Dort müssen noch Schlauchlängen hin, da eine neue Wasserversorgung aufgebaut werden. Die Verpflegung ist wichtig – „bringt auch mal zwischendurch eine Bockwurst und Getränke raus, kümmert euch jetzt schon um die Verpflegungsbeutel für die Nacht“ – heißt es. Die Betankung der Fahrzeuge wird organisiert. Für Kommunikationsprobleme, die es im wenig erschlossenen Gebiet am Tag zuvor noch gegeben hat, sind Lösungen gefunden. Auch der Kontakt vom Boden zum Hubschrauber funktioniert jetzt besser.

Lars Thielemann, der Leiter der Naturparkverwaltung, sitzt mit in der Runde. „Ich bin fassungslos. Das ist eine Katastrophe, zum Heulen. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen“, sagt er. Das Lobenmoor ist neben der Heide die Perle im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.

Genau genommen – eine für ganz Brandenburg. Es ist eines der letzten großen, noch weitgehend intakten Moore in Südbrandenburg, heißt es in vielen Publikationen. Knapp 700 Hektar stehen unter Schutz. „Vor etwas mehr als zehn Jahren ist es durch aufwendige Maßnahmen gelungen, den Wasserstand wieder zu stabilisieren“, berichtet Lars Thielemann. Schließlich wollte man noch Anfang der 40er-Jahre das Land entwässern und für die Landwirtschaft nutzbar machen.

Die Einsatzleitung hört Lars Thielemann genau zu, als der vom Aufbau der Bodenschichten spricht. Es sind vor allem die dicken Graspuschel und die abgestorbenen Baumstümpfe, die jetzt zu Glutnestern werden. Kreisbrandmeister Steffen Ludewig spricht laut aus, was viele denken. „Man müsste fluten.“

Nicht einfach bei dem Flächenausmaß und den schwer zugänglichen Bereichen. Und so soll eine Kombination aus zwei Strategien helfen: Dort wo möglich, so viel wie möglich Wasser ausbringen und: „Wir bauen eine Sprinkleranlage auf.“

Am Samstagnachmittag trifft „das fliegende Auge“ der Polizei ein – ein weiterer Hubschrauber mit Wärmebildkamera. Er soll helfen, die heißesten Glutnester aufzuspüren, um danach effektiv den Wassereinsatz zu koordinieren.

Lars Thielemann hilft mit seinem Rat und ist trotzdem ratlos: „Ein Moor brennt nicht einfach so an. Erst recht nicht an unterschiedlichen Ecken wie die Kameraden berichteten.“ An Blitzschlag, wie auch vermutet wurde, glaubt er nicht. „Wir hatten doch gar kein richtiges Gewitter.“

Rettung nach der Wende Nachdem der Loben 1998 als Flora-Fauna-Hibitat-Gebiet (FFH) in das europäische Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 integriert wurde, konnte die Entwässerung zwischen 2003 und 2013 durch Anlegen von Sohlschwellen und Stauwerken in den alten Gräben verringert werden. Durch Ansteigen des Grundwasserspiegels erholt sich das Moor und wirkt wieder als Wasser- und Kohlenstoffspeicher. Zu dadurch gesicherten, besonders schützenswerten Lebensräumen zählen Moorseen, feuchte Heiden, Schwingrasenmoore und Moorwälder. In den höher gelegenen Waldgebieten finden sich naturnahe Fichten- und Eichenwälder. Im Loben gibt es artenreiche Feuchtwiesen. Im Gebiet finden mehr als 300 teils stark gefährdete Pflanzenarten sowie besonders schützenswerte Tierarten wie Fischotter, Mopsfledermaus, Hirschkäfer und mehr geeignete Lebensbedingungen. Quelle: Umweltministerium Brandenburg

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 02.06.2020 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-02/9/naturpark-perle-in-flammen-46696914.html

 

Feuerwehr bringt Moorbrand in Elbe-Elster unter Kontrolle

Feuerwehr bringt Moorbrand in Elbe-Elster unter Kontrolle

Plessa. Der riesige Waldbrand im Loben-Moor zwischen Gorden, Hohenleipisch, Döllingen und Plessa (Elbe-Elster) ist unter Kontrolle. Mit mehr als 160 Feuerwehrleuten und einem zweitägigen Einsatz eines Löschhubschraubers der Bundespolizei wurde das Feuer am Sonntag eingedämmt. „Wir haben einen Stand erreicht, der nicht mehr als kritisch bezeichnet werden kann“, schätzte am gestrigen Pfingstmontag der diensthabende Landrat Marten Frontzek ein. Von dem Feuer waren etwa 100 Hektar Moor- und Waldgebiet betroffen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 2.6.20

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-06-02/1/feuerwehr-bringt-moorbrand-in-elbe-elster-unter-kontrolle-46698390.html

Blutiger Kampf der Rivalen um Horst

Blutiger Kampf der Rivalen um Horst

Bad Liebenwerda Ein Storchenpaar, das auf dem Druckerei-Schornstein bereits zwei Eier ausbrütete, ist von einem Rivalen angegriffen worden. Beide Eier wurden aus dem Nest geworfen, ein Storch wurde verletzt. Von Frank Claus

Sie kommen in der Storchenwelt immer wieder vor: Horstkämpfe. Und nicht selten enden sie tödlich, berichten Experten in verschiedenen Publikationen. Auch in Bad Liebenwerda endete ein Kampf tragisch. Bei oder nach der Auseinandersetzung auf dem Druckereischornstein wurden zwei Eier mit fast fertig ausgebrüteten Küken aus dem Nest geworfen. Einer der „Kampfhähne“ trug Verletzungen im Brustbereich davon.

Passiert ist das alles am Himmelfahrtstag. Beobachtet haben es Silvia Suhr und Jens Berger. „Es geht uns da wie vielen. Über die Ankunft der Störche freuen wir uns immer sehr. Und wir beobachten sehr genau, wie sie das Nest inspizieren und schließlich liebestoll zu schnäbeln beginnen“, berichtet Sylvia Suhr. Dabei hätte sich das Storchenpaar diesmal beim Wohnungsbezug sogar etwas Zeit gelassen. „Sie sind mehrfach zwischen dem Horst auf dem Bieligkhof und dem auf dem Druckerei-Schornstein gependelt.“

„HO 3228“ ist im reifen Alter.

Schließlich brüteten sie auf dem Druckerei-Schornstein und damit in ihrer angestammten Wohnung. Denn einer der beiden Störche konnte wegen seiner Ringnummer „HO 3228“ ganz genau identifiziert werden. Er ist in der Beringungszentrale Hiddensee – eine gemeinsame Einrichtung der Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – registriert. Diese ist zuständig für die wissenschaftliche Vogelberingung in den ostdeutschen Bundesländern.

Bei „HO 3228“ handelt es sich um einen „Herren“ im reifen Alter. Nach Angaben von Christof Herrmann, Leiter der Beringungszentrale, ist er im Jahr 2006 als Jungvogel im benachbarten Spansberg (Sachsen) beringt worden. Fortan ist er auf Zügen immer wieder beobachtet worden. Am 1. August 2011 hat ein Storchenfreund aus der Region seinen Aufenthalt auf dem Druckerei-Schornstein in Bad Liebenwerda zum ersten Mal gemeldet. Von 2015 bis 2020 hat er mit Ausnahme des Jahres 2019 – da pendelte er zwischen Möglenz und Zeischa – die heimatliche Wohnung immer wieder aufgesucht. „Der Storch hat mit 14 Jahren schon ein schönes Alter erreicht“, sagt Christof Herrmann und unterstreicht anerkennend: „Und das, obwohl er ein Afrika-Zieher und damit auf der gefährlicheren, weiteren Route unterwegs ist.“ Er selbst wisse von Störchen, die 20 Jahre alt wurden. Im Jahr 2011 ist „HO 3228“ in Tschechien, im Jahr 2013 zwei Mal bei seinem Zug in Rumänien beobachtet worden.

Immer mehr wählen Spanien

Die Storchenexperten beobachten seit Jahren, dass längst nicht mehr alle Störche den beschwerlichen Weg nach Afrika auf sich nehmen, sondern die „Luxusroute“ nach Spanien wählen und dort überwintern. „Die ist weitaus ungefährlicher“, so der Wissenschaftler. Weil die Störche nun aus Spanien anreisen, nimmt ihre Population „in Westdeutschland exorbitant zu“, sagt der Fachmann.

Und was ist nun am Himmelfahrtstag in Bad Liebenwerda passiert? Jens Berger: „Ich war mit meiner Kamera an der Gaststätte Exil unterwegs, um Aufnahmen zu machen. Da habe ich drei Störche direkt über uns bemerkt.“ Nach seinen Schilderungen haben die sich in der Luft immer höher geschraubt und sich dabei oft berührt. „Es sah aus, als wenn der eine dem anderen immer in den Arsch beißen wollte“, drückt es Jens Berger deftig aus.

Das Kampfgeschehen verlagert

Aus Neugier sei er zum Horst am Druckerei-Schornstein gelaufen und habe dann vom Gelände des Gemeindezentrums gesehen, dass ein weiterer Storch auf dem Horst saß und augenscheinlich brütete. Schließlich verlagerte sich das dramatische Kampfgeschehen bis an den Horst. Immer wieder gingen die Tiere flügelschlagend und laut mit den Schnäbeln klappernd aufeinander los. Wenig später entdeckte Jens Berger zwei aufgeschlagene Eier auf dem Boden unter dem Horst. „Die waren fast ausgebrütet“, so Jens Berger traurig. In Abstimmung mit der Storchenbetreuerin Petra Wießner vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft habe er dann mittels Drohne das Nest inspiziert. „Wir wollten wissen, ob sich noch Eier im Nest befinden.“ Petra Wießner erklärt, dass diese Horstkämpfe nicht ungewöhnlich seien. Eine neuerliche Brut, so sagt sie, werde es nun aber nicht mehr geben. „Dazu ist es zu spät.“

Storchentod in Zobersdorf

Übrigens, bereits im April hat es einen Horstkampf in Zobersdorf gegeben. Dabei ist ein Storch trotz Hilfe eines benachbarten Tierarztes so schwer verletzt worden, dass er verstarb. Eine Anwohnerin hatte sich zuvor rührend um das verletzte Tier gekümmert. Die beiden Bad Liebenwerdaer Störche pendeln inzwischen wieder zwischen Bieligkhof und Druckerei-Schornstein. Ob wir sie trotz Drama im nächsten Jahr wieder begrüßen können? Ein Video zum Horstkampf gibt es auf lr-online.de

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 30.05.2020 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-05-30/10/blutiger-kampf-der-rivalen-um-horst-46643478.html

Großbrand im Moorgebiet bei Plessa

Großbrand im Moorgebiet bei Plessa

Im Einsatz Das Feuer hat sich auf mehr als 30 Hektar ausgedehnt. Am Freitagnachmittag wurde die Großschadenslage ausgerufen. Das Einsatzende ist nicht absehbar. Von Manfred Feller, Sven Bock, VRS

E s ist mit etwa 30 Hektar der größte Flächenbrand in diesem Jahr im Landkreis Elbe-Elster. Bis zu 100 Feuerwehrleute kämpfen seit Freitagvormittag gegen die sich immer wieder ausbreitenden Flammen in dem zu großen Teilen schwer oder gar nicht zugänglichen Moor im Naturschutzgebiet „Der Loben“ zwischen Plessa, Gorden, Döllingen und Hohenleipisch.

Am Nachmittag hatte sich die Lage auch aufgrund der sich immer wieder drehenden Winde derart verschärft, dass nach Auskunft des Plessaer Amtsdirektors Göran Schrey um 15.13 Uhr die Großschadenslage ausgerufen werden musste. Der Landkreis übernimmt die Koordinierung. Damit können auf der Grundlage des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes auch weitergehende Kräfte und Mittel angefordert werden. Im Gerätehaus Hohenleipisch wurde die Befehlsstelle des Landkreises eingerichtet.

Den zunächst alarmierten Feuerwehren aus dem Amt Plessa und Elsterwerda folgten bald Kräfte der Wehren aus Elsterland, Doberlug-Kirchhain, Finsterwalde und Lauchhammer. Zusätzlich wurden, so der zum Ort des Geschehens geeilte Kreisbrandmeister Steffen Ludewig, das Technische Hilfswerk (THW) und Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises Elbe-Elster (insbesondere die Versorgung) zur Unterstützung gerufen. Auch ein Hubschrauber der Bundespolizei sollte aus der Luft helfen. Johanniter rückten mit einer Drohne zur Lageaufklärung an.

„Priorität hat, Riegel zu setzen“, erläuterte Steffen Ludewig am Freitagnachmittag die Strategie. Damit soll das weitere Ausbreiten des Flächenbrandes in Moor, Schilfgürtel und Wald verhindert werden. Ideal wäre, einen Ring zu ziehen. Doch das Naturgelände sei nur bedingt mit Fahrzeugen befahrbar sowie begehbar. Das Ziel am Freitag sei es, den Brand unter Kontrolle zu bekommen und über Pfingsten die Restablöschung vorzunehmen.

Die wechselnden Kräfte richten sich auf einen mehrtägigen Einsatz ein. Unter den Feuerwehrleuten kursiert die Befürchtung, der Brand könne sich in dem moorigen Untergrund ausbreiten. Dies würde mehrere Wochen Brandbekämpfung bedeuten. Wie tückisch ein Moorbrand sein kann, verdeutlicht der Plessaer Amtsdirektor Göran Schrey: „Selbst auf bereits gelöschten Abschnitten sind mit der Wärmebildkamera noch etwa 400 Grad Celsius gemessen worden.“ Immer wieder sei zu beobachten gewesen, wie einzelne Stellen neu aufgeflammt sind. „Im Moor ist das Feuer kaum fassbar“, beschreibt es Göran Schrey.

Für die umliegenden Dörfer bestehe nach den Worten von Kreisbrandmeister Steffen Ludewig keine Gefahr. Doch hier und da hängt in der Umgebung der Geruch von Rauchgas in der Luft.

Die Feuerwehren rund um Plessa waren am Freitag kurz nach 10 Uhr wegen einer starken Rauchentwicklung alarmiert worden. Mehrere Turmkameras der Waldbrandüberwachung hatten die Qualmsäule nördlich von Plessa, im Bereich der sogenannten Seerosenteiche, entdeckt, teilte die Leitstelle Lausitz mit. Demnach standen bis zum Mittag etwa zehn Hektar Moorgebiet und Schilfgürtel in Flammen. Da das morastige Gelände nicht betreten werden kann, konnten die Wehren das Feuer selbst zunächst noch nicht bekämpfen. Es wurde versucht, mit einer sogenannten Riegelstellung – ähnlich einer Sperrwand aus Wassernebel – das Überspringen der Flammen auf weitere Gebiete zu verhindern.

Im Landkreis Elbe-Elster herrscht zurzeit die Waldbrandwarnstufe 3. Die Flächen und das Gehölz sind trotz der Schauer in den vergangenen Tagen weiterhin sehr trocken und leicht entzündlich.

Die Ursache des Brandes sei unklar. Es hatte den Anschein, dass das Feuer an mehreren Stellen ausgebrochen sei. „Wir stehen vor einem Rätsel“, meinte Revierförster Rajko Schröter aus Gorden am Freitagmittag. Erst zwei Tage vorher ist ein ergiebiger Regenschauer niedergegangen. Das im leichten Wind schnell trocknende Binsengras vom vorherigen Sommer habe erheblich dazu beigetragen, dass sich der Brand ausbreiten konnte, heißt es.

Auszug aus der Elbe-Elster-Rundschau vom 30.5.2020

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-05-30/9/grossbrand-im-moorgebiet-bei-plessa-46647508.html

Großbrand in Moorgebiet bei Plessa – Löschen schwierig

Großbrand in Moorgebiet bei Plessa – Löschen schwierig

Plessa. Einen der bislang größten Brände in Südbrandenburg in diesem Jahr gab es jetzt im Elbe-Elster-Kreis. Im Moorgebiet „Loben“ stand eine Fläche von rund 30 Hektar in Flammen, sagte ein Sprecher der Leitstelle Lausitz am Freitag. Dutzende Feuerwehrleute waren mit etwa 35 Fahrzeugen vor Ort. Wegen des Windes konnte sich das Feuer ausdehnen, sodass neben dem Moor ein angrenzendes Waldstück und ein Schilfgürtel brennen. Die Feuerwehr errichtete zur Eindämmung des Feuers einen Schutzwall. Ortschaften waren nicht in Gefahr. kr

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 30.05.20

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-05-30/1/grossbrand-in-moorgebiet-bei-plessa-loeschen-schwierig-46652702.html

Bewegungslandschaft am Schloss Doberlug eröffnet

Bewegungslandschaft am Schloss Doberlug eröffnet

Doberlug-Kirchhain. Am Schloss Doberlug lädt ab sofort eine hölzerne „Bewegungslandschaft“ Kinder zum Spielen und Klettern ein. Der Förderverein „Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft“ und die Stadt Dober-lug-Kirchhain haben den Spielplatz jetzt freigegeben, teilt die Kreisverwaltung Elbe-Elster mit. Die neue Attraktion auf dem historischen Schloss- und Klostergelände geht als öffentlicher Spielplatz in die Trägerschaft der Stadt Doberlug-Kirchhain über.

Der als Bewegungslandschaft konzipierte Spielplatz heißt nicht ohne Grund „ErlebnisReich Naturpark“ wie die Ausstellung im Naturpark-Besucherzentrum im Schloss. Denn der Themenspielplatz, so heißt es in der Mitteilung des Landkreises, empfinde eine Reihe von Attraktionen nach, mit denen der Naturpark aufwartet. Dazu zählten Klettertouren im Waldparcours, Entdeckungen im Auerhuhnnest, oder Balanceübungen entlang des Heidepfades. Die Bewegungslandschaft mit Spielgeräten aus brandenburgischem Robinienholz wurde von der Firma Sik-Holz aus Jüterbog geschaffen.

Inspirationen für Ausflüge in den Naturpark bietet auch die multimedialen Ausstellung „ErlebnisReich Naturpark“, empfiehlt der Landkreis. Seit dem 1. Mai. ist die Schau des Besucherzentrums unter Hygieneauflagen wieder geöffnet.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 27.5.20 von red/uf

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-05-27/12/bewegungslandschaft-am-schloss-doberlug-eroeffnet-46550272.html

Einsamer Storch im Horst von Hohenleipisch sucht Partner

Einsamer Storch im Horst von Hohenleipisch sucht Partner

Hohenleipisch. Während in den mehr als zwei Dutzend besetzten Storchennestern in Elbe-Elster gebrütet wird und auch schon die ersten Jungen gefüttert werden, sieht es in Hohenleipisch an der Kirche düster aus. Manchmal steht ein Storch im Zweiggeflecht auf dem Mast, dann wieder keiner. Auch drei Adebare gleichzeitig sollen dort schon gesehen worden sein, hat Nabu-Weißstorchbetreuerin Petra Wießner erfahren. Selbst wenn sich jetzt noch ein Partner einstellt, werde es keinen Nachwuchs mehr geben. Bereits das dritte Jahr in Folge nicht, wie die Storchenchronik unterhalb des Mastes verrät. Es ist zu spät.

Die geschlüpften jungen Rotstrümpfe überall im Landkreis werden anfangs mit Insekten und Regenwürmern gefüttert. Daran mangele es derzeit nicht, weiß Petra Wießner. Wenn Mäuse und Frösche auf dem Speiseplan stehen, könnte es knapp werden. Die sich abzeichnende Trockenheit dezimiere das Nahrungsangebot. Das fünfte Horstpaar in Großthiemig könnte nach Ansicht der Storchenbetreuerin eine Zitterpartie werden. Denn das ausgesuchte Nest sehe nicht sehr stabil aus.

Unterdessen erfassen die Nabu-Ranger weiterhin alle Sichtungen des Schwarzstorches. Nach der ersten öffentlichen Meldebitte habe es leider keine Anrufe gegeben. Jedoch habe der Nabu-Kollege von Petra Wießner, Tino Gärtner, Schwarzstörche bei Theisa/Schadewitz gesehen. Sichtungen können weiterhin unter der Telefonnummer 035341 10213 mitgeteilt werden. 

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 25.05.20 von Manfred Feller

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-05-25/7/einsamer-storch-im-horst-von-hohenleipisch-sucht-partner-46484916.html

 

Glühwürmchen-Hochzeit - Exkursion zum Naturschauspiel um die Ecke

Glühwürmchen-Hochzeit - Exkursion zum Naturschauspiel um die Ecke

Auszug aus dem SonntagsWochenBlatt vom 24.5.20

Fangpause in Schweden

Fangpause in Schweden

Auerhuhn-Projekt Das Auerhuhn-Wiederansiedlungsprojekt im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und in der Rochauer Heide muss durch die Corona-Pandemie pausieren: Nach dem Aprilfang in Schweden ist auch der Maifang gestrichen worden. „Zu viele Unwägbarkeiten“, begründet Naturparkleiter Lars Thielemann.

Dabei würden die schwedischen Regeln in der Corona-Pandemie, die nicht so restriktiv sind, eher nicht das Problem sein. Von Projektbeteiligten in der Fangregion wissen die Elbe-Elster-Gäste, dass sie Gästen aus dem Ausland empfehlen, eher nicht zu kommen. Man wolle keine Ansteckungen riskieren. Viel problematischer seien allerdings die Organisationsvorbereitungen in Deutschland. Der nächste Fang ist nunmehr im Herbst vorgesehen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 23.5.20 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/wlie/2020-05-23/3/fangpause-in-schweden-46389396.html

Ein Hauch von Schweden Daheim bleiben – Corona erschwert Reisen. Hier ein Wandertipp für die Region.

Ein Hauch von Schweden Daheim bleiben – Corona erschwert Reisen. Hier ein Wandertipp für die Region.

Hohenleipisch. Die Idee hatten Cordula Schladitz und Lars Thielemann vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft: „Wollt Ihr jetzt nicht die schönen Ecken des Naturparks vorstellen und Ausflugstipps geben?“ Mit dieser Frage wandten sie sich an die LR – und wir sagen: „Wollen wir!“

In der ersten Folge empfehlen wir mit dem Naturpark das Naturschutzgebiet „Loben“ bei Hohenleipisch. Das lohnt genau jetzt einen Ausflug. Cordula Schladitz schwärmt: „ Steht man auf der Aussichtsplattform im Alten Moor und schaut über die Wasserflächen so könnte man fast meinen, dass man in Schweden ist. Weiße Punkte zieren die Landschaft wie liegengebliebener Schnee. Doch sieht man genauer hin, sind es eher Wattebällchen, die da im Wind tanzen. Das Wollgras fruchtet – ein Naturschauspiel, das eine Wanderung doppelt lohnenswert macht.“

Eine Exkursion durch das Moorgebiet des Lobens, so empfiehlt sie, habe zu jeder Jahreszeit ihren Reiz. Ein Rundweg von etwa sieben Kilometern gibt einen kleinen Einblick in die Welt des Moores. Vom Lobenturm aus kann man Kraniche beobachten, und verschiedene Infostelen entlang des Weges klären unter anderem über die Überlebensstrategie von Moorpflanzen auf.

Derzeit macht das Wollgras einen Besuch der Aussichtsplattform im Alten Moor zu etwas Besonderem. Die weißen Büschel dienen dazu, dass Wind und Wasser die Samen besser transportieren können. Dort wo das Wollgras Fuß gefasst hat, hat auch das Moor gute Chancen weiterzuwachsen. Seine dicken Blatt spreiten zerfallen nach dem Absterben in dicke Faserbündel und werden vom Torfmoos überwachsen und vom Wasser bedeckt. Eine Zersetzung kann so nicht erfolgen und das Moor wächst.

Service: Anreisende mit dem Auto können an zwei Waldparkplätzen in der Nähe von Hohenleipisch parken. Das Faltblatt zum Gebiet mit einer Karte gibt es im Naturparkhaus in Bad Liebenwerda oder zum Herunterladen unter: www.niederlausitzer-heidelandschaft-naturpark.de

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 20.05.20 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-05-20/11/ein-hauch-von-schweden-46373406.html

Frühjahrsfang in Schweden fällt aus

Frühjahrsfang in Schweden fällt aus

Auerhühner Corona bremst in diesem Jahr das Wiederansiedlungsprojekt der Tiere in der Rochauer Heide aus.

Bad Liebenwerda. Ungewollte Atempause für das Auerhuhn-Wiederansiedlungsprojekt im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und in der Rochauer Heide. Die Corona-Pandemie hat bereits den geplanten Aprilfang in Schweden verhindert. Nun ist auch der Maifang gestrichen. „Zu viele Unwägbarkeiten“, sagt Naturparkleiter Lars Thielemann

Dabei würden die schwedischen Regeln in der Corona-Pandemie, die nicht so restriktiv sind, eher nicht das Problem sein. „Die Fähre fährt ununterbrochen.“ Von Projektbeteiligten in der Fangregion wissen die Elbe-Elster-Gäste aber, dass sie Gästen aus dem Ausland momentan empfehlen, eher nicht zu kommen. Man wolle keine Ansteckungen riskieren. Viel problematischer seien allerdings die Organisationsvorbereitungen in Deutschland. „Bekommen wir einen Flieger für den schnellen Transport der Auerhühner, dürfte der wie bisher hier in der Region landen? Was ist mit den Fangkräften? Müssen die in Quarantäne, wenn sie nach Deutschland zurückkehren? Lars Thielemann will keine Risiken eingehen, schließlich sollen die Helfer nach ihrer Rückkehr umgehend wieder arbeiten gehen dürfen.

Deshalb habe man beschlossen, den Fang – im Jahr 2020 sollten die letzten Fangaktionen stattfinden – entweder in den Herbst dieses Jahres oder ganz ins nächste Jahr zu verschieben. Entsprechende Anträge an die schwedischen und die deutschen Bewilligungsstellen werden gestellt.

Seit 2012 sind insgesamt 353 Tiere in Schweden gefangen worden. Ganz sichere Nachweise gibt es, Stand Ende des vergangenen Jahres, über 120 hier lebende Tiere. Das Verwaltungsabkommen mit den Schweden sieht die Entnahme von jährlich bis zu 60 Auerhühnern vor.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 16.05.2020 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-05-16/9/fruehjahrsfang-in-schweden-faellt-aus-46268364.html

Noch nicht alle Nester besetzt

Noch nicht alle Nester besetzt

Bad Liebenwerda. Die Großthiemiger können sich zurücklehnen und freuen: Vier der fünf Storchenhorste sind mit Paaren besetzt. Bürgermeister Heiko Imhof hat persönlich nach dem Rechten gesehen.

Leicht unruhig wird dagegen Petra Wießner, Nabu-Weißstorchbetreuerin im Altkreis Bad Liebenwerda. Nach wie vor seien einige der insgesamt 41 Nester gar nicht besetzt. Dies sind Gartenstadt und Reißdamm Elsterwerda, Lausitz, Natoureum und Brennereischornstein Maasdorf, Feuerwehr Plessa, Wahrenbrück und Beutersitz. Aus Gröden (Trockenwerk und Friedhof), Koßdorf, Altbelgern und Stolzenhain habe sie noch keine Rückmeldung. Wer etwas weiß, könne sich gern melden (Telefon 035341 10213).

„Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben“, sagt sie. Die letzten Heimkehrer erwarten die Storchenfreunde in diesen ersten Mai-Tagen. Dann sei es aber höchste Zeit für die Paarung, damit die Jungen pünktlich im August ausfliegen können. Die Spätrückkehrer würden sich dann nicht selten auf ein bis zwei Junge beschränken, in die sie all ihre Kraft investieren. Bei Nahrungsmangel würden manche Altstörche gar auf den Nachwuchs verzichten. Reges Treiben herrsche teilweise bereits seit Wochen in 28 Storchenwohnungen im Altkreis Bad Liebenwerda.

Auch die beiden Störche auf dem Horst der Falkenberger Astrid-Lindgren-Grundschule brüten. Bisher hatte des Storchenpaar sich mehrfach gepaart. Am Sonntag lagen zwei Eier im Nest. Erstaunlich, hauptsächlich das Männchen sitzt auf den Eiern. Wer das Brutgeschehen der Störche live beobachten will, kann dies im Internet unter storchennest falkenberg elster, Live Cam direkt miterleben.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 4.5.20 von Manfred Feller / Dieter Lehmann

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-05-04/9/noch-nicht-alle-nester-besetzt-45928615.html

Aktuell zwei Wettbewerbe

Aktuell zwei Wettbewerbe

Auch in diesem Jahr gibt es einen Fotowettbewerb des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaften. Unter dem Thema „Wiesen-Welten“ sind alle Hobbyfotografen aufgerufen, die Wiesen im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft genauer unter die Lupe zu nehmen. Auf Grund der besonderen Bedingungen wird der Abgabetermin bis zum 9. Juni verlängert.

Der Frühling lässt an den Bäumen zartes Blättergrün wachsen. Die ersten Frühblüher wie Schneeglöckchen oder Krokusse haben sich schon wieder weitgehend in ihre Zwiebeln zurückgezogen und trotzdem wird es draußen immer bunter.

Gräser und Kräuter, Insekten, Vögel und auch Säugetiere machen den Lebensraum Wiese aus. Und ohne die Nutzung durch den Menschen gäbe es diese besondere Welt nicht.

Dabei ist Wiese nicht gleich Wiese. Abhängig vom Boden gedeihen verschiedenste Pflanzen. Manche mögen es trocken und andere nass. Einige bevorzugen eine häufige Mahd, andere nicht. Dementsprechend finden sich auch unterschiedliche Tierarten ein. Es gibt also viel zu entdecken.

Fotos diesmal bitte digital

Die ersten Fotografen haben ihre Bilder schon eingesendet. Die Fotos sollten möglichst digital, in einer Größe von circa einem MB, versendet werden. Auch ohne die Ausstellung der Fotos zum Naturparkfest – das muss leider ausfallen – wird eine Prämierung und Präsentation der Bilder stattfinden. Wichtig: Der Wettbewerb um die Naturparkgemeinde fällt in diesem Jahr ebenfalls aus, aber dennoch können sich weitere Gemeinden bewerben. Wann das Kuratorium zur Rundfahrt startet, wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 4.5.20 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-05-04/7/aktuell-zwei-wettbewerbe-45928225.html

Museen öffnen wieder

Museen öffnen wieder

Auszug aus dem SonntagsWochenBlatt vom 3.5.20

Wiesen im Naturpark

Wiesen im Naturpark

Fotowettbewerb Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft hat unter dem Thema „Wiesen-Welten“ Hobbyfotografen aufgerufen, die Wiesen im Naturpark genauer unter die Lupe zu nehmen. Bis zum 9. Juni können Fotos für den diesjährigen Wettbewerb eingesendet werden.

Auf den Wiesen gibt es zahlreiche Farben. Leuchtend gelb locken die Blüten des Löwenzahns Bienen und Hummeln an. Die kleinen blauen Blüten des Ehrenpreis werden von Fliegen und Schmetterlingen bevorzugt. Es bietet sich an, mit dem Fotoapparat auf eine Entdeckungstour zu gehen.

„Die Bilder sollen möglichst digital und in einer Größe von etwa einem MB, gesendet werden“, bittet Cordula Schladitz vom Naturpark. Die E-Mail-Adresse für die Einsendungen lautet: cordula.schladitz@lfu.brandenburg.de 

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 2.5.20 red/bt

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/wlie/2020-05-02/1/wiesen-im-naturpark-45850763.html

Paradies noch geschlossen

Paradies noch geschlossen

Corona Bäume blühen – doch der Pomologische Garten Döllingen ist zu.

Elsterwerda. Eine atemberaubende Baumblüte spielt sich derzeit in der alten Hochburg des Obstanbaus auf den Höhenzügen zwischen Kraupa, Hohenleipisch, Döllingen und Plessa ab. Schätzungsweise 20 000 Obstbäume stehen in voller Blüte. Entsprechend der versetzten Sortenvielfalt kann sich das Spektakel von der Kirschblüte bis zur Apfel- und Birnenblüte zeitversetzt mehrere Wochen hinziehen. Die ersten bereits vor zwei Wochen aufgeblühten Obstgehölze seien allerdings dem Frost zum Opfer gefallen, ist von der Vorsitzenden des Kerngehäuse- Vereins Andrea Opitz (58) zu erfahren.

Der Corona- Krise zum Opfer gefallen ist das Blütenfest am 1. Mai im Pomologischen Schau- und Lehrgarten in Döllingen. Zusammen mit dem Blütenfest, Veredlungsseminaren, Baumschnittseminaren und Integrationsseminaren gibt es in diesem Jahr insgesamt zehn Veranstaltungen weniger im Pomogarten. Die Organisatoren vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft hoffen, dass der ebenfalls traditionelle Apfeltag am 27. September stattfinden kann.

Im Pomogarten in Döllingen gehen derzeit auf „Schmalspurbasis“ die Pflege- und Unterhaltungsarbeiten in einem geschlossenen Garten weiter. Der blühende Garten wird bei Sonnenschein und blauem Himmel mit seiner Fernsicht zur Dorfkirche nach Hohenleipisch immer wieder von Besuchern als „Paradies“ oder „Garten Eden“ bezeichnet. Leider hat das Paradies in diesem Jahr geschlossen. Zumindest laden die unzähligen Feldwege zwischen den Obstplantagen und die weiten Streuobstwiesen mit ihren gelben Tupfern zwischen dem frischem Grün zu einem Spaziergang ein.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 20.4.20 von Veit Rösler

 

Mit der Kamera durch die Wiesen-Welten des Naturparkes streifen

Mit der Kamera durch die Wiesen-Welten des Naturparkes streifen

Fotowettbewerb Im Mai ist Einsendeschluss für die schönsten Bilder aus dem Naturpark.

Bad Liebenwerda.

Nicht nur beim Gut Saathain, auch beim Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft läuft derzeit ein Fotowettbewerb. Doch Corona bringt dort ebenfalls einiges durcheinander. Es wird überlegt, so Cordula Schladitz von der Naturparkverwaltung, den Einsendeschluss über den 9. Mai hinaus zu verlängern. Viele Hobbyfotografen würden jetzt weniger durch die Heidelandschaft streifen.

Eigentlich sollte die Ausstellung mit den schönsten Bildern zum Thema „Wiesen-Welten - kleine Paradiese vor der Haustür“, wie es Tradition ist, zum Naturparkfest gezeigt werden. Doch das Vorbereitungsgremium hat sich aufgrund der Unsicherheiten, wann welche Corona-Beschränkungen aufgehoben werden, entschieden, das Naturparkfest vom 23. Mai dieses Jahres auf den 15. Mai 2021 zu verlegen, informiert Gottfried Heinicke, Bürgermeister der Gastgebergemeinde Plessa.

Die Naturparkverwaltung denkt nun darüber nach, wann, wie und wo die Ausstellung doch noch gezeigt werden kann. Dies soll, so Cordula Schladitz, die Fotofreunde nicht davon abhalten, Bilder über „Wiesen-Welten“, ausschließlich aufgenommen im Naturpark, weiterhin einzusenden. Alles bitte ausschließlich digital. E-Mail: Cordula.Schladitz@LfU.brandenburg.de

Der diesjährige Wettbewerb ist bereits der 20. Im Vorjahr hatten sich 30 Fotografen beteiligt. Unter dem Titel „Klein - Stark - Faszinierend“ waren nicht weniger als 234 Bilder eingesandt worden.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 17.4.20 von Manfred Feller

Parklandschaft für kleine Kletterer

Parklandschaft für kleine Kletterer

Coronakrise Selbst der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ist betroffen und wird somit zum Sehnsuchtsort. Und gerade jetzt gäbe es viel in der Natur zu entdecken. Von Heike Lehmann

Die Natur erwacht. Das zu beobachten ist uns auch in Corona-Zeiten nicht verboten. Erstes zartes Blattgrün, Frühblüher, Baumblüte sind ein Genuss für das Auge und haben die Kraft, die Gemüter aufzuhellen. Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft im Süden Brandenburgs erstreckt sich über 484 Quadratkilometer und bietet eine Fülle von Naturschönheiten in abwechslungsreicher, vom Menschen geprägter Landschaft.

Besucherzentrum ohne Gäste

Doch auch der Naturpark bleibt von der Corona-Krise nicht verschont. Denn: Wer die Schönheiten und Eigenarten hiesiger Natur zielgerichtet, sprich gut informiert, entdecken möchte, hätte das Besucherzentrum „Erlebnisreich Naturpark“ im Schloss Doberlug als wunderbaren zentralen Anlaufpunkt für den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Ohne Corona-Eindämmungsverordnung stünde es Einheimischen, Touristen und anderen Gästen, Natur- und Heimatinteressierten sowie Schulklassen offen. Die mehrfach ausgezeichnete interaktive Erlebnisausstellung „ErlebnisREICH Naturpark“ böte Anknüpfungs- und Ausgangspunkte für die eigenen Entdeckungen durch die ausgedehnten Wald- und Wiesenlandschaften. Touristen bekämen Informationen zur Elbe-Elster-Landschaft, inklusive Radwanderkarten. „Das alles ist uns derzeit ja untersagt“, bedauert Katrin Heinrich, die Leiterin vom Besucherzentrum. Das Besucherzentrum wird damit für viele zum derzeit unerreichbaren Sehnsuchtsort. Mehr noch: Auch bereits organisierte Veranstaltungen durften nicht stattfinden. „Am Gründonnerstag hätten wir gemeinsam mit dem Finsterwalder Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften einen sehr schönen Termin für die ganze Familie gehabt. Wir wollten gemeinsam Birkenwasser zapfen in Richtung Küchenteich hinter dem Schloss“, sagt Katrin Heinrich.

Umweltbildung hat Pause

Das Team vom Besucherzentrum hat für 2020 wieder ein umfangreiches Umweltbildungsprogramm für Schulklassen, Geburtstags- und Ferienkinder erarbeitet. „Die Saison beginnt. Wir hatten sehr viele Termine zur Spurensuche im Naturpark für Schulklassen und Kitas. Von Ende März bis zu den Sommerferien war alles ausgebucht.“ Auch ein Angebot, das mit dem Klassenticket der Sparkasse Elbe-Elster unterstützt wird. Im Jahr 2019 haben die Mitarbeiter vom Besucherzentrum mehr als 110 Umweltbildungsveranstaltungen angeboten und damit 2010 Kinder und Jugendliche erreicht.

Saisonhöhepunkt verschoben

In der interaktiven Erlebnisausstellung, die im Erdgeschoss des Schlosses im Frühjahr 2018 eröffnet wurde, und im neuen Experimentarium, das im November hinzu kam, ist alles abgeschaltet. „Aber im Hintergrund wird dennoch fleißig gearbeitet“, versichert Katrin Heinrich. So werde momentan eine neue Internetseite für den Förderverein gestaltet, ein Veranstaltungs-Newsletter erarbeitet, und ein neues Faltblatt soll auch gedruckt werden. Dennoch: Die Arbeitszeit ist heruntergefahren, alle Mitarbeiter sehnen sich die Besucher und vor allem die Kinder zurück. Und dann ist ja da noch der eigentliche Höhepunkt für den Saisonauftakt, der jetzt wegen Corona allerdings auf unbestimmte Zeit aufgeschoben werden muss. Unmittelbar auf dem Schlossareal, zwischen Parkplatz und Refektorium, ist in den vergangenen Wochen eine wunderbare Bewegungslandschaft für Kinder entstanden. Dieser Tage werden die letzten Arbeiten ausgeführt. „Am 25. April sollte die Eröffnung stattfinden“, bedauert Katrin Heinrich die Umstände. Wann der Spielplatz von Kindern genutzt werden kann, weiß momentan keiner. „Spielplätze fallen unter die Corona-Verordnung und müssen abgesperrt bleiben.“ Die neue Bewegungslandschaft hat der Förderverein Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft bauen lassen. Dabei haben Fördermittel vom Land(auf)Schwung-Projekt enorm geholfen. „Nach unseren inhaltlichen Vorgaben hat das Büro für Landschaftsarchitektur Subatzus & Bringmann GbR aus Großräschen eine stilisierte Naturparklandschaft entworfen, die zum Klettern und Lernen mit Bewegung einlädt“, beschreibt Katrin Heinrich die Idee. Gebaut hat die Spielgeräte das Familienunternehmen SIK Holz aus Langenlipsdorf bei Jüterbog, das Kinderspielplätze in die ganze Welt liefert.

Heide, Wald und Moor

Auf dem neuen Spielplatz am Schloss Doberlug finden sich alle Naturparkthemen von der Heide über den Wald bis hin zum Moor wieder. „Wir haben den Erlebnis- und Hängelpfad, die Moorlandschaft als Wackelpfad, ein Auerhuhn-Nest, eine Fühlkiste, Hummeltönnchen zum Durchklettern, einen Apfelbaum samt Baumhütte. Tiere der Streuobstwiese auf der einen Seite, Waldtiere auf der anderen“, beschreibt Katrin Heinrich. Die Tief- und Leitungsbau Walddrehna GmbH hat die Baugrube ausgehoben, Fundamente gesetzt und Treppen gebaut. Christian Bock, Sven Albert und Christian Schmidt sind jetzt bei den letzten Handgriffen. „Beim Aufbau der hölzernen Spielgeräte hat uns die Stadt Doberlug-Kirchhain mit Arbeitskräften unterstützt“, betont Katrin Heinrich. Wie und wann die Bewegungslandschaft benutzt werden darf, wird die Zeit zeigen. Die Lausitzer Rundschau wird auf jeden Fall dabei sein. Bis die Kontaktsperren wegen der Corona-Ansteckungsgefahr aufgehoben sind, müssen kleine und große Naturfreunde den Naturpark vorerst auf eigene Faust erkunden. Das empfiehlt auch Katrin Heinrich: „Gleich hinter dem Schloss lohnt es sich zum Küchenteich und in den Buchwald zu spazieren. Dort verzaubert momentan die Blüte der Buschwindröschen.“

Auszug aus derLausitzer Rundschau vom 17.4.20 von Heike Lehmann

 

 

Hinweis - Absage Naturparkfest

Hinweis - Absage Naturparkfest

Auszug aus dem Amtsblatt Plessa vom 8.4.20

Winterspaziergang in den Wald

Winterspaziergang in den Wald

Die Naturwacht im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft lädt am Samstag, 14. März um 14 Uhr zu einem etwa dreistündigen Winterspaziergang (ca. 6km) mit dem Ranger Tino Gärtner in das Landschaftsschutzgebiet Nexdorfer- Kirchhainer Waldlandschaft ein.

Oft liegen die schönsten Dinge direkt vor einem und man nimmt sie nicht wahr. Zusammen mit dem Ranger den Wald direkt vor der Haustür entdecken und die Augen öffnen für die kleinen und großen Wunder unserer Heimat.

Eine Anmeldung ist dringend bis Donnerstag (12. März) erforderlich unter Telefon: 035341/10192 oder email: heidelandschaft@naturwacht.de

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 4.3.2020

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-03-04/21/winterspaziergang-in-den-wald-44277695.html

Teilnehmerrekord in Döllingen

Teilnehmerrekord in Döllingen

Baumschnittseminar Die Streuobstwiesen bei Hohenleipisch und Döllingen sind eine gewachsene Kulturlandschaft. Ihren Erhalt will die Bauer Fruchtsaft GmbH unterstützen.

Am Wochenende sind so viele Seminarteilnehmer wie noch nie nach Döllingen gekommen. Bei den beiden Baumwarten Urte Delft, Diplomingenieurin für Landschaftsnutzung und Naturschutz aus Barenthin bei Kyritz, und Jörg Kösters vom Kerngehäuse-Verein haben in vier Seminaren 120 Interessenten aus dem Elbe-Elster-Kreis, aber auch aus Cottbus, Dresden oder Luckenwalde ihr Wissen erweitert.

„Es besteht ein breites Interesse. Die Seminare sind immer überbucht“, sagt Andrea Opitz vom zum Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft gehörenden Kerngehäuse-Verein. Mit dabei diesmal auch der Geschäftsführer von Bauer Fruchtsaft, Rainer Bauer. Der Fruchtsaftspezialist mit Sitz in Bad Liebenwerda möchte seine Initiativen zur Bewirtschaftung der Streuobstwiesen ausbauen. Aus diesem Grund wurde jüngst eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Darin erklärt sich der Kerngehäuse-Verein bereit, die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit durch die Revitalisierung der Streuobstwiesen im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft zu unterstützen.

Der Verein plant unter anderem Aktionen zur Streuobstwiesenpflege und Naturverjüngung. Um die Öffentlichkeit umfassend informieren zu können, soll eine Rubrik auf dem Online-Portal www.essbarer-naturpark.de kreiert werden.

Neben der Inwertsetzung von Streuobstbeständen im Naturpark verstärkt der Verein die gemeinsamen Bemühungen für eine langfristige Bewirtschaftung und Bio-Zertifizierung ausgewählter Streuobstwiesen.

Die Kooperation von seiten Bauer Fruchtsaft beinhaltet sowohl die finanzielle als auch ideelle Unterstützung des Vereins. Ferner unterstützt das Unternehmen die Ernte, Abnahme, Kelterung, Vermarktung und den Vertrieb von Streuobstprodukten aus dem Naturpark.

Derzeit bezieht Bauer Fruchtsaft seine Grundprodukte von 22 Sammelstellen aus den Bereichen Elbe-Elster-Naturpark und Herzberg, Senftenberg sowie Luckenwalde. Gerade für den Saft seien Streuobstprodukte interessant, weil durch die verschiedenen Sorten und Arten ein charakteristischer herber Geschmack entstehe, erklärt Rainer Bauer.

Etwa 300 Bäume stehen im Bereich des Pomogartens in Döllingen zum Verschnitt. Pro Baum entsteht ein Aufwand von bis zu 90 Minuten und damit zwischen 100 und 150 Euro. Perspektivisch wäre eine kleine ausgebildete Mannschaft von etwa zehn Leuten denkbar, die sich zur Schnittsaison um die Bäume in der Region kümmert, lässt Rainer Bauer durchblicken. „Um die Wüchsigkeit zu fördern, um das Kronengerüst zügig aufzubauen, um vorzeitiges Vergreisen zu verhindern und um Krankheiten vorzubeugen“, erklärt Urte Delft den Sinn des Baumschnitts. Daneben brauchen die Baumkronen Luft und Licht, weshalb nach innen wachsende Äste entfernt werden. Auch dürfen sich Äste nicht kreuzen oder reiben. Kranke Äste und Zweige müssen ebenfalls entfernt werden.

Die Obstgewächse befinden sich derzeit noch bis etwa Ende März in der Winterruhe. Mit dem Schnitt sollen sie zum Wachsen angeregt werden, um zügig ein Kronengerüst aufzubauen. Durch den Schnitt werden die Bäume vor einer zu raschen Alterung und vor Blattkrankheiten bewahrt. Kernziel sei die Erhöhung der Erträge und auch eine bessere Erreichbarkeit der Früchte.

Weitere Seminare zum Baumschnitt finden am 23. und 24. März in Hohenleipisch mit Pomologe Hans-Jürgen Mortag statt.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 25.02.2020 von Veit Rösler

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-02-25/12/teilnehmerrekord-in-doellingen-44006705.html

Geld für Baumschnittseminare und Streuobstwiesen

Geld für Baumschnittseminare und Streuobstwiesen

Bad Liebenwerda. Wenn am Wochenende im Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen die Seminare zum „Baumschnitt im Winter“ starten, soll es prominenten Besuch geben. Rainer Bauer, Geschäftsführer der Bauer Fruchtsaft GmbH aus Bad Liebenwerda, möchte erfahren, wo an einem Obstbaum Schere oder Säge korrekt angesetzt werden. In dieser Woche haben das Unternehmen und Andrea Opitz, Vorsitzende des Kerngehäusevereins, der sich um die Revitalisierung der Streuobstwiesen bemüht, eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Demnach überweist Bauer Fruchtsaft jährlich 2500 Euro. Diese sollen unter anderem in den Ausbau der Baumschnittseminare fließen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 20.2.20 von Herrn Feller

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-02-20/9/geld-fuer-baumschnittseminare-und-streuobstwiesen-43881761.html

Wirft ein Neuling den Hut in den Ring?

Wirft ein Neuling den Hut in den Ring?

Naturparkgemeinde Mit diesem Titel können sich mittlerweile 18 Gemeinden in der Niederlausitzer Heidelandschaft schmücken. Viele Initiativen hat der Wettstreit bereits ausgelöst – und dennoch: Ist die Luft ein wenig raus? Von Frank Claus

Daran hatten sie lange zu knabbern, die Lugauer. Sie haben im zurückliegenden Jahr eine beachtliche Vorstellung hingelegt, sind ein Ort, in dem wie kaum in einem zweiten der Naturschutzgedanke sichtbar lebt, in dem fast in jedem Jahr eine neue Wohlfühl-Initiative ins Leben gerufen und umgesetzt wird, in dem Einwohner zusammen anpacken. Und trotzdem. Der Titel Naturparkgemeinde, den sie so gern zum zweiten Mal nach 2006 erringen wollten, war ihnen nicht vergönnt. Das Kuratorium hat sich für Plessa entschieden und danach zu erkennen gegeben: Noch nie war die Entscheidung so schwer. Weil beide Kommunen so unterschiedlich seien und dennoch in beiden mit Herzblut an der Weiterentwicklung des Dorfes gearbeitet werde.

Während Lugau mit seinen etwas mehr als 400 Einwohnern längst ein Edelstein im Naturpark ist, wienert Plessa mit gut fünfmal so viel Bewohnern noch kräftig am neuen Image. Das Kohle-Kapitel liegt noch nicht lange zurück, mehr als 1000 verloren gegangene Arbeitsplätze haben auch für Resignation gesorgt. Aber längst steht der Ort auf, macht von sich Reden. 26 Vereine mischen mit.

Ein tolles Ding für uns. Die Raststätte wird auch viel genutzt. Fred Wickfeld Bürgermeister aus Gorden-Staupitz Beim Naturparkstammtisch am Montag im Werenzhainer Pferdekopfhof erntete Klaus Rippe, ehemaliger Ortsvorsteher in Lugau, für seine Ausführungen zur Entwicklung des Dorfes viel Anerkennung. Gottfried Heinicke, Bürgermeister von Plessa, gelang es, den Funken seiner Vorfreude aufs Naturparkfest in seinem Ort überspringen zu lassen.

Uwe Roland, der Ortsbürgermeister von Werenzhain, hatte Mut gemacht, den Naturparkwettbewerb fortzuführen. In den Jahren 2004 und 2015 hatte sein Ort den Titel errungen und jedes Mal habe es im Vorfeld und Nachgang so etwas wie neue Aufbruchstimmung gegeben.

Gleiches konnte Elsterwerdas Bürgermeisterin Anja Heinrich aus dem Ortsteil Kraupa berichten, „wo heute noch vom Fest geschwärmt wird“. Fred Wickfeld, der Bürgermeister aus Gorden-Staupitz, dessen Gemeinde 2013 den Titel errang und die als erste in den Genuss einer damit verbundenen Förderung von 5000 Euro für ein Dorfprojekt kam, meinte: „Ein tolles Ding für uns. Die Raststätte wird viel genutzt.“

Trotzdem: Der Naturpark-Wettbewerb schien einzuschlafen. 2018 war Kraupa die einzige Gemeinde, die sich bewarb. Im Jahr 2019 waren es mit Plessa und Lugau zwei. Sind die Zeiten, als das Kuratorium sich zwei Tage Zeit nehmen musste, um die Bewerbergemeinden zu besichtigen, vorbei?

Lars Thielemann, der Leiter des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, beteuert immer wieder, dass er der Letzte sei, der etwas mit Krampf erhalten wolle, betont aber auch diesmal: Dieser Wettbewerb bringt voran, auch wenn man nicht gewinnt. In dieser Form gebe es ihn ohnehin nur im hiesigen Naturpark. Woran liegt es, dass weniger Bewerbungen eingehen? „Glauben Sie, dass ich in der neuen Verbandsgemeinde Unterstützung kriege, wenn ich als Rothsteiner erst nach Falkenberg zum Verbandsgemeindebürgermeister tippeln muss“, fragte Ortsvorsteher René Gasch. Und ins gleich Horn stieß Gudrun Heide, Ortsvorsteherin in Dobra, die mit ihrem Ort 2016 gewann und im darauffolgenden Jahr ein bezauberndes Fest hinlegte. Doch ist das wirklich so? Anja Heinrich jedenfalls widersprach: „Holen Sie sich die Abgeordneten ins Dorf, legen Sie einen leidenschaftlichen Auftritt hin und überzeugen von Ihrem Vorhaben“, meinte sie.

Cordula Schladitz, die seit vielen Jahren den Wettbewerb organisatorisch begleitet, hat ein gutes Gefühl: „Das Interesse ist wieder da. Auch von kleineren Orten. Uns geht es weder um eine riesige Bewerbungsmappe, noch um ein immer und immer wieder getopptes Fest. Wir möchten, dass sich in den Gemeinden was bewegt.“ Und sie gibt eine Hoffnung nicht auf: Es könnte mal wieder ein Neuling den Hut in den Ring werfen.

Zum Naturparkgemeinde-Wettbewerb

Die bisherigen Gewinner des Naturparkgemeinde-Wettbewerbes: Grünewalde (1999, 2005, 2012), Oppelhain (2000), Döllingen (2001), Maasdorf (2002, 2007 und 2014 gemeinsam mit Prestewitz), Theisa (2003), Werenzhain (2004, 2015), Lugau (2006), Buchhain (2008), Rückersdorf (2009), Hohenleipisch (2010), Domsdorf (2011), Gorden-Staupitz (2013), Dobra (2016), Sorno (2017), Kraupa (2018), Plessa (2019). Die Kriterien für die Wettbewerbsteilnahme: praktische Umsetzung eines naturverträglichen Tourismus; Erhaltung von Kultur- und Naturerbe; Dorferneuerung nach ökologischen Grundsätzen; Einbindung der Kommune in die umliegende Landschaft; Unterstützung von ökologischen Anbauverfahren und die regionale Vermarktung der Produkte sowie Aktivitäten der Vereine.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 20.2.20 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-02-20/9/wirft-ein-neuling-den-hut-in-den-ring-43877755.html

Deichvermessung mit Laser und Heli

Deichvermessung mit Laser und Heli

Hochwasserschutz An der Schwarzen Elster und der Elbe werden Deiche jetzt laservermessen. Weitere Flussbereiche in ganz Brandenburg sollen folgen. Welche Vorteile das bringt. Von Frank Claus

Im Auftrag des Landesamtes für Umwelt (LfU) werden die Deiche an der Schwarzen Elster, Pulsnitz, der Großen und Kleinen Röder (inklusive Geißlitz), der Kleinen Elster sowie der Elbe bei Mühlberg mittels Airborne Laserscanning (ALS) vermessen. Dabei erfasst ein an einem Hubschrauber angebrachter Laser die Geländeoberfläche. Die hochauflösenden Daten sind wichtig für den Hochwasserschutz.

Dass dieses Verfahren zum Einsatz kommt, ist Ergebnis einer Erprobung des neuen Vermessungsverfahrens im Raum Bad Liebenwerda. Diese, so Thomas Frey, Pressesprecher im Landesumweltamt, sei „so überzeugend verlaufen, dass das Vermessungsprogramm weiter ausgedehnt wird. Das spart Zeit und Geld.“

Nach Angaben von Frauke Zelt, Pressesprecherin im Landwirtschaftsministerium, soll die Befliegung des Gebietes je nach Wetterlage von Februar bis Ende März stattfinden. Geplant sind sechs Flugtage. Neben den Deichen erfassen die Scanner auch einen 100 Meter-Pufferstreifen. Im Vergleich zur terrestrischen Vermessung, so die Fachleute, sei die Laserscanbefliegung günstiger und schneller. Etwa 90 000 Euro seien für die vorgenannten Abschnitte eingeplant.

Fünf Zentimeter Genauigkeit Aus den Daten werde ein Digitales Geländemodell (DGM) und ein Digitales Oberflächenmodell der Deiche gerechnet. Die absoluten Genauigkeiten liegen der Mitteilung zufolge bei circa fünf Zentimetern Höhengenauigkeit und zehn Zentimetern Lagegenauigkeit und sind damit deutlich präziser als die im Land verfügbaren Daten des sogenannten DGM1.

Parallel würden Luftbildaufnahmen (Orthophotos) erzeugt, ebenfalls mit einer sehr guten Lagegenauigkeit von zehn Zentimetern. Und im dritten Schritt sollen 3D-Bruchkanten, Isolinien sowie ein Vegetationshöhenmodell abgeleitet werden. Die vollständige Auswertung der sehr großen Datenmengen dauere nach erfolgter Befliegung etwa drei Monate. Im Juli 2020 rechnet das Landesamt mit den Ergebnissen.

Datenauswertung dauert Wie Thomas Frey, Pressesprecher im Landesumweltamt, bestätigt, würden mit der Befliegung bereits vorher ermittelte Daten noch präziser aufbereitet werden können. Doch können damit auch die nötigen Überflutungsflächen noch genauer ermittelt werden? Thomas Frey erläutert: Schon ab 2008 sei für das Land Brandenburg ein hochgenaues digitales Geländemodell, das sogenannte DGM2, mittels Airborne Laserscannings erfasst. „Diese Daten sind zum Beispiel in die Hochwasserrisikomanagementplanung entlang der Schwarzen Elster eingeflossen und können selbstverständlich auch für die Ermittlung von Retentionsflächen herangezogen werden.“

Allerdings: Die aktuelle Deichlaserscanvermessung sei zwar noch genauer, erfasse jedoch nur einen etwa 300 Meter großen Streifen entlang des Flusses. Bei der Laserbefliegung stehe die Deichvermessung im Vordergrund und nicht die Ermittlung von Retentionsräumen im Hinterland. Hierfür seien die hochgenauen Daten nicht erforderlich.

Klare Abbildung von Kanten Mit den Daten aus der Laserbefliegung können, so ist der Mitteilung des Landwirtschaftsministeriums zu entnehmen, Deich- und Geländekanten noch besser als bisher abgebildet werden. Diese würden eine wertvolle Grundlage sowohl bei der Modellierung insbesondere von Hochwassern als auch bei Zustandsanalysen der Hochwasserschutzanlagen darstellen. So können etwaige Erfordernisse zur Ertüchtigung oder Unterhaltung von Deichen erkannt werden (insbesondere Deichfehlhöhen). Darüber hinaus nutze das Landesamt die Daten für die Aktualisierung der Risikogebiete und Karten im Rahmen der Umsetzung der Hochwasserrisikomanagementrichtlinie sowie für die Abschätzung von Gefährdungslagen im Hochwasserfall.

Die Frage der Dammhöhe Doch wie hoch sollte eigentlich ein Damm in Bezug auf den normalen Pegel des Flusswassers und Hochwasserereignisse sein? Thomas Frey erläutert vereinfacht: „Bezugsgröße für die Dimensionierung von Deichen ist ein Bemessungshochwasser und der damit verbundene Durchfluss. Die Deichhöhe wird aus dem zur Verfügung stehend Querschnitt und dem Bemessungsdurchfluss ermittelt. Ein einfaches Bild: je breiter das Flussbett, umso weniger hoch müssen die Deiche bei gleicher Abflussmenge bemessen werden. Zwischen Bemessungshochwasserstand und Deichkrone verbleibt ein Freibord, ein Zuschlag, der zum Beispiel aus Standsicherheitsgründen oder auch als Reserve bei Wellenschlag gegeben wird.“

Aktueller Planungsstand Und wie sieht es um die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen insgesamt aus? Thomas Frey: „Die ersten Baumaßnahmen in den sogenannten Ortslagenplanungen werden aller Voraussicht nach in Herzberg/Elster stattfinden, da die Planungen dort gegenwärtig am weitesten fortgeschritten sind. Die Planungen für Herzberg wurden zur Planfeststellung bei der Oberen Wasserbehörde des Landesamtes für Umwelt eingereicht.“

Laserbefliegung wird ausgeweitet Insgesamt sind 282 Kilometer Deichlinie aufzunehmen. Der Auftragnehmer für das Projekt ist die Hansa Luftbild AG mit Sitz in Münster. Das Landesamt für Umwelt plant nach eigenen Angaben, in den nächsten Jahren den gesamten Deichbestand in Brandenburg auf diese Weise zu erfassen. Demzufolge sind weitere Befliegungen von Oder, Elbe, Havel, Neiße und Spree geplant.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 11.2.20 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-02-11/9/deichvermessung-mit-laser-und-heli-43556071.html

Die Rückkehr der Auerhühner

Die Rückkehr der Auerhühner

Auszug aus dem Wochenkurier vom 7./.8.2.20

Elbe-Elster rockt die Brandenburghalle

Elbe-Elster rockt die Brandenburghalle

Grüne Woche Was für ein Auftritt bei der Messe in der Hauptstadt! Mehr als 100 Akteure aus dem Landkreis haben die Bühne in der Brandenburghalle unterm Funkturm in Berlin sieben Stunden lang zum Magneten gemacht. Von Frank Claus

Die Müdigkeit vom zeitigen Aufstehen ist schnell aus den Augen. Nach mehr oder minder stockender Anfahrt aufs Messegelände unterm Berliner Funkturm mischt Elbe-Elster die Brandenburghalle zur Grünen Woche gehörig auf. Immerhin: Mehr als 100 Akteure aus dem Süden des Landes machen am Sonntag nicht zu Hause die Beine lang, sondern legen sich für ihren Landkreis sieben Stunden lang gehörig ins Zeug.

Unternehmen als Botschafter Einen der insgesamt 73 Ausstellerplätze in der Halle hat sich der Landkreis gesichert, dazu kommen Präsentationen regionaler Unternehmen wie zum Beispiel des Finsterwalder Brauhauses, der Mineralquellen und Bauer Fruchtsaft aus Bad Liebenwerda, die mit jeweils eigenen Ständen vertreten sind. „Zusammen“, so Elbe-Elster-Pressesprecher Torsten Hoffgaard, „bilden sie ein Schaufenster der heimischen Land- und Ernährungswirtschaft, des Gartenbaus, des ländlichen Tourismus und des ländlichen Handwerks.“

Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) macht sich selbst zum Kreisbotschafter, sagt in mehrere Mikrofone: „Wir wollen, dass vor allem kleinere und mittlere Unternehmen, die sonst nicht auf solch einer Messe vertreten wären, eine Chance haben, sich zu präsentieren“ und fügt stolz an: „Der Landkreis ist ein Farbtupfer in der Brandenburghalle.“

Mit Töpfer, Wein und Puppen Dabei wartet die wiederholte Präsenz, die sich der Kreis jährlich etwa 10 000 Euro kosten lässt, auch immer mit Neuem auf: An einem speziellen Handwerkerstand präsentiert die Töpferei Tunsch aus Crinitz, eine der ältesten Töpfereien Brandenburgs, die Herstellung von Tonware und stellt eine Auswahl ihrer Produkte vor.

Von 10 bis 17 Uhr kommt hör- und sichtbar keiner an Elbe-Elster vorbei: Der Landkreis bestimmt das Programm auf der Bühne der Brandenburghalle. Mit dabei: die Schliebener Moie und Schliebener Wein, die Blütenkönigin aus Hohenleipisch, die Trachtengruppe Ländchen aus Schönewalde sowie der Tanzsportclub Sängerstadt Finsterwalde. Die Schlossherrinnen Katrin Degen und Simone Mägel präsentieren das Schloss Martinskirchen und die Schlössernacht 2020 in Elbe-Elster. Musik gibt es von jungen Künstlern der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“, und das Jugendblasorchester der Lindenschule Plessa spielt Blasmusik mit Unterstützung des Orchesters der Bergarbeiter.

Ralf Uschner, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Mitteldeutschen Marionettentheatermuseum in Bad Liebenwerda, sowie der Künstler Franz Wolfgang Lasch, auch als Locci bekannt, werben für die neue Dauerausstellung „Kaspers Welten“ im Kreismuseum in der Kurstadt. Gärtner Rüdiger Winde aus Schönborn bepflanzt mit Grundschülern auf der Bühne zwei Schubkarren mit Frühblühern. Interessierte Schulen können sich direkt an seinen Betrieb per E-Mail ruediger@gartenbau-winde.de oder telefonisch unter 035326 666 wenden.

Zwei Auftritte in zwei Hallen Auch in der Halle 27, die unter dem Motto „Lust aufs Land“ steht, zeigt sich der Landkreis wirkungsvoll. Pressesprecher Torsten Hoffgaard berichtet: Dort ist das Regionalsiegel Elbe-Elster vertreten, und es werden exklusive regionale Produkte, wie der „Zeischaer Kribbelpfeffer“ der Baumschule Graeff, vorgestellt.

Die Besucher erfahren auf der Grünen Woche Wissenswertes über Streuobst sowie die Spurensuche im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Und die Puppenspieltradition im Landkreis Elbe-Elster wird lebendig durch „Kaspers interaktives Spiel“, das einen kleinen Vorgeschmack auf die neue ständige Ausstellung „Kaspers Welten“ im Mitteldeutschen Marionettentheatermuseum in Bad Liebenwerda gibt. Die Schau wird derzeit vorbereitet und ist ab Mai in der Kurstadt zu sehen. red/fc

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 22.1.20 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-01-22/12/elbe-elster-rockt-die-brandenburghalle-42807160.html

„Grüne Woche lief bestens für uns“

„Grüne Woche lief bestens für uns“

Messe Sabine Münster von der Regionalen Wirtschaftsförderung ist für den Elbe-Elster-Auftritt die Organisationschefin – ihr Fazit.

Frau Münster, zehn Tage Messeauftritt unterm Funkturm, sind Sie geschafft?Sabine Münster Ja, schon. Vor allem die Füße und den Rücken habe ich gespürt. Aber, die Freude über den erfolgreichen Auftritt macht alles wett.

Sie waren wirklich an allen Tagen in Berlin? Ja. Nur an einem Nachmittag bin ich mal nach Hause gefahren, um die Wäsche zu wechseln.

Wie war Elbe-Elsters Auftritt? Stark. Es hat alles geklappt wie am Schnürchen. Alle geplanten Akteure waren pünktlich vor Ort. Elbe-Elster ist wieder ein Stück bekannter geworden. Einen ganzen Tag Elbe-Elster-Programm auf der Bühne, das hat dazu beigetragen. Bei der Organisation läuft bei uns im Kreis vieles Hand in Hand. Es macht trotz viel Arbeit einfach Spaß.

Kann man den Erfolg des Auftritts eigentlich messen? Es gab am Landkreis-Gemeinschaftsstand Aussteller, die richtig gute Geschäfte gemacht haben. Übrigens nicht nur Versorger. Und es gab solche, für die es eine wichtige Erfahrung war. Die feststellten, dass ein Messeauftritt richtig Arbeit ist, man Kunden oft zielgerichtet ansprechen muss. Das liegt nicht in jedem seiner Natur. Und es gab auch ein, zwei, die im Nachgang einschätzten, dass die Besucher der Grünen Woche nicht ihre Zielgruppe waren.

Ist Elbe-Elster in Berlin eigentlich gut bekannt? Der Name vielleicht immer noch nicht so. Aber wenn man Bad Liebenwerda, Finsterwalde, das Mineralwasser und die F60 erwähnt, dann wissen die meisten, uns einzuordnen. Und kein Schmus: Viele wollen uns besuchen, nachdem wir die günstige Anreise mit dem Zug erläutert haben.

Auch Elbe-Elsteraner strömen zuhauf nach Berlin in die Brandenburghalle. Warum eigentlich? Ich habe das Gefühl, sie sind sehr stolz über den Elbe-Elster-Auftritt. Und nicht wenige haben gestaunt, was es bei uns alles gibt.

Was, denken Sie, hat aus Elbe-Elster am meisten überrascht? Ich glaube das Marionettentheater. Die Auftritte der Puppenspieler, die Erläuterungen zum Umbau des Museums in Bad Liebenwerda und zur geplanten Neueröffnung der Ausstellung im Mai, das hat viele interessiert und fasziniert. Die Mitarbeiter vom Museum haben sich mit den professionellen Puppenspielern und ihren niedlichen Puppen ja auch charmant präsentiert. Daran konnte man einfach nicht vorbeigehen.

Apropos Gehen. Geht das jetzt besser in der neugestalteten Halle? Auf jeden Fall. Es ist nicht mehr ein dauerndes Schieben und Drängeln. Die Halle ist deutlich übersichtlicher. Das tut den angebotenen Produkten und Leistungen der Aussteller gut. In einer Reihe mit Mineralquellen, Bauer Fruchtsaft, dem Finsterwalder Brauhaus und Golßener Wurstwaren steht unser Stand, der wegen seiner frischen Gestaltung wirklich herausstach, ideal.

Noch mal zu unserem Ranking. Was hat noch besonders gefallen? Eigentlich will ich da so recht nichts hervorheben. Aber die Apfelausstellung, die Infos zum Apfeltag in Döllingen und die vielen Angebote des Naturparks – ich glaube, darauf sind jetzt wirklich viele Berliner neugierig geworden. Mit Bio und gut zu erreichenden Kurz-Ausflugszielen kannst du sie locken.

Nicht allen gefällt die neue Halle. Ich weiß. Wir haben das auch gehört. Vielen fehlt jetzt der ländliche Charme, die Gemütlichkeit. Aber ich glaube, Neues bedarf immer etwas Gewöhnung. Einen Besucherabbruch hat es nicht gegeben.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 29.1.20 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-01-29/10/gruene-woche-lief-bestens-fuer-uns-43065880.html

Wander zu Torf und Huhn

Wander zu Torf und Huhn

Bad Liebenwerda. Zu einer etwa zweistündigen Wanderung zum Alten Torfstich lädt Günter Barth am Sonntag ein. Die Strecke ist rund fünf Kilometer lang. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr der Markt in Bad Liebenwerda. Schon jetzt anmelden können sich Wanderfreunde für die Rangertour der Naturwacht Brandenburg am 15. Februar unter dem Titel „Blaubeer-Huhn“. Ranger Tino Gärtner entführt in den Lebensraum des Auerhuhns. Die sechs Kilometer lange Tour dauert etwa drei Stunden. Start ist um 14 Uhr in Buchhain im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Telefon 035341 10192; E-Mail: heidelandschaft@naturwacht.de. Anmeldeschluss ist der 13. Februar.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 31.1.20

Radkarten der Renner

Radkarten der Renner

 

Reisemesse Elbe-Elster präsentiert sich in Dresden mit druckfrischen Infos.

Bad Liebenwerda. Mehr als 33 000 Besucher hat die Reisemesse in Dresden im vergangenen Jahr gezählt. Dieses Pfund wollen der Landkreis Elbe-Elster und die Stadt Bad Liebenwerda nutzen, die mit eigenen Ständen auf der von Freitag bis Sonntag laufenden Tourismusschau vertreten sein werden.

Der Landkreis hat die druckfrischen Radwegkarten, erstmals mit Knotenpunkt-Orientierung, im Gepäck. Ines Schirrmeister ist sich aus der Erfahrung zurückliegender Jahre sicher: „Diese Karten wird man uns aus den Händen reißen. Für die Dresdner ist Elbe-Elster ein beliebtes Reiseziel.“

Nach den Berlinern folgen die Sachsen auf Platz zwei in der Besucherstatistik. Den Landkreis vertreten werden ebenfalls Mitarbeiter der Tourismus-Leuchttürme F 60 und Naturpark. Gezielt solle das Naturparkfest in Plessa, dicht an der Grenze zu Sachsen gelegen, beworben werden. Der Naturpark hat einen Jahreskalender mit monatlichen Veranstaltungen und Führungen aufgelegt und wolle auch dafür und sein Besucherzentrum in Doberlug-Kirchain werben.

Die Kurstadt Bad Liebenwerda präsentiert sich dem Publikum auf dem Reisemarkt (Messering 6) am Stand C4 in der Halle 3. Im Gepäck wird Tourismus-Info-Chefin Kerstin Jahre die neuen Angebote zu den Themen Gesundheit, Wellness und Wandern haben. Mit den „Genießertouren“, unter anderem der „Apfelverführung“ entlang der Apfelroute, will die Stadt Gäste anlocken. Natürlich will Kerstin Jahre auch die Mooranwendungen in Zusammenarbeit mit den Median-Kliniken bewerben.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 1.2.20 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-02-01/10/radkarten-der-renner-43177528.html

Seminare zum Schnitt von Obstbäumen

Seminare zum Schnitt von Obstbäumen

Naturpark Beim Pomologischen Garten Döllingen läuft erstmalige Online-Anmeldung sehr gut und problemlos.

Döllingen. Die Gartenfreunde in Elbe-Elster und darüber hinaus können nicht nur mit Spaten, Harke und Heckenschere umgehen, sondern beherrschen auch das Internet. Die Kompetenzstelle Streuobst beim Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft hatte für die neuen Seminare zum Obstbaumschnitt und zur Obstbaumveredlung im Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen erstmals auf die Online-Anmeldung unter www.essbarer-naturpark.de/anmelden gesetzt. „Wir sind mit dem Ablauf sehr zufrieden und hatten nur eine Hand voll telefonischer Anmeldungen. Ansonsten können wir uns wie jedes Jahr kaum retten“, zeigt sich Jörg Kösters vom Verein Kerngehäuse bei der Kompetenzstelle Streuobst zufrieden.

Die beiden Seminare zum Obstbaumschnitt im Winter am 22. Februar seien ebenso ausgebucht wie jenes am Vormittag des 23. Februar. Und das, obwohl die maximale Teilnehmerzahl aufgrund des Bedarfs bereits von jeweils 20 auf 30 erhöht worden sei. Deshalb wurde zusätzlich am 23. Februar das Nachmittagsseminar von 14 bis 17 Uhr in das Angebot aufgenommen. Hierfür sind ebenso noch einige Plätze frei, wie für die Obstbaumveredlung im Winter am 21. März (Vormittag und Nachmittag) sowie für den Obstbaumschnitt im Sommer am 13. Juni.

Wie die Obstgehölze geschnitten und veredelt werden, das demonstriert die Fachfrau Urte Delft aus dem Norden von Brandenburg als langjährige Kooperationspartnerin des Naturparks. Weil es im Süden von Brandenburg nicht allzu viele Seminare gibt, kämen die Teilnehmer auch aus Nachbarkreisen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 3.2.20 von Manfred Feller

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-02-03/9/seminare-zum-schnitt-von-obstbaeumen-43210446.html

Auf den Spuren der Auerhühner im Elbe-Elster-Land

Auf den Spuren der Auerhühner im Elbe-Elster-Land

Finsterwalde. Die prächtigen Tiere werden gern als Charaktervögel der Lausitz bezeichnet: Auer­hühner. Wer mehr über die scheuen Tiere und ihre Wiederansiedlung in der Region erfahren will, hat dazu bei einem Vortrag Gelegenheit, zu dem der Förderverein des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft einlädt. Projektkoordinator Alexander Zimmermann wird am Mittwoch, 12. Februar, 19.30 Uhr im Erlebnisreich Naturpark über die Tiere und ihre Wiederansiedlung in der Region berichten.

Einst wären viele Auerhühner durch die Wälder der Lausitz gestreift, schreibt der Förderverein in seiner Mitteilung. Doch wegen der Verschlechterung der Lebensbedingungen seien die Bestände der majestätischen Hühnervögel im 20. Jahrhundert sehr stark zurückgegangen. Im Jahr 1998 galten sie lokal bereits als ausgestorben. Seit 2011 kehren die Tiere dank der Bemühungen von Naturschützern, Förstern, Jägern und privaten Waldbesitzern in die Wälder zurück, berichtet der Förderverein. Allerdings bekomme man sie nur sehr selten zu Gesicht. Das Auerhuhn (Tetrao urogallus) ist eine Vogelart aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae) und der Ordnung der Hühnervögel (Galliformes) und der größte Hühnervogel Europas.

Der Verein bittet um Anmeldung für den Vortrag. Möglich ist das telefonisch: 035322/518066 oder per EMail an info@naturpark-nlh.de Die Teilnahme ist kostenfrei. Der FV Naturpark freut sich über Spenden zur Realisierung seiner Projekte.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 5.2.20

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-02-05/11/auf-den-spuren-der-auerhuehner-43248432.html

Mäusen, Kies und Zaster auf der Spur

Mäusen, Kies und Zaster auf der Spur

Mäuse, Kies und Zaster – auf den ersten Blick drei Begriffe, die nichts gemein haben. Oder doch? Was diese Bezeichnungen mit dem großen Geld zu tun haben, wird bei einer Familienführung am Samstag, 18. Januar, im erlebnisREICH Naturpark geklärt. Hier heißt es mitgemacht und mitgedacht, um gemeinsam die kostbaren Schätze zu unseren Füßen zu entdecken. Ein Kiesel berichtet dabei als rastender Reisender über die Veränderungen in der Region und seine neuen Nachbarn. Die Suche startet um 15 Uhr und dauert etwa zwei Stunden. Teilnehmen können Groß und Klein gegen Spende, um Anmeldung unter Telefon 035322 518066 oder per E-Mail an info@naturpark-nlh.de wird gebeten. 

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 14.1.20

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-01-14/21/maeusen-kies-und-zaster-auf-der-spur-42568598.html

Knaller zum Naturparkfest

Knaller zum Naturparkfest

Festprogramm Den Besuchern der Feierlichkeiten im Mai wird einiges geboten. Das Kulturhaus steht im Mittelpunkt.

Plessa. Auf Hochtouren laufen in Plessa die Vorbereitungen zum Naturparkfest am 23. Mai. Es werde einige interessante Programmpunkte geben, möchte Bürgermeister Gottfried Heinicke, Vorsitzender des Organisationskomitees, noch nicht zu viel verraten. „Wir wollen in die ganze Umgebung, bis nach Lauchhammer und nach Sachsen ausstrahlen“, kündigt er an.

Die Hauptaktivitäten finden rund um das Kulturhaus in Plessa statt. Auf dem Vorplatz werden die Bühne und das große Zelt stehen, auf dem Parkplatz nebenan die Händlermeile und das Kinderland hinter dem Haus. Die Oldtimerfreunde bitten zur Sternfahrt und zu einem Treffen, um nur einen Punkt zu nennen.

An der Organisation beteiligt sind neben dem Bürgermeister auch der Amtsdirektor, die Gemeindevertreter, der Kulturverein und einige Freiwillige aus Plessa.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau von Manfred Feller

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-01-13/11/knaller-zum-naturparkfest-42537586.html

 

Lions-Club fördert Naturprojekt

Bad Liebenwerda. Den Jahresauftakt hat der Lions-Club Elsterwerda-Bad Liebenwerda diesmal einem Naturthema gewidmet. Gastreferent Lars Thielemann, Leiter des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, hat aus der vielseitigen Arbeit des Naturparks berichtet. Ergebnis: Im Sommer soll es eine mehrstündige Tour in den Naturpark geben. Die Lions-Mitglieder, auch Gäste des Clubs aus Finsterwalde waren zu Gast, wollen ein noch auszuwählendes Projekt finanziell unterstützen. Tenor der Lions: Die Vielfalt der Fauna und Flora im Park habe ebenso überrascht wie die mannigfachen Bestrebungen der Umweltbildung, insbesondere für junge Leute. fc

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 8.1.20 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-01-08/9/bad-liebenwerda-lions-club-foerdert-naturprojekt-42397386.html

 

Lions wollen mehr über den Naturpark wissen

Lions wollen mehr über den Naturpark wissen

Bad Liebenwerda Wie hat sich der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft entwickelt. Wie ist es um seine Fauna und Flora bestellt? Ist der Klimawandel auch hier spürbar? Und welche Aufgaben stehen in Zukunft an? Das wollen die Mitglieder des Lions-Clubs Elsterwerda/Bad Liebenwerda in ihrer ersten Sitzung erfahren.

Sie haben sich deshalb den Leiter des Naturparks, Lars Thielemann, am Montag, 6. Januar um 19 Uhr zu einem Vortrag ab 19 Uhr in die Gaststätte Villa Nuova nach Bad Liebenwerda eingeladen. Der Naturparkchef freut sich über diese Einladung: Immer mehr Einwohner des Kreises interessieren sich für die Natur in ihrer Heimat. „Ich nutze viele Gelegenheiten, um aus dem Naturpark zu berichten.“

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 6.1.20 von Frank Claus

Engagierte Truppe gegen das Artensterben

Engagierte Truppe gegen das Artensterben

Elbe-Elster Im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft gibt es sehr selten gewordene Lebewesen und Pflanzen. Das ist für eine Gruppe besorgter Naturfreunde Freude und Verantwortung zugleich. Von Frank Claus

Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ist ein sensibler Lebensraum für viele Lebewesen. Akribisches Monotoring, vor allem der Naturwacht-Mitarbeiter, sorgt dafür, dass Bestände genau im Blick bleiben und gehandelt wird, um weiteres Artenstreben zu verhindern.

Beispiel Lungen-Enzian Der Lungen-Enzian ist so ein Beispiel. Eigentlich ist er in ganz Europa verbreitet. Naturpark-Leiter Lars Thielemann stellt in seinen Jahresberichten stets einige Besonderheiten vor und erklärt Bestände. Der Lungen-Enzian wächst auf moorigen Wiesen, in Flachmooren und feuchten Heiden auf sandig-torfigen oder lehmigen Böden. Durch Intensivierung der Grünlandwirtschaft und Trockenlegung von Feuchtwiesen und -heiden ist die Art stark gefährdet. Im Naturpark kommt er nur noch auf wenigen Standorten vor. Bereits vor wenigen Jahren zeigte der Naturparkchef eine besorgniserregende Entwicklung auf. Von den ehemals 16 Standorten, welche noch in den 1950er-Jahren bekannt waren, wurden zu diesem Zeitpunkt noch sechs Vorkommen regelmäßig kontrolliert, die anderen sind erloschen. „Wir haben eine Fläche bei Gorden, wo wir noch 880 Pflanzen zählen konnten. Da erstarren die Botaniker vor Ehrfurcht. Das sind mit die größten Vorkommen in Brandenburg.“

Ähnlich sensibel sei das Vorkommen des Schwarzblauen Ameisenbläulings an der Schwarzen Elster. „Wir sind in Brandenburg das einzige Gebiet, wo der Falter noch in dieser Qualität vorkommt“, sagt Lars Thielemann. Die Entwicklung ist spannend. Die Weibchen, so Lars Thielemann, legen ihre Eier zum Beispiel am Wiesenknopf ab. Raupen fressen an den Blütenköpfen, lassen sich fallen und werden von Ameisen in deren Bau tragen. In der Fachliteratur ist dazu noch genauer zu lesen: „Dort fressen sie Ameisenlarven und überlassen den Ameisen im Gegenzug ein zuckerhaltiges Sekret. Die Raupen sind in der Lage, den Nestgeruch der Ameisen zu imitieren. Einmal im Nest untergebracht, werden sie von den Ameisen wie die eigene Brut gepflegt, obwohl sie sich bis zur Verpuppung räuberisch von deren Eiern und Larven ernähren. Sie überwintern im Ameisenbau und verpuppen sich auch dort im Frühjahr. Nach dem Schlüpfen aus der Puppe muss der Schmetterling sofort das Ameisennest verlassen, da jetzt die Tarnung nicht mehr funktioniert und der Schmetterling nun selbst als Beute betrachtet wird.“

Gastgeber für Experten Dass diese Symbiose gelingt, sei auch ein Beleg für die gute Zusammenarbeit mit Landeigentümern. Da gäbe es sehr vertrauensvolle Absprachen, würden zum Beispiel Mähzyklen sehr genau besprochen. Mit der Fauna-Flora-Managementplanung, die als Auftrag der Europäischen Union bis 2020 vorzulegen ist (Brandenburg ist im Verzug) werden genau diese sensiblen Vorhaben ermittelt, kartiert und Maßnahmen zum Schutz aufgezeigt. „Das Verständnis in der Bevölkerung wächst immer weiter“, sagt Lars Thielemann und erinnert an die starken Proteste im Zuge des Bienen- und Insektensterbens. Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft war im zurückliegenden Jahr mehrfach Gastgeber für Experten aus dem Ausland. So hat sich eine Delegation indonesischer Forstfachleute über den Waldumbau informiert. Der Naturpark war zudem Ausrichter des 6. europäischen Raufußtreffens – das sind unter anderem Auerhühner, Birkhühner und Schneehühner – mit Gästen, die aus Schweden, Polen, Österreich, Italien, Frankreich und Deutschland kamen.

Auszug aus der Elsterwerdaer Rundschau vom 3.1.20 von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-01-03

Umweltbildung vom Feinsten

Umweltbildung vom Feinsten

Elbe-Elster Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ist nicht „nur“ ein Schutzgebiet. Umweltbildung nimmt für die dort Beschäftigten ganz großen Raum ein. Von Frank Claus

Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, im Mai 1996 ausgerufen – das sind nicht nur oft reizvoll blühende Heideflächen, Moor, eine Bergbaufolgelandschaft, Streuobstwiesen und unzerschnittene Wälder auf 484 Quadratkilometern Fläche – der Naturpark ist längst auch ein Ort umfassender Umweltbildung. Der Leiter der Naturparkverwaltung Lars Thielemann hat eine beeindruckende Bilanz gezogen und dabei die Arbeit von Naturwacht, Förderverein und Verwaltung gewürdigt.

Ein Jahr der Wetterextreme Die Wetterextreme des gerade zu Ende gegangenen Jahres 2019 hat auch die hiesige Fauna und Flora zu spüren bekommen. Zwar sei das Jahr nicht so extrem wie 2018 gewesen, aber dennoch: Zwischen April und November hat sich ein großes Niederschlagsdefizit aufgebaut. Die Temperaturen lagen bis auf den Mai teils deutlich über den bisher üblichen Werten. „Wir hatten den wärmsten Juni, der je in der Niederlausitz dokumentiert wurde“, weiß Lars Thielemann aus den Messungen. Inhaltlich haben die Mitarbeiter mehrfach Akzente gesetzt. In der Verwaltung sind vier Festangestellte tätig, eine Stelle ist befristet. Die Naturwacht verfügt über vier Mitarbeiter, und über den Förderverein sind drei Mitarbeiter im Besucherzentrum im Schloss Doberlug-Kirchhain und vier im Auerhuhnprojekt angestellt. Alle nur mit befristeten Verträgen.

Ranger bieten Einblicke Was alle bewegen, ist mehr als beachtlich. Insgesamt 19 Ranger-Touren werden übers Jahr angeboten, oft in sehr kleinen Gruppen. Mehr als 300 Teilnehmer nutzten die Chance individueller Führungen, um die Heimat besser kennen- und verstehen zu lernen. Nahezu täglich sind die Ranger zur Hege und Pflege, zur Kartierung, zur Kontrolle der Artenvielfalt im Park unterwegs.

Besucherzentrum top Die Mitarbeiter des Fördervereins haben im Jahr 2019 mehr als 110 Umweltbildungsveranstaltungen angeboten und dabei allein 2010 Kinder und Jugendliche erreicht. „Das ist manchmal wie ein Sack Flöhe hüten. Absoluter Respekt“, sagt der Naturparkchef und freut sich über das neue Experimentarium, das im November im Schloss Doberlug in Betrieb ging. „Das ist ein Quantensprung. Die Mitarbeiter laufen seitdem mit leuchtenden Augen durch die Gegend.“ Jetzt können sie mit Kindern experimentieren, Lebewesen unter dem Mikroskop bestaunen, Zellstrukturen erkennbar machen. Immer mehr Eltern und Großeltern nutzen die besonderen Ferienkurse.

Drei bedeutende Designpreise Deutlichen Aufwind hat der Naturpark durch die Ausstellung „erlebnisReich“ im Schloss Doberlug erhalten. Diese Schau habe wegen ihrer Gestaltung bereits drei bedeutende Designpreise einheimsen können und in der Bundesrepublik aufhorchen lassen. Die Entwicklung geht weiter. Für 2020 ist der Aufbau einer Bewegungslandschaft am Schloss geplant. „Das ist mehr als nur ein Spielplatz“, sagt Lars Thielemann und erklärt, dass der Naturpark vom Land(auf)Schwung-Projekt sehr profitiert habe. „Konstant unterstützt uns seit vielen Jahren die Sparkasse Elbe-Elster. Ohne Schmus, ohne diese Hilfe wäre so viel nicht geworden.“

Er denkt sofort an den Wettbewerb um die Naturparkgemeinde des Jahres und die damit verbundenen Naturparkfeste. „Was Kraupa im Jahr 2019 abgezogen hat, war eine Welle“, sagt er und freut sich, wie viele Akteure einbezogen wurden und wie gut das Fest besucht war. Naturparkgemeinde 2019 wurde Plessa, „ein Ort mit völlig anderer Struktur“, sagt der Naturparkchef, der jetzt schon weiß, dass dort die Vorbereitungen für das in diesem Jahr anstehende Fest auf Hochtouren laufen.

Der Naturpark ist Motor für viele Initiativen. Mit der Kita „Waldwichtel“ in Kraupa gibt es jetzt eine Naturpark-Kita, „es ist erst die zweite im Land Brandenburg“, sagt Lars Thielemann. Blütenfest, Apfeltage – bei Letzterem stehen Besucher am Einlass Schlange – würden beweisen, wie stark der Naturpark im Herzen verwurzelt ist.

Auszug aus der Elsterwerdaer Rundschau vom 2.1.20

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2020-01-02

 

Parkfest in Plessa

Parkfest in Plessa

Plessa. Nach Kraupa richtet die Gemeinde Plessa als Gewinnerin 2019 das nächste Naturparkfest aus. Dieses findet am 23. Mai 2020 rund um das Kulturhaus statt. „Das Programm steht, aber wir haben noch viel zu organisieren“, sagt Bürgermeister Gottfried Heinicke: Er ist Vorsitzender des Vorbereitungskomitees. Diesem gehören unter anderenGemeindevertreter, interessierte Bürger und Mitglieder örtlicher Vereine an. Die Bühne des Naturparkfestes wird vor dem Plessaer Kulturhaus stehen. Daneben, auf dem Parkplatz, werden mehr als 20 Händler ihre Stände aufbauen. Hinter dem Kulturhaus soll eine Spielmeile aufgebaut werden. Auf dem Platz des Friedens treffen sich die Besitzer von alten Fahrzeugen. red/fc

Auszug aus der Lausitzer Rundschau von Frank Claus

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2019-12-03/9/parkfest-in-plessa-41138556.html

Wie Obstbäume geschnitten werden

Wie Obstbäume geschnitten werden

Döllingen. Obwohl sie kein neues Angebot waren, sind die Döllinger Seminare für den Obstbaumschnitt und die -veredlung im Frühjahr ausgebucht gewesen. Der Zuspruch sei sogar gewachsen, weiß Jörg Kösters, Projektkoordinator beim Verein Kerngehäuse im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft in Elbe-Elster. Interessierte bis aus dem Spreewald und darüber hinaus waren extra in den Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen angereist. Darunter waren zunehmend jüngere Leute, die sich fortbilden und die Gartenschere mit guter Basisbildung selbst in die Hand nehmen möchten.

Für die nächsten Seminare im kommenden Frühjahr wird es nach Auskunft von Jörg Kösters eine Neuerung geben. Die Anmeldungen sollen zunächst ausschließlich über die Internetseite www.essbarer-naturpark.de online erfolgen.

Auf den Seiten des neuen Internetauftritts finden die Besucher die bewährten, aber auch neue Informations-, Bildungs- und Mitmachangebote, die im Rahmen der vom Land Brandenburg und der EU geförderten Kompetenzstelle Streuobst im Naturpark unterstützt und weiterentwickelt werden.

„Der ,essbare’ Naturpark soll die fruchtigen Lebensmittel, die die Heidelandschaft beheimatet, stärker in den Fokus rücken: Was man selber isst, sollte schmackhaft, ökologisch und gesundheitlich unbedenklich sein. Das sind gute Gründe, einen Teil seines Obstkorbes mit Früchten aus dem Naturpark zu füllen“, so der Projektkoordinator weiter. Hierfür entstehe unweit von Bad Aegir – zwischen Kraupa und Hohenleipisch – eine von der Mineralquellen Bad Liebenwerda GmbH unterstützte Bürgerwiese, für deren alte und neue Obstbäume nun kostenlose Patenschaften vergeben werden. Interessenten melden sich bitte ebenfalls online unter: www.essbarer-naturpark.de/buergerwiese.

Die neue Internetpräsenz möchte darüber hinaus die zahlreichen Aktivitäten rund um das Thema „Streuobst“ für die Öffentlichkeit noch besser sichtbar und folgende Angebote für interessierte Bürger online verfügbar machen:

1. Übersicht der Bildungsangebote zu den Themen Sortenkunde, Obstbaumschnitt und Obstbaumveredlung mit Online-Anmeldeverfahren.

2. Eine moderne, stetig wachsende Obstsorten-Datenbank mit hochwertigen Aufnahmen des Bildenden Künstlers Uli Westphal mit Früchten unter anderem des Pomologischen Schau- und Lehrgartens Döllingen.

3. Neue Möglichkeiten der Kontaktaufnahme für verschiedene Zielgruppen, um sich mit dem Thema „Streuobst“ intensiver auseinander zu setzen und die Aktivitäten im Naturpark zu unterstützen.

4. Überblick über die Kooperationspartner des Vereins Kerngehäuse im Rahmen der Projektförderung Kompetenzstelle Streuobst im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Der Internetauftritt wurde vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung innerhalb des Modellvorhaben Land(Auf)Schwung im Landkreis Elbe-Elster gefördert. red/mf

Die neuen Seminare: Obstbaumschnitt im Winter am 22. Februar 2020 (9.30 bis 12.30 Uhr sowie 14 bis 17 Uhr), 23. Februar (9.30 bis 12.30 Uhr); Obstbaumveredlung im Winter am 21. März (9.30 bis 12.30 Uhr sowie 14 bis 17 Uhr); Obstbaumschnitt im Sommer am 13. Juni (10 bis 13 Uhr).

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 2.12.19 von Manfred Feller

epaper.lr-online.de/lausitzer_rundschau/lie/2019-12-02/10/wie-obstbaeume-geschnitten-werden-41091208.html

Neuer Raum für kleine Forscher

Neuer Raum für kleine Forscher

Auszug aus dem Wochenkurier vom 29/30.11.19

Naturparkkalender erschienen

Naturparkkalender erschienen

Auszug aus dem Wochenkurier vom 29./30.11.19

Spurensuche im Naturpark

Spurensuche im Naturpark

Erschienen Förderverein lädt mit neuem Kalender auf Entdeckungsreise ein. Doberlug-Kirchhain.

Durch seine stimmungsvollen Naturaufnahmen lädt der Naturparkkalender 2020 zu einer besonderen Entdeckungsreise in den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ein. Denn die zwölf Spuren der Ausstellung „erlebnisREICH Naturpark“ zieren die Kalenderblätter und machen Lust, die Naturerlebnisausstellung im Schloss Doberlug sowie Ausflugsziele im Naturpark zu besuchen. Nicht nur kostbare Fundgruben, schicksalhafte Schwestern und rostende Steine geben dabei Einblicke in die vielfältigen Landschaften des Naturparks und deren bewegte Geschichte. Herausgeber des Kalenders ist der Förderverein des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft. Der in limitierter Auflage erschienene Kalender 2020 ist gegen Spende auch in der Touristinformation im Schloss Doberlug erhältlich sowie bestellbar unter Telefon 035322 518066 und E-Mail an info@naturpark-nlh.de.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 21.11.19 von Manfred Feller

600 Bäume schließen Lücken auf Streuobstwiesen

600 Bäume schließen Lücken auf Streuobstwiesen

Pflanzung Der Naturpark und der Verein Kerngehäuse verteilen in Döllingen Gehölze an Kommunen, Vereine und Wiesenbesitzer.

Döllingen Auf den Streuobstwiesen der Naturparkregion mitten im Landkreis Elbe-Elster können viele Lücken durch Neuanpflanzungen geschlossen werden. Die Naturparkverwaltung und der Verein Kerngehäuse als Kompetenzstelle Streuobst haben dieser Tage nicht weniger als rund 600 junge Bäume und Sträucher erhalten. Diese sind nach Auskunft von Andrea Opitz von der Naturparkverwaltung umgehend verteilt worden, damit sie in den Boden kommen konnten.

Empfänger, die nichts dazu bezahlen mussten, waren Kommunen wie Theisa, Rückersdorf, Friedersdorf und Doberlug-Kirchhain und Vereine wie der Heimatverein Maasdorf. Etwa 400 Bäume gingen dorthin. Private Besitzer von Streuobstwiesen haben preisgünstiger als im freien Verkauf vom Verein Kerngehäuse insgesamt rund 200 Bäume erhalten. Die Wiesen dazu befinden sich in dem großen Gebiet zwischen Buchhain und Plessa sowie Grünewalde und Tröbitz.

Lieferantin war laut Jörg Kösters vom Kerngehäuseverein eine Baumschule aus Geithain in Sachsen als langjährige Partnerin. Geliefert wurden hochstämmige Obstbaumarten, vornehmlich Apfel und Birne, aber auch Kirsche und Pflaume. Wildobst in Strauchform könne ebenfalls gepflanzt werden. Darunter seien von Mispel bis Quitte einige Arten.

Bei der Vitalisierung der seit der politischen Wende vor 30 Jahren mehr oder weniger vernachlässigten Streuobstwiesen vor allem im Raum Döllingen und Hohenleipisch sind in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte erzielt worden. Allein in diesem Jahr werden nach Angaben der Naturparkverwaltung in Bad Liebenwerda insgesamt mehr als 1000 Bäume gepflanzt. Ziele sind unter anderem, die in dieser Größe in Brandenburg einzigartige Kulturlandschaft zu beleben, das Obst zu ernten und regional zu verarbeiten.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 20.11.19 von Manfred Feller

Neuer Raum für kleine Forscher

Neuer Raum für kleine Forscher

Doberlug-Kirchhain. Forscherkisten und farbenfrohe Möbel sind die Highlights des neuen Experimentierraumes des Besucherzentrums „erlebnisreich Naturpark“ im Schloss Doberlug. Kinder- und Jugendgruppen steht der Raum zum Experimentieren und Forschen unter Anleitung der Pädagoginnen des Besucherzentrums ab jetzt zur Verfügung. Im Rahmen der Jahrestagung des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft wurde das Experimentarium feierlich eröffnet.

Katrin Heinrich, Leiterin des Besucherzentrums, verdeutlicht: „Ein Anlass zum Feiern ist nicht nur die Fertigstellung unseres Experimentariums, als wichtiger Baustein für unsere pädagogische Arbeit. Wir begehen heute auch zehn Jahre Umweltbildung durch den Förderverein Naturpark. Allein in diesem Jahr nahmen mehr als 2000 Teilnehmer unsere Angebote war.“ Voller Begeisterung wagt Umweltbildnerin Ilona Ertle einen Rückblick auf die Anfänge ihrer pädagogischen Arbeit im Naturpark: „Ausgerüstet mit Stiften, Becherlupen und selbstgefertigtem Anschauungsmaterial ging es damals auf Forschertour und heute haben wir mit unser Ausstellung und diesem tollen Forscherraum so vielfältige Möglichkeiten.“

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 18.11.19 von Heike Lehmann

Buchbar sind Programme im Besucherzentrum „erlebnisreich Naturpark“ unter: info@naturpark-nlh.de oder Telefon: 035322-518066. Ermöglicht wurde die Dauerausstellung im Rahmen des Modellprojektes Land(auf)Schwung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Storchenhorst in Plessa repariert

Storchenhorst in Plessa repariert

Plessa. Seit dem Jahr 1997 nimmt die Weißstorchbeauftragte Petra Wießner die Nester der Region immer mal wieder in Augenschein, so auch jenen in Plessa. Dieser wird von den Störchen seit 2002 genutzt. Aber erst in diesem Jahr ist darin erfolgreich gebrütet worden. Zwei Jungstörche sind ausgeflogen, informiert Cordula Schladitz vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Leider stürzte dann der Horst im August ab. Unlängst wurde mit dem Aufbau eines neuen Horstes den Störchen sozusagen „unter die Flügel gegriffen“.

Wenn man weiß, dass ein Storchenhorst bis zu zwei Tonnen schwer werden kann, dann ist es nicht verwunderlich, wenn der Mast beziehungsweise die Unterlage irgendwann der Last nicht mehr gewachsen ist. Genau das ist in diesem Jahr in Plessa am Stall passiert. Der Horst brach herunter. Das hölzerne Wagenrad auf dem Betonmast war durchgefault. Zum Glück sind die beiden Jungstörche schon flügge gewesen, so Cordula Schladitz. Die Altstörche wussten sich zu helfen und bauten einen Ersatzhorst auf dem nahe gelegenen Schornstein. Dort verbrachte die Adebarfamilie bis zu ihrer Abreise in wärmere Regionen, am 18. August, die Nächte.

Nun war es für Petra Wießner von der Naturwacht Brandenburg an der Zeit, die neue Nistunterlage und deren Finanzierung sowie eine Hebebühne zu organisieren. Im Nabu-Storchenzentrum Vetschau stehen für solche Fälle fertige, verzinkte Unterlagen mit Stützen bereit. Hinzu kommt noch ein Weidenkorb, damit sich die Störche gleich ins gemachte Nest setzen können.

Die Bezahlung wurde durch das Landesamt für Umwelt übernommen. Mit der enviaM, dem regionalen Stromversorger, konnte dann auch ein Termin zum Aufbau des neuen Horstes gefunden werden. Die Kosten für den Einsatz übernahm der Versorger.

Professionell wurde das Nest auf dem Betonmast befestigt. Bundesfreiwillige der Naturparkverwaltung halfen dabei. Anschließend konnten die Mitarbeiter dank der Hebebühne auch noch den Schornstein von Ästen und Zweigen beräumen, sodass darunter wieder problemlos geheizt werden kann.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 16.11.19 von Manfred Feller

 

 

Ehrenamt findet Anerkennung

Ehrenamt findet Anerkennung

Auszug aus dem Sonntagswochenblatt vom 17.11.19

Natur bewahren und Ressourcen schonen

Natur bewahren und Ressourcen schonen

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 16.11.19

Blühendes Land durch Streuobst

Blühendes Land durch Streuobst

Foto: Eine Streuobstwiese zwischen Hohenleipisch und Kraupa. Symbolisch für viele weitere Obstgehölze wird ein Apfelbaum gepflanzt (v. l.): Naturparkchef Lars Thielemann, Andrea Opitz von der Naturparkverwaltung, Annett Stang, Marketingleiterin Ost der RhönSprudel-Gruppe, Christian Schindel, Geschäftsführer der RhönSprudel-Gruppe, Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und der Plessaer Amtsdirektor Göran Schrey.

 

Naturschutz Ein Paradies für alte Sorten - die besondere Landschaft um Hohenleipisch erhält eine große Vitaminspritze. Allein dieses Jahr werden 1000 Obstbäume gepflanzt. Von Manfred Feller

Bis aus Berlin sind zu DDR-Zeiten die Kirschpflücker in die größte Streuobstwiesenregion auf dem Gebiet des heutigen Brandenburgs angereist. Nach der politischen Wende kam der Einbruch. Äpfel, Birnen, Kirschen und Zwetschgen gab es nun im Handel im Überfluss. Die Streuobstwiesen blieben zumeist sich selbst überlassen und bieten vor allem im Winterhalbjahr zu oft einen traurigen Anblick. Nur während der Obstbaumblüte zeigt sich ansatzweise die einstige Pracht.

1000 Bäume werden gepflanzt

Doch seit ein paar Jahren wird an der Wiederbelebung gearbeitet. Es gibt testweise sogar wieder Obstaufkauftermine. Dafür macht sich die Verwaltung des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft in Bad Liebenwerda stark. Ihr großer Kooperationspartner ist der Obst- und Gartenbauverein Hohenleipisch mit wieder rund 80 Mitgliedern.

Mit weiteren privaten Streuobstwiesenbesitzern werden sie in diesem Jahr insgesamt etwa 1000 junge Bäume pflanzen. „Allein 600 werden noch in dieser Woche geliefert“, verrät Andrea Opitz vom Sachbereich Landnutzung und Regionalentwicklung in der Naturparkverwaltung. Diese untersteht dem Landesamt für Umwelt. Landesgelder sind es unter anderem, die in die Vitalisierung der landschaftsprägenden Streuobstwiesen fließen.

Aber es gibt auch starke private Partner, wie die Mineralquellen Bad Liebenwerda GmbH. Der Verein Kerngehäuse, die Kompetenzstelle Streuobst im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, hatte erst im September mit dem namhaften Getränkeproduzenten eine Kooperationsvereinbarung für eine langfristige, strategische Partnerschaft unterzeichnet.

Mineralquellen helfen praktisch

Dahinter stehen nicht nur Absichtserklärungen und beschriebenes Papier, sondern konkretes Engagement. „Wir starten mit einer Anschubfinanzierung von 5000 Euro. Dieses Geld ist für die Pflege des Altbaumbestandes und für Neuanpflanzungen gedacht“, erläutert Annett Stang, Marketingleiterin Ost der RhönSprudel-Gruppe mit Sitz im hessischen Ebersburg. Die Gruppe gehört mit den Mineralquellen Bad Liebenwerda, mit MineralBrunnen RhönSprudel, Spreequell Mineralbrunnen und der Bauer Fruchtsaft GmbH zu den Top Ten der Mineralwasserbranche in Deutschland.

Symbolisch wurde in dieser Woche auf einer 1,8 Hektar großen Streuobstwiese, die der Naturpark von privat erworben hat, gelegen zwischen Hohenleipisch und Kraupa bei Bad Aegir, ein Apfelbaum gepflanzt. Das ist nicht irgendeiner, sondern ein Edelborsdorfer. „Er wird in älteren Büchern auch als der König der deutschen Äpfel bezeichnet.

Diese aus Sachsen stammende Sorte wurde im Jahr 1175 zum ersten Mal erwähnt“, erläutert Andrea Opitz. Der Edelborsdorfer mit seinem harmonisch-süß-sauren, leicht zimtartigen Geschmack gelte als die älteste dokumentierte Sorte. Einst war sie in fast allen Gärten zu Hause. Heute sei sie selten. Auch darum geht es auf den Streuobstwiesen: alte Sorten zu erhalten.

Für eine intakte Natur

„Streuobstwiesen sind nachhaltig und eine tolle Kulturlandschaft. Wir möchten der Natur etwas zurückgeben“, begründet Christian Schindel, Geschäftsführer der RhönSprudel-Gruppe, das Engagement der Mineralquellen Bad Liebenwerda. Nicht zuletzt brauche das quellgesunde Mineralwasser, das aus den Tiefen gefördert werde und seinen Ursprung im Naturpark habe, eine intakte Natur. Nachhaltigkeit, Energie- und Umweltmanagement seien wichtige Themen in dem großen Unternehmen. Dafür spreche auch die jüngste erfolgreiche Umweltzertifizierung nach international geltenden Kriterien.

Die blühenden Ergebnisse der aktuellen Neupflanzungen und der Altbestandspflege werden bereits im kommenden Frühjahr sichtbar sein, ist Lars Thielemann, Leiter des Naturparks, überzeugt. Dies gelte auch für die Muster-Streuobstwiese, die der praktische Garten für jeden Interessenten werden soll. Auf den 1,8 Hektar war der Baumbestand auf 80 bis 100 zurückgegangen.

Ziel seien die ursprünglichen rund 160 Obstbäume, so Andrea Opitz. Daneben werde ein Blühstreifen entstehen. „Unsere Idee ist, dass das hier im Gegensatz zum Lehrgarten in Döllingen eine Bürgerwiese wird“, blickt sie voraus. Noch zu suchende Baumpaten pflegen die Obstgehölze und ernten die Früchte als Gemeinschaftserlebnis mit anschließendem Freiluftfest.

Früchte ernten und verarbeiten

Zu denen, die das Streuobst und andere regionale Produkte verarbeiten und anbieten, gehört die Niederlausitzer Heidemanufaktur von Petra Wetzel aus Hohenleipisch. Sie, die auch die immer beliebteren thematischen Kremsertouren anbietet, sieht wachsendes Potenzial in der heimischen Landschaft.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 15.11.19 von Manfred Feller

Namhafter Sponsor für Streuobstwiesen

Namhafter Sponsor für Streuobstwiesen

Bad Liebenwerda. Der Erhalt und die Erweiterung der Streuobstwiesen wird durch die Mineralquellen Bad Liebenwerda GmbH unterstützt. Dazu ist unlängst ein Kooperationsvertrag mit dem regionalen Verein Kerngehäuse geschlossen worden. Festgeschrieben wurde nach Auskunft der Naturparkverwaltung mit Sitz in Bad Liebenwerda eine langfristige, strategische Partnerschaft. Dies sei Bestandteil der unternehmenseigenen Nachhaltigkeits- und Marketingstrategie. Inzwischen gibt es bereits die ersten Ergebnisse. Diese betreffen die Altbaumsanierung, Neuanpflanzungen, Blühstreifen und Baumpaten.

Streuobstwiesen sind, so die Naturparkverwaltung weiter, von herausragender ökologischer Bedeutung. Mit mehr als 5000 Tier- und Pflanzenarten zählen sie zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa und stellen einen unschätzbaren Beitrag zur Biodiversität dar. Sie dienen dem Arten- Boden- und Wasserschutz, wirken als obstgenetisches Reservoir und zum Klimaausgleich. Typisch für den Streuobstbau ist die Vielfalt an Obstarten und -sorten, Baumformen und Altersstufen. Im Erhalt dieser Vielfalt liege ein großes Potenzial für die Zukunft des Obstbaus. Streuobstbestände sind Teil der Kulturlandschaft. Sie sind vom Menschen geschaffen. Ihr Weiterbestand sei nur gesichert, wenn sie gepflegt und bewirtschaftet werden.

Im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft liegt die größte Streuobstwiesenregion Brandenburgs, in der sich eine enorme Vielfalt von Äpfeln und Birnen, Kirschen und Zwetschgen erhalten konnte - dank der Kulturform des dort praktizierten Obstbaus. Seit Jahrhunderten ist die Niederlausitz eine traditionelle Obstbauregion. In ihrer Größe und Ausprägung stellt diese ein ganz besonderes Kulturerbe in Brandenburg dar.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 9.11.19 von Manfred Feller

Zwei Auerhähne noch überlistet

Zwei Auerhähne noch überlistet

Västerbotten/Bad Liebenwerda.

Das hat geklappt: Am letzten Tag vor der Abreise haben die Fangteams im schwedischen Västerbotten noch zwei der begehrten Auerhähne mit dem Kescher fangen können. Damit wurden im diesjährigen Herbstfang insgesamt sechs Hähne und neun Hennen überlistet. Von Frank Claus

Pro Jahr, so sieht es eine Verwaltungsvereinbarung mit den Schweden vor, dürfen 60 Auerhühner für das Wiederansiedlungsprojekt aus freier Natur entnommen werden. Nach dem erfolgreichen Frühjahrsfang waren noch 19 Tiere offen. Damit ist die mögliche Fangquote fast ausgenutzt worden. Nur vier Tiere mehr hätten es sein dürfen.

Projektleiter Dr. Alexander Zimmermann ist hochzufrieden: „Wenn du 2070 Kilometer bis dorthin fährst, willst du mit ordentlichem Ergebnis zurückkommen.“ Dabei weiß er, dass diese ausgezeichnete Fangquote schwer erarbeitet ist. Die Tiere des Herbstfangs wurden in vier Auswilderungsgebieten freigelassen in der Rochauer, Babbener, Liebenwerdaer Heide und in Grünhaus. Weißhaus wurde diesmal ausgelassen, da dort die Frühjahrsfänge freigesetzt wurden. „Die Herbst-Verteilung auf so viele Auswilderungsgebiete trägt dem Umstand Rechnung, dass wir nun schon in allen Gebieten Tiere haben“, sagt Alexander Zimmermann.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 9.10.19 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/auerhuehner-wiederansiedlung-in-der-region-bad-liebenwerda_aid-46365371

Neue Auerhühner aus Schweden im Naturpark gelandet

Neue Auerhühner aus Schweden im Naturpark gelandet

Bad Liebenwerda/Västerbotten. Im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft sollen Auerhühner wieder angesiedelt werden. In Schweden wurden deswegen einige Tiere gefangen. Das Verfahren ist Teil eines Verwaltungsabkommens. Von Frank Claus

Insgesamt 19 Auerhühner dürfen entsprechend des Verwaltungsabkommens mit Schweden, das eine jährliche Gesamtfangmenge von 60 Tieren vorsieht, nach dem Frühjahrsfang beim gegenwärtig laufenden Herbstfang in den Regionen Västerbotten und Jämtland noch aus der Natur entnommen werden. Insgesamt vier Hähne und acht Hennen sind mit Stand Dienstag gefangen worden. Diese Tiere sind bereits unterwegs in die Lausitz und sollten Mittwochabend ankommen und am Donnerstagfrüh ausgesetzt werden.

Schwedische Auerhühner für Niederlausitzer Heidelandschaft

Wie Projektleiter Dr. Alexander Zimmermann, der mit zwei Fangcrews noch in Schweden weilt, sagt, sei man damit bisher sehr zufrieden. Naturparkchef Lars Thielemann fügt hinzu: „So viele Tiere hatten wir im Herbst noch nie.“ Auch wenn die 19 Auerhühner nicht mehr erreicht werden – die Vereinbarung sieht vor, dass nur noch drei Tiere in der Region Västerbotten gefangen werden dürfen – kann der Bestand in der Rochauer- in der Babbener- und in der Liebenwerdaer Heide nun weiter aufgestockt werden. Inzwischen sind zehn Zentimeter Schnee in den Fanggebieten in Schweden gefallen.

Seit 2012 sind ohne den jetzigen Herbstfang 339 Tiere in Schweden gefangen worden. Ganz sichere Nachweise gibt es momentan über 120 hier lebende Tiere.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 3.4.19 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/niederlausitzer-heidelandschaft-schwedische-auerhuehner-fuer-naturpark_aid-46251501

 

Riesiger Ansturm beim Jubiläumsapfeltag

Riesiger Ansturm beim Jubiläumsapfeltag

Döllingen. Eine zeitweise bis zu 45 Meter lange Schlange am Eingang und mehrere Tausend Besucher haben am Sonntag den ersten Eindruck vom 25. Apfeltag im Pomogarten in Döllingen geprägt.

Der Ansturm auf das frische Obst, junge Obstbäume aus den Baumschulen und so manchen Leckerbissen begann bei dem Jubiläumsapfeltag in Döllingen schon am Morgen gleich nach der Eröffnung. Viele kommen seit Jahren und wissen: Nach ein paar Stunden sind die besten Produkte vergriffen. So oder so: Die Besucher wurden mit einem umfangreichen Rahmenprogramm auf dem riesigen Gelände zeit- und flächendeckend kulturell und kulinarisch für ihr Kommen belohnt.

Wie doch die Zeit vergeht! Nach der Apfelblüte im Frühjahr und einem heißen Sommer wurde jetzt im Pomogarten in Döllingen und auf einigen der umliegenden Plantagen die Ernte eingefahren. Aber auch ein Vierteljahrhundert ist schon um, in dem man mit großem Engagement vieler Helfer in dem Garten am Westrand von Döllingen die Erinnerung an die alte Tradition des Obstanbaus in der Region aufgebaut und breit entfaltet hat. Und so wurde denn auch am Sonntag an die 25 Jahre Entwicklung erinnert.

Die ungekrönte Apfelkönigin und Cheforganisatorin der derzeitigen Apfeltage Andrea Opitz: „Der erste Apfeltag fand noch in der Elstermühle in Form eines Seminars statt, mit damals 30 Leuten. Ein Jahr später bot das Kreismuseum Bad Liebenwerda die Kulisse. Wir haben massenweise Pflaumenmus gekocht“, erinnert sich die engagierte Chefin des Kerngehäuse-Vereins. Danach wurde dann schon in Richtung Döllingen umgezogen. In den Schafstall. „Ohne ihn würden wir heute nicht hier stehen“, ist sich Andrea Opitz sicher. Gemeint ist Apfelpapst Klaus Dietrich aus Plessa, der Organisator und geistige Vater des Pomogartens in Döllingen. Als ehemaliger Offizier der NVA auf dem Schießplatz in Hohenleipisch, der auch schon von großflächigen und durchdachten Planungen geprägt war, hat Klaus Dietrich quasi den Beruf zum Hobby gemacht und an der Planung des Pomogartens wesentlich Hand angelegt. In der ihm gegebenen Naturverbundenheit waren die Pflege und Bewahrung der alten Obstbaumlandschaft sowie der Erhalt alter Obstsorten der wesentliche Grund für den Aufbau des Pomogartens. Zur Silberhochzeit mit seinem Garten erhielt Klaus Dietrich zur Ehrung einen silbernen Präsentkorb mit einem umfangreichen Sortiment der im Garten mittlerweile angebauten Produkte.

Mit der Grundsteinlegung im Jahr 2000 wurde dieses schöne Fleckchen Erde als Festplatz festgelegt. Ein genialer Ort, mit weitem Blick über die Streuobstwiesen, bis hin zur Kirche von Hohenleipisch am Horizont. Seitdem findet der Apfeltag dauernd in Döllingen statt. Viele Menschen freuen sich schon Wochen vorher auf dieses schöne Herbstfest zwischen Himmel und Erde, mitten in der Natur. An kaum einem anderen Ort sei die Verbundenheit von Natur und Gott besser zu sehen und zu vermitteln, meinte Pfarrerin Marie-Luise Zott aus Elsterwerda bei ihrem Festgottesdienst unter freiem Himmel. Einst mit 30 Gästen begonnen, bewegen sich die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren immer wieder um die 5000 Gäste. Etwa 100 Mitwirkende vor und hinter den Kulissen sorgen in jedem Jahr für ein gelungenes Fest.

Allein 63 Händler und Aussteller hatten auch diesmal wieder ihre Stände aufgeschlagen. Mittlerweile gehört Gerd Stahl aus Arzberg zum festen Inventar. Seit Jahren ergattert sich der pfiffige Obsthändler immer den besten Platz im Pomogarten: die erste große Kreuzung hinter dem Eingang. Kartoffeln Zwiebeln, Eier, Birnen, Pfirsiche und Äpfel, Äpfel, Äpfel: Spätestens, wenn die Gäste in Richtung Heimat trotten und noch etwas mitnehmen wollen, fällt der bunt dekorierte Stand ins Auge. Sigrun Sixdorf aus Bad Liebenwerda bringt seit Jahren extra mehrere Taschen mit, um hier frisches Obst und Gemüse einzukaufen.

Mit dabei seit vielen Jahren ist auch Petra Wetzel aus Hohenleipisch. Seit 2012 werden sieben verschiedene handgemachte Produktlinien aus ihrer Heidemanufaktur angeboten. Daneben organisiert die Vorsitzende vom Heimatverein „Die Lobenburger“ in Personalunion die Theaterstücke der Apfelspektakel im Festzelt.

Auf ihren Lorbeeren wollen sich die Organisatoren des Apfeltages vom Naturpark und vom Kerngehäuse-Verein nicht ausruhen. Sukzessive soll das Programm auch zukünftig ausgebaut werden. Seit Jahresbeginn betreut Jörg Kösters eine Kompetenzstelle Streuobst, mit der bis 2022 der Obstanbau vorangetrieben werden soll. Allein beim Obst- und Gartenbauverein Hohenleipisch werden zwischenzeitlich fünf verschiedene Pilotprojekte betrieben. „Wichtig ist, aus dem kulturellen Zentrum der Streuobstaktion heraus die Altanlagen in Ordnung zu bringen und die Idee in die Breite zu tragen“, blickte Andrea Opitz in die Zukunft.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 30.9.19 von Veit Rösler

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/doellingen-riesiger-ansturm-beim-jubilaeumsapfeltag_aid-46170609

 

Zum 25. Mal Apfeltag in Döllingen

Zum 25. Mal Apfeltag in Döllingen

Döllingen.

Der Pomologische Schau- und Lehrgarten wird wieder zum großen Regionalmarkt. Ein kleines Jubiläum feiert der Niederlausitzer Apfeltag am Sonntag im Pomologischen Schau- und Lehrgarten in Döllingen. Die Veranstaltung, die ganz im Zeichen des schmackhaften Kernobstes steht, findet zum 25. Mal statt. Fast alles, was über das Lieblingsobst der Deutschen bekannt ist, wird an diesem Tag zum Thema gemacht.

Neben vielen Informationen gibt es jede Menge Köstlichkeiten und regionale Spezialitäten zu probieren, Kulturprogramm und buntes Markttreiben vereinen Modernes und Althergebrachtes, Musikalisches und Unterhaltsames. Mit einem Festgottesdienst unter freiem Himmel (10 Uhr), einer sortenreichen Apfelausstellung, Obstsortenbestimmung, Fachberatung, zwei Baumschnittseminaren, einem Erntewagenkorso, Live-Musik und vielem mehr wird es ein gebührendes Fest für die ganze Familie sein.

Fachliches: Wer schon immer wissen wollte, welche Sorten an Äpfeln und Birnen im eigenen Garten wachsen – die zwei Pomologen Jürgen Mortag und Frank Schellhorn aus Thüringen bestimmen die noch unbekannten Sorten und beantworten Fragen zum Obstbau.

Wichtig für die Sortenbestimmung: Es sollten pro Sorte mindestens drei Exemplare mit Stiel mitgebracht werden. Den richtigen Schnitt an Obstbäumen vermittelt der Fachmann Christian Wolf allen Interessierten in zwei Seminaren um 11 Uhr und 14.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. In der Apfelausstellung des Bundessortenamtes lassen sich über 100 verschiedene Sorten bestaunen. Wer eine alte Sorte von Äpfeln, Birnen, Kirschen oder Pflaumen im eigenen Garten pflanzen möchte, kann die Angebotsliste studieren und Jungbäume für die Herbstpflanzung bestellen.

Rahmenprogramm: Traditionell begleitet den Apfeltag ein Bauern- und Handwerkermarkt mit frischen Waren und Produkten aus regionaler, landwirtschaftlicher und biologischer Erzeugung. Etwa 70 Aussteller präsentieren ihre vielfältigen und qualitativ hochwertigen Produkte. An zahlreichen Ständen werden typische Obstprodukte wie Tafelobst, Säfte, Marmeladen und Brände aber auch Wild-, Wasserbüffel- oder Fischspezialitäten von Direktvermarktern angeboten. Kunsthandwerker und Kreative geben ihre aktuellen Kollektionen zum Besten. Aussteller aus den Bereichen Pflanzen und Garten bieten Beratung und Information und stellen nützliche Angebote für die eigene Scholle vor. Die attraktiv gestalteten Erntewagen des Obst- und Gartenbauvereins Hohenleipisch fahren gegen 12.30 Uhr auf das Festgelände ein, anschließend wird eine Erntekrone geflochten.

Kulinarisches: Herzhafte Spezialitäten, Süßes vom Bäcker oder außergewöhnliche Fruchtsäfte – es werden regionale Köstlichkeiten aller Art geboten. Wie der Apfel in der Küche verwendet werden kann, zeigen in der Showküche Michael Ihlo und Helmut Hummel.

Für die ganze Familie: Die Plessaer Mühlenmusikanten spielen zum Apfelfrühschoppen auf, es gibt Unterhaltsames mit dem Heimatverein „Die Lobenburger“. Abgerundet wird das von Marion Hirche moderierte Bühnenprogramm von der Dresdner Gruppe Triple Trouble. Ein vom Esel gezogener Wagen steht zur Mitfahrt für Kinder bereit.

Das Programm im Detail: www.niederlausitzer-heidelandschaft-naturpark.de

29. September: 25. Niederlausitzer Apfeltag, Döllingen 10 bis 18 Uhr

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 26.9.19 von Frank Claus

https://www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/apfeltag-in-doellingen-feiert-25-jubilaeum_aid-46097641

 

 

 

Der "Große Hahn" ist heimisch geworden

Der "Große Hahn" ist heimisch geworden

Bad Liebenwerda. Das Wiederansiedlungsprojekt des Auerhuhns im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und in der Rochauer Heide gestaltet sich sehr erfolgversprechend. Die nächste Fangexpedition ist nach Schweden aufgebrochen. Von Frank Claus

Das sind sie, liebe Leser. Die ersten Fotos, die Ihnen die RUNDSCHAU von Auerhahn und Auerhuhn in freier Wildbahn zeigen kann. Dr. Alexander Zimmermann, der Projektleiter des Auerhuhnprojektes, hat inzwischen viele davon. Aufgenommen wurden sie mit mehreren Wildkameras. Überwiegend an „Huderstellen“.

Was das sind? Die RUNDSCHAU hat Lars Thielemann bei einem Kontrollrundgang in einem der Auswilderungsreviere begleitet und einen außerordentlich zufriedenen Chef des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft vorgefunden. Die Bedingungen für die Wiederansiedlung des Auerhuhns – der charakteristische Hühnervogel war um 1990 ausgestorben, eine letzte Henne wurde 1998 in der Rochauer Heide gesichtet – hier bei uns sind ideal.

Lars Thielemann kommt ins Schwärmen, als an diesem Morgen das Sonnenlicht durch die Kiefern-, Eichen und Birkenzweige dringt. „Guck mal, so lieben es die Auerhühner. Weite Blaubeer- und Preiselbeerteppiche, sich abwechselnde dichte Gebüsch- und Waldbestände und dazwischen immer wieder helle Offenflächen.“

Sogar die Stürme der vergangenen zwei Jahre befördern das Wiederansiedlungsprojekt. Die umgestürzten Bäume haben große Wurzelteller aus dem Erdreich gerissen und den darunter liegenden, sandigen Waldboden freigelegt. Den nutzen die Hühnervögel als „Huderstellen“, in denen sie Staubbaden, ihr Gefieder wechseln und die dringend benötigten kleinen Steinchen aufnehmen können. Ausgerechnet dort und oben auf diesen Wurzelstumpen sind mit Wildkameras bisher die meisten Aufnahmen gelungen.

Lars Thielemann ist vor allem den Mitarbeitern der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), von Bundes- und Landesforst, Revierförstern, Jägern aber auch vielen privaten Waldbesitzern dankbar. „Wir stoßen überall auf offene Ohren, wenn es darum geht, Forst- und jagdliche Maßnahmen auch ein stückweit unter dem Blickwinkel des Wiederansiedlungsprojektes durchzuführen“, sagt er. Die Wiederansiedlung des Charaktervogels und Wappentiers des Naturparks ist ohne Übertreibung auch zu einer Herzensangelegenheit geworden. Dabei ist langer Atem nötig. Nachdem sich das Ausbrüten von Eiern, die Aufzucht in Volieren und das anschließende Auswildern als untauglich erwiesen haben – die Tiere haben in freier Wildbahn nicht lange überlebt – zeitigt der Fang in Schweden stetige Erfolge. Seit 2012 sind 339 Tiere in Schweden gefangen worden.

Ganz sichere Nachweise gibt es momentan über 120 hier lebende Tiere. „Wir vermuten, dass es noch einige mehr sind, können das aber nicht exakt nachweisen“, sagt der Projektleiter. Denn geschummelt wird nicht. Der Nachweis der Tiere erfolgt über Ringe, einige wenige tragen noch Sender – vor allem aber über die Genetik. Jedem einst freigelassenen Tier ist eine Feder entnommen worden. Mithilfe des Institutes für Zoo- und Wildtierforschung Berlin ist so inzwischen eine stattliche Gen-Datenbank entstanden. Jede Feder, die in freier Wildbahn gefunden wird – und das sind jede Menge – wird auf gleichem Weg „katalogisiert“. Allein daraus lässt sich ableiten, dass die Zahl der hier in Brandenburg ausgebrüteten Nachkommen inzwischen stetig wächst.

60 Tiere dürfen pro Jahr in Schweden entnommen werden. Gerade wieder brechen zeitversetzt Fangteams nach Schweden auf. Noch 19 Tiere können in diesem Jahr gefangen werden. Die drei Fangcrews wollen vor allem Hähne fangen – eine besonders schwere Angelegenheit. Nächtelang liegen die Teams in freier Wildbahn in Erdkuhlen in Zelten. Die Hähne kommen bei Tagesanbruch von den Wipfeln der Bäume, in denen sie schlafen, zu den Balzplätzen. Dort wird versucht, sie mittels Fangnetzen zu überlisten. „Die Bedingungen gerade sind nicht einfach. Minus fünf bis ein Grad herrschen in Jämtland und Västerbotten und es hat begonnen zu schneiden“, berichtet Dr. Alexander Zimmermann.

Auszug aus det Lausitzer Rundschau vom 21./22.9.19 von Frank Claus

https://www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/auerhuhn-ist-im-naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft-angekommen_aid-45960475

 

 

 

 

Fallen die Äpfel vom Stamm ...

Fallen die Äpfel vom Stamm ...

Auszug aus dem Wochenkurier vom 20./21.9.19 von Bernd Witscherkowsky

http://www1.wi-paper.de/book/read/id/0002C11424057EF9

 

Mit dem Ranger in die Heide wandern

Mit dem Ranger in die Heide wandern

Bad Liebenwerda.

Wer mit Ranger Tino Gärtner von der Naturwacht Brandenburg in die blühende Heide wandern möchte, der sollte sich den kommenden Sonntag (15. September) notieren. Dann geht es hinaus zu dem jährlich wiederkehrenden Naturschauspiel. Ziel ist das Naturschutzgebiet „Forsthaus Prösa“. Einschließlich der Fahrt mit Kleinbussen dauert die Tour etwa drei Stunden. Dabei werden nur etwa vier Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Kosten: fünf Euro pro Person. Anmeldeschluss ist Freitag, der 13. September, 13 Uhr: Telefon 035341 10192 oder E-Mail: heidelandschaft@naturwacht.de. Treffpunkt ist das Naturparkhaus in der Kurstadt. Sonntag, 15. September, 10 Uhr, Bad Liebenwerda (mf)

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 12.9.19von Manfred Feller

https://www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/mit-dem-ranger-in-den-naturpark-bei-bad-liebenwerda_aid-45763565

 

Geführte Radtour startet in Staupitz

Geführte Radtour startet in Staupitz

Staupitz.

Gästeführer Harald Schneider lädt am Sonnabend (14. September) zu seiner nächsten geführten Fahrradtour ein. Die geplanten Ziele haben sich verändert. Nur so viel wird verraten: Es geht vornehmlich durch den benachbarten OSL-Landkreis. Thema: „Alles zu seiner Zeit – die schönsten Dinge des Lebens.“ Versprochen werden tolle Erlebnisse. Im Mittelpunkt stehen Natur, Kunst und Kulinarisches an verschiedenen Orten. Die Tour dauert etwa sieben Stunden und hat eine Länge von rund 50 Kilometern. Die Teilnahmegebühr beträgt für Erwachsene fünf und für Kinder drei Euro. Kontakt: 035325 332. Sonnabend, 14. September, 10 Uhr, Dorfplatz Staupitz.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 12.9.19 von Manfred Feller

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/gefuehrte-radtour-startet-in-staupitz_aid-45762917

Von den Ratten zu den Auerhühnern

Von den Ratten zu den Auerhühnern

Doberlug-Kirchhain.

Geballte Kompetenz mit viel Wissen und Erfahrung in der Forstwirtschaft vor und nach der Wende hat sich zum Goldenen Diplom in Doberlug getroffen. Für Joachim Mertzig war es ein Heimspiel – und eine Werbeveranstaltung für seine schöne Heimat. Von Dieter Babbe

Er erzählt gleich zu Beginn eine eher makabre Geschichte: Einmal ist die Sekretärin in ihr Büro gekommen, als plötzlich eine Ratte aus der Blumenvase sprang. Fortan trat die Frau künftig hart mit dem Fuß auf die Treppenstufen, bevor sie die Tür aufmachte. In diesem Haus hatte Joachim Mertzig die ersten Jahre nach seinem Forststudium seinen Schreibtisch zu stehen. Jetzt – nach 50 Jahren – trifft er hier seine früheren Kommilitonen bei einem Seminartreffen zur Übergabe des „Goldenen Diploms“ wieder. Geballte Kompetenz von Akademikern, Doktoren, sogar ein Professor ist dabei, allesamt Absolventen der Sektion Forstwirtschaft der TU Dresden in Tharandt, die sich bestens auskennen im Wald und in der Forstwirtschaft – mit beruflichen Umbrüchen in ihrem Leben, weil sie zwei Welten kennengelernt haben.

Freilich hat sich vieles geändert in den fünf Jahrzehnten. Aus der einstigen Rattenburg, dem Rautenstock in Doberlug, den Herzog Christian I. von Sachsen-Merseburg 1665 als Kavalierhaus für seine Schlossgäste hat bauen lassen, war zu DDR-Zeiten der Sitz des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes, bevor der auszog, es lange leer stand und erst 2010 vom örtlichen Bauunternehmer Werner Röder übernommen, saniert und zu einem stilvollen Hotel und Café ausgebaut wurde – und von seiner Familie auch betrieben wird. Hier, in einem historischen und gepflegten Ambiente, haben Mertzigs Studienkollegen für drei Tage Quartier bezogen – angelockt aber nicht nur von der schicken Herberge.

Das in Deutschland wohl einzigartige Projekt zur Wiederansiedlung der Auerhühner hat das Interesse der Forstleute geweckt. Lars Thielemann, der Leiter des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, berichtet am ersten Abend darüber, wie es erfolgreich gelungen ist, Auerhühner aus Schweden in unserer Region anzusiedeln. 340 Tiere sind bisher seit 2012 aus zwei Gebieten in Mittelschweden gefangen und im Naturpark ausgesetzt worden – alles gefördert von der EU. Im vorigen Jahr hat man 100 Auerhühner bei uns nachweisen können, etliche sind bereits hier geboren.

„Das ist ein Riesenerfolg. Großes Kompliment“, würdigt Carl-Heinrich Leißner – auch die Leidenschaft für dieses Projekt. Als Forstamtsleiter in Saalfeld hatte er schon zu DDR-Zeiten mit Naturfreunden versucht, den Rückgang der Auerhühner aufzuhalten. „Gelege, die wir bei den Waldarbeiten gefunden haben, wurden ausgebrütet und die Tiere in einer Aufzuchtstation aufgezogen, die dann ausgewildert wurden.“ Doch kaum ein Tier habe die Freiheit lange genießen können, zu einer dauerhaften Population sei es nicht gekommen. Carl-Heinrich Leißner musste erfahren: „Aufgezogene Auerhühner überleben in der Wildbahn kaum. Sie sind sehr krankheitsanfällig, haben sich an den Menschen gewöhnt und werden in der Natur schneller Opfer von Fuchs, Habicht und Waschbär.“

„Aus diesen und anderen Erfahrungen haben wir gelernt“, sagt Lars Thielemann, „deshalb holen wir Wildtiere aus Schweden, wo wir einmal im Jahr 60 Auerhühner und auch -hähne einfangen dürfen und sie auf schnellstem Wege und möglichst stressarm mit dem Flugzeug nach Deutschland bringen. Innerhalb von nur sechs Stunden werden sie bei uns im Wald ausgesetzt.“ Nicht ohne Stolz erklärt Lars Thielemann: „Es gibt einige Projekte in Deutschland, um das Auerhuhn durch Wiederansiedlung vor dem Aussterben zu retten. Unser ist bisher das erfolgreichste.“ Noch bis 2020 werden in Mittelschweden, wo in der Fanggegend bis zu 6000 Auerhühner jährlich geschossen werden und der Bestand deshalb nicht gefährdet ist, Tiere eingefangen und in den Elbe-Elster-Kreis gebracht. Dann hofft man, dass die Auerhühner sich wieder dauerhaft in unserer Region ansiedeln werden. Im vorigen Jahr sind 280 Tiere gesichtet und der Naturparkverwaltung gemeldet worden – so viele wie in keinem Jahr davor.

Zu den früheren Kommilitonen, die beachtliche berufliche Karrieren in der DDR und auch nach der Wende hatten, gehört auch Herbert Wötzel. Der 74-Jährige war Oberförster in der Altmark und später sogar bis ins DDR-Forstwirtschaftsministerium aufgestiegen – „als es zu den großen Waldschäden im Erzgebirge und in Thüringen kam und man was dagegen tun wollte“. Kurz vor dem Ende der DDR sei er sogar als Generalforstmeister vorgesehen gewesen – „aber immer um den Minister herumscharwenzeln, das war nichts für mich“.

Eine interessante Aufgabe kam dann nach der Wende auf ihn zu, als die Treuhand den kompetenten Mann einstellte, um die Waldverkäufe zu organisieren. „So ist auch der frühere Grafenwald in Sonnewalde wieder an Graf Solms zu privilegierten, aber gesetzlichen Bedingungen verkauft worden“, erinnert sich Herbert Wötzel an einen Fall in der Region. Ärgerlich wird er, wenn er auf die Forststruktur in Brandenburg zu sprechen kommt: „Eine Forstreform jagt die andere. Dabei wird die Präsenz der Förster immer mehr ausgedünnt, weil sie zu große Reviere bekommen. Zum Schaden der kleinen Waldbesitzer, denen der nahe Ansprechpartner und damit die Hilfe fehlt, die sie brauchen“, bedauert Wötzel – und schiebt nach: „Letztlich geht es nicht um den Wald, sondern um die Einsparung von Personal.“

Ein echter Spätdurchstarter nach der Wende ist Heinz Fromhold. Der Thüringer hat die Waldarbeit zunächst als schlagfertiger Holzfäller von der Pike auf gelernt, bevor er zum Studium ging. Hier beschäftigte er sich in seiner Diplomarbeit mit der Datenerfassung aus der Luft. „Anhand von Luftbildern kann man erkennen, wieviel Holz ein Baum hat“, sagt Fromhold. Dazu sei er viel mit dem Flugzeug unterwegs gewesen, „heute machen das Drohnen“. Als er am Institut für Forstwirtschaft in Eberswalde den Kontakt zu seiner Westverwandtschaft abbrechen sollte, kam es zum Eklat. Fromhold verabschiedete sich von der Forstwirtschaft und wurde zum „Aussteiger“, wie er sagt, wechselte das Metier und arbeitete als Müller. Nach der Wende war sein Wissen wieder gefragt, er wurde stellvertretender Leiter des Landesforstamtes in Königs Wusterhausen und wechselte erneut zum Institut. Hier bekam er sogar eine Professur – der 75-Jährige unterrichtet im Wintersemester noch immer in zwei Fächern. Joachim Mertzig, der Gastgeber des Seminartreffens, ist sein Leben lang beruflich seiner Heimat treu geblieben. Dabei erinnert er sich an die Zeit vor der Wende nur ungern – als er das Oppelhainer Holzausformungswerk aufbauen und dann leiten musste. „Und das mit störanfälliger, veralteter russischer Technik, die dem Stand in Deutschland aus der Weimarer Zeit entsprach, wo zudem ständig Ersatzteile fehlten.“ Mertzig spricht von der „schwersten Zeit meines Berufslebens“. Von der zweiten Lebenshälfte als Dezernatsleiter und Vize-Amtsleiter im Forstamt Doberlug-Kirchhain, wo er für den Holzeinschlag und –verkauf zuständig war, berichtet er dagegen gern. Joachim Mertzig ist nicht nur eingefleischter Forstmann, er ist auch sehr eng mit seiner Heimat verwurzelt – und regelrecht in den Stadtteil Doberlug verliebt. Das spüren die früheren Mitstudenten seiner Seminargruppe beim Rundgang durch das sanierte Schlossareal, wo er ein kundiger Erklärer war. In der Klosterkirche übernimmt dann Elvira Bratsch von der Kirchengemeinde das Zepter. Sie erzählt von den Mönchen, die hier sieben Mal am Tag beteten, wo im Hohen Chor noch der wertvolle Mosaikfußboden erhalten geblieben ist, von der im Krieg verloren gegangenen Taufschale, die auf einem Bauernhof in Lindena als Ententränke genutzt wurde, später in Westberlin landete und vor einigen Jahren erst durch Zufall wieder an ihren alten Platz kam – und vom jüngsten Plan: Die Klosterkirche soll eine neue, besser klingende Glocke bekommen. Bei einer Ausfahrt mit dem Kremser hin zum Naturpark bei Hohenleipisch, wo jetzt herrlich die Heide blüht, ruft plötzlich einer der Forstleute laut: „Ich habe einen Auerhahn gesehen!“ Tatsächlich – als Bild an einer Hauswand in Sorno. In zwei Jahren wollen sich die Absolventen des Abschlussjahrganges 1969 wieder treffen, diesmal vermutlich im Harz. Es wird für den Organisator dann schwer werden, das Programm von Joachim Mertzig noch zu toppen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 11.9.19 von Dieter Babbe

https://www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/goldenes-diplom-der-forstwirte-in-doberlug-kirchhain-gefeiert_aid-45750953

 

 

Es ist ein blühender Traum

Es ist ein blühender Traum

Bad Liebenwerda.

Tafelsilber in Panzerspuren. Wo zwischen 1960 und 1988 auf einem Truppenübungsplatz der Nationalen Volksarmee geschossen und taktisches Verhalten mit Militärgerät geübt wurde, gibt es heute ein faszinierendes Refugium der Natur. Von Frank Claus

Die Sonne geht auf. Locker wie Sahnehäubchen wandern Wolken am Himmel. Eine Schafherde zieht über den violett blühenden Teppich hin zur Waldkante. Vorbei an einzeln stehenden Birken und Kiefern. Das Auge kann sich nicht satt sehen. Die Nase kitzelt ein wunderbarer Geruch. Es duftet so herrlich nach Honig. Und dann diese Stille. Nur Vögel durchbrechen mit ihrem Gesang die wunderbare Ruhe.

Wer sich hinhockt, entdeckt in der kargen, sandigen Landschaft quirliges Treiben. Um die Knospen der Calluna surren Bienen, Käfer krabbeln am Boden, Spinnen haben ihre engmaschigen Wunderwerke gewebt. Tief durchatmen. Die Heide blüht!

Endlich wieder. Im vergangenen Jahr blieb das Naturschauspiel aus, die Hitze hatte ihren Tribut gefordert. Es war wie ein Protest der Natur. Die Heide blieb weitgehend grau. In diesem Jahr haben wenige, dafür aber ergiebige Niederschläge ausgereicht, den Zauber zu entfachen. Und so wird es auch in diesen Tagen nicht lange dauern, bis Menschen sich das Schauspiel nicht entgehen lassen.

Lars Thielemann, der Leiter der Naturparkverwaltung, lächelt zufrieden in sich hinein. Dass es gelingt, diese Heidelandschaft zu erhalten, ist kein Selbstlauf. Ohne menschliches Zutun wären diese etwa zehn Prozent Offenflächen, die durch die militärische Nutzung entstanden und Grundlage des ausgedehnten Heidewachstums sind, längst wieder dicht bewaldet. Die Forstbetriebe, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Brandenburgs Landesumweltamt, engagierte Naturschützer, Revierförster, drei Schäfereibetriebe – sie alle helfen mit, diesen Schatz zu erhalten. So wird die Heide nicht nur beweidet, sondern auch regelmäßig gemäht. Das ist nötig, damit sie sich immer wieder aufs Neue bestockt. Denn wer weiß schon, dass die knochig wirkenden Zweige der Calluna-Pflanzen begehrt sind – unter anderem bei den Reetdachdeckern, die davon die Dachfirsten herstellen.

Und wer ahnt, wie wichtig die Heide für die Vielfalt von Pflanzen und Tieren ist? Dort findet der selten gewordene Wiedehopf noch Lebensraum, nutzen bedrohte Tierarten wie Neuntöter und Braunkehlchen die niedrigen Büsche zum Brüten, fliegen Erdhummeln, flattern selten gewordene Schmetterlinge, krabbelt eine Käfervielfalt, die es anderswo längst nicht mehr gibt, zwischen Sandtrockenrasen und Silbergrasfluren. Und da ist der größte zusammenhängende Traubeneichenbestand gleich nebenan. Das alles, so Lars Thielemann, müssen Menschen sehen und erleben. Behutsam. Massentourismus, den will er nicht. Wohl aber, dass so wie ihm Besuchern das Herz aufgeht.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 31.8./1.9.19 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/es-ist-ein-bluehender-traum_aid-45498045

Die Heide blüht bis in die Spitzen

Die Heide blüht bis in die Spitzen

Hohenleipisch (VRS)

Zwischen Hohenleipisch und Friedersdorf entfaltet sich gegenwärtig ein atemberaubendes Naturschauspiel.

Nach dem Trockenjahr 2018 stehen die Heideflächen im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft in voller Blüte.

Die teils ergiebigen Regenfälle der letzten Wochen haben die Blüte der Besenheide in die Spitzen der Pflanzen getrieben. Nach einer alten Bauernregel sagte diese Konstellation einen harten Winter voraus. Kremser, Radfahrer, Wanderer und Bienen bevölkern in Größenordnungen das Gelände. Die Heide verbreitet einen markante Duft. An mehreren Stellen haben Imker ihre Bienenkästen aufgestellt. Das Summen Bienchen fügt sich in die Natur ein.

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 31.8./1.9.19 von Veit Rösler

Frisch gepresst in Döllingen - Prost!

Frisch gepresst in Döllingen - Prost!

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 31.8.19 / 1.9.19 von Veit Rösler

Wanderung und Exkursion in die Natur

Wanderung und Exkursion in die Natur

Bad Liebenwerda.

Die Naturschätze im Naturschutzgebiet Sutschketal sind während einer Wanderung entlang von Krummensee, Auenwald und Seerosenweiher am 7. September zu erleben.

Treffpunkt ist der Bahnhof in Bad Liebenwerda. Von dort geht es mit dem Zug zum Ziel. Die Wanderstrecke ist 13 Kilometer lang. Die Leitung hat Mario Gaebel. Anmeldung bitte bis zum 3. September unter Telefon 035341 680075). Startgebühr: zwei Euro plus Zugfahrkarte. Um 6.15 Uhr geht es los.

Am 7. September wird auch die beliebte Ranger-Erlebnistour „Schnucken gucken“ angeboten. Mit dem Kleinbus geht es ab 10 Uhr durch den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Sechs Stunden lang führen die Ranger Ina Tschiesche und Tino Gärtner durch die Landschaft mit jeweils kurzen Wanderungen. Anmeldeschluss ist der 5. September unter Telefon 035341 10192 oder E-Mail: heidelandschaft@naturwacht.de. Treffpunkt ist das Naturparkhaus in Bad Liebenwerda. Kosten: 15 Euro pro Person.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 29.8.19 von Manfred Feller

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/wandern-im-naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft_aid-45445965

Großstadt-Kinder sammeln Land-Erfahrung

Großstadt-Kinder sammeln Land-Erfahrung

Döllingen.

Dresdener Grundschüler lernen im Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen die Ernte und Verarbeitung von Fallobst zu leckerem Obstsaft kennen.

Insgesamt 22 „Stadt-Kinder“, quasi nahezu ohne jede „Land-Erfahrung“, sind vor wenigen Tagen zusammen mit ihrem Lehrer Nico Brömßer (37) und Mutti Nicole Müller (33) als Begleiterin auf Erkundungstour durch den Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen gezogen. Auf dem riesigen Abenteuerspielplatz im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft haben die Schüler der 4a der 35. Grundschule Dresden „Heinrich Graf von Bünau“ zusammen mit Naturpark-Mitarbeiter Jörg Kösters (40) sowie Petra Wießner (57) und Ina Titsche (56) von der Naturwacht im Stationsbetrieb Bienen in einem Schaubienenstock beobachtet, Obstsaft gepresst und die Eigenarten der Streuobstwiesenlandschaft kennengelernt.

Projektleiter Jörg Kösters erklärte den Kindern: „In den vergangenen Jahrzehnten ist der Bestand an Obstwiesen bundesweit um mindestens 70 Prozent zurückgegangen. Durch Billigprodukte aus Spanien, Portugal und Polen ist der Anbau mit dem enormen Aufwand und den Nebenkosten hierzulande nicht mehr ergiebig. Die alten Obstwiesen müssen gepflegt werden und Neupflanzungen sind teuer und wasserintensiv. Das ist wirtschaftlich nicht mehr interessant und auch das kleine Paradies hinterm Haus wird mehr und mehr vernachlässigt.“ Die alten Obstanbauer haben meist ein Alter fern der 70 Jahre erreicht. Damit verschwinden auch viele regionale Obstsorten. In der Region um Döllingen und Hohenleipisch gibt es noch historische Obstwiesenlandschaften. Kernstück des Streuobstanbaus ist der Pomologische Schau- und Lehrgarten in Döllingen. Auf einer Fläche von drei Hektar wachsen hier an etwa 400 Obstbäumen und Wildobststräuchern über 150 alte und neuere Hauptobstarten. Sogar eine Bananenstaude wurde jüngst ausgetestet, allerdings mit wenig Erfolg. Das anfallende Obst wird unter anderem zu Saft, Brotaufstrichen oder Obstbrand beziehungsweise Wein weiter verarbeitet. Mit Veranstaltungen wie dem Blütenfest, dem Gartenplausch und dem Apfeltag wurden in den vergangenen Jahren Highlights geschaffen, die zahlreiche Touristen anziehen. Andere Veranstaltungen wie Baumschnitt- und Veredlungsseminare dienen der Umweltbildung.

Hauptattraktionen für die Kinder aus der sächsischen Landeshauptstadt waren die Ernte und die Verarbeitung von Fallobst zu leckerem Obstsaft. Direkt vom Baum wurden die Früchte frisch in Stücke geschnitten und dann in einer Obstmühle weiter zerstückelt. Mit enormer Kraftanstrengung konnte die klebrige Masse dann in süßen Apfelsaft verwandelt und auch gleich vor Ort ausgetrunken werden.

Am 29. September wird zum 25. Apfeltag in den Pomologischen Schau- und Lehrgarten in Döllingen eingeladen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 27.8.19 von Veit Rösler

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/dresdener-kinder-im-pomologischen-schau-und-lehrgarten-doellingen_aid-45360845

Obst naschen beim letzten Gartenplausch in Döllingen

Obst naschen beim letzten Gartenplausch in Döllingen

Döllingen.

Zum letzten Gartenplausch in diesem Jahr wird am Sonntag (25. August) von 14 bis 17 Uhr in den Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen eingeladen. Die Besucher können die kostbare Vielfalt der Obstsorten kennenlernen und helfen dabei mit, ein bedrohtes Stück Kulturlandschaft zu erhalten.

Neben den mannigfaltigen Hauptobstarten Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume bietet der Garten in Döllingen verschiedenes Beerenobst, Wildfrüchte und Nüsse. „Das ist ein Schlaraffenland für alle Obstliebhaber“, lädt Jörg Kösters, Projektkoordinator beim Verein Kerngehäuse, ein.

Gekostet werden können bei diesem letzten Gartenplausch erste Äpfel und Birnen sowie auch verschiedene pflaumenartige sommerreife Früchte. Gegen eine Spende dürfen Aroniabeeren für den Eigenbedarf mit nach Hause genommen werden.

Bei Kaffee und Kuchen können die Besucher miteinander ins Gespräch kommen, fachsimpeln und sich über den Obstbau informieren. Wer möchte, der kann bereits Obstgehölze für die nächste Herbstpflanzung bestellen. (mf)

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 22.8.19 von Manfred Feller

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/obst-naschen-beim-letzten-gartenplausch-in-doellingen_aid-45251609

Nach den Kirschen werden nun Birnen angenommen

Nach den Kirschen werden nun Birnen angenommen

Hohenleipisch.

Nach der Süßkirschernte, die von der Kelterei Bauer Fruchtsäfte weiter verarbeitet wurde, organisieren der Obst- und Gartenbauverein Hohenleipisch und der Verein Kerngehäuse nun eine gemeinsame Sammelaktion für hartreife Birnen.

Die erste Annahme ist am Montag, dem 26. August, in Hohenleipisch geplant. Die Uhrzeit und weitere, an die Reifezeiten angepasste Termine für Mitte und Ende September folgen jedoch erst nach persönlicher Absprache per Telefon oder E-Mail, informiert Jörg Köstern, Projektkoordinator des Vereins Kerngehäuse aus Elsterwerda.

Für ein Kilogramm Birnen, die für die Weiterverarbeitung zu Most hartreif und ungespritzt sein müssen, werden 0,15 Euro gezahlt. Interessierte werden gebeten, sich bei Gert Anders (Telefon 03533 60740, E-Mail: anders@ga-werbung.de) oder Jörg Kösters (0160 91042424, E-Mail: kerngehaeuse_ev@web.de) zu melden.

Auch die diesjährige Birnenernte stehe im Zeichen der Wiederbelebung des Obstbaus in der traditionellen Streuobstregion Hohenleipisch-Döllingen im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Sie wird über das Modellvorhaben „Land(auf)Schwung“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft und im Rahmen der Kompetenzstelle Streuobst im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft vom Landwirtschaftsministerium Brandenburg und der EU gefördert. (mf)

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 22.8.19 von Manfred Feller

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/projekt-streuobstwiesen-annahme-von-birnen-in-hohenleipisch_aid-45260109

Heide-Spaziergang mit Rangern zum Forsthaus Prösa

Heide-Spaziergang mit Rangern zum Forsthaus Prösa

Bad Liebenwerda.

Die Naturwacht Brandenburg bietet am 18. und 25. August sowie am 1. und 8. September Ranger-Spaziergänge in die blühende Heide und durch das Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa an.

Die zweistündige Wanderung (einschließlich Fahrt im Kleinbus) beginnt um 14 Uhr ab dem Naturparkhaus in Bad Liebenwerda. Kosten: fünf Euro pro Person. Wer am kommenden Sonntag (18. August) mitwandern möchte, der melde sich bitte bis Freitag, 13 Uhr, an: im Naturparkhaus, in der Tourist-Info der Kurstadt, telefonisch unter 035341 10192 oder per E-Mail: heidelandschaft@naturwacht.de

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 12.8.19 von Manfred Feller

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/heide-spaziergang-mit-rangern-zum-forsthaus-proese-im-naturpark_aid-45022875

Botanische Exkursion mit einem ernsten Hintergrund - Am Internationalen Tag der Ranger

Botanische Exkursion mit einem ernsten Hintergrund - Am Internationalen Tag der Ranger

Eichholz. Naturwächterin Petra Wießner ist am World Ranger Day gemeinsam mit Naturfreunden auf Spurensuche auf den Zinswiesen gegangen.

Die Optik und die Eigenschaften von zum Beispiel Mädelsüß, der Kuckucks-Lichtnelke, der Sumpf-Schafgarbe, der Wild-Möhre oder dem Teufels-Abbiss kennen jetzt die Begleiter von Naturwächterin Petra Wießner – und den Standort der abenteuerlich klingenden Gewächse bald auch die Mitarbeiter des Naturschutzbundes (NABU). Die Rangerin im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft hat am Mittwoch im Auftrag des NABU Finsterwalde auf den Zinswiesen zwischen Eichholz und Drößig eine botanische Kartierung der Pflanzenwelt durchgeführt und dabei ihren Gästen erklärt, worum es sich bei den hier anzutreffenden Kräutern handelt und warum dieses Monitoring so wichtig ist.

Die Zinswiesen bei Eichholz sind alte abgabenpflichtige Flurstücke, die zwischen 1165 und 1541 von den Zisterziensern des Klosters Dobrilugk an Bauern verpachtet wurden. Heute zählen diese zu den FFH-Gebieten. Die sogenannten sehr artenreichen Pfeifengraswiesen erfordern eine vorgeschriebene Bewirtschaftung zur Erhaltung der hier anzutreffenden Arten.

Die Führung zum Internationalen Tag der Ranger hatte aber auch noch einen anderen, ernsten Hintergrund. Mit der Aktion sollen in einer Solidaritätsaktion Spenden für in Not geratene Ranger gesammelt werden. Auch um deren Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die Anforderungen und Bedingungen für Ranger unterscheiden sich von Land zu Land erheblich. In vielen Ländern setzen die hauptamtlichen Naturschützer im Kampf gegen Wilderei, gegen Schmuggel zum Beispiel von Elfenbein, gegen illegalen Fang und gegen Schwarzhandel von Tieren ihr Leben aufs Spiel.

Die Internationale Ranger Federation (IRF) registrierte zwischen 2009 und 2018 weltweit 871 Todesfälle. Ein Großteil der Opfer stammt aus Afrika (327) und Asien (410). Doch auch in Nord-, Mittel- und Südamerika (54, 10, 37) sowie Europa (26) sterben regelmäßig Ranger im Dienst. Es sei davon auszugehen, dass die Dunkelziffer weit höher liegt. Fast jeder zweite Ranger starb laut IRF durch die Hand von Wilderern oder Aufständischen.

Insbesondere in den ärmeren Regionen Afrikas und Asiens herrschen schlechte Arbeitsbedingungen. Eine Studie des WWF von 2018 weist als Hauptproblem viele Überstunden, unregelmäßige Lohnzahlungen sowie mangelhafte oder fehlende Ausrüstung und Versorgung aus. Jeder siebente Ranger in Afrika und Asien wurde im Dienst schon einmal verletzt.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 2.8.19 von Veit Rösler

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/auf-spurensuche-auf-den-zinswiesen-mit-naturwaechterin-petra-wiessner_aid-44692651

"Waldwichtel" als Naturpark-Kita ausgezeichnet

"Waldwichtel" als Naturpark-Kita ausgezeichnet

Auszug aus dem Wochenkurier vom 2./3.8.19

Naturpark-Kindergarten "Waldwichtel" mit Urkunde ausgezeichnet

Naturpark-Kindergarten "Waldwichtel" mit Urkunde ausgezeichnet

Auszug aus dem Wochenkurier vom 28.7.19

Gartenplausch am Sonntag in Döllingen

Gartenplausch am Sonntag in Döllingen

Döllingen. Jeden vierten Sonntag im Monat, am 23. Juni, 28. Juli und 25. August, öffnet der Pomologische Schau- und Lehrgarten Döllingen von 14 bis 17 Uhr zum Gartenplausch und Kaffeeklatsch seine Pforten.

Wie Jörg Kösters vom Verein Kerngehäuse informiert, können die Besucher bei Kaffee und Kuchen verweilen, ein Picknick machen, barfuß laufen, die Aussicht genießen und mit anderen Gartenfreunden ins Gespräch kommen.

Wer möchte, kann auch einen geführten Spaziergang unternehmen und auf Entdeckungsreise durch die Vielfalt der Obstsorten gehen. Engagierte Naturfreunde sind dabei, ein bedrohtes Stück Kulturlandschaft zu erhalten. Zu sehen sind neben den mannigfaltigen Haupt-Obstarten Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume auch verschiedenes Beerenobst, heimische Wildfrüchte und Nüsse. „Das ist ein Schlaraffenland für Obstliebhaber und ein Refugium für alle, die Erholung suchen“, lädt Jörg Kösters zu einem Besuch ein.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 20.6.19 von Manfred Feller

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/doellingen-gartenplausch-im-pomologischen-lehr-und-schaugarten_aid-39560575

Plessa ist die neue Naturparkgemeinde

Plessa ist die neue Naturparkgemeinde

Kraupa. Lugau hoch gelobt – Naturparkchef: „Eine der bisher knappsten Entscheidungen.“ Kraupa feiert mit Traktorparade. Von Frank Claus

Nach einer „der bisher knappsten Entscheidungen“, die die Jury des Naturparkgemeinde-Wettbewerbes je zu fällen hatte, so Naturparkleiter Lars Thielemann, ist Plessa zur Naturparkgemeinde 2019 gekürt worden. Riesenrespekt gelte Lugau – ein Dorf, das den Titel ebenfalls verdient hätte, so der Leiter des Kuratoriums Manfred Drews.

Die Bewerbergemeinden – beide liegen im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft – könnten unterschiedlicher nicht sein. Da ist das idyllische, 435 Einwohner zählende Lugau, wo die Liebe zur Natur in jeder Ecke ins Auge fällt, und da ist die einstige Industriegemeinde Plessa mit knapp 2100 Einwohnern, wo der Bezug zum Naturpark erst beim zweiten oder dritten Blick auffällt, die sich aber mitten im Wandel befindet hin zu viel mehr Vielfalt im dörflichen Leben. Einst geprägt von der Kohle und ihrer Verarbeitung entwickelt sich ein liebenswertes Dorf mit immer mehr Aktivitäten und wachsendem Zusammengehörigkeitsgefühl der Einwohner.

„Wir sehen den Titel als große Chance und als Startpunkt, weiter Gemeinsames zu entwickeln“, sagt Plessas Amtsdirektor Göran Schrey und sieht dabei auch Lugau als eines der Vorbilder an. Lothar Thieme vom Plessaer Karnevalverein ist den gesamten Tag mit der Videokamera durch den Gastgeberort Kraupa flaniert, hat „Ideen gefilmt“ von Kraupa, „das schon ein schönes Dorf war, als wir noch Saublesse waren.“ Und er sagt: „Plessa wird was auf die Beine stellen, darauf könnt Ihr Euch gefasst machen.“

Was auf die Beine, vor allem aber auf die Räder gestellt hat Kraupa, die Naturparkgemeinde 2018. Die Entscheidung, das Fest zu Pfingsten auszurichten und damit mit der traditionellen Traktorparade zu verbinden, war ein Volltreffer. 67 Schmuckstücke – alte und jüngere, kleine, große und ganz Große – ziehen in der einstigen Erdbeeren- und Kirschenhochburg in den Bann. Und nicht nur die. Stände rund ums Dorfgemeinschaftshaus, Unterhaltung, die Fotoausstellung im Saal des attraktiv sanierten Dorfmittelpunktes – Kraupa erweist sich als kleine Flaniermeile.

Und hat mit der neu geschaffenen wunderschönen Sitzgruppe nun ein gemütliches Zentrum im Zentrum. Elsterwerdas Bürgermeisterin – Kraupa ist Ortsteil – dankt allen Helfern und nennt stellvertretend nur einige Namen: Katja Gehre, Jacqueline Pomrehn, Schwester Agnes (Sylvia Pomrehn), Sänger Friedhelm Marunke und hebt besonders Steffen Seiger und den Traktorenverein hervor.

„Ich bin stolz wie Bolle“, und „Wir leben in einer so schönen Heimat“ sagt sie und Landrat Christian Heinrich-Jaschinski erklärt: Der Naturparkwettbewerb und das Fest stärken das Wir-Gefühl und sorgen dafür, „dass mancher, der vorher nur über den Gartenzaun geschaut hat, sich nun selber wieder einbringt.“

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/beim-naturparkfest-in-kraupa-wird-plessa-neue-naturparkgemeinde_aid-39332241

 

Krabbeln und Kriechen im Kraupaer Festsaal

Krabbeln und Kriechen im Kraupaer Festsaal

Kraupa. Eine große Fotoausstellung ist im Dorfgemeinschaftshaus Kraupa zu sehen. Titel: „Klein – Stark – Faszinierend“ – Insekten und Spinnen im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.

Genau 30 Freizeitfotografen haben 224 Motive mit Insekten und Spinnen in ihrem Lebensraum Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft für den Fotowettbewerb anlässlich des Naturparkfestes 2019 eingesandt. Ein Freund der hiesigen Landschaft reist sogar zum Fotografieren aus der Eifel an, verrät Cordula Schladitz von der Naturparkverwaltung. Die meisten anderen Einsender, dies sind vornehmlich Ältere, kommen aus der Umgebung, aber auch bis aus Schlieben,  Hirschfeld und  Berlin.

Was die Könner hinter der Kamera wahrscheinlich mit viel Geduld, auch der notwendigen Portion Glück, mit dem Spiel des Lichts und der Tiefenschärfe auf den Chip gebannt haben, ist einfach nur sehenswert. Kaum zu glauben, was die kleine Tierwelt so alles zu bieten hat. Jurymitglied und Rangerin Petra Wiesner zählt auf: Segelfalter, Bläuling, Schwalbenschwanz, Azurjungfer, Bockkäfer, Hummeln, Feuerwanzen, Streifenwanzen, das Große Heupferd, Ameisen, Spinnen, Tagpfauenauge und viele mehr. Zahlreiche der Makroaufnahmen lassen jedes tierische Detail erkennen. Wunderbar!

Der vierköpfigen Jury reichten die drei ausgelobten drei Preise (Büchergutscheine) für Einzelfotos nicht aus. Es wurde zusätzlich die beste Serie bestimmt. Darüber hinaus dürfen die Besucher der Fotoausstellung im Dorfgemeinschaftshaus Kraupa ihr Lieblingsbild wählen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 6.6.19 von Manfred Feller

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/pfingstsonntag-ist-naturparkfest-in-kraupa_aid-39257151

 

Erst die Dorffete in Kraupa, dann das Naturparkfest

Erst die Dorffete in Kraupa, dann das Naturparkfest

Kraupa. Die Filmnacht am Freitag (7. Juni) läutet das lange Festwochenende in dem Elsterwerdaer Ortsteil Kraupa ein.

Erstmalig Gastgeber für das Naturparkfest des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft ist Kraupa. Die Naturparkverwaltung, die Naturwacht, der Förderverein des Naturparks und die Stadt Elsterwerda mit dem Ortsteil Kraupa laden am Pfingstwochenende herzlich ein und bieten ein Programm für die ganze Familie. Bevor es soweit ist, feiern die Einwohnern mit ihren Gästen das Dorffest.

Am Pfingstsonntag erhält der Kindergarten „Waldwichtel“ als erste derartige Einrichtung im Süden Brandenburgs den Titel „Naturpark-Kindergarten“ durch den Verband Deutscher Naturparke.

Übergeben wird das diesjährige Naturparkprojekt, ein von Roland Karl gestalteter Rastplatz auf dem Dorfanger. Damit ist Kraupa um eine Attraktion reicher: Es laden nicht nur Bänke zum Ausruhen ein, Holzskulpturen erinnern an ein historisches Handwerk, das Kraupa einst geprägt hat, informiert Cordula schladitz von der Naturparkverwaltung.

Mit Spannung wird die Bekanntgabe der Naturparkgemeinde 2019 erwartet: Lugau und Plessa haben sich dem Kuratorium mit ihren Aktivitäten vorgestellt. Die erstplatzierte Gemeinde erhält ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro von der Sparkasse Elbe-Elster sowie ein Ehrenschild. Zudem wird die Siegergemeinde mit dem Naturpark ein Naturparkprojekt auf den Weg bringen. Mit der Prämierung des schönsten „Kraupaer Behnert“, der traditionellen Huckekiepe, wird an ein weiteres einst verbreitetes Gewerbe erinnert.

Ein Markt präsentiert historisches Handwerk wie Schmieden und Spinnen und regionale Spezialitäten. Die Traktorenfreunde Kraupa sorgen dafür, dass den Besuchern auch Landtechnik gezeigt wird.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 6.6.19 von Manfred Feller

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/naturparkfest-am-pfingstsonntag-in-kraupa-bei-elsterwerda_aid-39257729

 

Von Naturpark- und Blütenfest bis Rock, Reiten und Radrennen

Von Naturpark- und Blütenfest bis Rock, Reiten und Radrennen

Kraupa/Cottbus/Forst/Burg/Spremberg/Kromlau/Herzberg/Drachhausen. Am bevorstehenden Pfingstwochenende wird den Menschen einiges an interessanten Veranstaltungen geboten. Die RUNDSCHAU gibt hier einen kleinen Überblick über besonders interessante Events, ohne jedoch den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Dorf- und Naturparkfest in Kraupa Erstmalig Gastgeber für das Naturparkfest des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft ist am Pfingstsonntag Kraupa. Bevor es soweit ist, feiern die Einwohnern mit ihren Gästen das Dorffest. Naturparkfest – das sind jede Menge Stände rund um Natur und Handwerk, das ist viel Musik und vor allem: Es ist lecker. Direkterzeuger der Region sorgen für die Verköstigung! Der große Traktorentreff ist was für Technikfans und die Postkutsche wird sicher eins der beliebtesten Fotomotive.

Am Pfingstsonntag erhält der Kindergarten „Waldwichtel“ als erste derartige Einrichtung im Süden Brandenburgs den Titel „Naturpark-Kindergarten“ durch den Verband Deutscher Naturparke.

Mit Spannung wird die Bekanntgabe der Naturparkgemeinde 2019 am Sonntag erwartet: Lugau und Plessa haben sich beworben. Die erstplatzierte Gemeinde erhält ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro von der Sparkasse Elbe-Elster sowie ein Ehrenschild. Zudem wird die Siegergemeinde mit dem Naturpark ein Naturparkprojekt auf den Weg bringen und im nächsten Jahr das Naturparkfest ausrichten. Einen Besuch wert ist die Fotoausstellung im Dorfgemeinschaftshaus. Zum Thema „Klein – Stark – Faszinierend“ – Insekten und Spinnen im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft“ sind faszinierende Motive entstanden.

Das Programm: Freitag: 20 Uhr Filmnacht am Dorfanger („Hände hoch oder ich schieße“/DDR1965/66) Sonnabend: 11 Uhr Chorkonzert, 13 Uhr Kremser in die Heide ab Alte Post, 14 Uhr Kinderfest, 14.30 Uhr Blasmusik, 15 Landtechnik im Einsatz, 16 Uhr Funkengarde Biehla, 17 Uhr Akrobatik mit dem Sportensemble Elsterwerda, 20 Uhr Musik, ganztags kleiner Regionalmarkt Sonntag ist Naturparkfest: 11 Uhr Eröffnung, 11.30 Uhr Traktorenparade, 12.30 Uhr Blasmusik, 13 Uhr Kremser in die Heide, 13.30 Uhr Auszeichnung der neuen Naturparkgemeinde, 14 Uhr Bauernolympiade, 16 Uhr Ehrung Naturpark-Kindergarten „Waldwichtel“, Sieger Fotowettbewerb und bester bunter Weidenkorb, 19 Uhr Pfingsttanz

 

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 6.6.19

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/von-naturpark-und-bluetenfest-bis-rock-reiten-und-radrennen_aid-39270789

Kraupa bittet zum großen Naturparkfest

Kraupa bittet zum großen Naturparkfest

Kraupa. Das Programm für das Naturparkfest am 9. Juni in Kraupa steht. Darüber informiert die Elsterwerdaer Bürgermeisterin Anja Heinrich.

Stadt, Naturparkverwaltung, Traktorfreunde und der Bürgerverein Kraupa werden gemeinsam einiges auf die Beine stellen. Dazu gehören Traktorenparade, Bauernolympiade, Fotowettbewerb, Pfingsttanz und die Suche nach dem schönsten gestalteten Weidenkorb, auch Behnert genannt. Die Behältnisse aus Weidenruten haben natürlich auch in dieser Gegend eine lange Tradition. 

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 20.5.19 von Manfred Feller

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/kraupa-bittet-zum-naturparkfest-in-der-niederlausitzer-heidelandschaft_aid-38917389

Auerhühner erstmals sanft freigelassen

Auerhühner erstmals sanft freigelassen

Wieder neue Bewohner für den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und die Rochauer Heide. 34 Hennen und ein Auerhahn sind das Ergebnis der zweiten Frühjahrsfangaktion. Von Frank Claus

Es war die bislang schwierigste Auerhuhn-Fangaktion in den schwedischen Regionen Västerbotten und Jämtland. Zwei Teams – bestehend aus Frank Raden, Torsten Ryslavi, Auerhuhn-Projektchef Dr. Alexander Zimmermann, Christian Funk, Michél Springer und Naturparkleiter Lars Thielemann – waren diesmal am Start. Lars Thielemann räumt zu Hause angekommen ein: „Das Team hat dieses Mal wirklich hart kämpfen müssen. Ich bin der Mannschaft zu großem Dank verpflichtet. Respekt!“ Denn es waren nicht nur die äußeren Begleitumstände – teils enorme Sturmböen und Schneeregen – die den Fängern alles abverlangten. Die Hennen, die sich zu dieser Jahreszeit zumeist an schneefreien Straßenrändern aufhalten und das erste zarte Grün und Steinchen (wichtig für die Verdauung) picken, werden mittels Kescher aus dem fahrenden Auto gefangen.

Es war auch der Umstand, dass diesmal einige Neulinge sowohl an den Keschern als auch als Fahrer fungierten. Die alte, bewährte Stammmannschaft durfte wegen administrativer Entscheidungen zum Personaleinsatz nicht mehr fahren. Für das Projekt natürlich ein Problem, denn Auerhühner fangen will gelernt sein und benötigt Erfahrung. Umso mehr freut sich Lars Thielemann über das am Ende respektable Ergebnis. Vorgenommen hatte sich die Crew beim Aufbruch, dass jedes Team 22 Hühner fängt. Nur einem Team ist das gelungen, sodass am Ende anstelle 44 „nur“ 34 Hennen und ein Hahn nach Deutschland umgesiedelt werden konnten. „Wir sind sogar am Abfahrtstag früh um Zwei noch mal raus, um noch Tiere zu fangen.“ Erst danach ging es auf die 1400 Kilometer lange Rückfahrt.

Wie stark dieses Ergebnis ist, belegt das eines anderen, zeitgleich fangenden Teams aus Thüringen in Schweden. Diese Mannschaft hat nur drei Tiere überlisten können.

Dennoch ist Lars Thielemann ein wenig unruhig. „Wir dürfen pro Jahr 60 Tiere entnehmen, die Ergebnisse des ersten Frühjahrsfanges (fünf Auerhähne, eine Henne) eingerechnet, müssen wir Ende September/Anfang Oktober noch 19 Tiere fangen, um die Jahresmenge auch wirklich auszuschöpfen. Auerhühner im Herbst fangen, das wird verdammt schwer.“

Und Lars Thielmann weiß natürlich um die Endlichkeit des 2017 begonnenen, fünfjährigen Projektes zur dauerhaften Etablierung des Auerhuhns. „Wir haben dann nur noch zwei Jahre, wenn wir keine Verläng­erung bekommen“, so der Naturparkchef. Bislang ist die Wiederansiedlung eine Erfolgsgeschichte. Inzwischen seien 101 Tiere hierzulande genetisch nachgewiesen. Die Sichtungen durch Förster, Jäger, Ornithologen und Naturfreunde inbegriffen, seien es bereits 111 Tiere. Bemerkenswert: Seit im Jahr 2012 die ersten 28 Auerhühner in Schweden gefangen und um Bad Liebenwerda, Finsterwalde und Dahme ausgewildert wurden, hat sich die Population stetig entwickelt. Inzwischen gebe es nachgewiesen 77 echte Brandenburger. Das sind Vögel, die hier geschlüpft sind.

Das Zeitfenster für den Herbstfang ist genau vorgegeben und beträgt nur 14 Tage. Das sind jene zwei Wochen, in der in Schweden die Elchjagd wegen der Brunftzeit verboten ist. Während im Elbe-Elster-Gebiet Auerhühner ausgestorben waren – die letzte Henne wurde 1998 in der Rochauer Heide gesichtet – gibt es in Schweden jede Menge. „Die Experten vor Ort haben uns erzählt, dass die Population sogar noch einmal gewachsen ist“, berichtet Lars Thielemann.

Und Lars Thielmann weiß natürlich um die Endlichkeit des 2017 begonnenen, fünfjährigen Projektes zur dauerhaften Etablierung des Auerhuhns. „Wir haben dann nur noch zwei Jahre, wenn wir keine Verläng­erung bekommen“, so der Naturparkchef. Bislang ist die Wiederansiedlung eine Erfolgsgeschichte. Inzwischen seien 101 Tiere hierzulande genetisch nachgewiesen. Die Sichtungen durch Förster, Jäger, Ornithologen und Naturfreunde inbegriffen, seien es bereits 111 Tiere. Bemerkenswert: Seit im Jahr 2012 die ersten 28 Auerhühner in Schweden gefangen und um Bad Liebenwerda, Finsterwalde und Dahme ausgewildert wurden, hat sich die Population stetig entwickelt. Inzwischen gebe es nachgewiesen 77 echte Brandenburger. Das sind Vögel, die hier geschlüpft sind. Das Zeitfenster für den Herbstfang ist genau vorgegeben und beträgt nur 14 Tage. Das sind jene zwei Wochen, in der in Schweden die Elchjagd wegen der Brunftzeit verboten ist. Während im Elbe-Elster-Gebiet Auerhühner ausgestorben waren – die letzte Henne wurde 1998 in der Rochauer Heide gesichtet – gibt es in Schweden jede Menge. „Die Experten vor Ort haben uns erzählt, dass die Population sogar noch einmal gewachsen ist“, berichtet Lars Thielemann.

Nachdem die Vögel mit dem Flieger in Schacksdorf gelandet waren, sind sie diesmal nicht wie sonst sofort aus den Transportkisten in die Freiheit entlassen worden, sondern erstmals über Nacht in Zwischenvolieren mitten im Wald eingewöhnt worden. Scheinbar ein sehr gutes Mittel, um die Tiere nach dem Stress wieder auf normalen Blutdruck zu bekommen.

Die dichten Blaubeerbestände haben sie abgegrast. Nachdem die Türen der Volieren geöffnet wurden (siehe Daten der Wildkamera) seien einige Hennen sogar noch einen Tag länger im Gebiet geblieben. „Soft release“ heißt das im Fachjargon, sanfte Freilassung also. Das verhindere auch allzu schnelle Begegnungen mit Feinden wie Fuchs und Habicht.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 21.5.19 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/35-auerhuehner-aus-schweden-fuer-naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft_aid-38924249

Mit Frische im Herzen

Mit Frische im Herzen

Ob der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe oder regionale Projekte und Vereine – das Engagement für Mensch und Natur in der Region ist für die Mineralquellen Bad Liebenwerda eine Herzensangelegenheit. Auch zum 27. Brunnen- u. Stadtfest vom 24. bis 26. Mai gibt es erfrischende Unterstützung für die Kurstadt…

Inmitten des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft haben die Quellen für das ausgewogene Bad Liebenwerda Mineralwasser ihren Ursprung. Und quellgesundes Wasser braucht eine intakte Natur. Deshalb ist es den Mineralquellen Bad Liebenwerda eine Herzensangelegenheit, neben dem Engagement im Naturpark auch die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe mit dem Projekt „Grünhaus“ seit vielen Jahren zu unterstützen. Mit ihrer Grünhaus-Patenschaft bewahren die Mineralquellen 20.000 Quadratmeter Naturparadies dauerhaft für nachkommende Generationen. Auf den ehemaligen Tagebauflächen sind inzwischen mehr als 3.000 verschiedene Pflanzen- und Tierarten heimisch geworden.

Das Herz des Mineralbrunnens schlägt natürlich auch für die Menschen der Region. Projekte und Vereine – sei es aus dem kulturellen, sportlichen oder sozialen Bereich – bekommen erfrischende Unterstützung aus Bad Liebenwerda. Sanftes Prickeln für großen Durst Auch das jährliche Brunnen- und Stadtfest wird gefördert und aktiv mitgestaltet. Und selbstverständlich hat der Durst der sportbegeisterten großen und kleinen Teilnehmer des Elster- u. Bambinilaufs mit ausreichend Bad Liebenwerda Mineralwasser keine Chance.

Am Verkostungsstand im Kurpark kann man außerdem klassische und neue Getränke nach Herzensdurst probieren und kaufen. Zum Beispiel Bad Liebenwerda Sanft+Frucht: Die sanft prickelnde Erfrischung mit einem Hauch Fruchtsaft in den leckeren Sorten Pfirsich und Grapefruit ist eine willkommene Abwechslung für Vieltrinker – und der perfekte Durstlöscher am Familiensonntag beim 27. Brunnenfest in der Kurstadt Bad Liebenwerda.

Blütenfest am Mittwoch in Döllingen

Blütenfest am Mittwoch in Döllingen

Döllingen. Die Besucher erwartet am Mittwoch (1.Mai) ein buntes Programm im Pomologischen Schau- und Lehrgarten in Döllingen. Zur traditionellen Saisoneröffnung im Niederlausitzer Streuobstparadies werden die Besucher auch in diesem Jahr von einem Blütenmeer im Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen begrüßt. Das Blütenfest findet am 1. Mai von 10 bis 18 Uhr statt.

Wie die Nektarkelche die Bienen, so locken neben Wissenswertem die kulinarischen Verführungen rund um Apfel, Kirsche, Beere & Co sowie blühende Unterhaltung mit den Lobenburgern, informiert Jörg Kösters, Projektkoordinator beim Verein Kerngehäuse.

Musikalisch untermalt wird das Landschaftspanorama mit den Plessaer Mühlenmusikanten, mit „Happy Harmony“ und den Finsterwalder Saxologen. Außerdem bieten regionale Händler ihre sorgsam verarbeiteten Produkte feil. Blütenkönigin Paula Marie Krausch lädt zum geführten Rundgang ein.

Ganztags lädt ein kleiner Markt mit regionalen Köstlichkeiten und Bioprodukten zum Probieren und Einkaufen. Hiesig verwurzelte Gärtnereien bieten Raritäten für die Frühjahrspflanzung und Handwerker langlebige Alternativen zum Baumarktsortiment. Zudem erweitern verschiedene außergewöhnliche Tomatensorten sowie Beet- und Balkonpflanzen das Angebot. Für das leibliche Wohl sorgen Deftiges aus Gulaschkanone und Grill sowie frisch gebackener Kuchen mit Früchten aus dem Pomologischen Garten.

Außerdem gibt es Mitmach-Angebote, Kutschfahrten mit dem Esel für Kinder und Führungen durch den Garten. Bei „Dem Imker über die Schulter geschaut“ beantwortet der Fachmann Reinhard Opitz Fragen zum interessanten Leben der Honigbiene und der vielseitigen Arbeit des Imkers.

Aus dem Programm: 10 Uhr Rundgang mit der Blütenkönigin, 11 Uhr Frühschoppen mit den Plessaer Mühlenmusikanten, 13.30 Uhr Blütenshow mit den Lobenburgern, 14.30 Uhr Evergreens mit dem Saxophon – Finsterwalder Saxologen, 15.30 Uhr moderne Blasmusik mit „Happy Harmony. 1. Mai, 10 Uhr, Döllingen

Auszug aus der Lausitezr Rundschau vom 29.4.19

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/bluetenfest-am-mittwoch-in-doellingen_aid-38464183

So hat die Region den 1. Mai gefeiert

So hat die Region den 1. Mai gefeiert

Döllingen. Der 1. Mai – „Kampftag“ ist er in der Region Bad Liebenwerda schon lange nicht mehr. Dafür aber ein vielseitig gestalteter Feiertag. Theorien zum Wetter und zum Klima haben diesmal Veranstalter und Besucher im Vorfeld des Blütenfestes am Mittwoch in Döllingen beschäftigt, ließ Naturparkchef Lars Thielemann zum Auftakt der Veranstaltung durchblicken. Fragen wie: „Gibt es noch Blüten, wird es regnen und werden Besucher kommen?“, konnten alle mit „Ja“ beantwortet werden. Entsprechend dem Blütenkalender standen sogar noch sehr viele Bäume, insbesondere die Quitten, in voller Blüte. Im Pomogarten werde es auch noch in den nächsten Wochen blühende Bäume geben, versprach Jörg Kösters von der Kompetenzstelle Streuobst des Naturparkes.

Landrat Christian Heinrich-Jaschinski erinnerte an die Geschichte und die Tradition der Streuobstregion, die an dieser Stelle aufrecht erhalten werde. Dabei stellte er die Vorzüge des weiten ländlichen Raumes und seiner lebenswerten Natur und Umwelt den dicht besiedelten hektischen Stadtgebieten gegenüber.

Zum traditionellen Rundgang von Blütenkönigin Paula Marie Krausch und Äppelmoid Jana Reichel gehörte die Kontrolle der Blüten auf Frostschäden. Immerhin mussten Kirsch- und Pfirsichblüte vor Wochen schon drei Frostnächte überstehen, was nicht alle zarten Pflänzchen geschafft haben. Die Frage nach dem Insektenflug kann für 2019 mit „üppig“ beschrieben werden, meinte Diplomingenieurin für Gartenbau Jana Reichel. Wildbienen, Mauerbienen, die Bienen eines Imkers und auch andere Insekten waren und sind ausreichend unterwegs, hat Jana Reichel beobachtet. Leider hatten sich diesmal auch ungebetene Gäste unter die Besucher gemischt! Während des Rundganges wurden in und an den Blüten Frostspanner, Blütenstecher und sogar auch ein Ast mit dem Goldafter entdeckt. Allesamt erbarmungslose Obstschädlinge. Im Pomogarten wolle man versuchen, die Schädlinge mit natürlichen Mitteln zu bekämpfen. Leider seien in den vergangenen Jahren viele Erfahrungen auf diesem Gebiet verloren gegangen. So bestehe eine enge Zusammenarbeit mit dem Pomologenverein und den Obstanbauern aus der Umgebung, meinte Naturparkmitarbeiter Jörg Kösters zum Thema Schädlinge. Um die Kirschfruchtfliege in den Griff zu bekommen denke man zum Beispiel über im Garten umherlaufende Hühner oder die Beweidung durch Schafe nach, wobei die Tiere auf den Boden gefallene Früchte auffressen. In diesen ungenutzten Früchten wachsen die Larven der Kirschfruchtfliege heran. Einen seit Jahren lang gehegten Traum konnte Naturparkchef Lars Thielemann mit seinen Mitarbeitern diesmal vor dem Blütenfest in die Tat umsetzen. In den vergangenen Wochen sind unter Beteiligung des Landkreises Elbe-Elster und des Naturparkes 20 Liegestühle mit den Logos beider Sponsoren angeschafft worden. Derzeit stehen etwa 400 Bäume im Pomogarten, die von 130 Baumpaten betreut werden.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 2.5.19

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/feiern-am-1-mai-in-der-region-bad-liebenwerda_aid-38507497

"Froh bist du erst, wenn der Hahn abfliegt"

"Froh bist du erst, wenn der Hahn abfliegt"

Bad Liebenwerda/Sorno. Erneut fünf Auerhähne und eine Henne in Mittelschweden für den Naturpark gefangen. Im Mai geht’s auf Damenfang und Ende September sollen die Hähne noch mal ins Netz gelockt werden. Von Frank Claus Auerhähne in freier Wildbahn zu überlisten, selbst erfahrene Auerhuhn-Fangspezialisten sagen, dass das nicht einfach ist. Und trotzdem ist es der Fangcrew des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft vor Ostern erneut gelungen, fünf Hähne und eine Henne in Mittelschweden zu fangen und sie wohlbehalten in ihr neues Zuhause im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft zu bringen. Am Osterwochenende sind die Tiere im Bereich Grünhaus (bei Sorno) und Weißhaus (bei Doberlug) im Morgengrauen ausgesetzt worden.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 25.4.19 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/neue-auerhaehne-aus-schweden-fuer-niederlausitzer-naturpark_aid-38281729

Schwedische Auerhähne in die Heidelandschaft

Schwedische Auerhähne in die Heidelandschaft

Bad Liebenwerda.

Am Samstag, 13. April, bricht die Auerhahn-Fang-Crew zum wiederholten Mal nach Schweden auf. Neun Männer fahren mit vier Fahrzeugen. Um 23 Uhr ist in Rostock Treffpunkt an der Nachtfähre. Von dort aus geht es nach Trelleborg und weiter bis in die Fanggebiete bei Dalarna in Mittelschweden. Diesmal sollen Auerhähne gefangen werden. Die "Herren" sind besonders sensibel und können in Volieren nicht zwischengehalten werden. Sie müssen möglichst schnell in ihre neue, etwa 1400 Kilometer entfernte Heimat im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft gebracht und dort wieder in die freie Wildbahn entlassen werden.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 13./14.4.19 von Frank Claus

 

Ist die Baumblüte jetzt in Gefahr?

Ist die Baumblüte jetzt in Gefahr?

Döllingen. Diplom-Ingenieurin für Gartenbau und amtierende Äppelmoid Jana Reichel gibt Entwarnung: „Viele Sorten haben mit der Blüte aber ohnehin noch nicht begonnen.“ Von Veit Rösler

Derzeit stehen nicht nur im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft unzählige Obstbäume in voller Blüte. Am 1. Mai soll im Pomologischen Schau- und Lehrgarten in Döllingen das traditionelle Blütenfest des Naturparkes veranstaltet werden. Wird es dann auch noch Blüten im Naturpark geben?

„Ja“, sagt die Diplom-Ingenieurin für Gartenbau und amtierende Äppelmoid Jana Reichel. „Durch den angekündigten Temperaturrückgang bleibt die Entwicklung der Blüten einfach stehen. Viele Sorten haben mit der Blüte aber ohnehin noch nicht begonnen. Steigen die Temperaturen wieder, setzt sich der natürliche Vorgang nach der Unterbrechung einfach fort.“

Mit plötzlichen Frosteinbrüchen während der Baumblüte hatten Obstproduzenten der Region schon immer zu kämpfen. Früher wurden in den Plantagen während der Frostnächte Feuer zwischen den Baumreihen entzündet. Die in die warmen Rauchschwaden eingehüllten Bäume haben dann die Minusgrade relativ gut überstanden. Auch das Einsprühen mit einem feinen Wassernebel sollte helfen. Der Frost bildet dann einen Eispanzer über den zarten Blüten, der diese vor Schäden bewahrt.

Lausitzer Rundschau vom 11.4.19 von Veit Rösler

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/ist-die-baumbluete-jetzt-in-gefahr_aid-38052075

Wer wird die neue Naturparkgemeinde?

Wer wird die neue Naturparkgemeinde?

Hat es jemals schon so große Kontraste bei der Bereisung des Naturpark-Kuratoriums gegeben? Auf der einen Seite ist da das idyllische, 435 Einwohner zählende Lugau – auf der anderen die einstige Industriegemeinde Plessa mit knapp 2100 Einwohnern. Von Frank Claus

Es war ein Wunsch, bevor die Jury am Mittwochnachmittag zusammentrat. Egal, wie die Entscheidung ausfällt, der Unterlegene darf nicht aufstecken, muss sich im nächsten Jahr sofort neu bewerben. Denn beide hätten es verdient, Naturparkgemeinde zu werden.

Dass es in Lugau einen Verein gibt, der Lugau lebt! heißt, sagt eigentlich alles. Was für eine quirlige Einwohnerschaft, wie viele dorfeigene Initiativen, wie viel Herz und Heimatgefühl! Ortsvorsteher Klaus Rippe hat beim Empfang des Naturpark-Kuratoriums auch gar nicht viele Worte gemacht, hat diejenigen reden lassen, die für Dorfentwicklungen verantwortlich zeichnen. Und das alles musste gelingen, weil die Steppkes der Kita Spatzennest in ihrem Liedchen sangen: „Es wird ein schöner Tag, weil jeder jeden mag.“ Freilich, wenn es auch das in Lugau nicht gibt – was der Zusammenhalt im Ort bewegt, ist sichtbar. Da ist vor allem die Umweltgruppe, die ihre Handschrift hinterlassen hat. Mit zahlreichen gepflanzten Bäumen, mit einer gerade entstehenden Bienenwiese, mit dem Naturpfad entlang der Bache. Die Gestaltung des Grabens, der sich naturnah durch den Ort schlängelt, ist einfach zauberhaft. Und nun wollen die Lugauer dem mit einem Kneipp-Projekt noch die Krone aufsetzen.

Oder aber die alte Wassermühle, die dank vieler Helfer vorm Verfall gerettet worden ist. Da helfen die Kameraden der Feuerwehr, ist die Kirchengemeinde rührig, das „Landei“ immer noch der Treffpunkt. Lugau lebt! Und das mit einer stattlichen Latte von Feiern.

Ganz anders das Bild in Plessa. Schon der Lärmpegel ist deutlich höher. Auf der B 169 donnert ein Lkw nach dem anderen mitten durch den Ort. Sieht so eine Naturparkgemeinde aus? Schnell wird klar, Plessa ist einer der Orte im Landkreis, die seit der Wende den größten Wandel durchmachen. Von der Industriegemeinde, geprägt durch die Kohle, hin zu einem Ort mit vielen kleinen, bemerkenswerten Entwicklungen. Wer weiß schon, dass es in Plessa 1957 die erste Obstbaugenossenschaft gab, dass dort 1200 Apfel-, 7000 Sauerkirsch-, 3200 Süßkirsch- und 400 Birnenbäume wuchsen? Wer kennt die einst vom Bergbau geschundenen Landschaften, die als offene Kippen noch zu sehen sind, die aufgeforstet wurden oder die sich die Natur wieder zurückgeholt hat? 26 Vereine gibt es im Ort. Die Angler haben die meisten Mitglieder, gefolgt vom Karnevalverein, der Plessa weit über Kreisgrenzen hinaus bekannt macht. Ist es nicht wunderbar, dass nach Jahren der tiefen Einschnitte – fast 1000 Arbeitsplätze gingen verloren – jetzt wieder die Kitas aus den Nähten platzen, weil sich die Einwohner wohlfühlen in ihrem Dorf?

Ortsvorsteher Gottfried Heinicke kommt ins Schwärmen, wenn er vom Engagement der Einwohner spricht. „Wir sind zwar sicher alle bissl dickköpfig, aber wenn gerufen wird und ein Projekt umgesetzt werden soll, sind ganz viele da.“ Bei Christine und Wolfgang Alkier leuchten heute noch die Augen, wenn sie an die imposante IBA-Abschlussveranstaltung denken.

Amtsdirektor Göran Schrey: „Bei uns wächst wieder eine Pflanze im Ort. Mit dem Naturparkwettbewerb wollen wir Einwohner und Vereine noch näher zusammenbringen. Wir würden liebend gern das Naturparkfest ausrichten.“ Und so hat das Kuratorium an diesem Mittwoch zwei ganz unterschiedliche Gemeinden kennengelernt, in denen eins gemein ist: Heimatliebe und Naturverbundenheit. Wer Naturparkgemeinde wird, das wird erst zum Naturparkfest zu Pfingsten in Kraupa bekanntgegeben.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 4.4.19 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft-wettbewerb_aid-37858175

Lugau und Plessa wollen Naturparkgemeinde werden

Lugau und Plessa wollen Naturparkgemeinde werden

Plessa. Schon am 3. April schaut sich die Jury die Orte an. Von Frank Claus

Aufatmen in der Naturparkverwaltung. Nun gibt es doch zwei Gemeinden, die sich um den Titel Naturparkgemeinde 2019 bewerben. Mit Lugau geht ein Ort ins Rennen, der den Titel im Jahr 2006 bereits gewinnen konnte. Plessa ist ein Neuling im Wettbewerb.

Ausgerechnet im 20. Jahr des Wettbewerbes schien der Titel nicht mehr zu locken. Erst kurz vorm Stichtag am Freitag, 29. März, flatterten diese beiden Bewerbungen ein. Und noch bis Mitternacht könnten weitere folgen. Lars Thielemann, der Leiter der Naturparkverwaltung, macht nochmals deutlich, dass er sich neutral verhalte und auch nicht mit abstimmen dürfe. Aber dass mit Plessa erstmals eine Gemeinde antritt, freue ihn. „Wir haben in diesem Jahr sogar Anfragen von Orten außerhalb des Naturparks bekommen. Die wollten gern teilnehmen. Das mussten wir entsprechend unserer Ausschreibung aber ablehnen“, sagt er.

Und er schnauft auch nicht durch, nur weil es jetzt doch zwei Bewerber gibt. „Wir müssen schon schauen, wie es mit dem Wettbewerb weitergeht.“ Er wolle ihn nicht aufgeben, denke aber an Vereinfachungen für Bewerber, ohne an Qualität einzubüßen. Übrigens, Orte, die erwägen, sich zu beteiligen, könnten auch an der Bereisung der Orte am 3. April teilnehmen. Los geht es um 9 Uhr. Einfach bei Cordula Schladitz, Tel. 035341 61515, anmelden.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 30.3.19 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft-naturparkgemeinde-wettbewerb_aid-37781867

Was der Plan Birke mit Fledermäusen zu tun hat

Was der Plan Birke mit Fledermäusen zu tun hat

Finsterwalde. „Plan Birke“ ist ein Finsterwalder Forschungs- und Bildungsprojekt, mit dem ökologische Zusammenhänge im Wald greifbar gemacht werden – auch die Beziehung von Birke und Fledermaus. Von Heike Lehmann

Fledermäuse haben in Elbe-Elster eine Lobby. Seit Jahren werden für kleine und große Naturfreunde spezielle Fledermausnächte organisiert, um Lebensräume zu entdecken und seltene Arten zu beobachten. Dass es in diesem Jahr am 17. August von 17 bis 23 Uhr die zwölfte Auflage geben wird, ist der Birke zu verdanken. Dieser sehr bekannten, aber forstwirtschaftlich eher vernachlässigten Baumart widmen sich Mitarbeiter vom Finsterwalder Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e.V. (FIB) gemeinsam mit Schülern und Bürgerbeteiligung bis Ende 2020. An diesem Donnerstag haben sich acht Schüler beim FIB im Rahmen vom „Zukunftstag Brandenburg“ auf einer Waldversuchsfläche umgesehen und haben ein Waldlabor kennengelernt. Mehrere Partner unterstützen das Bundesprojekt.

Am 17. August finden die beiden in Elbe-Elster herausragenden Naturschutz-Vorhaben in einer Aktion zusammen. Denn bei „Plan Birke – forsch voran“ geht es auch um die Artenvielfalt im Birkenwald. „Und da gehört die Fledermaus auf jeden Fall dazu“, sagt Dr. Dirk Knoche vom FIB. Deshalb ist das Projekt Hauptorganisator der diesjährigen Fledermausnacht. Partner ist ebenso die Initiative Fledermausschutz Elbe-Elster. Eine Kooperationsvereinbarung wurde in diesem Jahr auch mit dem Förderverein Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft unterzeichnet.

Geplant sind im August geHÖRige Erkundungstouren, spannende Waldthemen, Projektaktion Plan Birke sowie Fledermauskästen bauen. Mit Spiel und Spaß kann man sogar selbst zur Fledermaus werden. Auf jeden Fall aber wird jeder Teilnehmer die „Schönen der Nacht“ beim Netzfang kennenlernen.

Stattfinden wird die 12. Fledermausnacht im Friedersdorfer Schullandheim Täubertsmühle bei Rückersdorf. Wer dabei sein möchte, sollte sich schnell anmelden. „Schon jetzt haben sich mehr als 45 Interessierte bei uns gemeldet“, sagt Christoph Ertle vom FIB. Die Übernachtungsplätze (Erwachsene 25 Euro, Kinder 15 Euro) sind begrenzt. Man kann aber auch ohne Übernachtung am abwechslungsreichen Programm mit Angeboten zum Staunen und Mitmachen teilnehmen (Erwachsene 2 Euro, Kinder 1 Euro).

Die Akteure von Plan Birke freuen sich über die konkrete Aktion. „Das wird eine lange Nacht der Forschung“, schwärmt Dr. Dirk Knoche jetzt schon. Der Wissenschaftler wirbt aber auch ganz intensiv für die Birke als Pionierbaumart. „Jeder kennt die Birke, kann sie an ihrem weißen Stamm identifizieren. Eine große Rolle kommt ihr in sich verändernden Wäldern zu. Wo der Wald verletzlich und bedürftig ist, kann die Birke als Pionierbaumart weiterhelfen. Sie bietet zudem 160 Insektenarten Lebensraum.“

Verschiedene Aktionen während des Projektes sollen verschiedene Aspekte der Birke in den Mittelpunkt stellen. So wird diese Baumart am 12. April speziell den Waldbesitzern nahe gebracht. „Ziel ist der Erhalt der Birkenbestände, denn die Birke hat zu Unrecht einen schlechten Ruf. Sie ist stabiler und härter als die beiden wichtigsten Nadelgehölze“, sagt Dirk Knoche. „Da sie aber mit 80/90 Jahren ihr Lebensalter erreicht hat, muss man sie früher nutzen. Man kann mit der Birke bei gleichzeitiger Holzproduktion die Artenvielfalt fördern. Wir haben hier eigentlich eine Win-Win-Situation. Es muss niemand etwas aufgeben“, sagt auch Christoph Ertle. Auch eine Sonderausstellung wird vorbereitet.

Anmeldung für die Fledermausnacht am 17. August unter Telefon 03531 790718 oder per E-Mail an c.ertle(at)fib-ev(dot)de

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 29.3.19 von Heike Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/was-der-plan-birke-mit-fledermaeusen-zu-tun-hat_aid-37761153

 

Der hölzerne Wirt steht jetzt in Pechhütte

Der hölzerne Wirt steht jetzt in Pechhütte

Pechhütte. Kettensägenkünstler Roland Karl bereichert den Naturpark mit einem weiteren markanten Wegpunkt.

Wie schwer ist eine komplette Kneipe samt Wirt? Er weiß es: Roland Karl (58) aus Dobra. Im Auftrag des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft stellt der leidenschaftliche Kettensägenkünstler regionale Sagen nach.

Eine davon ist die Geschichte der Kneipe von Pechhütte. Die Pechbrennerei war einst harte Arbeit. Man verdiente nicht allzugut. So betrieb der letzte Pechmeister von Pechhütte, Johann Carl Bartzsch, nebenbei in seinem Haus eine Schenke. Irgendwann kam ihm die Idee, dass die Schenke direkt an der Hauptstraße stehen sollte. Da er gleichzeitig auch Straßenmeister war, benötigte er für seinen Plan keine Genehmigung. Er lud sein Holzhaus auf eine Karre und rollte es an die Chaussee. Dort baute er seine Kneipe neu auf. Und da steht sie heute noch.

Der Naturpark setzt seit Jahren solche alten Geschichten in lebensgroße Objekte um, die dann vor Ort zu Zielpunkten oder Wegweisern von Radwanderwegen ausgebaut werden. Am Donnerstag, 28. März, hat nun auch der hölzerne Wirt von Roland Karl in Pechhütte seinen Bestimmungsort gefunden.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 28.3.19 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/hoelzerne-wirt-von-pechhuette-von-kettensaegenkuenstler-roland-karl-zieht-um_aid-37742089

 

Mit Lachsnetz auf Auerhahnfang

Mit Lachsnetz auf Auerhahnfang

Bad Liebenwerda. Riesenherausforderung: Auerhähne fangen und nach 1400 Kilometern Fahrt gesund ins neue Zuhause bringen. Am 13. April bricht eine neunköpfige Fangcrew nach Mittelschweden auf. Von Frank Claus

Es kribbelt wieder. Auch wenn die Männer um Projektleiter Dr. Alexander Zimmermann schon alte Hasen im Auerhuhnfang sind. Im Mai 2012 sind die ersten 28 Auerhühner aus Schweden im Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa ausgewildert worden. Aber noch immer ist der Fang von Auerhähnen die „Königsdisziplin“. Vor allem im Frühjahr in der Balzzeit, wenn die „Herren“ voller Testosteron stecken. Doch genau diese Zeit ist es, die eine größere Zahl von Auerhähnen an die Balzplätze lockt. „Hähne zu fangen, ist eine Kunst und verlangt Ausdauer“, das hat zu Beginn der schwedische Auer­huhnexperte Eric Ringaby den Deutschen ins Bordbuch geschrieben. Sie fliegen kurz vorm Dunkelwerden mit ihren unnachahmlichen Rufen auf die Baumwipfel. Die entsprechenden Gebiete steuern sie zielgerichtet an, weil sie wissen, „dass unten am Boden die Mädels warten“, wie Naturparkleiter Lars Thielemann mehrfach beobachtet hat. Und dann beginnt so zwischen drei und vier Uhr die Balz. Der Auerhahn, oft sind es auch zwischen zwei und vier an einer Stelle, fliegt auf den Boden und beginnt mit männlichem Gehabe den „Damen“ zu imponieren. Chancen haben zunächst scheinbar nur die stattlichen Burschen, die mit prallem Fächer. „Es gibt auch Revierkämpfe“, berichtet Michél Springer, ebenfalls ein erfahrener Auerhuhn-Fänger. Er habe zwei Hähne fünf Meter vor seinem Zelt beobachten können.

Apropos Zelt. Das ist ein ganz einfaches. Meist gegen 19 Uhr wird es jetzt dunkel in der Fangregion bei Dalarna in Mittelschweden. Dann gehen die Männer schlafen. „Es ist eine herrliche Ruhe“, berichtet Uwe Lewandowski, der wie Frank Raden ebenfalls zum Fangteam gehört. Lars Thielemann: „Wer von uns schläft schon nachts noch mitten in freier Natur? Ich habe in Schweden auch Wölfe heulen hören.“

Überbieten mit Eindrücken wollen sie sich nicht. Denn was nach spannendem Abenteuer klingt, ist vor allem eins: anstrengend, mitunter zermürbend. Stundenlanges Warten, Eiseskälte, bei der auch ein Schlafsack nur begrenzt wärmt, mitunter kilometerweites Stapfen durch tiefen Schnee. Alexander Zimmermann: „Die Crew, das sind Männer, die die Natur lieben und wollen, das das Wiederansiedlungsprojekt gelingt.“ Beim Fang kommen drei Meter lange Netze zum Einsatz, mit denen eigentlich Lachs gefangen wird. Schon die richtige Position in der Landschaft zu finden, gelinge nur mit Erfahrung. Die zwei Meter hohen Netze werden etwa einen Meter breit auf den Boden gelegt und einen Meter hoch gespannt. Darin verheddern sich die Hähne. Dann heißt es schnell sein. Das Tier aus dem Netz befreien, flugs in den Transportbehälter, so schnell wie möglich ins Auto und ab auf den 1400 Kilometer langen Rückweg. Eine lange Käfighaltung überleben die Hähne nämlich nicht. Frank Raden lebt das Projekt. Er kennt die Stellen, wo die Auerhühner im Naturpark und in der Rochauer Heide am häufigsten vorkommen. Er würde den Stress immer wieder auf sich nehmen. Und wenn es als Dank ein Sahnehäubchen oben drauf gibt – „ich habe eine Bärin mit ihrem Jungen gesehen“ – ist es umso schöner.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 28.3.19 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/wiederansiedlung-des-auerhuhns-in-der-niederlausitzer-heidelandschaft_aid-37729979

Auerhahn balzt wieder in Elbe-Elster

Auerhahn balzt wieder in Elbe-Elster

Bad Liebenwerda. 77 echte „Brandenburger“ rund um Bad Liebenwerda, Finsterwalde und Dahme nachgewiesen. Von Frank Claus

Das Auerhuhn kehrt langsam, aber stetig zurück in die Lausitz. Inzwischen sind nach Angaben von Alexander Zimmermann, Leiter des Auerhuhnprojektes im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft (Elbe-Elster), 101 Tiere genetisch nachgewiesen. Die Sichtungen durch Förster, Jäger, Ornithologen und Naturfreunde inbegriffen, seien es bereits 111 Tiere.

Bemerkenswert: Seit im Jahr 2012 die ersten 28 Auerhühner in Schweden gefangen und in den Regionen um Bad Liebenwerda, Finsterwalde und Dahme ausgewildert wurden, hat sich die Population stetig entwickelt. Inzwischen gebe es nachgewiesen 77 echte Brandenburger. Das sind Vögel, die hier geschlüpft sind.

Seit 2012 seien 301 Tiere ausgewildert worden. Zu Beginn waren darunter auch Auerhühner, die in Volierenhaltung ausgebrütet wurden. Ihre Überlebenschance in freier Wildbahn, so die Erfahrungen, sei weitaus geringer, als die Entnahme aus den Wäldern Schwedens.

Ein Verwaltungsabkommen sichert dem Naturpark den Fang von jährlich bis zu 60 Tieren in Mittel- und Nordschweden. Während in hiesigen Regionen das letzte Auerhuhn 1998 in der Rochauer Heide gesichtet wurde, verfügen die Skandinavier über stattliche Bestände.

1,4 Millionen Euro stellt der Europäische Landwirtschaftsfonds den Bad Liebenwerdaer Ansiedlungsexperten für den Zeitraum von 2017 bis 2021 zur Verfügung. Nutznießer der Elbe-Elster-Erfahrungen sind inzwischen auch Thüringer Auerhuhn-Experten. Die fahren wie die Bad Liebenwerdaer Teams im April/Mai wieder zum Auerhuhnfang.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 28.3.19 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/auerhuhnprojekt-im-naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft_aid-37730953

Schwächelt der Naturparkwettbewerb?

Schwächelt der Naturparkwettbewerb?

Immer weniger Bewerber um den Titel „Naturparkgemeinde“ – ein Versuch der Ursachenforschung. Von Frank Claus Ausgerechnet im 20. Jahr des Wettbewerbes um die Naturparkgemeinde ist noch nicht eine einzige Bewerbung eingegangen. Und in wenigen Tagen, am 29. März, ist Einsendeschluss. Die RUNDSCHAU sprach mit Lars Thielemann, Leiter der Naturparkverwaltung.

Herr Thielemann, bislang noch gar keine Bewerbung. Im zurückliegenden Jahr gab es nur eine. Ist der Wettbewerb tot? Lars Thielemann: Ich will das nicht hoffen. Ich bin immer noch stolz, dass es diesen Wettbewerb bei uns im 20. Jahr gibt. In anderen Naturparken gibt es den schon lange nicht mehr. Im Übrigen erreichen uns die meisten Bewerbungen immer erst am letzten Bewerbungstag.

Was könnten die Ursachen für die mangelnde Resonanz sein? Lars Thielemann: Wir grübeln da auch schon lange. Fürchten viele den Aufwand des Naturparkfestes? Ist die Erstellung der Bewerberunterlagen zu anspruchsvoll? Oder lässt gar das gesellschaftliche Engagement in den Orten nach? Ich glaube, es ist eine Summe von mehreren Faktoren, wobei gesellschaftliches Engagement in Orten schon immer unterschiedlich ausgeprägt war.

Lassen Sie uns mal mögliche Schwierigkeiten durchgehen. Thema Bewerbungsunterlagen. Lars Thielemann: Da sind in der Vergangenheit wirklich kleine Bücher entstanden. Das muss nicht sein. Uns reichen die wichtigen Eckdaten laut unserer Ausschreibung auf zwei bis drei Seiten. Ein echtes Bild macht sich das Kuratorium – ich bin übrigens nicht stimmberechtigt – immer am Tag der Bereisung, diesmal ist der 3. April geplant. Da spürt die Jury, ob ein Ort lebt, ein Alleinkämpfer alles macht oder eine verschworene Truppe da ist. Da müssen die Gemeinden ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen. Ich habe noch keine Bewerbergemeinde erlebt, die auf ihre Weise nicht beeindruckend war.

Also ist es das Naturparkfest? Lars Thielemann: Auch da gilt: Schneller, höher, weiter, größer – das fordern wir nicht. Ein Naturparkfest kann auch mal eine veranstaltete Radtour sein, ein Filmabend, eine Wanderung. Wenn das alles mit einem gemütlichen Beisammensein für die Dorfgemeinschaft und Gäste endet, ist das doch eine feine Sache. Die Sparkasse steuert von Beginn an immer 1000 Euro zu. Alle bisherigen Bewerbergemeinden schätzen ein, dass sie die Teilnahme am Wettbewerb – ob nun Sieger oder Bewerber – vorangebracht hat.

Das allein müsste doch Motivation sein, oder? Lars Thielemann: Es ist wie im wahren Leben. Du brauchst schon zwei, drei Leute, die sich vor den Karren spannen. Überall wird uns aber bestätigt, dass sich im Bewerberjahr und vor dem Fest Einwohner eingebracht haben, die bislang überhaupt noch nicht aus der Deckung gekommen waren. In diesem Jahr höre ich oft, dass man die Wahlen abwarten wolle, in deren Ergebnis scheinbar viele generelle Personal- und Mehrheitenwechsel in ihren Gemeinden erwarten. Aber egal wie die Wahlen ausgehen, das Leben in den Orten geht doch weiter.

Also haben Sie die Hoffnung nicht aufgegeben? Lars Thielemann: Keinesfalls. Noch sind ja ein paar Tage bis zum Bewerbungsschluss. Und es gibt einige Gemeinden, die zum dritten Mal den Titel erringen könnten und dann dauerhaft den Titel Naturparkgemeinde tragen dürfen. Noch mehr würde es mich freuen, wenn sich Gemeinden des Naturparks bewerben, die das noch nie getan haben. Nur Mut. Wir helfen, wo wir können.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 15.3.19 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/naturparkwettbewerb-im-naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft_aid-37444495

Auf Spurensuche mit dem Klassenticket

Auf Spurensuche mit dem Klassenticket

Doberlug-Kirchhain. Die Erlebnisausstellung vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft gehört zu den 15 Kooperationspartnern der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“, die Schulklassen besondere Erlebnisse ermöglichen. Die Klasse 4a der Berg-Grundschule hat die Schatzsuche im Schloss Doberlug als erste getestet. Von Heike Lehmann

Einen erlebnisreichen Wandertag können Schulklassen ab jetzt mit dem Klassenticket „ErlebnisREICH Naturpark“ im Schloss Doberlug verleben. Die Klasse 4a der Berg-Grundschule Doberlug-Kirchhain wurde als erste Klassenticket-Schulklasse von den Umweltbildnerinnen Ilona Ertle und Tina Kopetzky begrüßt. Ausgerüstet mit Schatzkarte, Tablet und Spurensucher begaben sich die Mädchen und Jungen voller Begeisterung auf eine rasante Schatzsuche. Dabei galt es, in Expertenteams knifflige Rätsel der Vergangenheit zu lösen, besondere Tier- und Pflanzenarten des Naturparks zu erforschen sowie Schätze über und unter der Erde zu heben. „Besonders toll war das Suchen der Schatztruhen mit echten Schätzen und das Forschen mit dem Tablet“, sind sich Pepe, Miles, Lilliana und Artur aus dem Expertenteam Fledermaus einig.

Tina Kopetzky, Umweltbildnerin des Fördervereins Naturpark, möchte Schulklassen aus dem Elbe-Elster-Kreis animieren, dass Klassenticket „ErlebnisREICH Naturpark“ zu buchen. Sie merkt an: „Mit dem Klassenticket in unserer Naturerlebnisausstellung wird Sachkundeunterricht lebendig. Wir geben den Schulklassen einen Einblick in die Kulturlandschaft ihrer Heimatregion und möchten sie anregen, danach unseren Naturpark auch in der Realität zu erkunden.“

Im Bemühen, die Attraktivität des Landkreises Elbe-Elster zu erhöhen und die Verbundenheit der Jugend mit ihrer Heimatregion zu fördern, sind die Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ und der Förderverein Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft e.V. langjährige Verbündete. Die Idee vom Klassenticket wurde 2010 geboren. Es ging darum, Schulklassen aus Elbe-Elster die regionalen Besonderheiten „schmackhaft“ zu machen. Das Besucherbergwerk F 60, die Brikettfabrik „Louise“ Domsdorf und der Tierpark Finsterwalde führen seitdem die Hitliste der Orte an, die mit einem Klassenticket am häufigsten besucht werden.

Insgesamt hat die Sparkassenstiftung schon 15 Kooperationspartner. Das „ErlebnisREICH Naturpark“ im Schloss Doberlug ist seit 2018 dabei. Das Klassenticket ermöglicht Schulklassen aus dem Elbe-Elster-Kreis, einen Wandertag oder eine schulische Exkursion mit einer Förderung von 3 Euro pro Schülerin und Schüler seitens der Sparkassenstiftung bei den teilnehmenden Partnern zu absolvieren. Anmeldungen im Besucherzentrum telefonisch unter 035322 518066 oder per E-Mail unter info(at)naturpark-nlh(dot)de.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 13.4.19 von Heike Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/auf-spurensuche-durch-den-naturpark-mit-dem-klassenticket-der-sparkasse-elbe-elster_aid-37423661

Aus einer knorrigen wird blühende Landschaft um Hohenleipisch

Aus einer knorrigen wird blühende Landschaft um Hohenleipisch

Hohenleipisch. Dies ist eine Generationenaufgabe: In dem ländlichen Raum Hohenleipisch/Döllingen sollen die ertragreichen Obstbauzeiten wiederbelebt werden. Die weithin bekannten Streuobstwiesen werden revitalisiert. Von Manfred Feller

Die werktätige Bevölkerung kann es kaum erwarten, dass in dem ausgedehnten Obstanbaugebiet um Hohenleipisch und Döllingen zunächst die Ernte der Erdbeeren, dann der Kirschen, Äpfel und Birnen beginnt. Allein die vielen Erdbeerpflücker sind von 3.30 Uhr am Morgen bis in den Abend hinein auf 75 Hektar Anbaufläche hockend und gebückt unterwegs, um die süßen Früchtchen von den mehr als zwei Millionen Pflanzen zu ernten. Am Ende der Saison kommen sagenhafte 110 Tonnen zusammen. Beim anderen Obst sind es 51 Tonnen. Diese Erträge stammen allein von dem 182 Mitglieder zählenen Obst- und Gartenbauverein Hohenleipisch. Hinzu kommt noch das, was vom Agrarbetrieb „Blühendes Land“ geerntet wurde.

Mit diesen Ergebnissen ist das Gebiet Hohenleipisch/Döllingen nach Werder an der Havel das zweitwichtigste Obstanbaugebiet im Osten – nicht heute, sondern 1963, im Jahr 1 nach der Gründung des Obst- und Gartenbauvereins. So steht es in der Festschrift des Vereins zu seinem 55. Geburtstag. In den Jahrzehnten danach und bis zur Wende sind jährlich zwischen 350 und 1300 Tonnen Erdbeeren und mehr als 1000 Tonnen Süßkirschen geerntet worden, schreibt Klaus Dietrich aus Plessa im regionalen Heimatkalender des Jahres 1996.

Der Ursprung des intensiven Obstanbaus in dieser Gegend lag 1963 bereits fast 100 Jahre zurück. Im Jahr 1914 seien schon um die 6000 Kirschbäume gezählt worden sein. Mit den anderen Obstsorten sollen es in der Folgezeit etwa 20 000 Bäume gewesen sein. Die Früchte wurden auch in den umliegenden Großstädten abgesetzt und galten in Mangelzeiten als beliebte Tauschware – bis zum Mauerbau in Westberlin und in der DDR selbst. „Das Obst war früher wie eine zweite Währung“, weiß Gert Anders, seit drei Jahren Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Hohenleipisch.

Nach 1989 folgte der Zusammenbruch dieses Wirtschaftszweiges, der auch den kleinen Obstbauern in der Summe Hunderttausende DDR-Mark in die Haushaltskassen gespült hatte. Das teuer gepflückte heimische Obst wollte kaum noch jemand. In der Folge fielen Bäume der Säge reihenweise zum Opfer oder wurden nicht mehr gepflegt. Das herabfallende Obst vergammelt zu großen Teilen bis heute. Die einstigen Streuobstwiesen, die sich wie ein Gürtel um Hohenleipisch und Döllingen spannten und aus der Luft nach wie vor als solche zu erkennen sind, bieten heute zum größten Teil ein erbärmliches Bild. Einzig die Blütezeit lässt die einstige Pracht auf den privaten Ländereien erahnen. Darunter sind viele erhaltenswerte alte Sorten.

Ein vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördertes Projekt soll die einst landschaftsprägenden Streuobstwiesen mit Süßkirsche, Apfel und Birne Schritt für Schritt wieder zurückholen. Das Modellvorhaben nennt sich Land(Auf)Schwung. Bundesweit gibt es nach Auskunft von Jörg Kösters von der Kompetenzstelle Streuobst im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, kurz Kerngehäuse e. V., 14 teilnehmende Projekte beziehungsweise Regionen. Eine Region ist Elbe-Elster mit mehreren Aktivitäten. Dazu gehört eben die „Revitalisierung der bestehenden Streuobstbestände“.

Neben Fachleuten und einem Institut, die das Projekt fachlich begleiten, ist in Hohenleipisch der Obst- und Gartenbauverein Ansprechpartner. Er hat über viele Jahrzehnte alle Wirren überstanden. „Heute sind wir wieder etwa 70 Mitglieder, mit steigender Tendenz“, spürt Gert Anders den wachsenden Zuspruch unter den Landbesitzern mit Obstbautradition. Erst recht seit dem wieder belebten Obstaufkauf im vorigen Jahr herrsche eine gewisse Aufbruchstimmung.

Die Vereinsmitglieder pflanzen seit 15 Jahren wieder Obstbäume. Um die 1000 könnten es sein, schätzt Jana Opitz, Sachbearbeiterin Landnutzung und Regionalentwicklung im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Ursprünglich sollen sich die Streuobstwiesen um Hohenleipisch und Döllingen bis Plessa auf ungefähr 300 Hektar erstreckt haben. Auf einem Hektar standen und stehen zum Teil noch bis zu 100 Bäume. Die heute für die Revitalisierung verfügbare Fläche gibt sie grob mit 100 Hektar an. Davon bringen die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Hohenleipisch mindestens 40 Hektar ein, ergänzt Gert Anders. Es gebe also noch große Reserven.

Das Revitalisierungsprojekt in Hohenleipisch umfasst nach Angaben von Jörg Kösters vom Verein Kerngehäuse aktuell drei Hektar Streuobstwiesen von fünf Hohenleipischer Obstbaumitgliedern. Weitere seien willkommen. Auf deren Flächen werden beispielhaft Bäume mit alten Obstsorten beziehungsweise mit denen veredelte neue Sorten gepflanzt. „Die nächste große Pflanzaktion mit mehr als 450 Bäumen ist im kommenden Herbst vorgesehen“, blickt Jana Opitz voraus. Das Material komme von Baumschulen, die auf alte Sorten spezialisiert seien. Finanziert werde das im Dezember 2019 nach eineinhalb Jahren endende Projekt vom Land(Auf)Schwung des Bundes und vom Naturpark. Den Obstbauern obliegt es, die neuen Vorzeigeflächen zu pflegen. Damit auch die pflanzende Generation die Früchte ihrer Arbeit ernten kann, werden Streuobstwiesen nach dem Bleiber-Weicher-System bepflanzt, erläutert Jörg Kösters. Während bei den primär gepflanzten Hochstämmen (Bleiber) bis zu 15 Jahre vergehen, ehe sie ordentlich Früchte tragen, werde dies bei den daneben gesetzten Halb- und Viertelstämmen (Weicher) nach vier bis sieben Jahren erreicht. Neben der wieder herzustellenden alten Kulturlandschaft soll der Einsatz der wiederkehrenden Freizeitobstbauern auch einen finanziellen Anreiz finden. Dazu wird mit der Bauer Fruchtsaft GmbH in Bad Liebenwerda kooperiert. Das namhafte Unternehmen betreibt seit 16 Jahren bereits Lohnobst-Annahmestellen in Südbrandenburg und Nordsachsen, informiert Marketingleiterin Heike Monien. Die jüngste befindet sich in Döllingen. „Allein durch die Annahme der Äpfel verhindern wir das Absägen der Bäume“, sagt sie. Nach dem Dürresommer 2018 habe die Streuobstwiese Maasdorf Apfelbäume zum Nachpflanzen erhalten. Die Neuanpflanzungen in Hohenleipisch werden begrüßt.

Streuobstäpfel und Quitten werden für verschiedene Bauer-Produkte verwendet. Aus Süßkirschen wird lieblicher Wein.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 7.3.19 von Manfred Feller

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/in-hohenleipisch-werden-alte-streuobstwiesen-wieder-bepflanzt_aid-37293749

Bäume richtig schneiden: Seminare ausgebucht

Bäume richtig schneiden: Seminare ausgebucht

Döllingen.

Die 99 Teilnehmer kommen aus dem 100-Kilomter-Umkreis. Jetzt ist ein Sommerseminar geplant. Von Veit Rösler

Insgesamt 99 Teilnehmer haben sich am Samstag und Sonntag in drei Kursen im und um den Pomologischen Schau- und Lehrgarten in Döllingen im Baumverschnitt ausbilden lassen. Daneben hat der Obst- und Gartenbauverein im Raum Hohenleipisch ebenfalls für seine Mitglieder ein Baumschnittseminar mit zehn Teilnehmern veranstaltet. Selbst lange Anfahrtswege aus Hoyerswerda, Cottbus und aus dem Senftenberger Raum nahmen Teilnehmer auf sich. Die Diplomingenieurin für Landschaftsnutzung und Naturschutz, Urte Delft, führte mit Jörg Kösters vom Kerngehäuse e.V. mit Baumschnittschere und Säge durch die theoretische und praktische Umsetzung des Baumschnitts.

Etwa 300 Bäume stehen im Bereich des Pomogartens in Döllingen zum Verschnitt. Warum werden Obstbäume überhaupt verschnitten? „Um die Wüchsigkeit zu fördern, um das Kronengerüst zügig aufzubauen, um vorzeitiges Vergreisen zu verhindern und um Krankheiten vorzubeugen“, erklärt Urte Delft. Daneben brauchen die Baumkronen Luft und Licht, weshalb nach innen wachsende Äste entfernt werden. Auch dürfen sich Äste nicht kreuzen oder reiben. Kranke Äste und Zweige müssen ebenfalls entfernt werden.

Die Obstgewächse befinden sich derzeit noch in der Winterruhe. Mit dem Schnitt sollen sie zum Wachsen angeregt werden, um zügig ein Kronengerüst aufzubauen. Durch den Schnitt werden die Bäume vor einer zu raschen Alterung und vor Blattkrankheiten bewahrt. Ziel seien höhere Erträge und eine bessere Erreichbarkeit der Früchte. Beim Erziehungsschnitt soll der jährliche Rückschnitt das Wachstum und die Verzweigung fördern. Nach der Faustregel könne um etwa ein bzw. zwei Drittel verschnitten werden.

Beim Kernobst erfolge der Erziehungs- und Verjüngungsschnitt im Winter oder im Sommer. Bei Steinobst sei der Schnitt im Sommer richtig. Geschnitten werden sollte bei trockenem Wetter. Nicht geschnitten werden dürfe bei Frost ab minus fünf Grad, bei starkem Wind oder bei Sturm. Auch die Mondphasen spielen eine Rolle, so Urte Delft. Wegen der großen Resonanz soll es ein Sommerschnittseminar geben. In der Nachbarschaft von Döllingen führt der Obst- und Gartenbauverein Hohenleipisch noch den ganzen März hindurch an den Samstagen ab 9.30 Uhr (bei schönem Wetter) öffentliche Baumschnittseminare mit Baumwart Christian Wolf durch. Anmeldungen hierfür beim Vereinsvorsitzenden Gert Anders unter Tel. 03533 60740.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 24.2.19 von Veit Rösler

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/baumschnitt-seminar-in-doellingen-ausgebucht_aid-36987133

 

Mit dem richtigen Winterschnitt zum ertragreichen Obstbaum

Mit dem richtigen Winterschnitt zum ertragreichen Obstbaum

Bad Liebenwerda.

 In Döllingen werden wieder zwei beliebte Seminare angeboten: der Obstbaumschnitt und die Veredlung. Mehrere Termine im Februar und März. Obstbaumschnitt und Veredlung. Diese zwei überaus beliebten Seminare bietet die Verwaltung des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft in Zusammenarbeit mit dem Verein Kerngehäuse auch in diesem Winter an. Darüber informiert Projektkoordinator Jörg Kösters.

Der fachgerechte Obstbaumschnitt. Als Kulturpflanzen sind gesunde und ertragreiche Obstbäume auf unsere tatkräftige Unterstützung angewiesen. Sich selbst überlassen, wachsen sie immer nur dichter und höher, verlieren an Fruchtqualität und werden anfällig für Pilzerkrankungen. Das alles sind gute Gründe für einen regelmäßigen Obstbaumschnitt.

Damit dieser gelingt, werden drei Seminare angeboten. Diese setzen sich zusammen aus einem theoretischen Teil, in dem die Grundlagen des naturgemäßen Obstbaumschnitts vermittelt werden, und einem praktischen Teil, in dem das Erlernte gemeinsam erprobt wird.

Die Termine: am Sonnabend, dem 23. Februar, um 9.30 Uhr und 14 Uhr, sowie am Sonntag, 24. Februar, um 9.30 Uhr. Seminardauer: jeweils etwa drei bis vier Stunden. Treffpunkt ist das Dorfgemeinschaftshaus in Döllingen, Gordener Straße 2 a. Kosten: 15 Euro   je Person.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl sollten sich Interessenten bis zum 20. Januar anmelden: Telefonnummer 035341 61512 oder E-Mail: Kerngehaeuse_ev(at)web(dot)de

Veredlung von Obstgehölzen. Die Obstveredlung ist ein uraltes Handwerk, das jeder erlernen kann. Ob den eigenen Lieblingsapfel heranziehen oder die wohlschmeckende Birnensorte des Nachbarn – dieses Seminar vermittelt dafür die wichtigsten Grundlagen.

Kennenzulernen gilt es die Reisergewinnung, die verschiedenen Methoden der Veredlung und das Behandeln der Veredlungsstellen. Zudem wird die richtige Schnittführung geübt. Teilnehmer können den eigenen Baum direkt im Kurs veredeln und mit nach Hause nehmen.

Termin: am Sonnabend, dem 23. März, 9.30 Uhr und 14 Uhr. Dauer: jeweils drei bis vier Stunden. Treff ebenfalls im Dorfgemeinschaftshaus Döllingen. Kosten: 15 Euro je Person plus fünf Euro für das Material. Ein Edelreis der persönlichen Lieblingssorte (am besten im Monat Januar schneiden, auf jeden Fall noch nicht ausgetrieben) und ein scharfes Messer können mitgebracht werden. Reiser und Unterlagen werden ansonsten gestellt.

Auch hier gilt: Die Anzahl der Seminarteilnehmer ist begrenzt. Bitte bis zum 21. Februar anmelden!

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 17.11.19

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/mit-dem-richtigen-winterschnitt-zum-ertragreichen-obstbaum_aid-35702413

Nabu lädt zu Vortrag über Feldlerche ein

Nabu lädt zu Vortrag über Feldlerche ein

Senftenberg.

Schon zum zweiten Mal seit 1998 ist die Feldlerche für das Jahr 2019 zum „Vogel des Jahres“ gekürt worden. Wer mehr über diese Tiere mit dem markanten Gesang wissen möchte, ist am Donnerstag, 17. Januar, im Umweltbildungszentrum des Naturschutzbundes (Nabu) am Steindamm 24 in Senftenberg richtig. Der Nabu-Regionalverband lädt an diesem Tag von 16 bis 17.30 Uhr zu einem Vortrag über die Feldlerche ein.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 15.1.19

www.lr-online.de/lausitz/senftenberg/nabu-in-senftenberg-laedt-zu-vortrag-ueber-feldlerche-ein_aid-35649071

Mit Rangern ins Eiszeitland und zum Schlangenkönig

Mit Rangern ins Eiszeitland und zum Schlangenkönig

Bad Liebenwerda.

 Auch der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft in Elbe-Elster steht auf der Erlebnisliste der Rangertouren in Brandenburg. Wer mindestens eine der 15 Nationalen Naturlandschaften in Brandenburg, wie den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft in Elbe-Elster, unter fachlicher Führung kennenlernen möchte, der kann sich auf der Grünen Woche oder ab sofort im Internet unter www.naturwacht.de informieren. Dort steht alles über die 45 wichtigsten und weitere Ranger-Erlebnis-Touren dieses Jahres im ganzen Land. Schon die Überschriften machen große Lust auf die heimische Flora und Fauna. Balzspektakel der Großtrappen, Frühlingstour ins Eiszeitland, Von höllischen Steinen und hängenden Mooren, Im Morgengrauen zur Wanderdüne, Reise zum Mittelpunkt der Erde, Im Reich des Schlangenkönigs, Audienz beim Wachtelkönig, Tour d`Adebar und Mit dem Kanu in die Vollmondnacht sind nur einige der Angebote. So manch eine Tour, an der auch Familien teilnehmen können, ist recht schnell ausgebucht.

Der hiesige Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ist mit zwei großen Rangertouren vertreten: Schnucken gucken und Hirschjagd. Diese finden am 13. Juli und am 7. September statt. Daneben werden von den Rangern auch andere Naturerlebnisgänge angeboten.

Die 92 Ranger der Naturwacht Brandenburg gibt es in den 15 Großschutzgebieten Brandenburgs seit 28 Jahren. Tätig sind sie auf etwa 9000 Quadratmetern. Das ist fast ein Drittel der Landesfläche. Ungefähr 10 000 Gäste nehmen jedes Jahr an den rund 500 Rangertouren teil.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 15.11.19

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/touren-mit-dem-ranger-in-den-naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft_aid-35641877

2018 war einfach außergewöhnlich

2018 war einfach außergewöhnlich

Doberlug-Kirchhain.

Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft hat in diesem Jahr für mehrere Ausrufezeichen gesorgt.

Von Heike Lehmann Das Jahr 2018 war heiß und trocken. Sorge um den Wasserhaushalt kam auch im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft auf. Versöhnung mit den Eskapaden der Natur bot schließlich die reichhaltige Obsternte. So hat Christian Heinrich-Jaschinski, Vorsitzender vom Förderverein des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, das zu Ende gehende Jahr zusammengefasst, in dem die Akteure vom Naturpark deutliche Ausrufezeichen setzen konnten. Das machte Lars Thielemann, Chef der Naturparkverwaltung, am Mittwochabend bei der Jahrestagung in Doberlug-Kirchhain deutlich. Er betonte. „Es war ein außergewöhnliches Jahr. Wir haben viel erreicht.“

Angekommen. Herausragend war die Eröffnung der neuen Ausstellung „erlebnisREICH Naturpark“ im Schloss Doberlug am 7. April. „Eine hochmoderne Ausstellung in einem wunderschönen historischen Gebäude. Bis zum November wurden 9689 Besucher im Schloss gezählt, ohne zu unterscheiden, ob sie im Museum oder in der Naturparkausstellung waren“, so Thielemann. Die hohe Qualität der multimedialen Ausstellung unterstreiche, dass deren Gestalter vom Berliner Büro „Stories within Architecture“ dafür zwei international begehrte Designerpreise bekommen haben. 2019 wolle man im Schlossareal mit einer Bewegungslandschaft für Kinder „noch etwas Besonderes, Außergewöhnliches“ schaffen.

Beeindruckend. In höchsten Tönen schwärmte Thielemann vom diesjährigen Naturparkfest im Finsterwalder Ortsteil Sorno. „Die Sornoer haben tolle Ideen entwickelt, viele Angebote gemacht und viele Besucher angelockt.“ Gekürt wurde beim Fest die aktuelle Naturparkgemeinde Kraupa, Ortsteil von Elsterwerda. Sehr überzeugt hätte deren Präsentation die Wettbewerbsjury. Pfingsten 2019 findet in Kraupa das nächste Naturparkfest statt. Beide Dörfer seien für ihn die besten Beispiele, dass aktive Ortsteile von größeren Kommunen viel zu bieten haben. Thielemann wünscht sich, dass noch mehr Orte den Mut fassen, sich am Wettbewerb um den Titel Naturparkgemeinde zu beteiligen.

Bildend. Mit der letzten Rangertour im Dezember haben die Naturwächter monatlich eine Erlebnistour angeboten und 35 weitere Veranstaltungen organisiert. Insgesamt wurden damit 1392 Teilnehmer erreicht. Spezielle Seminare von Baumschnitt bis Baumveredlung haben mehr als 200 Interessierte wahrgenommen. Das Team vom Besucherzentrum hat allein 110 Veranstaltungen konzipiert. 24 davon richteten sich an Erwachsene und fanden 276 Teilnehmer. 86 Angebote gab es für Kinder. 1522 junge Naturfreunde sind erreicht worden.

Überregional. Auf die Fledermausnacht 2018 war sogar ein Team vom ZDF aufmerksam geworden. Juniorranger aus ganz Brandenburg haben während ihres Sommercamps in diesem Jahr von Rückersdorf aus die Niederlausitzer Heidelandschaft erkundet. „Große Unterstützung hatten wir bei der Ausrichtung dieses beeindruckenden Wochenendes vom Amt Elsterland“, betonte Thielemann.

Wirksam. Das Projekt zur Wiederansiedlung des Auerhuhns mit Fangaktionen in Schweden und Auswilderungen in Südbrandenburg hat inzwischen zu einem nennenswerten Bestand dieser seltenen Vögel geführt. „Wir liegen jetzt auf Rang vier in Deutschland“, konstatierte der Naturparkchef stolz.

Zukunftsweisend. 550 junge Bäume sind in diesem Jahr neu im Naturpark gepflanzt worden. Die FFH-Managementplanung, ein Auftrag der Europäischen Union, hat begonnen und wird bis 2020 fortgeführt. Für ausgewählte Gebiete sollen konkrete Maßnahmen vorgeschlagen werden, um die dortigen Lebensbedingungen für geschützte Tiere und Lebensräume zu verbessern und langfristig zu sichern. Für acht FFH-Gebiete wurde die Kartierung abgeschlossen.

Interessant. Aufmerksame Zuhörer fand Dr. Dirk Knoche vom Finsterwalder Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften (FIB), der „Plan Birke, forsch voran“, ein vielschichtiges Forschungsprojekt zur Gemeinen Birke mit drei Schulpartnerschaften und Bürgerbeteiligung, vorgestellt hat. Und der Komponist John Rausek, alias Uwe Krause, hat ein Projekt an der Evangelischen Grundschule Tröbitz bis zur Aufführung des von ihm komponierten Kindermusiktheaters „Schaf und Wolf“ unter anderem beim diesjährigen Apfeltag geleitet. Er schwärmte: „Der Weg dorthin war Sachkundeunterricht auf hohem Niveau.“

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 23.11.18 von Heike Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/2018-war-einfach-aussergewoehnlich_aid-34653445

Auerhuhnprojekt auf Erfolgskurs

Auerhuhnprojekt auf Erfolgskurs

Maasdorf. Spannende Vorträge auf Naturschutztag in Maasdorf. Ehrenamtler für Engagement gewürdigt.

Das Auerhuhn war einst der Charaktervogel der beerstrauchreichen Kiefernheiden und Traubeneichenwälder in der Lausitz. Das könnte in der Zukunft wieder so werden. Jedenfalls gibt der aktuelle Verlauf des Wiederansiedlungsprojektes in der Niederlausitz Anlass zu Optimismus. Dr. Alexander Zimmermann, Projektleiter Auerhuhn im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, berichtete auf dem jüngsten Naturschutztag des Landkreises über erfolgreiche Zwischenergebnisse. So seien in den vergangenen Jahren über 300 Hähne und Hennen ausgewildert worden. Der überwiegende Teil dieser Tiere kam aus Schweden.

„Es ist schon ein erhebender Moment, wenn sich die Vögel in die Lüfte erheben und im Kiefernwald den Schutz im satt grünen Teppich der Blaubeerensträucher suchen“, sagte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski in seinem Grußwort. Dazu dürfen jährlich bis zu 60 Auerhühner in Schweden, wo es sie noch in großer Stückzahl gibt, gefangen werden. „Ich habe mir das selbst vor Ort angesehen und freue mich, dass der Einsatz von Lars Thielemann und seinem Team im Naturpark in Elbe-Elster inzwischen deutlich messbare Früchte trägt“, so der Landrat. Indizien dafür seien zum Beispiel die per Monitoring nachgewiesenen Balzplätze und die allein 2017 gesichteten über 200 Tiere, berichtete Dr. Alexander Zimmermann. „Das sind hoffnungsvolle Anzeichen, dass wir auf einem guten Weg sind. Um allerdings von einem dauerhaften Erfolg reden zu können, brauchen wir rund 300 Vögel, die nachweisbar an der Reproduktion der Auerhühner teilnehmen.“

Der regelmäßige Naturschutztag, federführend von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises organisiert, hat sich zu einer Standortbestimmung in der Region entwickelt. „Wir wollen mit der Veranstaltung Verständnis für die Behördenarbeit und getroffene Entscheidungen wecken und miteinander ins konstruktive Gespräch kommen“, sagte Dr. Thomas Spillmann-Freiwald, Sachgebietsleiter der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises.

Der 12. Naturschutztag war auch als Dankeschön für die geleistete ehrenamtliche Arbeit gedacht. Einen Blumendank nebst Präsent nahm zum Beispiel Timo Schneider entgegen, der als Ornithologe an Elbe und Kiesseen von Mühlberg das Brut- und Rastgeschehen der Vogelwelt erkundet. Dabei widmet er sich mit viel Zeit und Engagement in seiner Freizeit dem Schutz der Brutkolonien von Möwen und Seeschwalben. Ausgezeichnet wurde ebenfalls Thomas Jülke. Der Vorstandsvorsitzende der Agrargenossenschaft Sonnewalde ist seit über zehn Jahren Vorsitzender des Naturschutzbeirates im Landkreis. Er leitet ehrenamtlich die monatlichen Sitzungen und Exkursionen, in denen der Beirat die Naturschutzbehörde im regen fachlichen Austausch berät und bei Entscheidungsfindungen unterstützt und anregt. Geehrt wurden darüber hinaus Dr. Peter Kneis und Dr. Dietrich Hanspach, die mit ihren Beobachtungen in den Naturschutzgebieten „Gohrische Heide“ und „Lauschika“ Tiere und Pflanzen protokollieren und mit ihren Arten- und Gebietskenntnissen die untere Naturschutzbehörde bei wichtigen Entscheidungen unterstützen. Neu dabei als Naturschutzhelfer sind ab sofort Nadine Schmuhl, Frank Schumann und Steffen Haupvogel.

Weiterer thematischer Schwerpunkt der Tagung war die Vorstellung der Arten und Lebensräume in der Bergbaufolgelandschaft durch Ingmar Landeck vom Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften Finsterwalde. Das dritte Hauptthema des Tages steuerte Naturschützer und Jäger Dr. Reinhard Möckel mit seinem Fachvortrag zur Frage „Marderhund, Waschbär, Mink – invasive Arten?“ bei. Darüber hinaus berichtete Dieter Lehmann von aktuellen Projekten des Falkenberger Naturschutzvereins „Elsteraue“.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 26.11.18 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/herzberg/naturschutztag-elbe-elster-in-maasdorf_aid-34711297

ErlebnisREICH Naturpark punktet mit seinem Design

ErlebnisREICH Naturpark punktet mit seinem Design

Berlin/Doberlug-Kirchhain.

Berliner Architekturbüro gewinnt für die Erlebnisausstellung des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft zwei begehrte Designpreise. Das Berliner Architekturbüro „Stories within Architecture“ hat für die multimediale Ausstellung „ErlebnisREICH Naturpark“ im Schloss Doberlug gleich zwei begehrte Designpreise erhalten.

Ausgezeichnet wird die innovative Ausstellung des Fördervereins Naturpark mit dem RedDot Award für Kommunikationsdesign sowie dem German Design Award 2019.

Die jährlich von einer hochkarätigen, internationalen Jury vergebenen Design Awards honorieren besonders innovative Projekte und einzigartige Gestaltungstrends. Die diesjährige Preisverleihung des Red Dot Award: Communication Design 2018 fand am 26. Oktober 2018 in Berlin statt. Die prämierten Gestalter wurden dort im Rahmen der Red Dot Gala und der Designers’ Night geehrt. Die Auszeichnung der Gewinner des German Design Award 2019 findet anlässlich der Messe Ambiente in Frankfurt/Main statt.

Die Mitmachausstellung „ErlebnisREICH Naturpark“ wurde durch die kreativen Köpfe rund um Viktoria Wille (Architekturbüro stories within architecture; Berlin) und das Team des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft konzipiert und realisiert. Die Preisrichter zeigten sich begeistert von dem modernen, funktionalen Design, das sich als abstrakte Landschaft in den historischen Gemäuern des Schlosses Doberlug entfaltet. Als moderne Interaktion werden die Besucher auf eine spannende Spurensuche entsandt, um den Geheimnissen der vom Menschen geprägten Kulturlandschaft auf den Grund zu gehen. Eine eigens für die Ausstellung entwickelte App wird im Handumdrehen zum individuellen Reiseführer und verknüpft spielerisch die Ausstellung mit realen Ausflugszielen im Naturpark. Ermöglicht wurde die Dauerausstellung im Rahmen des Modellprojektes Land(auf)Schwung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und mit Unterstützung der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“.

Die dauerhafte Naturerlebnisausstellung „ErlebnisREICH – Naturpark“ ist wesentlicher Bestandteil des Besucherinformationszentrums des südlichsten Großschutzgebietes Brandenburgs. Das Team des Besucherzentrums informiert über Ausflugsziele und Besonderheiten des Naturparkes und bietet Führungen, Vorträge sowie individuelle Radtouren. Für junge Entdecker werden multimediale Bildungsangebote und spannende Ferienaktionen geboten.

Öffnungszeiten: Oktober bis März Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr. Auskünfte: 035322 518066 bzw. info@naturpark-nlh.de. (pm/leh) 

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 1.11.18 von Frau Lehmann

Design-Preise für Doberluger Naturpark-Erlebnisausstellung

Design-Preise für Doberluger Naturpark-Erlebnisausstellung

Berlin/Doberlug-Kirchhain. Der German Design Award 2019 geht an das Berliner Architekturbüro „Stories within Architecture“ für die dauerhafte Erlebnisausstellung des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft im Schloss Doberlug.

Das „Erlebnisreich Naturpark“, das Besucher auf spannende Spurensuche schickt, wurde dieser Tage bereits mit dem Red Dot Award: Communication Design 2018 ausgezeichnet.

Mit diesen Preisen werden die modernen und multifunktionalen Ideen der Berliner Gestalter rund um Viktoria Wille und des Teams vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft honoriert, die sich in einer abstrakten Landschaft verbergen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 1.11.18

https://www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/design-preise-fuer-doberluger-naturpark-erlebnisausstellung_aid-34230075

Naturpark beschließt das Jahr mit der Birke

Doberlug-Kirchhain

Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft hat sich für den 21. November Dr. Dirk Knoche vom Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften eingeladen. Er spricht bei den Veranstaltung zur Rückschau auf das Naturparkjahr zum Projekt "Plan-Birke, forsch voran."

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 1.11.18 von Frank Claus

Naturparkfest findet zu Pfingsten in Kraupa statt

Naturparkfest findet zu Pfingsten in Kraupa statt

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 30.11.18 von Frank Claus

Grünewalder Naturschutzgebiete nur mit ausreichend Wasser zu erhalten

Grünewalder Naturschutzgebiete nur mit ausreichend Wasser zu erhalten

Grünewalde.

Grünewalder diskutieren über ihre Schutzgebiete Welkteich und Seewald. Von Torsten Richter-Zippack Die Grünewalder bezeichnen die Lage ihres Dorfes als einzigartig. Der rund 1400 Einwohner zählende Ort hat mit dem Lauch nicht nur einen bekannten Badesee im Portfolio, sondern auch die beiden Naturschutzgebiete Welkteich und Seewald. Obwohl deren Flächen, insgesamt rund 340 Hektar, massiv durch den Bergbau beeinflusst werden, hat sich dort eine Pflanzen- und Tierwelt entwickelt, die anderswo in der Lausitz ihres Gleichen sucht. Uralte Wälder, Moore und Sümpfe sowie mehrere Gewässer bieten vielen gefährdeten Arten Lebensräume.

 Kein Wunder also, dass sowohl der Welkteich als auch der Seewald als Flora-Fauna-Habitate (FFH) ausgewiesen sind. Die FFH-Richtlinie, von der EU bereits im Jahr 1992 beschlossen, gilt als bedeutendster Gesetzestext im Naturschutz. Allein in Brandenburg, so erklärt Benjamin Schellenberger Costa vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, gibt es 620 FFH-Gebiete sowie 27 Vogelschutzgebiete, die rund ein Viertel der Landesfläche einnehmen.

Derzeit erarbeiten die Naturschützer mithilfe externer Büros Managementpläne für Welkteich und Seewald. Die Endfassung soll im Winter 2020 vorliegen, kündigt Schellenberger Costa an. Inzwischen seien die Feldarbeiten, also die Erfassung des aktuellen Zustandes, weitestgehend abgeschlossen. Jetzt werde die Bevölkerung in die Erstellung der Naturschutzpläne aktiv eingebunden. „Wir wollen Projekte entwickeln, die gemeinsam mit den Landeigentümern und Flächennutzern tatsächlich auch umgesetzt werden können“, erklärt der Experte. Hauptziel sei es, die wertvollen Lebensräume auf Dauer zu erhalten. Benjamin Schellenberger Costa von der Naturparkverwaltung erläutert im Grünewalder Vereinshaus die FFH-Richtlinie.

Den Dreh- und Angelpunkt bei den Grünewalder Naturschutzgebieten verkörpere indes das Wasser, sagt Dr. Siegfried Thomas, Vorsitzender des örtlichen Heimatvereins und Gastgeber der ersten Infoveranstaltung zu diesem Thema. „Die zukünftige Entwicklung von Welkteich und Seewald hängt maßgeblich von den jeweiligen Wasserständen ab. Sind sie gleichbleibend, kommt Stabilität hinein“, erklärt Thomas. Die Wasserfrage stehe und falle mit den Bergbausanierern der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV). Siegfried Thomas schlägt einen Kompromiss vor. Da sich zwischen dem Bergheider See und der Schwarzen Elster bei Plessa ein durchgehendes Grabensystem im Aufbau befindet, könne von dort ein gewisser Wasseranteil in die beiden Naturschutzgebiete geleitet werden. Denn ohne ausreichendes Nass wären die Tage der dortigen Moore, Feuchtwälder und Wiesen gezählt. Wie das genau funktionieren könnte, darüber müssten sich Wasserexperten die Köpfe zerbrechen. In der Tat, so sagt Benjamin Schellenberger Costa, sei ein hydrologisches Fachbüro bereits dabei, entsprechende Ideen auszuarbeiten. Das gesamte Gebiet lebe ohnehin weitestgehend nur vom Niederschlag und nicht vom Grundwasser.

Die Stadt Lauchhammer bekommt beim Thema Wasser allerdings leichte Bauchschmerzen, wie Vertreterin Marina Boog sagt. Schließlich hatte erst Ende 2017 der am Welkteich vorüberführende überregionale Radweg auf 1,2 Kilometer unter Wasser gestanden und war daher nicht mehr nutzbar. Das müsse in Zukunft vermieden werden.

Nach Ansicht von Dr. Stefan Röhrscheid vom Nabu-Naturparadies Grünhaus müssten die Wasserstände angehoben werden. Das dürfte aber nicht ohne Konflikte mit weiteren Landnutzern vonstattengehen. Damit niemand zu kurz kommt, werde es weitere Infoveranstaltungen zu den Managementplänen für Welkteich und Seewald geben, kündigt Benjamin Schellenberger Costa an. Indes verspricht sich der Grünewalder Ortsvorsteher Reinhard Lanzke von den beiden Naturjuwelen einen sanften Tourismus. „Wir wollen den Leuten unsere Schätze zeigen. Erst dann wird bei vielen das Verständnis für diese Problematik geweckt.“

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 23.10.18 von Herrn Richter-Zippack

www.lr-online.de/lausitz/senftenberg/gruenewalde-seewald-und-welkteich-brauchen-wasser_aid-33947759

"Ohne moralischen Zeigefinger"

"Ohne moralischen Zeigefinger"

Auszug aus dem Sonntagswochenblatt vom 21.10.18

Infoveranstaltung zum FFH-Gebiet im Natoureum

Infoveranstaltung zum FFH-Gebiet im Natoureum

Bad Liebenwerda. Das 1773 Hektar große Flora-Fauna-Habitat-(FFH)-Gebiet „Kleine Elster und Schackeniederung“ ist eines der vielfältigsten Schutzgebiete im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Am Montag findet im Elster-Natoureum Maasdorf eine Informationsveranstaltung über den Lebensraum statt. Das 1773 Hektar große Flora-Fauna-Habitat-(FFH)-Gebiet „Kleine Elster und Schackeniederung“ ist eines der vielfältigsten Schutzgebiete im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Die Naturparkverwaltung Niederlausitzer Heidelandschaft und das mit der Planungsbüro Myotis laden alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung zur Managementplanung im FFH-Gebiet „Kleine Elster und Schackeniederung“ ein.

  Die namensgebende Kleine Elster hat sich nach umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen zu einem wertvollen Lebensraum entwickelt und bietet seltenen und gefährdeten Arten wie dem Fischotter und dem Eisvogel einen Platz. In unmittelbarer Nähe des Flusses befinden sich auch die beiden größten Teichgebiete des Naturparks, die dank umsichtiger Bewirtschaftung Hotspots der Artenvielfalt sind. Darüber hinaus sind im FFH-Gebiet mehrere gänzlich unterschiedliche Waldtypen mit den dazu gehörigen Artengemeinschaften anzutreffen, zum Beispiel der totholzreiche Buchenwald bei Doberlug-Kirchhain, die urigen Fichtenwälder bei Schadewitz und im Forstrevier Weberteiche sowie der Landschaftspark des Heiligen Hains bei Prestewitz.

Um diese Vielfalt langfristig zu erhalten, lässt das Landesamt für Umwelt derzeit einen Managementplan erstellen. Darin wird einerseits der gegenwärtige Zustand des FFH-Gebiets beschrieben, andererseits werden in Kooperation mit Flächennutzern, Eigentümern und anderen Betroffenen gezielt Maßnahmen erarbeitet, die notwendig sind, um wertvolle Lebensräume und Arten zu erhalten. Daher laden die Naturparkverwaltung Niederlausitzer Heidelandschaft und das mit der Planung beauftragte Fachbüro Myotis alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung zur Managementplanung im FFH-Gebiet „Kleine Elster und Schackeniederung“ ein. Die Veranstaltung findet am Montag, 15. Oktober, um 16 Uhr im Elster-Natoureum Maasdorf (Liebenwerdaer Straße 2 in Maasdorf) statt. Neben den rechtlichen Grundlagen und dem Ablauf der Managementplanung werden die Gebiete mit den sie kennzeichnenden Arten und Lebensräumen vorgestellt. Abgeschlossen wird das Treffen mit einer offenen Diskussion. „Ich bin davon überzeugt, dass eine Beteiligung der Öffentlichkeit unsere Planung ganz erheblich verbessert“, hofft Naturparkleiter Lars Thielemann auf ein reges Interesse.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 11.10.18

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/infoveranstaltung-zum-ffh-gebiet-im-natoureum_aid-33602963

Minister trifft Majestäten

Minister trifft Majestäten

Döllingen.

 Tausende Besucher haben bei herrlichem Altweibersommer den 24. Niederlausitzer Apfeltag in Döllingen besucht. Auch Minister Jörg Vogelsänger ließ es sich nicht nehmen, den Pomologischen Garten im Landkreis Elbe-Elster zu besuchen. Petrus scheint ein Einsehen mit dem Apfeltag zu haben: Herrlicher Sonnenschein und damit ein bunter Altweibersommer gehörten zum Markenzeichen des 24. Niederlausitzer Apfeltages in Döllingen. Mehrere tausend Besucher haben sich auf der Anhöhe über den Streuobstplantagen quasi zwischen Himmel und Erde so richtig wohl gefühlt. An kaum einem anderen Ort, wie hier in Döllingen unter freiem Himmel wird klar, was Pfarrer Otto-Fabian Voigtländer und Prädikant Rene´ Herrmann meinen, wenn sie von Gott geschaffenen Früchten sprechen, für die wir der Natur dankbar sein sollen. Der Erntedank im Garten Eden war wieder einmal ungewöhnlich gut besucht.

Schon am Morgen herrschte dichtes Gedränge zwischen den Apfelbäumen auf den Pfaden des Pomogartens. Unter den Besuchern befand sich der Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, Jörg Vogelsänger (SPD), welcher sich in Begleitung der SPD-Landtagsabgeordneten Barbara Hackenschmidt, Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Amtsdirektor Göran Schrey sowie mit den Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden ein Bild vom Leistungsstand der heimischen Agrarwirtschaft machen konnte. „Der ist schon mal perfekt. Ein Kunstwerk, fast zu schade zum essen“, sagte der Minister, als er von Moderatorin Marion Hirche aus Kolkwitz einen makellosen Apfel in die Hand gedrückt bekam.

Aber auch nicht ganz so makelloses Obst hat es in sich! Verarbeitet zu leckeren Obstsäften oder zu schöngeistigen alkoholischen Getränken. Am Stand des Obst – und Gartenbauvereins Hohenleipisch zum Beispiel wurde unter dem Motto „Minister trifft Majestäten“ mit der amtierenden Äppelmoid Jana Reichel sowie mit Blütenkönigin Paula Krausch angestoßen. An anderer Stelle im Kochstudio im großen Festzelt legte der Minister zusammen mit den Köchen Michael Ihlo vom Gasthof „Zum Elstertal“ Zeischa sowie mit Frank Schreiber vom Restaurant „Goldener Hahn“ aus Finsterwalde selber mit Hand an. Beim Blick auf den Patenbaum von Minister Jörg Vogelsänger, einem „Danziger Kantapfel“, wurde schnell klar: Der Minister muss sich noch öfter in der Region sehen lassen. Das Bäumchen braucht noch viel Pflege und Wasser, damit es wie mit der Region schneller aufwärts geht. Schließlich wolle man die Region fördern und wie am Wochenende gelegentlich sehen, was schon erreicht wurde, erklärte Jörg Vogelsänger.

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 6./7.10.18 von Veit Rösler

www.lausitzer-woche.de/bad-liebenwerda/minister-trifft-majestaeten_aid-33457213

Vögel des Glücks im Jahreslauf

Vögel des Glücks im Jahreslauf

Doberlug-Kirchhain.

 Druckfrisch! Der Naturparkkalender 2019 ist ab sofort erhältlich. Die tanzenden Vögel des Glücks zieren im Jahreslauf die Seiten des Naturparkkalenders 2019. Die eindrucksvollen Momentaufnahmen der Kraniche im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft stammen vom Doberlug-Kirchhainer Fotograf Alfred Regel.

  Mit ihren trompetenartigen Rufen und ausdrucksstarken Balztänzen ziehen Kraniche die Menschen seit Jahrhunderten in ihren Bann. Weltweit gelten die majestätischen Großvögel als Botschafter des Glücks, denen in Geschichten und Fabeln ein Denkmal gesetzt wurde. Die in großen Formationen ziehenden Kraniche sind für viele der Inbegriff für Freiheit und unberührte Wildnis. Diesen Rufen der Kraniche im Naturpark folgt der Fotograf Alfred Regel seit vielen Jahren. In stimmungsvollen Bildern dokumentiert er die Lebensweise des bei uns heimischen Grauen Kranichs. Der Kalender zeigt die Kraniche in ihrer natürlichen Umgebung im Verlauf eines Jahres. Naturfreunde können sich mit den Kalenderblättern beeindrucken lassen von faszinierenden Paarungstänzen im Frühjahr, fürsorglicher Jungenaufzucht und herbstlichem Kranichzug.

Herausgeber des traditionellen Naturparkkalenders ist der Förderverein des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft e.V. Der in limitierter Auflage erschienene Kalender 2019 ist gegen Spende erhältlich im Naturparkhaus Bad Liebenwerda und in der Touristinformation im Schloss Doberlug Bestellungen für den Naturparkkalender werden entgegengenommen unter Tel. 035322 518066 oder per E-Mail an info(at)naturpark-nlh(dot)de

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 6./7.10.18 von Frau Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/voegel-des-gluecks-im-jahreslauf_aid-33495101

Minister trifft Majestäten in Döllingen

Minister trifft Majestäten in Döllingen

Döllingen.

 Tausende Besucher tummeln sich bei herrlichem Altweibersommer am Sonntag beim 24. Niederlausitzer Apfeltag. Von Veit Rösler Die Sache mit dem Erntedankgottesdienst und damit mit Petrus im Apfeltag-Organisations- Team funktioniert! Es herrschte wieder herrlichster Sonnenschein und damit ein bunter Altweibersommer beim 24. Niederlausitzer Apfeltag in Döllingen. Mehrere tausend Besucher fühlten sich auf der Anhöhe über den Streuobstplantagen quasi zwischen Himmel und Erde so richtig wohl. An kaum einem anderen Ort wird klar, was Pfarrer Otto-Fabian Voigtländer und Prädikant René Herrmann meinen, wenn sie von Gott geschaffenen Früchten sprechen, für die wir der Natur dankbar sein sollen.

Der Erntedank im Garten Eden war wieder ungewöhnlich gut besucht. Schon am Morgen herrschte dichtes Gedränge zwischen den Apfelbäumen auf den Pfaden des Pomogartens. Mit dabei der Brandenburger Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft Jörg Vogelsänger. Begleitet wurde er von der SPD-Landtagsabgeordneten Barbara Hackenschmidt, Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Amtsdirektor Göran Schrey sowie von Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden. Sie machten sich ein Bild vom Leistungsstand der heimischen Agrarwirtschaft. „Der ist schon mal perfekt. Ein Kunstwerk, fast zu schade zum essen“, meinte der Minister, als er von Moderatorin Marion Hirche aus Kolkwitz einen makellosen Apfel in die Hand gedrückt bekam.

Aber auch nicht ganz so makelloses Obst hat es in sich! Verarbeitet zu leckeren Obstsäften oder zu schöngeistigen alkoholischen Getränken. Am Stand vom Obst- und Gartenbauverein Hohenleipisch zum Beispiel wurde unter dem Motto „Minister trifft Majestäten“ mit der amtierenden Äppelmoid Jana Reichel sowie mit Blütenkönigin Paula Krausch angestoßen.

An anderer Stelle im Kochstudio im großen Festzelt legte der Minister zusammen mit den Köchen Michael Ihlo vom Gasthof „Zum Elstertal“ Zeischa sowie mit Frank Schreiber vom Restaurant „Goldener Hahn“ in Finsterwalde selber mit Hand an.

Beim Blick auf den Patenbaum von Minister Jörg Vogelsänger, einem „Danziger Kantapfel“, wurde schnell klar, der Politiker muss sich noch öfter in der Region sehen lassen. Das Bäumchen braucht noch viel Pflege und Wasser, damit es wie mit der Region schneller aufwärts geht. Schließlich wolle man Elbe-Elster fördern und gelegentlich sehen, was schon erreicht wurde, so Jörg Vogelsänger.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 1.10.18 von Veit Rösler

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/minister-trifft-majestaeten-in-doellingen_aid-33400815

Agrarminister erwartet - Jörg Vogelsänger beim Apfeltag in Döllingen

Agrarminister erwartet - Jörg Vogelsänger beim Apfeltag in Döllingen

Döllingen.

Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger will sich viel Zeit nehmen. Kurz vor 10 Uhr wird er am Sonntag, 30. September, beim 24. Niederlausitzer Apfeltag in Pomologischen Schau- und Lehrgarten in Döllingen erwartet.  

Bei einem Rundgang soll ihm die Entwicklung des Gartens mitten im Naturpark vorgestellt werden. Es dürfte sicher sein, dass er die Gelegenheit nutzt, weitere Unterstützung zuzusagen, denn erst zur Wochenmitte erklärte er, dass das Land weiter zu seinen 15 Großschutzgebieten, dem „Tafelsilber der Deutschen Einheit“, wie er meinte, steht. Mit elf Naturparken, drei Biosphärenreservaten und einem Nationalpark gehört Brandenburg zu den Bundesländern mit den meisten Großschutzgebieten, die auch als Nationale Naturlandschaften bezeichnet werden. Bis 18 Uhr gibt es in Döllingen ein Programm rund um den Apfel.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 27.9.18 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/agrarminister-vogelsaenger-beim-apfeltag-in-doellingen_aid-33346125

Am Sonntag ist wieder Apfeltag in Döllingen

Am Sonntag ist wieder Apfeltag in Döllingen

Döllingen.

Der Pomologische Schau- und Lehrgarten in Döllingen bei Elsterwerda steht an diesem Sonntag, 30. September, zwischen 10 und 18 Uhr ganz im Zeichen des schmackhaften Kernobstes. Von Frank Claus

Alles rund um das Lieblingsobst der Deutschen, Wissenswertes und Informatives, Köstliches und Regionales, Modernes und Altertümliches, Musikalisches und Unterhaltsames gilt es zu entdecken.

Fachliches: Wer schon immer wissen wollte, welche Sorten an Äpfeln und Birnen im eigenen Garten wachsen – die zwei Pomologen Jürgen Mortag und Manfred Schlegel aus Thüringen bestimmen die noch unbekannten Sorten. Hierzu müssen mindestens drei Stück mit Stiel mitgebracht werden.

Beratung zu vielen Fragen des Obstbaus ist inklusive. Den richtigen Schnitt an Obstbäumen zeigt die Fachfrau Urte Delft allen Interessierten beim Seminar jeweils ab 11 und 14.30 Uhr.

Regionalmarkt. Traditionell begleitet den Apfeltag ein Bauern- und Handwerkermarkt mit frischen Waren und Produkten aus regionaler, landwirtschaftlicher und biologischer Erzeugung. Etwa 70 Aussteller verschiedener Branchen werden dabeisein. Kulinarisches.

Herzhafte Spezialitäten, Süßes vom Bäcker oder außergewöhnliche Fruchtsäfte – es werden regionale Köstlichkeiten aller Art geboten.

Wie der Apfel in der Küche verwendet werden kann – zeigen in der Showküche Michael Ihlo und Frank Schreiber. Kulturelles.

Die Plessaer Mühlenmusikanten spielen zum Apfelfrühschoppen auf, es gibt Unterhalt- sames mit den Lobenburgern, buntes Showprogramm mit Daniela Rossini und Guggenmusik.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 26.9.18

 

Förderverein zieht nach Doberlug-Kirchhain um

Förderverein zieht nach Doberlug-Kirchhain um

Doberlug-Kirchhain/Bad Liebenwerda.

 Von Plessa über Bad Liebenwerda ins Schloss Doberlug – der Förderverein Niederlausitzer Heidelandschaft an neuem Ort. Von Heike Lehmann Der Förderverein Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft hat seinen Vereinssitz künftig im Schloss Doberlug. Das hat die Mitgliederversammlung jetzt beschlossen, wie Katrin Heinrich vom Verein mitteilt.

Turnusgemäß hat die Mitgliederversammlung des Fördervereins Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft jetzt den Vorstand neu gewählt. Der bestehende Vorstand wurde dabei einstimmig im Amt bestätigt. Christian Heinrich-Jaschinski fungiert weiterhin als Vorsitzender, ebenso Manfred Drews als Vereinsgeschäftsführer. Ihnen stehen Birgit Springer, Marina Zörner, Karsten Bär, Thomas Hettwer und Udo Winde zur Seite. Beschlossen wurde darüber hinaus die Verlängerung der Amtszeit des Vorstandes von zwei auf nunmehr vier Jahre.

Weiterhin wurden Anpassungen der Satzung beschlossen, unter anderem die Aufnahme der Umweltbildung und die Trägerschaft der Naturparkausstellung „ErlebnisREICH“ im Schloss Doberlug als Vereinszweck. Der Vorstand schlug vor, den Vereinssitz, der nach der Veräußerung der Plessaer Elstermühle zwischenzeitlich im Naturparkhaus in Bad Liebenwerda angesiedelt war, nach Doberlug-Kirchhain zu verlegen. Dem folgte die Mitgliederversammlung.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 22./23.9.18 von Frau Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/foerderverein-zieht-nach-doberlug-kirchhain-um_aid-33171567

Das bringt Pep in die Landschaft

Das bringt Pep in die Landschaft

Schadewitz.

 Zwischen Schadewitz und Prestewitz entstehen zwei neue Flussschleifen für die Kleine Elster. Von Heike Lehmann Ein Roter Milan zieht seine Kreise am strahlenden Sommerhimmel. Eine Schwanenfamilie ruht am Ufer der Kleinen Elster. Idylle pur bietet die Landschaft zwischen Schadewitz und Prestewitz. Genau dort bekommt die Kleine Elster nun ein Stück ihrer Natur zurück. Die Meli Bau GmbH Herzberg baut die Elsterwiesenschleife. Auch die Saarschleife soll noch in diesem Jahr entstehen. Geplant hat die Ingenieurgemeinschaft WTU GmbH aus Bad Liebenwerda.

  Am Unterlauf der Kleinen Elster frisst sich in der Gemarkung Uebigau-Wahrenbrück seit Anfang August wieder der Bagger in die Erde und bereitet dem Fluss ein neues Bett. Das Gerinne ist fast vollständig profiliert. In der Mitte entsteht eine Insel, um die sich das Wasser später herumschlängelt. Sie bleibt als Sukzessionsfläche dann dem natürlichen Lauf überlassen.

Gebaut wird mit der Elsterwiesenschleife die zehnte Flussschleife eines ehrgeizigen und vielbeachteten Renaturierungsprojekts von der Stiftung Naturschutzfonds. Die Flächenagentur Brandenburg GmbH ist Bauherr. Finanziert werden die Bauarbeiten vom Landesamt für Umwelt sowie von der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg wiederum zum großen Teil als Ausgleichsmaßnahme für landschaftliche Eingriffe. Die Elsterwiesenschleife wird 210 Meter lang und damit eine der größten wiederhergestellten Schleifen. „Die Saarschleife soll 185 Meter lang werden, aber nicht so stark mäandriert“, sagt Birgit Groth von der Flächenagentur.

Schnurgerade zerteilte die Kleine Elster zwischen Doberlug-Kirchhain und Bad Liebenwerda vor Jahren die Landschaft. Ihre Ufer wirkten eintönig und leblos. Auch hier bei Schadewitz und Thalberg. Wegen der Bergbau-Senkungswässer wurde der Fluss teilweise bis auf zwölf Meter verbreitert und weithin begradigt. Mit der Renaturierung gibt man ihm seit mehr als zehn Jahren zurück, wessen er in den 1970er-Jahren beraubt wurde: Natürlichkeit und Artenreichtum. Ziel ist auch die nachhaltige Verbesserung des Landschaftswasserhaushaltes. Denn mit den Tagebauen schwindet auch das Wasser wieder.

Bau- und Fachleute überzeugten sich jetzt vom Baufortschritt. Erste Strukturelemente im künftigen Flussbett sind eingebaut. Sie sollen die Fließgeschwindigkeiten erhöhen und für Strömungen sorgen, aber auch Fischen sowie Kleingetier Unterschlupf geben. „Natur entwickelt sich schnell, denn Wasser ist Transportmittel für Samen und Anziehungspunkt für Tiere“, sagt Sascha Uebner von der oberen Wasserbehörde in Cottbus. Er ist der „Genehmiger“ im Planungsverfahren und überzeugt von dem, was er sieht. „Das wird kein Park, es ist etwas Natürliches, was Veränderungen unterworfen sein wird. Das bringt Pep für die Landschaft.“ Der Erfolg liege hier in der guten Zusammenarbeit.

Lars Thielemann, Chef vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, freut sich, dass ein solches Projekt „in unserer Region gelingen kann. Anderswo braucht man zehn bis 15 Jahre Planung, bevor es losgeht.“ Er wünscht sich: „Wir hätten gerne noch mehr davon. Einfach weitermachen.“ Doch das steht und fällt mit der Finanzierung, sagt Birgit Groth.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 13.9.18 von Heike Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/renaturierung-der-kleinen-elster-mit-flussschleifen_aid-32909329

Gärtnerei Winde: „Ausgezeichnete Gärtnerei“

Gärtnerei Winde: „Ausgezeichnete Gärtnerei“

Potsdam/Schönborn. Der Schönborner Familienbetrieb wird in Potsdam für seine ideenreiche Arbeit mit Kindern gewürdigt. Von Frank Claus

Er ist Hansdampf in allen Gassen – Schönborns Gärtnermeister Rüdiger Winde. Richtig auf blüht er, wenn es darum geht, junge Leute fürs Gärtnern zu begeistern. Dazu holt er sie schon im zarten Kindesalter ab – im Kindergarten und den ersten Schuljahren. Mit einer ersten Klasse aus Schönborn hat er eine Blumenrabatte vor der Schule angelegt, die er entsprechend der Jahreszeit gestaltet. Die Kinder bringen die Knollen und Zwiebeln in die Erde, lernen, wie Stauden und Sträucher gepflanzt werden, was wie oft gegossen werden sollte.

  Gemeinsam mit dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft hat er ein Kartoffelprojekt für Kindergarten-Kinder entwickelt. „Ich möchte, dass die Kinder sehen, was aus eine Knolle werden kann, wenn man sie richtig pflegt.“ Er vermittelt den Gemüseanbau, spricht über die Nützlichkeit von Insekten und Bienen und hilft, wenn eine Schule gärtnerischen Rat benötigt. Dem Gartenbauverband Berlin-Brandenburg hat diese zusätzliche Arbeit Respekt abgenötigt. Die Gärtnerei in Schönborn und das Rosengut Langerwisch bei Potsdam, das besonders pfiffige Wege gefunden hat, um Berufsnachwuchs frühzeitig an sich zu binden, sind die ersten Betriebe, die den Titel „Ausgezeichnete Gärtnerei“ tragen dürfen.

Agrarminister Jörg Vogelsänger sichert zu, den Gartenbaubetrieben den Rücken zu stärken. Helfen soll eine neue Gartenbaukonzeption, die vorbehaltlich der Zustimmung durch den Landtag, den Betrieben unter anderem Beratungsleistungen, einzelbetriebliche Förderung und Unterstützung beim Pflanzenschutz gewähren soll. Die extreme Trockenheit habe alle Gartenbaubetriebe vor erhebliche Probleme gestellt, wenngleich es keine existenzbedrohende Situation wie in Teilen der Landwirtschaft gäbe. Die Betriebe müssten jedoch beim Einbau von Bewässerungsanlagen dringend unterstützt werden. Und wie das Jahr für die Obstbauern ausgeht, ist noch nicht klar. Hohen Erträgen stehe ein Preisverfall auf dem Markt gegenüber.

In Brandenburg gibt es heute noch etwa 64 000 Kleingärtner, eine Zahl, die stetig abnehme. Auch die Anzahl kleinerer Gärtnereien gehe zurück. Dabei bleibe die bewirtschaftete Fläche durch Betriebsübernahmen noch relativ konstant.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 11.9.18 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/gaertnerei-des-jahres-winde-aus-schoenborn_aid-32855873

Waldpreis geht nach Hohenleipisch

Waldpreis geht nach Hohenleipisch

Hohenleipisch. Gewonnen! Der erstmals verliehene Deutsche Waldpreis geht nach Hohenleipisch. Waldbesitzer Lutz Freytag aus Magdeburg hat die Trophäe in der vergangenen Woche beim Waldbesitzerverband in Potsdam erhalten und mit nach Hohenleipisch gebracht.

Eine Jury hat in einem Auswahlverfahren drei Bewerbungen für den Deutschen Waldpreis vorausgewählt, um diese in der Öffentlichkeit zur Wahl zu stellen. Neben Waldbesitzer Lutz Freytag sind Fürst Karl Friedrich von Hohenzollern mit Waldgebieten um die Burg Hohenzollern bei Hechingen in Baden-Württemberg mit einem sehr großen und vielseitigen Forstbetrieb sowie Michael Fischer aus Fellen in Bayern mit einem 72 Hektar großen, seit 1356 im Familienbesitz befindlichen Wald im bayerischen Spessart in die Endrunde des Wettbewerbs-Verfahrens gekommen.

Das Bewerbungsgebiet um die Muna war die einzige Fläche aus dem Osten Deutschlands. Vor zwölf Jahren hat der leidenschaftliche Forstwirt Lutz Freytag nördlich von Hohenleipisch 330 Hektar Wald und damit die wesentlichen Teile des alten Munitionsdepots Muna erworben. Die Flächen sind mit Kampfmitteln belastet und mit Schrott übersät. Hier befand sich nach der Munitionsproduktion und Lagerung durch die Luftwaffe der Nationalsozialisten Jahrzehnte lang ein Sonderwaffenlager der Roten Armee. Bis 1992 war das Gebiet vom sowjetischen Militär besetzt. Nach der Öffnung der Anlage wurden hier insgesamt 160 Bunker gezählt, von denen einige zurück gebaut werden konnten.

Lutz Freytag versteht die Auszeichnung als wichtige Bestätigung für seinen Umgang mit einem ganz besonderen Stück Natur und das unter nicht immer leichten Bedingungen. Im Konzept soll das alte Industriegebiet, das eine ehemalige Munitionsfabrik mit Lagerbunkern darstellt, zu einem Forstbetrieb mit Einbeziehung von Naturschutzkonzepten umgewandelt werden. Dabei ergibt sich die Chance, umfangreiche Teile gezielt als Naturschutzprojekte zu gestalten.

Das Land Brandenburg und der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft unterstützen die Vorhaben. „Das Muna-Projekt ist die beste Bestätigung das eine alte Militärliegenschaft, Wirtschaftswald und Naturschutz miteinander vereinbar sind“, sagt Naturparkchef Lars Thielemann. Fast die Hälfte der Fläche steht unter Naturschutz. In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft stehen heute mehrere Naturschutzprojekte auf der Prioritätenliste ganz oben. Herzstücke sind hierbei die Wiederansiedlung des Auerwildes, aber auch zahlreiche Fledermausprojekte in den ehemaligen Bunkern. Viele Bunker wurden als Quartiere für seltene Waldfledermausarten hergerichtet. Von den rund 100 Auerhühnern im Projektgebiet leben rund 70 Tiere im Wald von Lutz Freytag. Die Baumbepflanzung der Flächen wird auf die Bedürfnisse dieser geschützten Tiere angepasst.

Ein Viertel der Fläche ist jetzt Urwald, in dem sich die Natur in rascher Geschwindigkeit ihren Anteil zurück erobert. Neben dem Auerwild und bedrohten Fledermausarten sind hier wieder Wildkatzen, Wölfe, Hirschkäfer und Seeadler zu finden. Darüber hinaus werden in dem Gelände Naturschutz orientierte Ausgleichsflächen für Bauprojekte kommerziell als Vertragsnaturschutz angeboten. Der dabei entstandene Kompensationsflächenpool wird vor allem von der Deutschen Bahn AG in Anspruch genommen.

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 8./9.9.18 von Veit Rösler

www.lausitzer-woche.de/bad-liebenwerda/waldpreis-geht-nach-hohenleipisch_aid-32743087

Mit dem Ranger durch die Nacht

Mit dem Ranger durch die Nacht

Bad Liebenwerda.

Wer sich nachts auf die dunklen Pfade von Brandenburgs Großschutzgebieten begibt, wandert mit offenen Sinnen. Davon können sich die Teilnehmer der 10. Langen Naturwacht-Nacht am 17. und 18. August und am 1. September überzeugen, teilt Ina Tschiesche mit. Die Ranger geleiten ihre Gäste sicher durch dunkle Wälder, einen gespenstischen Schlosspark, ins mystische Moor bis hinauf zu den Sternen.

Es geht mitunter recht farbenfroh zu im Grau der Finsternis, wenn sich Nachtschwärmer der Lichtfalle nähern. Auf insgesamt 13 Touren staunen die Besucher zudem über lautlos vorbeigleitende Eulen auf ihrem Beutezug und den spektakulären Blindflug der Fledermäuse.

Im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft lädt der Ranger Tino Gärtner zur Nachtexkursion ins NSG „Forsthaus Prösa“ ein. Aus der Ferne sind das Blöken der Heideschnucken und vielleicht ein heulender Wolf zu hören. Es wird eine zweistündige Nachtwanderung für die ganze Familie.

Termin: 18. August von 21 bis 23 Uhr ab Kraupa. Genauer Ort bei Anmeldung bis 16. August unter Telefon 035341 10192 oder per E-Mail: heidelandschaft@naturwacht.de. Die Führung ist kostenfrei, es darf aber gespendet werden. Bitte mitnehmen: feste Schuhe, Wetterkleidung und Fernglas.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 16.8.18 von Manfred Feller

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft-liebenwerda_aid-24312687

Mehr Schutz für den Gordener Suden

Mehr Schutz für den Gordener Suden

Bad Liebenwerda.

Infoveranstaltung in Gorden am Donnerstag 23. August) für Interessierte, Anlieger und Eigentümer. Dass die Natur um Gorden und Staupitz außerordentlich vielfältig und wertvoll ist, ist nicht nur Einheimischen, sondern auch der EU bekannt. Daher wurden in der Gemeinde mehrere Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Gebiete ausgewiesen und in das europaweite Schutzgebietsnetzwerk „Natura 2000“ integriert, informieren das Umweltministerium Brandenburg und die Naturparkverwaltung mit Sitz in Bad Liebenwerda.

  Doch die Natur, so heißt es, sei bedroht, beispielsweise durch das Insektensterben und den Klimawandel. Um die FFH-Gebiete dennoch in einem guten Zustand zu erhalten, lässt das Landesamt für Umwelt derzeit Managementpläne erstellen. Im Verlauf dieser Planung wird einerseits der gegenwärtige Zustand der FFH-Gebiete beschrieben, andererseits werden in Kooperation mit Flächennutzern, Eigentümern und anderen Betroffenen gezielt jene Maßnahmen erarbeitet, die notwendig sind, um wertvolle Lebensräume und Arten langfristig zu erhalten. Dabei werden auch die Fördermöglichkeiten zum Umsetzen von Naturschutzmaßnahmen benannt.

In diesem Rahmen laden die Naturparkverwaltung Niederlausitzer Heidelandschaft und das mit der Planung beauftragte Fachbüro Myotis alle Interessierten zu einer Infoveranstaltung zur Managementplanung in den FFH-Gebieten „Suden bei Gorden“ und „Wiesen am Floßgraben“ (siehe Grafik) ein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag um 17 Uhr im Sportlereck Gorden (Am Sportplatz 6) statt.

Neben den rechtlichen Grundlagen und dem Ablauf der Managementplanung werden auch die Gebiete mit den sie kennzeichnenden Arten und Lebensräumen vorgestellt. Abgeschlossen wird die Veranstaltung mit einer offenen Diskussion. „Wir sind sehr daran interessiert, die Hinweise und Anmerkungen der Ortskenner einzuholen. Von deren langjähriger Erfahrung kann die Managementplanung nur profitieren“, skizziert der Verfahrensbeauftragte Benjamin Schellenberger Costa seine Erwartungen an die Veranstaltung.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 21.8.18 von Manfred Feller

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/mehr-schutz-fuer-das-gebiet-suden-in-gorden_aid-29446443

Erlebisferientage im Naturparkhaus

Erlebisferientage im Naturparkhaus

Bad Liebenwerda.

Sechs- bis elfjährige Ferienkinder sind immer am Mittwoch zum kreativen Küchenzirkus in das Naturparkhaus eingeladen.

Beginn ist um 14.30 Uhr. Am 25. Juli geht es um "Coole Rezepte für heiße Tage" - vom frischen Salat bis zur kalten Suppe. Am 1. August wird mit wildem Gemüse und frischen Kräutern gezaubert. Das Motto lautet: "Dschungelküche aus dem Garten". Teilnahmegebühr: fünf Euro. Anmeldung unter Telefon 035322/518066. Der Küchenzirkus wird vom Rotary Club Herzberg unterstützt.

Ferienkinder, die lieber auf Entdeckungstour durch die Tier- und Pflanzenwelt gehen möchten, sind bei den Spürnasen im Naturparkhaus richtig. Am Donnerstag, 26. Juli, heißt es: "Wo die Kuh die Hörner hat". Rund um die Fledermäuse geht es am 2. August und 9. August um Gemeinschaften, Verwandte und Freunde im Tierreich. Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 20.7.18 von Manfred Feller

Verschollenem Gefieder und Schätzen auf der Spur

Verschollenem Gefieder und Schätzen auf der Spur

Rückersdorf.

 Erwartungsfroh und ausgelassen erlebten 80 Mädchen und Jungen aus allen Teilen Brandenburgs am Freitagnachmitttag in Rückersdorf die Eröffnung des 15. Junior-Ranger-Camps in Brandenburg. Von Gabi Böttcher

Gerade vom Brandort in der Lieberoser Heide herbeigeeilt, übernahm Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde die Begrüßung der jungen Naturschützer, zu denen auch eine Gruppe aus dem polnischen Landschaftspark Wartemündung gehört. Zu den 23 Mädchen und Jungen, die im Amphitheater der Rückersdorfer Grundschule als Neueinsteiger unter den Junior-Rangern ihre „Dienstkleidung“ erhalten, zählen Fritz Illmer aus Schmerkendorf, Tom-Louis Strehle aus Elsterwerda-Biehla und Louis Gehre aus Kraupa. Sie freuen sich, bei einer der acht Entdeckerreisen durch den gastgebenden Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft dabei zu sein. Niklas Glagau (9), der von der Traugott-Hirschberger-Grundschule in Lübbenau gekommen ist: „Ich habe noch nie gecampt. Als ich das Zelt aufgebaut hatte, da dachte ich: Das kann schön werden.“ Auch Joel Garbotz und Valentin Schröter vom Paul-Fahlisch-Gymnasium beziehungsweise vom Jenaplanhaus in Lübbenau blicken voller Erwartungen auf das Wochenende. Sie wollen in der Natur Spuren nachgehen. Gleich die erste Gruppe, die am Freitagnachmittag ihren Auftrag erhält, folgt dem verschollenen Gefieder des Auerhuhns, das bekanntlich in den Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft und Niederlausitzer Landrücken wieder angesiedelt wird.

Staatssekretärin Carolin Schilde freut sich über das Engagement der Brandenburger Naturwächter für die Junior-Ranger – und das seit mehr als 20 Jahren. So wundert es nicht, dass von insgesamt 1500 Junior-Rangern in 100 Gruppen in Deutschland 200 Ranger in 23 Gruppen in Brandenburg beheimatet sind. Hier würden nicht nur das Interesse für die Natur und deren Schutz geweckt, sondern auch konkrete Projekte umgesetzt.

Am Sonntag, 8. Juli, präsentieren die Jungen und Mädchen die Ergebnisse ihrer Spurensuche im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Man darf gespannt sein, ob sie auch auf das Gefieder des Auerhuhns stoßen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 6.7.18 von Frau Böttcher

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/dem-verschollenen-gefieder-und-anderen-schaetzen-auf-der-spur_aid-23839073

Die Staatssekretärin eröffnet Camp in Rückersdorf

Die Staatssekretärin eröffnet Camp in Rückersdorf

Rückersdorf

Im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft eröffnen die Brandenburger Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde und der Leiter der Naturwacht Brandenburg Manfred Lütkepohl am Freitag das 15. Junior-Ranger-Camp. 80 junge Naturschützer zwischen 5 und 16 Jahren schlagen für drei Tage ihre Zelte an der Grundschule Rückersdorf auf. Exkursionen führen sie in den Naturpark. Sie werden sich spielerisch mit anspruchsvollen Themen wie Biodiversität und konkreten Maßnahmen des Naturschutzes beschäftigen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 4.7.18 von Frau Böttcher

Drei Männer setzen alte Gemäuer am besten in Szene

Drei Männer setzen alte Gemäuer am besten in Szene

Sorno. Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft führt seit 2001 einen Fotowettbewerb durch, der jährlich immer wieder ein neues Motto erhält. Seit dem vergangenen Wochenende stehen die 2018er-Titelträger fest. Von Veit Rösler

Diesmal sollten vor dem Naturparkfest in Sorno „Alte Gemäuer in Szene gesetzt“ werden. Insgesamt 18 Fotografen haben das Thema auf 117 eingereichten Bildern gekonnt umgesetzt. Die von einer Jury und in einer öffentlichen Umfrage ermittelten Siegtrophäen gingen diesmal an Andreas Brettin aus Staupitz (auf dem Foto in der Mitte) für seine „Scheune im Nebel“ (Foto Bildmitte oben im Hintergrund), Frank Lange aus Berlin (1.v.l.) für die Investitionsruine „Bertzit- Turm Kahla im Wolkenstrom“ (Foto rechts neben dem Künstler im Hintergrund) und an Frank Kiesewetter aus Lugau (1.v.r) für „Dreiseitenhof in Wassertropfen“.

Einen Fotowettbewerb des Naturparkes soll es auch im nächsten Jahr geben. Unter dem Motto „Klein – stark – faszinierend“ sollen dann Insekten und Spinnen vor der Linse der Fotografen posieren. Obwohl die kleinen Lebewesen zu den am meisten verbreiteten Tierarten der Welt gehören, sind viele von ihnen vom Aussterben bedroht. Trotz ihrer winzigen Größe kann durch ihre schiere Menge eine fundamentale Veränderung der Insektenwelt massive Auswirkungen auf den Menschen haben. Die Sieger dieses zukünftigen Fotowettbewerbes werden beim Naturparkfest 2019 in Kraupa bekannt gegeben.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 3.7.18 von Veit Rösler

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/drei-maenner-setzen-alte-gemaeuer-am-besten-in-szene_aid-23786441

"Alte Gemäuer in Szene gesetzt" auf 117 Bildern

"Alte Gemäuer in Szene gesetzt" auf 117 Bildern

Sorno. Pünktlich vor dem Naturparkfest am Wochenende hat eine fünfköpfige Jury in der Sornoer Dorfkirche die ihrer Meinung nach besten Werke des Fotowettbewerbs ausgewählt. Von Veit Rösler

Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft führt seit 2001 einen Fotowettbewerb durch, der jährlich immer wieder ein neues Motto erhält. Diesmal sollten vor dem Naturparkfest am kommenden Wochenende in Sorno „Alte Gemäuer in Szene gesetzt“ werden.

Selbst im Naturparkgebiet spiegeln unzählige Bauwerke vergangener Zeiten die Geschichte der Region wider. Nicht nur Kirchen, auch Wasser- und Windmühlen, alte Bauernhäuser und Scheunen, Fachwerkbauten, Bürgerhäuser oder Fabrikgebäude und Industrietürme weisen auf die Baukunst und die jeweilige Mode einstiger Epochen hin. Mitunter sind nur Details erhalten, wie ein Stück Mauer, eine Wetterfahne oder eine alte Tür. Einige Fotokünstler haben Bauwerke in Wassertropfen getaucht, sie in Nebel gehüllt oder diese unter einen Regenbogen gestellt.

Insgesamt 18 Fotografen haben das Thema auf 117 eingereichten Bildern gekonnt umgesetzt. Einigen ist es gelungen, alte Bauwerke in der Symbiose mit der Natur abzubilden. Wer die Wahl hat, hat die Qual: Pünktlich vor dem Naturparkfest hat jetzt eine Jury aus fünf Mitgliedern in der Dorfkirche von Sorno die ihrer Meinung nach besten Werke herausgearbeitet und zur Preisverleihung zum Naturparkfest am kommenden Wochenende in Sorno vorgeschlagen. Neben den drei Erstplatzierten wird es diesmal einen Sonderpreis für ein Gemeinschaftsprojekt geben. Die Bilder werden neben einer weiteren Fotoausstellung während des Naturparkfestes in der Dorfkirche von Sorno gezeigt. Dabei können die Besucher ihren Publikumsliebling auswählen. Am Samstag, 30. Juni, um 17 Uhr werden die Fotos prämiert.

Einen Fotowettbewerb des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft soll es auch im kommenden Jahr geben. Das Thema steht bereits fest. Unter dem Motto „Klein – stark – faszinierend“ sollen dann Insekten und Spinnen vor der Linse der Fotografen posieren.

Obwohl die kleinen Lebewesen zu den am meisten verbreiteten Tierarten der Welt gehören, sind viele von ihnen vom Aussterben bedroht. Trotz ihrer winzigen Größe kann durch ihre schiere Menge eine fundamentale Veränderung der Insektenwelt massive Auswirkungen auf den Menschen haben.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 26.6.18 von Veit Rösler

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/alte-gemaeuer-in-szene-gesetzt_aid-23629523

Und jetzt hat Sorno Bock auf mehr

Und jetzt hat Sorno Bock auf mehr

Sorno. Naturparkfest belebt mit Schmackes alte Traditionen. Kraupa geht jetzt in die Vorbereitungen für 2019. Von Veit Rösler

Hier ticken die Uhren noch anders! Wer am Wochenende das Naturparkfest in Sorno besucht hat, dem war schnell klar: Hier versteht man zu feiern. Ob privater Geburtstag oder große Familienfeiern, ob Zampern, Fastnacht oder Halloween: Sornoer Feiern werden lang und ausgiebig zelebriert. Alte Traditionen werden am Leben erhalten oder wieder zum Leben erweckt. „Vor mehr als 60 Jahren haben die Dorffeste in Sorno noch regelmäßig auf dem Dorfanger in unmittelbarer Nähe der Kirche stattgefunden. Durch das Dorf- und Naturparkfest in diesem Jahr haben wir gesehen, wie schön ein Fest in dieser Kulisse sein kann. Viele Einwohner haben bereits vorgeschlagen, zukünftige Feste in Sorno wieder hier zu veranstalten“, meint Ortsvorsteher Marco Bergmann. Früher fanden hier sogar Pferdesportveranstaltungen, wie zum Beispiel ein Kranzreiten statt. Weil es nicht mehr genügend Pferde im Ort gibt, ist daraus heute unter ähnlichen Bedingungen ein „Kranzfahren“ mit Fahrrädern entstanden. Schon der Freitagabend lockte viele Besucher in das Festzelt unter der Dorfkirche zu mehreren Mini- Konzerten der Kreismusikschule Gebrüder Graun. Die einzigartige Kirche von Sorno war nicht nur Austragungsort für zwei Fotoausstellungen und den Festgottesdienst, sie war am Samstagvormittag Treff- und Startpunkt für die geführte Radwanderung durch Touristenführer Harald Schneider aus Staupitz zum Naturparadies Grünhaus und dessen Heidesee. Ende Mai wurde hier in der Seeteichsenke ein Panoramaweg öffentlich gemacht. Susan Schüler war in der unmittelbaren Ortslage für den geschichtlichen Teil des heutigen Finsterwalder Ortsteiles zuständig. Gleich neben der Feuerwehr haben die 82jährige Regina Richter mit Tochter Kornelia Peinicke zusammen mit den Sportfrauen im alten Dorfkonsum eine Geschichtsausstellung aufgebaut. Im Jahre 1346 unter Regie der Dobrilugker Zisterziensermönche erstmals erwähnt, wurde hier nachhaltig auf den umliegenden Flächen Land- und Forstwirtschaft betrieben. Diese macht den Ort heute zu einem Teil des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft. In den Jahren 2016 und 2017 hat sich Sorno als Naturparkgemeinde beworben. Im vergangenen Jahr bekam die Bewerbung den Zuschlag. Etwa 25 Einwohner haben sich intensiv an den Vorbereitungen beteiligt. Mit dabei die Feuerwehr, der Sportverein, der Frauensportverein, Firmen und viele Einzelpersonen. Viele halfen sporadisch. „Jeder der sich als Sornschner fühlt, ob jung, ob alt, hat mitgemacht“, so Ortsvorsteher Marco Bergmann. Allein an der Fahrrad-Kunst-Aktion haben sich 75 Grundstücke beteiligt. Die ersten Plätze dieser allseits mit sehr viel Kreativität umgesetzten Aktivität gingen übrigens an die Familie von Janine Weiland für das Birkenmännchen mit der Nr. 66 , an die Familie von Christina Lademann für die Nr. 63 und an die Familie von Romey Andrea für das Strohfahrrad mit der Nr. 55. Bei den Vorbereitungen ganz klar mit im Boot, der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Von hier gab es nicht nur finanzielle Unterstützung. Bis zu zwölf Mitarbeiter der Verwaltung, vom Auerhuhn- Projekt und von der Naturwacht waren vor Ort bei den Vorbereitungen und der Durchführung des Festes mit eingebunden. Ein fünfstelliger Betrag aus unterschiedlichsten Fördertöpfen, insbesondere aus dem Haushalt der Stadt Finsterwalde, wurde dabei in die Veranstaltung investiert.

Als Höhepunkt eines jeden Naturparkfestes wurde auch diesmal die Naturparkgemeinde bekannt gegeben. Es ist Kraupa. Elsterwerdas Ortsteil hatte sich herausragend der Jury präsentiert.

Wem es drei Mal gelingt, Naturparkgemeinde zu werden, der kann diesen Titel dauerhaft in Anspruch nehmen. Auch Sorno stünde für eine erneute Kandidatur bereit, ist schon mal von Ortsvorsteher Marco Bergmann zu erfahren. In wenigen Tagen werde sicher auch diese Perspektive Thema bei der Nachbetrachtung und der Endauswertung mit dem Organisationskomitee sein, so Bergmann.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 2.7.18 von Veit Rösler

https://www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/naturparkfest-in-sorno_aid-23755509

 

Das Auerhuhn kehrt zurück

Das Auerhuhn war einst der Charaktervogel in den Wäldern der Lausitz. Bis 1998 die letzte Henne in der Rochaer Heide gesichtet wurde und der imposante Vogel als ausgestorben galt. Seit 2011 versuchen Artenschützer das Auerhuhn in der Lausitz wieder anzusiedeln. Mit wachsendem Erfolg. Maren Schibilsky war in der Liebenwerdaer Heide auf Auerhuhnpirsch.

Regelmäßig durchstreift Lars Thielemann die Liebenwerdaer Heide auf der Suche nach Auerhuhnfedern. Am leichtesten findet er sie in sogenannten Huderpfannen. Das sind die Stellen im Wald, wo die Tiere gerne ein Sandbad nehmen. Lars Thielemann: "Das ist hier offensichtlich eine Huderpfanne, ein Sandbad, wo ein Huhn, das sieht man, das ist relativ frisch, im Sand gebadet hat um damit einerseits Parasiten loszuwerden und zum Wohlbefinden beizutragen."

Beim Sandbad lassen die Auerhühner schon mal ein paar Federn. Für den Leiter des Naturparks ´Niederlausitzer Heidelandschaft´ ein wertvoller Fund. Lars Thielemann: "Das ist schon richtig genetische Information, aus der wir eine ganze Menge mehr erfahren können, als dass hier ein Huhn war."

Mit der Federsammelaktion will Lars Thielemann herausfinden, wie viele Auerhühner in der Lausitz leben. Das Projektgebiet im sogenannten Finsterwalder Ring ist 60 000 Hektar groß mit lichten Eichen-Kiefernwäldern und jeder Menge Blaubeersträucher am Waldboden. Das lieben die bis zu sechs Kilogramm schweren Vögel: "Es braucht große zusammenhängende unzerschnittene Wälder mit großer Naturnähe. Es braucht die Blaubeere und Preiselbeere am Boden als Nahrung und als Deckung. Die laufen ja einen Großteil ihres Lebens in den Blaubeersträuchern herum. Die sind sehr flink und können sich dort verstecken."

Die ersten Auerhühner, die 2012 hier ausgewildert wurden, kamen aus Schweden. Mit vier Meter langen Angelrouten und großen Netzen aus Gummifäden wurden sie dort aus fahrenden Auto heraus gefangen und mit dem Flugzeug in die Lausitz gebracht und ausgewildert. Und noch immer holt Lars Thielemann Tiere aus Schweden: "Wir wollen natürlich nicht mehr Tiere der dortigen Population entnehmen als unbedingt notwendig ist. Man muss natürlich auch wissen, dass nicht jedes Tier, was wir aus Schweden holen, hier überlebt. Auerhühner sind sehr weit unten in der Nahrungspyramide angesiedelt. Es gibt eine Reihe von Gegenspieler oder Möglichkeiten, warum sich das Tier nicht effektiv fortpflanzen kann. Deswegen müssen wir auch ein stückweit auf Masse arbeiten."

Doch unter den Auerhühnern gibt es schon echte ´Brandenburger´. Um ihre Anzahl zu bestimmen, schickt Lars Thielemann die gesammelten Federn ans Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin. Tiergenetiker Arne Ludwig gewinnt aus diesen Federn dann die DNA und macht den Vaterschaftstest: "Wir hatten 2013 den ersten Nachkommen. Seitdem steigt die Anzahl der Nachkommen kontinuierlich an. 2015 hatten wir sieben Nachweise, 2016 siebenundzwanzig und bereits im letzten Jahr 66 Nachkommen."

Trotz dieses Erfolgs ist das Auerhuhn hier noch nicht überm Berg. Viele Waldbesitzer und Jäger helfen aber mit, die Wiederansiedlung zu begünstigen. Mit auerhuhnfreundlicher Waldbewirtschaftung und verstärkter Jagd auf Fuchs, Marder und Waschbär, die Fressfeinde des Auerhuhns sind. Und jeder, der diese imposanten Vögel einmal in freier Wildbahn gesehen hat, ist beeindruckt – meint Lars Thielemann: "Wenn man sie mal an einem Balzplatz erleben konnte, wenn mehrere Hähne in der Morgensonne dieses unglaubliche Ritual vollziehen, dann wird einem klar, warum das Auerhuhn uns Menschen fasziniert und immer was Besonderes war."

Auerhuhnbeitrag im RBB-Inforadio zur Aufführung - Stand vom 25.06.2018 -

„So eine Bewerbung habe ich noch nicht erlebt“

„So eine Bewerbung habe ich noch nicht erlebt“

Kraupa.

Das hat überzeugt: In Kraupa, Elsterwerdas Ortsteil, pulsiert das Leben. Mitten im Naturpark gelegen, darf man sich wundern, wieso der Ort erst jetzt in den Naturpark-Wettbewerb eingestiegen ist. Von Veit Rösler

In einem mehr als zweistündigen Bewerbungs-Programm hat sich der Elsterwerdaer Ortsteil Kraupa vor einer Jury des Kuratoriums des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft von seiner schönsten Seite gezeigt und sich damit als Naturparkgemeinde beworben. Dabei haben die Kraupaer nichts dem Zufall überlassen.

Viele teilnehmende Einwohner, insbesondere die Mitglieder des Bürgervereins, hatten Kostüme angelegt. Zur Begrüßung gab es an der Waldwichtel-Kita Brot und Salz. Die in zahlreichen Bausteinen naturorientierte Kita ist derzeit mit 34 von 40 möglichen Kitaplätzen gut ausgelastet. Für die folgende, große Runde durch den Ort hatte Klaus Krampe seinen Kremser mit zwei Pferden bespannt. Neben der üppigen Natur in und um Kraupa wurden die Geschichte des Ortes, seine Vereine und Firmen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vorgestellt. Nach nur wenigen hundert Metern gab es von der Kraupaer Fleischerei Arnold einen ersten Imbiss in Form von Spießhäppchen. Den gleichen Anlaufpunkt für ihren Auftritt nutzte auch die Kraupaer „Schwester Agnes“ Sylvia Pomrehn. Klar, dass sie mit einer roten Schwalbe angetuckert kam. Blaue Wolken inklusive.

Am Kraupaer Wahrzeichen, dem Glockenturm, wurden die Gäste mit einem in Handarbeit erzeugten Sturmgeläut begrüßt. Am nördlichen Dorfplatz hatten ein Schmied, ein Imker, die Obstanbauer und das historische Korbmacherhandwerk Stände aufgebaut. An der alten Milchbank servierte Landwirt Steffen Seiger aus einer klassischen Milchkanne frisch von der Kuh gezapfte Milch. Naturparkchef Lars Thielemann hatte gehört, dass die Milchbänke in den Dörfern früher wichtige Einrichtungen für das Liebesleben der jugendlichen Bevölkerung waren. Eines der bedeutenden kulturellen und sozialen Standbeine sind die Kraupaer Vereine, wie vor allem die Tischtennisspieler, die Kegler und die Fußballer. Viele Vereine werden von dem gegenwärtig in der Ausbauphase befindlichen zukünftigen Dorfgemeinschaftshaus profitieren.

Imker Ralf Halm betreut noch zwölf Bienenvölker um Kraupa. Die Einwohner lieben ihren idyllisch gelegenen Ort mit dem vielen Grün ringsherum. Vergrößern  Imker Ralf Halm betreut noch zwölf Bienenvölker um Kraupa. Die Einwohner lieben ihren idyllisch gelegenen Ort mit dem vielen Grün ringsherum. FOTO: Veit Rösler Nicht weit von dem nördlichen Dorfplatz entfernt verläuft die Badstubengasse, die ihren Namen einer ergiebigen Quelle und der damit verbundenen Reinlichkeit ihrer Bürger verdankt. Wo eine Quelle ist, sind auch Mühlen nicht weit. Insgesamt sechs Stück davon, angetrieben von Wasser, Wind und Elektroenergie gab es einst davon in Kraupa. Müllermeister Hans- Joachim Weber entführte in die Mühlengeschichte des Ortes, die zuletzt von einem zunächst durch Wasserkraft und dann elektrisch angetriebenem Sägewerk geprägt war. Nicht fehlen beim Naturparkthema durfte die Kremserfahrt bis zum Rand der riesigen Heidefläche, wo mit Glück Auerwild, Rehe und Hirsche zu finden sind. Tatsächlich gefunden wurden mehrere Radler und ein Jäger mit Jagdhund, als Sinnbild der forstwirtschaftlichen Hege und Pflege der Heideflächen des Naturparkes. Einst verlief in diesem Bereich durch den heutigen Naturpark ein wichtiger Post- und Handelsweg zwischen Sachsen und Preußen, der in Höhe der Forstortsbezeichnung „Drei Eichen“ von einer Salzstraße gekreuzt wurde. Die riesige Heidefläche und die zum Teil noch vorhandenen Flächen des größten zusammenhängenden Traubeneichenbestandes Europas sind die Aushängeschilder des Naturparkes.

Nicht zuletzt gehört Kraupa durch die Puppenspielerdynastie der Familie Wolf zu den Ursprungsorten des Mitteldeutschen Wandermarionettentheaters. Heute ist Bettina Beyer mit ihrem Schattentheater eine aktive Puppenspielerin aus Kraupa. Natürlich haben Bürgerverein und Stadtverwaltung bei ihrer Präsentation auch an die Touristenstation, den Jugendclub und die Elsterwerkstätten gedacht. Der Kraupaer Tischtennisverein, einer der Nutzer des Saals im Dorfgemeinschaftshaus, präsentiert seine automatische Spielanlage. Kraupa ist seit vielen Jahren eine Hochburg des Sports mit Ball und Schläger.

„So eine Bewerbung habe ich noch nicht erlebt. Das war eine absolut beeindruckende Präsentation. Wahnsinn, was alles in so einem kleinen Ort steckt“, staunte nach 140 Minuten Dorfrunde Naturparkchef Lars Thielemann. Momentaufnahme: Ob Naturpark-Mitarbeiterin Cordula Schladitz hier festhalten will, dass es an der Bewerbung Kraupas nichts zu meckern gibt? 

Elsterwerdas Bürgermeisterin Anja Heinrich hatte den Heimatverein mit ihrer mitreißenden Art tatkräftig bei der Bewerbung unterstützt. Am Ende waren sich die Kuratoren einig: „Kraupa kann sich auf den Titel Naturparkgemeinde vorbereiten und der Ort darf im nächsten Jahr das Naturparkfest veranstalten“, so Manfred Drews in der Laudatio. Die offizielle Nominierung wird beim diesjährigen Naturparkfest am 1. Juli in Sorno bekannt gegeben. Teil der Bewerbung war die Bekanntgabe des neuen Kraupaer Naturpark- Maskottchens, des „Kraupels“. In Spitzenzeiten gab es mehr als 20 eingetragene Korbmacher in Kraupa. Uwe Peschel ist der letzte eingetragene Meister der Flechtkunst. 

Aus der Geschichte Vermutlich kam es bereits im 12./13. Jahrhundert zu einer wendischen Ansiedlung an der neben dem Dorf entspringenden Quelle. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1398 in einer Urkunde des Adelsgeschlechts von Köckritz. Kraupa gehört wie Krauschütz, Biehla, Kot­schka, Plessa, Dreska und Kahla zur Herrschaft Elsterwerda. Besonderheit: Nach Unterlagen des Elsterwerdaer Stadtarchives gab es 1926/27 etwa zwanzig Korbmacher.

Vogelwelten beim Schüler-Sommercamp

Domsdorf (bt)

Für das Naturschutzcamp vom 6. bis 10. August sind in Domsdorf noch Plätze frei. Darüber informiert die Schülerakademie Elbe-Elster. Beim diesjährigen Camp stehen die Vogelwelten im Naturpark Niederlausitzer Heideland im Mittelpunkt. An fünf Tagen haben die Kinder die Möglichkeit, sich auf unterschiedliche Art und Weise mit der heimischen Vogelwelt auseinanderzusetzen. Dabei werden Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen. Übernachtet wird im eigenen Zelt, heißt es weiter. Teilnehmen können Schüler im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. Kontakt für die Anmeldung: Schülerakademie: 035341/23096 oder Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft: Telefonnummer: 03541/10192.

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 9.6.18

epaper.lausitzer-woche.de

Hohenleipisch will Kirschzentrum werden

Hohenleipisch will Kirschzentrum werden

Hohenleipisch.

Nach einer sehr guten Blüte sind die Kirschbäume in der Obstbauregion Hohenleipisch/Döllingen voll beladen mit der süßen Sommerverführung. Der Obstbauverein in der Gemeinde Hohenleipisch organisiert daher in Kooperation mit dem Verein Kerngehäuse in Elsterwerda nach vielen Jahren wieder eine Sammelaktion für die roten Früchte, informiert Martin Schlünder von der Kompetenzstelle Streuobst.

An diesem Sonnabend und Sonntag, jeweils von 13 bis 18 Uhr, wird an dem traditionellen Sammelpunkt (Parkplatz Bauernring vor dem Kindergarten) eine Annahmestelle für Kirschen eingerichtet. Der Aufkaufpreis für das Kilo Kirschen beträgt in dieser Saison 70 Cent. Angenommen werden ausnahmslos voll ausgereifte und absolut ungespritzte Früchte. Da die Kirschen vermostet werden, müssen diese nicht mit Stil gepflückt werden.

  In Kooperation mit Bauer Fruchtsaft in Bad Liebenwerda werden die Kirschen zu einem regionalen Obstwein weiterverarbeitet. Dieser werde ab August/September die regionale Produktpalette erweitern. Wird der Aufkauf angenommen, folgen im Herbst weitere Aktionen für Birnen, Äpfel und Quitten, heißt es.

Die Erntekampagne ist der Auftakt für die Wiederbelebung des Obstbaus in einer der traditionell bedeutendsten Kirschanbaugebiete der ehemaligen DDR. Sie wird innerhalb der Regionalen Kompetenzstelle - Streuobst im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, vom Brandenburger Landwirtschaftsministerium und der EU gefördert.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 12.6.18 von Manfred Feller

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/hohenleipisch-will-kirschzentrum-werden_aid-23347113

 

Sornoer feiern drei Tage lang

Sornoer feiern drei Tage lang

Sorno. Die gut 400 Einwohner von Sorno richten sich auf ein Vielfaches an Besuchern ein. Vom 29. Juni bis 1. Juli wird im Finsterwalder Ortsteil das Naturparkfest 2018 gefeiert. Von Gabi Böttcher

Obwohl das eigentliche Naturparkfest am Sonntag, 1. Juli, steigt, fangen die Sornoer schon am Freitag, 29. Juni, mit dem Feiern an. Ortsvorsteher Marco Bergmann freut sich, dass zum musikalischen Sommerabend mit den Heartbreakers, der Big Band, der Band Fever und The Clothiers gleich vier Bands der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“ angeheuert werden konnten. Wenn das kein Auftakt für das Dorf- und Naturparkfest ist. In den Samstag wird während einer geführten Radwanderung sportlich-unterhaltsam gestartet. Das Sornoer Kindermusical, Elke & The Cool Girls aus Berlin und die Müglitzer Gaudibande sorgen hintereinander weg für einen stimmungsvollen Samstag. Am 1. Juli schließlich startet das Naturparkfest mit einem Gottesdienst. Der Naturpark-Markt, der Auftritt der Schlossberg-Musikanten, die Bekanntgabe der Naturparkgemeinde 2018, die im nächsten Jahr zum Fest einlädt, der Auftritt Nehesdorfer Grundschüler, eine Clown-Show und der musikalische Ausklang folgen.

Bis zum Festwochenende in Sorno gibt es jetzt noch ungezählte Details zu besprechen und praktische Lösungen zu finden. Erstmals wird nicht auf dem Sportplatz, sondern auf dem Dorfanger ein so großes Fest gefeiert. Das bringt neue logistische Herausforderungen mit sich. Marco Bergmann nennt ein Beispiel: „Wir müssen extra eine Wasserleitung verlegen.“ Doch die Sornoer seien ja ein gutes Team, jeder habe in der Vorbereitung seinen Part. Das Festkomitee sei noch kräftig am Rühren. So treffe man sich am Donnerstag, 31. Mai, um 19 Uhr zu einer weiteren Besprechung im Feuerwehrgerätehaus. Hier sollen unter anderem die Standplätze für die Markthändler festgelegt werden. Jeder, der an der Sitzung teilnehmen möchte, sei willkommen.

Mit dem Blick auf das umfangreiche 3-Tage-Festprogramm und die gestalteten Flyer kommt bei Marco Bergmann schon Vorfreude auf. Letzte Absprachen müsse man dann nur noch mit dem Wettergott führen. So heiß wie gegenwärtig sollte es nicht unbedingt werden, so sein Wunsch.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau von Frau Böttcher vom 31.5.18

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/sornoer-feiern-drei-tage-lang_aid-23106567

Die besten Freunde der Bienen sind aus Hirschfeld und Maasdorf

Die besten Freunde der Bienen sind aus Hirschfeld und Maasdorf

Hirschfeld/Maasdorf. Grundschüler und Naturschutzverein sind Sieger beim Projekt „Grün ist bunt“ vom Naturpark. Von Manfred Feller

Das seit 2013 vom Förderverein Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ausgeschriebene Projekt „Grün ist bunt“ sieht in diesem Jahr zwei Sieger: die Grundschule Hirschfeld mit ihrer 5. Klasse und den Naturschutzverein Maasdorf. Beide haben sich einem der brennendsten Themen der Neuzeit verschrieben - den Honigsammlern. „Blüte sucht Biene“ haben die Schüler ihr Projekt überschrieben und die ebenfalls erstplatzierten Mitbewerber „Bienenparadies Maasdorf“. Am Dienstag wurden die Gewinner von den Projektpartnern geehrt. Dazu gehört auch die Volksbank Elsterland eG als finanzielle Förderin.

  Die Bienen stehen nicht von ungefähr im Mittelpunkt. Das weltweite Sterben könnte sich zum Überlebenskampf von Mensch, Flora und Fauna entwickeln, wenn nicht gegengesteuert wird. Die Biene gilt als das drittwichtigste landwirtschaftliche Nutztier nach Schwein und Rind. Vier Fünftel der heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die emsigen Tierchen angewiesen. „Wir brauchen keine chinesischen Verhältnisse, bei denen wir von Hand die Blüten bestäuben müssen“, hält Jördis Thiere, Ortsvorsteherin in Maasdorf, nicht nur entgegen, sondern sorgt mit dem örtlichen Naturschutzverein und Kindern für ein blühendes Dorf. Für das Projekt „Blüh-Hecke“ gab es bereits im Vorjahr den 1. Preis.

Da gepflegte Gärten mit Golfrasen, Steinen und zentnerweise Mulch zwar schön aussehen, aber den Insekten nicht viel geben, wurde eine überall nachahmenswerte Idee verwirklicht. In selbstgebastelten Tüten sind den Einwohnern eine Bienenwiesenmischung für zwei Quadratmeter, ein Beethinweisschild, eine Saatanleitung und Erläuterungen zur Wichtigkeit von blühenden Landschaften gepackt worden. Die vorfinanzierten Ausgaben für immerhin 400 Tüten werden durch das diesjährige Zampergeld und den 1. Preis gedeckt.

Maasdorf ist zwar schon grün und blütenbunt, so Jördis Thiere, doch es gehe noch weiter. Die nahe Zukunft beschreibt der in der Tüte beigelegte Handzettel: „Deshalb wollen wir ein blühendes Band mit einem vielfältigen Angebot an Nektar und Pollen durch unseren Ort ziehen.“

Mit der Agrar GmbH Prestewitz wurde sogleich eine Partnerin gewonnen. Gemeinsam werden zwei stillgelegte Flächen am Schumpenweg in blühende Wiesen verwandelt. „Im Sommer“, so ergänzt Heidrun Matthes, Vorsitzende des Naturschutzvereins, „wollen wir mit Schülern den Ort abgehen, kommunales Brachland suchen und daraus Blühflächen machen.“

Auch an der Grundschule Hirschfeld ist das Drama um die Honig- und Wildbienen und all die anderen Insekten längst angekommen und thematisiert. Wo es sich anbietet, würden seit vielen Jahren auf dem Schulgelände Bäume und Sträucher gepflanzt, sagt Schulleiterin Petra Plotzke. Jüngste Projekte waren die Blühhecke und das Lernprogramm der Fünftklässler für die 1. Klasse. Fast schon obligatorisch sind die Besuche bei einem örtlichen Imker. Dieser macht dann auch Werbung in eigener Sache. Denn Imkernachwuchs wird überall händeringend gesucht.

Mit dem Pflanzen hören die Aufgaben für die Schüler nicht auf, verrät Lehrer Jens Marticke. Die Schüler pflegen ihr Grün konsequent. Was noch fehlt, ist ein Insektenhotel. „Ich baue euch eins“, verspricht der ehemalige Lehrer Hartmut Gärtner spontan in die Hand.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 6.6.18 von Manfred Feller

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/projekte-fuer-bienen-im-elbe-elster-kreis_aid-23237359

„Kirsche“ in den ersten Kirschen

„Kirsche“ in den ersten Kirschen

Hohenleipisch. Die ersten Kirschen sind reif. In wenigen Tagen kann die Ernte in Hohenleipisch beginnen. Die elfjährige Lili Anders ist dabei ein symbolischer Hoffnungsträger.

Von Veit Rösler

Nach 29 Jahren des Vermarktungsstillstandes werden in diesem Jahr erstmals wieder in der alten Hochburg des Obstanbaus in Hohenleipisch offiziell in einer Sammelstelle Kirschen aufgekauft. Ein regionaler Vermarkter aus Bad Liebenwerda (Bauer Fruchtsaft GmbH) will aus den leckeren Früchten Obstsaft und Wein herstellen. Mindestens eine Tonne Kirschen müssen an bestimmten Tagen geliefert werden. Die elfjährige Lili Anders ist vor diesem Hintergrund der symbolische Hoffnungsträger des Hohenleipischer Obst- und Gartenbauvereins. Neben dem organisierten Ankauf soll es mit weiteren Maßnahmen perspektivisch mit dem Obstanbau wieder aufwärts gehen. Rudi Schmidt, der Urgroßvater der Schülerin, war über 40 Jahre der Vorsitzende der zeitweise 300 Mitglieder starken Verbindung der regionalen Obstproduzenten. Großvater Gert Anders (64) lenkt seit einem Jahr die Geschicke des Vereins mit seinen derzeit noch 70 Mitgliedern.

  Durch Billigprodukte aus dem europäischen Ausland ist es nach der Wende zu einem dramatischen Niedergang des Obstanbaus in der Region gekommen. Bis zu 50 Tonnen Kirschen wurden in den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts pro Jahr auf 79 Hektar geerntet. Der ökonomische Gesamtgewinn lag in einer Saison bei einer hal­ben Millionen Ostmark. Nach Schätzungen stehen heute noch rund 20 000 Obstbäume auf den Anbauflächen um Hohenleipisch. In den nächsten Wochen werden somit wieder etwa 30 Tonnen Kirschen an den Bäumen hängen, die in den vergangenen Jahren einfach vom Baum gefallen sind. Mit einem Förderprogramm sollen zudem ab dem nächsten Jahr die brach liegenden Streuobstwiesen wieder auf Vordermann gebracht werden. Dazu sollen überalterte Bäume unter fachgerechter Anleitung durch Neupflanzungen ersetzt werden.

Zunächst einmal soll eine Vermarktungsstruktur aufgebaut werden. Beteiligt sind der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und Kerngehäuse e.V.. Kirschen fallen lassen oder verwerten? Wer macht mit? Je nach Reifegrad der Früchte soll es entweder am 16. und 17. Juni oder alternativ am 23. und 24. Juni zu einem Aufkauf kommen. Der genaue Termin wird mit Blick auf den Fruchtfortschritt noch bekannt gegeben. Für nicht mit ohnehin verbotenen Pestiziden behandelte Süßkirschen ohne Stiel werden 0,70 Euro pro Kilo gezahlt. Um die erwarteten Kapazitäten einigermaßen planbar zu machen, sollten Interessenten ihre voraussichtlichen Abgabekapazitäten per Zettel in den Briefkasten am Vereinsgelände in der Gartenstraße, an den Vereinsvorsitzenden Gert Anders in der Hohenleipischer Bahnhofstraße oder an die Mailadresse kerngehaeuse_ev@web.de anmelden. „Erstmals seit der Wende wird wieder ein Kirschenankauf zentral organisiert. Durch die Überalterung will keiner mehr so richtig ernten. Da ist Lili unser symbolischer Hoffnungsträger. Mittlerweile fehlen auch die notwendigen langen Leitern und Leiterstützen. Wenn wir aber jetzt nichts unternehmen, ist in zehn Jahren alles verschwunden“, meint der Vereinsvorsitzende Gert Anders.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 29.5.18 von Veit Rösler

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/kirsche-in-den-ersten-kirschen_aid-23085613

Die Brandenburger Auerhuhn-Familie wächst - weitere 50 Auerhühner in Schweden gefangen

Die Brandenburger Auerhuhn-Familie wächst - weitere 50 Auerhühner in Schweden gefangen

Doberlug.

Am Tag der Artenvielfalt entlässt Brandenburgs Agrar-Staatssekretärin Carolin Schilde drei Hennen ins Revier Weißhaus. Von Frank Claus

Wieder ein schöner Erfolg für das Auerhuhnprojekt des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft. Bei der diesjährigen Frühjahrsfangaktion in den schwedischen Gebieten Västerbotten und Jämtland hat die eingespielte Fangcrew um Projektleiter Dr. Alexander Zimmermann und den Leiter des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, Lars Thielemann, erneut 50 Auerhühner – allesamt Hennen – fangen können. Alle Tiere sind in dieser Woche wohlbehalten mit dem Flieger auf dem Schacksdorfer Flugplatz angekommen. Bis auf drei sind alle bereits in der Rochauer-, Babbener- und Bad Liebenwerdaer Heide ausgesetzt worden. Brandenburgs Agrar- und Umwelt-Staatssekretärin Carolin Schilde wird am Dienstag anlässlich des Tags der Artenvielfalt die letzten drei Hennen im Revier Weißhaus auswildern.

Das Auerhuhn-Projekt ist über einen Zeitraum von rund 15 Jahren durch eine Arbeitsgruppe aus Forstleuten und Naturschützern vorbereitet worden, bevor im Jahr 2012 das erste Auerhuhn aus Schweden nach Brandenburg kam. Seit 2015 ist die Pilotphase in eine tatsächliche Wiederansiedlung der Art überführt worden. Seit 2013 brüten die Vögel in der Brandenburger Niederlausitz nun wieder erfolgreich. Es gibt inzwischen etwa 100 „Brandenburger“. 1,4 Millionen Euro stellt der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes den Bad Liebenwerdaer Ansiedlungsexperten zur Verfügung. Was viel klingt, ist am Ende für den fünfjährigen Bewilligungszeitraum von 2017 bis 2022 doch knapp bemessen. Vier Mitarbeiter hat das Projektteam, und finanziert werden müssen mit dem Geld sämtliche Maßnahmen - von den ständigen Fahrten mit Auto, Schiff und Flugzeug nach Schweden bis hin zur wissenschaftlichen Begleitung einschließlich Monitoring.

Jährlich 60 Tiere dürfen mit Zustimmung der Schweden aus dortigen Landschaftsgebieten entnommen werden. Während hierzulande die Population Ende der 90er-Jahre erloschen war, gibt es dort Birk- und Auerhühner noch in ausreichender Zahl. In Schweden sind die Vögel sogar noch als bejagbares Wild eingestuft.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 18.5.18 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/auerhuehner-im-naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft_aid-22744337

Der Charaktervogel der Niederlausitz - Weitere neue 50 Auerhennen

Der Charaktervogel der Niederlausitz - Weitere neue 50 Auerhennen

Doberlug-Kirchhain.

 Am Tag der Artenvielfalt werden drei Auerhühner des Maifangs in Schweden im Revier Weißhaus bei Doberlug ausgewildert. Die Population entwickelt sich immer stabiler. Von Frank Claus

Es ist immer ein erhebender Moment. Wieder erhebt sich einer der Ende der 90er-Jahre schon ausgestorbenen, einstigen Charaktervögel der Niederlausitz in die Lüfte und sucht im Kiefernwald den Schutz im satt grünenden Teppich der Blaubeerensträucher. Möglich macht es ein besonderes Wiederansiedlungsprojekt im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Dazu dürfen jährlich bis zu 60 Auerhühner in Schweden, wo es sie noch in großer Stückzahl gibt, gefangen werden.

  Anlässlich des Tages der Artenvielfalt war es Brandenburgs Agrar- und Umwelt-Staatssekretärin Carolin Schilde am Dienstag vorbehalten, gemeinsam mit Ralf Rüthnick, stellvertretender Direktor des Landesbetriebs Forst, die letzten drei der insgesamt 50 gefangenen Hennen im Revier Weißhaus bei Doberlug auszuwildern. Die Umsiedlung wildlebender Auerhühner aus Schweden in die Niederlausitz ist Teil eines Wiederansiedlungsvorhabens zur Umsetzung des Artenschutzprogramms für diesen imposanten Hühnervogel.

Weltweit nimmt die Artenvielfalt ab. Dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen, gehöre zu den Herausforderungen unserer Zeit. „Projekte wie dieses sind beispielgebend: Hier haben Naturschutz- und Forstbehörden erfolgreich zusammengearbeitet, ebenso wie Wissenschaftler und zahlreiche ehrenamtlich Tätige, von der Idee bis zur Umsetzung. So ist man gemeinsam erfolgreich“, erklärte Staatssekretärin Schilde selbst ergriffen von den wunderschönen Vögeln. Dabei ist es beileibe nicht einfach, eine Art wieder anzusiedeln. Seit 1996 laufen die Vorbereitungen von Forstleuten und Naturschützern. Zunächst wurde überprüft, ob die ins Auge gefassten Flächen wieder den entsprechenden Lebensraum bieten können. Schließlich ist das Ziel des mit 1,4 Millionen Euro geförderten Projektes, wieder eine selbst tragende und langfristig überlebensfähige Population zu etablieren.

Im Jahr 2012 ist schließlich das erste Auerhuhn aus Schweden nach Brandenburg gekommen. Seit 2015 ist die Pilotphase in eine tatsächliche Wiederansiedlung der Art überführt worden. Seit 2013 brüten die Vögel in der Brandenburger Niederlausitz nun wieder erfolgreich. Es gibt inzwischen etwa 100 „Brandenburger“. Projektleiter Dr. Alexander Zimmermann kann anhand genetischer Nachweise bestätigen, dass 2015 zuerst sieben hier geschlüpfte Tiere nachgewiesen wurden. 2016 waren es schon 27 und 2017 sogar 66 Tiere. Dabei lohne der Aufwand, Wildtiere aus Schweden eine neue Heimat zu geben. „Mit Zuchttieren waren die Erfolge deutlich geringer.“ Die hätten in der Wildnis oft nur 16 bis 25 Tage überlebt.

Von den jetzt 50 ausgewilderten Tieren sind zehn wieder mit Sendern versehen. Die Experten haben bereits mehrere Stammplätze der Vögel ausfindig machen können.

Die Vögel sind eindrucksvoll. Sie galten schon immer als eine besondere Art und waren früher als „Hochwild“ dem Hochadel als Jagdbeute vorbehalten. Die besondere Stellung des „Urhahns“ (Tetrao urogallus) wird durch zahlreiche künstlerische Darstellungen dokumentiert und hat ihren Ursprung wohl auch im imposanten Balzverhalten des Hahns, das zu den bemerkenswertesten Naturschauspielen gehört und nun auch wieder in den Wäldern der Niederlausitz aufgeführt wird.

Das Auerhuhn sei, so das Ministerium, aber auch ein Beleg für naturnahe und großräumige Wälder. Ohne hinreichend großen Lebensraum in entsprechender Qualität sei das Auerhuhn nicht zu haben.

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) habe für die beiden im Süden des Landes gelegenen Oberförstereien Doberlug und Lübben das Auerhuhn als Leitart definiert. Damit sei verbunden, dass sich das waldbauliche und jagdliche Handeln auch über die allgemein gültigen Grundsätze des LFB hinaus an den ökologischen Ansprüchen der Art orientiere und somit einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung des Artenschutzprogramms Auerhuhn des Landes Brandenburg leiste. Dies diene darüber hinaus zahlreichen weiteren Arten der Waldlebensgemeinschaft und der Naturnähe unserer Wälder.

Im konkreten Fall seien auch abgestimmte Maßnahmen ergriffen worden, um natürliche Feinde des Auerhuhns – vor allem Waschbär, Mink und Marderhund – einzugrenzen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 23.5.18 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/auerhuehner-naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft_aid-22807787

Geräumigge Einraumwohnung für ein ganzes Volk in Döllingen

Geräumigge Einraumwohnung für ein ganzes Volk in Döllingen

Döllingen.

Der Pomologische Garten ist ein Paradies nicht nur für Menschen, sondern auch für mehrere Bienenvölker. Pünktlich vor dem Blütenfest ist jetzt eine neue Schaubeute eingerichtet worden. Von Veit Rösler

Mit seinen vielen blühenden Obstbäumen und den unzähligen gelben Blumentupfern auf grünen Streuobstwiesen unter strahlend blauem Frühlingshimmel vermittelt der Pomologische Schau- und Lehrgarten in Döllingen gegenwärtig das Ambiente eines biblischen Paradieses, in das die Menschen am Dienstag, 1. Mai, von 10 bis 18 Uhr zum Blütenfest herzlich eingeladen sind. Es ist ein Paradies nicht nur für Menschen, sondern auch für mehrere Bienenvölker. Die fleißigen Insekten finden hier nicht nur reichlich Nahrung, sondern auch vom Menschen angebotene Unterkünfte. Pünktlich vor dem Blütenfest ist jetzt im Pomologischen Garten durch Imker Reinhard Opitz aus Schönfeld für die Besucher eine Schaubeute eingerichtet worden.

Bienen von insgesamt vier Völkern schwirren gegenwärtig im Garten munter von Blüte zu Blüte, um für zukünftige leckere Früchte und auch für süßen Honig für den Imker zu sorgen. Eines der Völker ist nun in eine Schaubeute eingezogen, in der die Bienen bei ihrer Arbeit in den Waben durch eine Glasscheibe von den Besuchern beobachtet werden können. Reinhard Opitz betreut seit 2004 Bienenvölker im Pomogarten Döllingen. Vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft finanziert hat Kettensägenkünstler Roland Karl aus Dobra die neue Bienenwohnung in Form eines Imkers aus einem Eichenstamm heraus gesägt. In etwa 35 Arbeitsstunden hat der Künstler dabei einen 1,75 Meter hohen Eichenstamm in einen symbolischen Imker mit Innenleben verwandelt, der dann auf ein solides Fundament aufgeschraubt wurde. Roland Karl hat sich extra über die Imkerei weiter gebildet, um die genauen Maßangaben des Bienenstockes im Innern einzuhalten.

Unter dem Motto „Dem Imker über die Schulter geschaut“ beantwortet Fachmann Reinhard Opitz beim Blütenfest Fragen zum interessanten Leben der Honigbiene und der vielseitigen Arbeit des Imkers. Die Obstsaison im Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen wird auch in diesem Jahr traditionell am 1. Mai mit dem Blütenfest eröffnet. Dabei wird die Krönung der neuen Blütenkönigin 2018/2019 ein besonderer Höhepunkt sein. Die scheidende Blütenkönigin Anja Obenaus lädt noch einmal ab 10 Uhr zum geführten Rundgang ein. Die Schwarzheider Musikanten spielen ab 11 Uhr zum Frühschoppen auf und junge Musik kann dann ab 13 Uhr mit den Jugendbands „Hyperactive“ und „Fever“ erlebt werden.

In Hohenleipisch startet 13 Uhr ein Blütenkorso. Dieser wird gegen 14 Uhr in Döllingen zum Festakt der Krönung der neuen Blütenkönigin erwartet. Moderne Blasmusik mit „Happy Harmony“ ist ein weiterer unterhaltsamer Programmpunkt am Nachmittag. Mit-Mach-Angebote, Kutschfahrten mit dem Esel für Kinder und Führungen im Garten lassen keine lange Weile aufkommen. Auch ein kleiner Markt mit regionalen Köstlichkeiten und Bioprodukten lädt zum Einkaufen ein. Gärtner bieten Raritäten für die Frühjahrspflanzung an. Traditionell stehen auch verschiedene Tomatenpflanzen alter Sorten und außergewöhnliche Beet- und Balkonpflanzen im Angebot. Für das leibliche Wohl wird mit Deftigem aus der Gulaschkanone und vom Grill sowie mit frisch gebackenem Kuchen mit Früchten aus dem Pomogarten gesorgt.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 27.4.18 von Veit Rösler

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/geraeumige-einraumwohnung-fuer-ein-ganzes-volk-in-doellingen_aid-20005601

Wer hat die meisten Kartoffeln im Eimer?

Wer hat die meisten Kartoffeln im Eimer?

Schönborn/Bad Liebenwerda.

 Die Liebe zum Garten soll geweckt werden. Von Frank Claus Rüdiger Winde, Gärtnermeister aus Schönborn, und Andrea Opitz von der Verwaltung des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft aus Bad Liebenwerda machen keinen Hehl daraus: „Es ist erschreckend, wie wenig Kinder und Jugendliche heute über heimische Gewächse im Garten und in der Landwirtschaft wissen.“ Da wüssten viele recht wenig darüber, wo denn Erdbeeren wachsen, wann Äpfel geerntet werden können und geschweige denn, wie die bekanntesten Blumensorten heißen.

Der Gärtner will deshalb nicht locker lassen. „Unsere Branche ist auch gefragt, diese Defizite zu beheben.“ Er will Erkenntnisgewinn nicht im Frontalunterricht vermitteln, sondern die Kinder selbst tätig werden lassen. Deshalb hat er gemeinsam mit dem Naturpark das „Kinder-Kartoffelprojekt“ ins Leben gerufen, mit dem er sich an Kitagruppen und Grundschulkinder im gesamten Landkreis wendet. Die Kita-Kinder in Schönborn haben schon mal gezeigt, wie es geht: In Eimern werden dazu Kartoffeln unter fachkundiger Hilfe von den Kindern gelegt, wie es richtig heißt. Die Kinder werden die Knollen immer wieder anhäufeln und gießen. Nicht die dickste Kartoffel wird gesucht, sondern die Pflanze, die die meisten „Erdäpfel“ ausbildet. Beim Apfeltag in Döllingen und zum Herbsterlebnistag in der Schönborner Gärtnerei werden die Sieger gekürt. Informationen geben Rüdiger Winde und Andrea Opitz gern am Telefon. Auf den Internetseiten www.gartenbau-winde.de und naturpark-nlh.de sind ab der nächsten Woche die Wettbewerbsbedingungen nachzulesen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 19.4.18 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/kartoffelwettbewerb-gaertnerei-winde-und-naturpark_aid-17139225

Schloss Doberlug ist um zwei Attraktionen reicher

Schloss Doberlug ist um zwei Attraktionen reicher

Auszug aus dem Kreisanzeiger vom 25.4.18

Neues Besucherinformationszentrum des Naturparks empfängt seit 10. April Gäste / Sonderausstellung "Dali in Doberlug" zeigt den Künstler als Illustrator / Interaktive Medienstation Identomat beantwortet Frage: Bin ich Sachse oder Preuße?

Neues Besucherinformationszentrum des Naturparks empfängt seit 10. April Gäste / Sonderausstellung "Dali in Doberlug" zeigt den Künstler als Illustrator / Interaktive Medienstation Identomat beantwortet Frage: Bin ich Sachse oder Preuße?

Auszug aus dem Kreisanzeiger vom 25.4.18

Blütenfest im Pomologischen Schau- und Lehrgarten

Blütenfest im Pomologischen Schau- und Lehrgarten

Auszug aus dem Kreisanzeiger vom 25.4.18

Fotowettbewerb "Alte Gemäuer in Szene gesetzt"

Fotowettbewerb "Alte Gemäuer in Szene gesetzt"

Auszug aus dem Kreisanzeiger vom 25.4.18

Naturparkgemeinde des Jahres 2018 gesucht

Naturparkgemeinde des Jahres 2018 gesucht

Auszug aus dem SonntagsWochenBlatt vom 15.4.18

Prinzessin oder bald schon neue Blütenkönigin?

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 20.4.18

Jolico und Titus stehen in voller Blüte

Jolico und Titus stehen in voller Blüte

Döllingen.

Der Biologe und Botaniker Martin Schlünder aus dem Sauerland widmet sich im Naturpark alten Obstgehölzen.

Mit den wärmenden Sonnenstrahlen und der ersten Blüte der Kornelkirschen hat im Pomologischen Schau- und Lehrgarten in Döllingen der Ablauf des natürlichen chronobiologischen Blütenkalenders begonnen. Im Garten stehen die Kornelkirschen der Typen Jolico und Titus in voller Blüte.

Andere Obstbaumarten stecken in den Startlöchern. An einigen Sträuchern zeigen sich die ersten grünen Blätter. In den nächsten Tagen und Wochen werden weitere im Garten angebaute Obstgehölze ihre ganze Blütenpracht entfalten. Die Obstanbauer früherer Jahrhunderte haben ihre Gehölze derart überlegt angebaut, dass analog der zeitlich ablaufenden Blütezeitpunkte auch die Ernte der verschiedenen Obstsorten und Arten zeitlich versetzt erfolgen kann. Die bewährte Methode wurde auch bei den Anpflanzungen im Pomogarten berücksichtigt.

Biologe und Botaniker Martin Schlünder aus dem Sauerland in Nordrhein-Westfalen hat sich als neuer Mitarbeiter des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft den Erhalt der alten Kulturlandschaft und seiner alten Kultursorten an Obstgehölzen auf die Fahnen geschrieben. Insbesondere soll er perspektivisch ein Netzwerk aufbauen, welches den verschiedenen Akteuren in der Region, vom Obstanbauer über den Verarbeiter bis hin zum Verbraucher eine Ansprechstelle bietet. Als langfristiges Ziel soll mit dem Streuobstanbau wieder eine gewisse Wirtschaftlichkeit generiert werden.

Für Andrea Opitz von der Naturparkverwaltung spielt der Blütenkalender bei der Organisation des Blütenfestes eine große Rolle. Der Traum sei natürlich ein Blütenfest inmitten eines Blütenmeeres aus tausenden blühenden Obstbäumen. Aber in den vergangenen Jahren ist es oft zu einer Verschiebung zwischen Baumblüte und Blütenfest gekommen. Aber auch ohne die weißen Wolken findet das Fest statt. Ein paar Bäume blühen schließlich immer. In diesem Jahr wird wieder eine neue Blütenkönigin gekrönt. Blütenfest in Döllingen wird am 1. Mai gefeiert.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 10.4.18 von Veit Rösler

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/jolico-und-titus-stehen-in-voller-bluete_aid-13947089

Schoon 29 Störche auf den Horsten gezählt

Bad Liebenwerda.

Fast täglich erreichen Petra Wießner vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, zugleich Storchenbetreuerin im Altkreis Bad Liebenwerda, jetzt Meldungen über Storchenankünfte. Mit je zwei Störchen sind schon die Brutstätten in Mühlberg, Möglenz, Beiersdorf, Großthiemig, Gorden, Hohenleipisch, Oschätzchen, Zobersdorf und die beiden Horste am Bieligkhof und auf dem alten Druckereischornstein in Bad Liebenwerda belegt. In Altbelgern, Gröden, Kauxdorf, Kosilenzien, Plessa (am Stall) Prösen, Wainsdorf, Reichenhain und Lausitz ist je ein Storch gesichtet worden. Eine Meldung über die Ankunft eines Schwarzstorches gibt es leider immer noch nicht. Weitere Beobachtungen bitte unter Tel. 035341 10213.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 13.4.19 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/stoerche-im-altkreis-bad-liebenwerda_aid-15206749

Naturparkgemeinde des Jahres 2018 gesucht

Auszug aus dem Wochenkurier vom 15.4.18

Wer folgt Sorno als Naturparkgemeinde?

Wer folgt Sorno als Naturparkgemeinde?

Bad Liebenwerda.

 Im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft wird die „Naturparkgemeinde 2018“ gesucht. Bewerbungsschluss ist am 30. Mai. Allein die Wettbewerbsteilnahme löst einen gehörigen Schub in den Gemeinden aus, die sich bewerben. 

Die Vorbereitungen für das Naturparkfest 2018 in Sorno sind in vollem Gange. Mit Spannung werden wiederum die Bekanntgabe und die Auszeichnung der neuen Naturparkgemeinde zum Naturparkfest am 1. Juli erwartet. In einer Pressemitteilung des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft schreibt Cordula Schladitz: „Zahlreiche Orte im Naturpark haben sich seit 1999 am Wettbewerb um die Naturparkgemeinde des Jahres beteiligt. Nicht alle konnten sich bisher mit dem Siegertitel schmücken. Dennoch hat allein schon die Bewerbung den Kommunen Aufschwung gebracht. So bringen sich die meisten Einwohner in die Bewerbung mit zahlreichen Ideen ein und arbeiten konsequent an deren Umsetzung mit.“ Für alle Gemeinden, die sich am Wettbewerb um die Naturparkgemeinde des Jahres beteiligen wollen, möchte die Verwaltung daran erinnern, dass die Bewerbungen bis zum 30. Mai 2018 in der Naturparkverwaltung; Markt 20 in 04924 Bad Liebenwerda abgegeben werden müssen.

Auch in diesem Jahr gilt wieder, dass die eingereichten Wettbewerbsunterlagen auf Wunsch der Gemeinde bis zu drei Jahre ihre Gültigkeit behalten können. Damit möchten die Organisatoren den Aufwand, den die Zusammenstellung der Unterlagen mit sich bringt, minimieren.

Am 6. Juni wird das Kuratorium des Naturparks gemeinsam mit der Lausitzer Rundschau die Bewerbergemeinden bereisen, um sich vor Ort über die Aktivitäten der Gemeinde zu informieren. In geheimer Wahl wird dann der Sieger des Wettbewerbs ermittelt. Mit dem Titel „Naturparkgemeinde“ ist gleichzeitig ein Preisgeld von 1000 Euro verbunden, das von der Sparkasse Elbe-Elster zur Verfügung gestellt wird. Dazu kommen der Druck eines Faltblattes und ein Schild mit der Aufschrift „Naturparkgemeinde 2018“. Außerdem wird die Naturparkverwaltung wiederum ein „Naturparkprojekt“ in der Siegergemeinde finanziell unterstützen. Die Wettbewerbsbedingungen finden Interessierte auch unter: www.niederlausitzer-heidelandschaft-naturpark.de oder www.naturpark-nlh.de . Wer Fragen zur Bewerbung hat, kann sich auch gern telefonisch an den Naturpark wenden; Tel. 035341 61515.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 9.4.18 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft_aid-12324071

Dreifacher Paukenschlag - Schloss Doberlug lebt, wächst und lockt Besucher

Dreifacher Paukenschlag - Schloss Doberlug lebt, wächst und lockt Besucher

Doberlug-Kirchhain.

 Einen fulminanten Saisonstart legten die Akteure im Schloss Doberlug am Samstag hin. Der Naturpark ist angekommen und Dalí auch. „Natur, Kultur und Tourismus“ lautete das Motto bis in den Abend.

Mit großem Bahnhof und einem tollen Frühlingsfest wurde das neue Besucherinformationszentrum vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft im Schloss Doberlug eröffnet. Kern ist die interaktive Ausstellung „erlebnisREICH Naturpark“, konzipiert von Viktoria und Tobias Wille von der Firma Stories within architecture (Berlin). Selbst der Parlamentarische Staatssekretär vom Bundeslandwirtschaftsministerium, der Finsterwalder Michael Stübgen (CDU), hatte einen seiner ersten öffentlichen Auftritte in neuer Funktion im Schloss Doberlug. Denn: Der Landkreis Elbe-Elster ist eine von bundesweit 13 Modellregionen des Modellvorhabens Land(auf)Schwung, das wiederum Teil des Bundesprogramms für Ländliche Entwicklung ist. Stübgen betonte: „Die Modellregion Elbe-Elster hat für den Aufbau des Bildungs- und Besucherinformationszentrums eine Fördersumme von rund 568 000 Euro erhalten.“

  Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU), auch Vorsitzender vom Förderverein des Naturparks, sagte. „Das neue Besucherinformationszentrum zieht weitere Nutzer ins Schloss, die auf Information und Unterhaltung stehen.“ Im Oktober 2015 war die Idee gereift. „In nur 18 Monaten wurden Ideen entwickelt, Fördermittel akquiriert und Projektpartner gefunden“, führte er aus. Entstanden sei „das modernste Besucherinformationszentrum in einem Brandenburger Großschutzgebiet“ als naturtouristischer Anlaufpunkt, der Auskünfte, Ausflüge und Veranstaltungen anbietet. Für Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) ist die Naturpark-Ausstellung eine Form von modernstem Heimtkundeunterricht. Er freue sich, dass die Schau nicht wie die Landesausstellung vor drei Jahren einem Shuttle gleich einfliegt und nach Monaten wieder abhebt. Lars Thielemann, Chef der Naturparkverwaltung, versicherte: „Wir sind gekommen, um zu bleiben.“ Besucherandrang im Schloss zur Eröffnung des neuen Naturpark-Ausstellung und der Sonderausstellung „Dalí in Doberlug“. 

Im Westflügel vom ersten Obergeschoss des Schlosses dominiert dagegen europäische Kunst höchsten Ranges. Die Sonderausstellung „Dalí in Doberlug. Der Künstler als Illustrator“ fand gleich am ersten Tag viele Interessenten. Der Kunstsammler Helmut Rebmann aus Eberdingen stellt die etwa 140 originalen Illustrationen von Salvador Dalí (1904 - 1989) aus seiner umfangreichen Privatsammlung für drei Monate dem Schloss Doberlug zur Verfügung. Schnell entwickelten sich am Eröffnungstag Fachgespräche zwischen dem Dalí-Kenner, der mit erworbener Expertise auch als Gutachter für die Arbeit Dalís arbeitet, und Besuchern. Thoralf Schirmer aus Spremberg hält sie für eine sehr gute Ausstellung, die sicher ihre Besucher finden wird. Auch er werde sicher noch einmal wiederkommen. Thomas Klatt aus Cottbus war mit einer ganzen Geburtstagsrunde angereist. Und Kunstlehrerin Petra Schober aus Doberlug-Kirchhain hält die Ausstellung wegen der Vielfalt der Dalí-Techniken für sehenswert.

Schließlich hat auch die Dauerausstellung „Doberlug und das sächsische Brandenburg“ einen neuen Höhepunkt. Mit einem interaktiven Frage- und Antwortspiel, einem sogenannten Identomaten, ermitteln Friedrich Wilhelm III. von Preußen und Friedrich August I. von Sachsen die Identität der Besucher. Dass dieser Spaß den Museumsbesuch attraktiver macht, ist nicht zuletzt der Förderung durch die Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ zu verdanken. Auch das „erlebnisREICH Natur“ wurde von ihr unterstützt.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 9.4.18 von Frau Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/kunstausstellung-illustrationen-von-salvador-dali-im-schloss-doberlug_aid-13299339

 

Startschuss für Wettbewerb Naturparkgemeinde - Wer folgt Sorno als Naturparkgemeinde?

Startschuss für Wettbewerb Naturparkgemeinde - Wer folgt Sorno als Naturparkgemeinde?

Bad Liebenwerda.

Im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft wird die „Naturparkgemeinde 2018“ gesucht. Bewerbungsschluss ist am 30. Mai. Allein die Wettbewerbsteilnahme löst einen gehörigen Schub in den Gemeinden aus, die sich bewerben.

 

Jolico und Titus stehen in voller Blüte

Jolico und Titus stehen in voller Blüte

Döllingen. Der Biologe und Botaniker Martin Schlünder aus dem Sauerland widmet sich im Naturpark alten Obstgehölzen.

Mit den wärmenden Sonnenstrahlen und der ersten Blüte der Kornelkirschen hat im Pomologischen Schau- und Lehrgarten in Döllingen der Ablauf des natürlichen chronobiologischen Blütenkalenders begonnen. Im Garten stehen die Kornelkirschen der Typen Jolico und Titus in voller Blüte.

Andere Obstbaumarten stecken in den Startlöchern. An einigen Sträuchern zeigen sich die ersten grünen Blätter. In den nächsten Tagen und Wochen werden weitere im Garten angebaute Obstgehölze ihre ganze Blütenpracht entfalten. Die Obstanbauer früherer Jahrhunderte haben ihre Gehölze derart überlegt angebaut, dass analog der zeitlich ablaufenden Blütezeitpunkte auch die Ernte der verschiedenen Obstsorten und Arten zeitlich versetzt erfolgen kann. Die bewährte Methode wurde auch bei den Anpflanzungen im Pomogarten berücksichtigt.

Biologe und Botaniker Martin Schlünder aus dem Sauerland in Nordrhein-Westfalen hat sich als neuer Mitarbeiter des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft den Erhalt der alten Kulturlandschaft und seiner alten Kultursorten an Obstgehölzen auf die Fahnen geschrieben. Insbesondere soll er perspektivisch ein Netzwerk aufbauen, welches den verschiedenen Akteuren in der Region, vom Obstanbauer über den Verarbeiter bis hin zum Verbraucher eine Ansprechstelle bietet. Als langfristiges Ziel soll mit dem Streuobstanbau wieder eine gewisse Wirtschaftlichkeit generiert werden.

Für Andrea Opitz von der Naturparkverwaltung spielt der Blütenkalender bei der Organisation des Blütenfestes eine große Rolle. Der Traum sei natürlich ein Blütenfest inmitten eines Blütenmeeres aus tausenden blühenden Obstbäumen. Aber in den vergangenen Jahren ist es oft zu einer Verschiebung zwischen Baumblüte und Blütenfest gekommen. Aber auch ohne die weißen Wolken findet das Fest statt. Ein paar Bäume blühen schließlich immer. In diesem Jahr wird wieder eine neue Blütenkönigin gekrönt. Blütenfest in Döllingen wird am 1. Mai gefeiert.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 10.4.18 von Veit Rösler

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/jolico-und-titus-stehen-in-voller-bluete_aid-13947089

Saisonstart im Schloss Doberlug - Unter einem Dach an einem Strang

Saisonstart im Schloss Doberlug - Unter einem Dach an einem Strang

Doberlug-Kirchhain .

 Schloss Doberlug wird Schritt für Schritt das, was sich Visionäre immer gewünscht haben: ein kulturtouristisches Zentrum mitten im Elbe-Elster-Kreis. Samstag kommen weitere Attraktionen hinzu. Von Heike Lehmann Ein neues Besucherinformationszentrum vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und die Sonderausstellung „Dalí in Doberlug“ sind die großen neuen Magneten im Schloss Doberlug, deren Eröffnung am Samstag gefeiert wird. Dazu wird im Museum eine interaktive Medienstation, ein so genannter Identomat, eingeweiht. Er gibt Aufschluss darüber, ob man Sachse oder Preuße ist.

Der Förderverein des Naturparks ist dann mit der Ausstellung „erlebnisReich Naturpark“ im neuen Besucherinformationszentrum im Schloss Doberlug-Kirchhain präsent. Zur Saisoneröffnung wird am Samstag, 7. April, ab 11.30 Uhr zu einem Frühlingsfest „Natur - Kultur – Tourismus“ im Schloss und auf dem Schlosshof . Dafür ziehen die Stadt Doberlug-Kirchhain, das Museum Schloss Doberlug, der Tourismusverband Elbe-Elster und der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft gemeinsam an einem Strang. Die Schlossakteure, Partner und Ehrenamtler haben ein umfangreiches Programm zusammengestellt, das sich an Familien, Naturliebhaber und Kulturfreunde richtet.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 3. April 2018 von Frau Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/unter-einem-dach-an-einem-strang_aid-9214851

Mutimedial auf Naturentdeckung

Mutimedial auf Naturentdeckung

Doberlug-Kirchhain.

Besucherinformationszentrum und erlebnisREICH Naturpark bieten 44 Anknüpfungspunkte. Von Heike Lehmann Mit dem Satz „Die Ausstellung ist derzeit auf der Zielgeraden“ umschreibt Katrin Heinrich optimistisch, dass bis zum Samstag noch viel zu erledigen ist und alle Beteiligten hoffen, dass alles pünktlich fertig wird. Der hölzerne Ausstellungskörper, der die Entdeckerfreude der Besucher herausfordern soll, steht seit Ende 2017. Aber: Zentrales Element des neuen Naturpark­informationszentrums ist die interaktive Ausstellung „erlebnisREICH Naturpark – Auf Spurensuche im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft“. Die multimedialen Geheimnisse stecken in der abstrakten Landschaft, die sich durch das Erdgeschoss vom Schloss zieht. Zwölf verschiedene Spuren können Einheimische und Gäste im Schloss Doberlug mit Tablets, die zur Ausleihe angeboten werden, oder einer App auf dem eigenen Smartphone verfolgen. „Ziel ist, dass man sich daraus eigene Routen für die Ausflüge in die echte Natur zusammenstellt“, macht Katrin Heinrich neugierig. 44 Anhaltspunkte unter dem Aspekt Landschaftswandel werden geboten – von A wie Aussichtsturm und B wie Badesee bis Z wie Zisterziensermönch. Poetische Namen, wie die „Feurigen Damen“, „Das verschollene Gefieder“ oder „Die wachsenden Riesen“, machen die Entdeckungsreise spannend. 

Die Berliner Firma stories within architecture hat das Konzept entwickelt. Die Architekten werden am Samstag auch selbst durch die Erlebniswelt führen. Babette Weber vom Museumsverbund Elbe-Elster: „Ich finde es toll, dass das Konzept angedockt ist ans Schloss und an die Mönchsgeschichte anknüpft.“ Der neue naturtouristische Informations- und Anlaufpunkt wird auch jenen, die glauben, schon jeden Baum und jeden Stein im Naturpark zu kennen, Neues bieten. Ab 10. April gibt es neben Tipps zu Ausflugszielen, Veranstaltungen und jahreszeitlichen Besonderheiten auchVorträge, geführte Radtouren, Ferienaktionen sowie Schulklassen- und Hortprogramme.

Die dauerhafte Naturerlebnisausstellung „erlebnisREICH – Naturpark“ wurde im Rahmen des Modellprojektes Land(auf)Schwung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und mit Unterstützung der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ ermöglicht.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 3.4.18 von Frau Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/multimedial-auf-naturentdeckung_aid-9214901

Mutimedial auf Naturentdeckung

Mutimedial auf Naturentdeckung

Doberlug-Kirchhain.

 Besucherinformationszentrum und erlebnisREICH Naturpark bieten 44 Anknüpfungspunkte. Von Heike Lehmann Mit dem Satz „Die Ausstellung ist derzeit auf der Zielgeraden“ umschreibt Katrin Heinrich optimistisch, dass bis zum Samstag noch viel zu erledigen ist und alle Beteiligten hoffen, dass alles pünktlich fertig wird. Der hölzerne Ausstellungskörper, der die Entdeckerfreude der Besucher herausfordern soll, steht seit Ende 2017. Aber: Zentrales Element des neuen Naturpark­informationszentrums ist die interaktive Ausstellung „erlebnisREICH Naturpark – Auf Spurensuche im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft“. Die multimedialen Geheimnisse stecken in der abstrakten Landschaft, die sich durch das Erdgeschoss vom Schloss zieht. Zwölf verschiedene Spuren können Einheimische und Gäste im Schloss Doberlug mit Tablets, die zur Ausleihe angeboten werden, oder einer App auf dem eigenen Smartphone verfolgen. „Ziel ist, dass man sich daraus eigene Routen für die Ausflüge in die echte Natur zusammenstellt“, macht Katrin Heinrich neugierig. 44 Anhaltspunkte unter dem Aspekt Landschaftswandel werden geboten – von A wie Aussichtsturm und B wie Badesee bis Z wie Zisterziensermönch. Poetische Namen, wie die „Feurigen Damen“, „Das verschollene Gefieder“ oder „Die wachsenden Riesen“, machen die Entdeckungsreise spannend. 

Die Berliner Firma stories within architecture hat das Konzept entwickelt. Die Architekten werden am Samstag auch selbst durch die Erlebniswelt führen. Babette Weber vom Museumsverbund Elbe-Elster: „Ich finde es toll, dass das Konzept angedockt ist ans Schloss und an die Mönchsgeschichte anknüpft.“ Der neue naturtouristische Informations- und Anlaufpunkt wird auch jenen, die glauben, schon jeden Baum und jeden Stein im Naturpark zu kennen, Neues bieten. Ab 10. April gibt es neben Tipps zu Ausflugszielen, Veranstaltungen und jahreszeitlichen Besonderheiten auchVorträge, geführte Radtouren, Ferienaktionen sowie Schulklassen- und Hortprogramme.

Die dauerhafte Naturerlebnisausstellung „erlebnisREICH – Naturpark“ wurde im Rahmen des Modellprojektes Land(auf)Schwung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und mit Unterstützung der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ ermöglicht.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 3.4.18 von Frau Lehmann

Unter besonderem Schutz

Unter besonderem Schutz

Bad Liebenwerda. Weshalb der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft jetzt „für Europa“ Hausaufgaben machen muss. 

Deutschland ist im Verzug und Brandenburg auch. Während in der Schule bei Nichtabgabe von Hausaufgaben die Note 5 droht, schwebt über der Bundesrepublik die Gefahr von Strafzahlungen. Worum geht es?

In der Europäischen Union wurde 1992 beschlossen, ein Schutzgebietsnetz (Natura 2000) über ganz Europa aufzubauen, welches dem Erhalt wildlebender Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume dient.

In Brandenburg werden in sogenannten Managementplänen die Strukturen, die Artenvielfalt und nötige Erhaltungsmaßnahmen in Fauna-Flora-Habitat-Gebieten (FFH) festgelegt. Im Landkreis Elbe-Elster gibt es 13 besonders schutzwürdige Gebiete. Managementpläne existieren bereits für den Mittellauf der Schwarzen Elster und die Alte Röder bei Prieschka. Diese Pläne sind durch den Naturschutzfonds erarbeitet worden. Für drei weitere Gebiete – Westsee Tröbitz und die Naturschutzgebiete Grünhaus und Hohenleipisch (Muna 3) – müssen die vorhandenen Pläne auch nicht neu erstellt werden, da sie erst seit relativ kurzer Zeit als Schutzgebiete ausgewiesenen sind und in diesem Zusammenhang nötige Kartierungen erfolgt sind.

Bleiben also acht Gebiete – und die liegen allesamt im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Bis 2020 müssen die nötigen Unterlagen bei der EU eingereicht werden. Damit hat seit März 2017 Diplombiologe Dr. Benjamin Schellenberger Costa zu tun. Der 32-jährige Sachse hat an der Universität in Leipzig Pflanzenphysiologie studiert und ist mit einer „sachgrundmäßigen Befristung“ für zwei Jahre beim Naturpark angestellt. Um das Projekt zu Ende zu führen, hofft man im Naturpark auf eine Verlängerung seiner Beschäftigungszeit, denn nichts wäre fataler, als mitten im Erarbeitungsprozess den Projektkoordinator zu wechseln.

Dass im Naturpark so viele FFH-Gebiete ausgewiesen sind, belegt auch, dass die Natur dort intakt ist und dass eine ganze Reihe von Besonderheiten gibt, die so in Europa nur noch selten anzutreffen sind. Im Loben, Forsthaus Prösa, Hohe Warte, Kleine Elster und Schackenniederung, Seewald, Suden bei Gorden, Welkteich und auf den Wiesen am Floßgraben wird jetzt mit Unterstützung eines Umweltbüros kartiert:

Die zu erarbeitenden Pläne gelten laut Umweltministerium „als zentrales Instrument, um die Erhaltungsziele zu konkretisieren, Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes zu formulieren und vor allem auch um die Akzeptanz und das Engagement für die Umsetzung von Maßnahmen in den jeweiligen Regionen zu fördern.“ Die Managementpläne bilden so „eine Grundlage für das Monitoring und beschreiben gegebenenfalls verträgliche und unverträgliche Nutzungen.“

Was ist nun zu tun? Neben der Bestandsaufnahme in den Gebieten – also unter anderem der Artenprüfung und der Bewertung des Erhaltungszustandes – kommt es nun darauf an, die Flächeneigentümer mitzunehmen, um mit ihnen gemeinsam zu besprechen, welcher Pflegeaufwand nötig ist. Dabei gehe es nicht darum, so Dr. Benjamin Schellenberger Costa, Bewirtschaftungs- oder gar Betretungsverbote festzulegen. Aber besprochen werden müsse, wie, wann und in welcher Qualität in die Gebiete eingegriffen werden solle. Mitunter gehe es nur darum, Flächeneigentümer zu bitten, bestimmte Gebiete anstelle bislang einmal, zweimal im Jahr zu mähen und dabei bestimmte Technologien anzuwenden. Werde zum Beispiel von Innen nach Außen gemäht, könnten Kleinlebewesen flüchten. Zu einer Auftaktveranstaltung am 9. April ab 16 Uhr im Natoureum in Maasdorf sind Flächeneigentümer, Mitarbeiter der Forst, des Gewässerunterhaltungsverbandes, Landwirte und interessierte Personen eingeladen, mehr über die Managementplanung zu erfahren.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 26.3.18 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/naturpark-ffh-managementplaene_aid-8113575

Mit Rangern in den Lebensraum vom Auerhuhn

Mit Rangern in den Lebensraum vom Auerhuhn

Bad Liebenwerda.  

Für ganztägige Erlebnistour jetzt schnell anmelden. Die Ranger Ina Tschiesche und Tino Gärtner laden am Sonntag, 25.März, um 10 Uhr zu einer ganztägigen Ranger-Erlebnis-Tour in den Lebensraum des Auerhuhn in den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ein.

DAs Auerhuhn ist ein Vogel, der sich hauptsächlich von Heidelbeeren ernährt und auf Bäumen schläft. Noch mehr erfahren Sie, wenn Sie die Ranger auf der Suche nach dem Wappenvogel des Naturparks begleiten. Entdecken Sie seine Spuren und erfahren Sie viel Interessantes aus dem Leben des großen Hühnervogels, seiner Vergangenheit und der Zukunft des Auerhuhns hier in der Region.

Eine Anmeldung ist bis Dienstag, 20. März, erforderlich unter Telefon 035341 10192 oder heidelandschaft@naturwacht.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bitte nutzen Sie den Anrufbeantworter und hinterlassen Sie ihre Telefonnummer und die Anzahl der Teilnehmer.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 20.3.18

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/mit-rangern-in-den-lebensraum-vom-auerhuhn_aid-8026973

Von feurigen Damen und heiligen Quellen

Von feurigen Damen und heiligen Quellen

Bad Liebenwerda/Doberlug-Kirchhain. Weshalb 2018 für Lars Thielemann, Chef des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, ein besonders Jahr ist. Von Frank Claus

Eigentlich müssten ihm die Haare zu Berge stehen angesichts des Aufgabenberges, den er mit seinem Team da erklimmen will. Doch Lars Thielemann, der Chef des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, wirkt zufrieden an diesem Morgen in seinem Bad Liebenwerdaer Büro. „2018 – aus Sicht des Naturparks wird das ein besonders Jahr“, sagt er vielsagend. Denn der Park werde für einen Paukenschlag sorgen. Mit einer Ausstellung, die am 7. April im Schloss Doberlug eröffnet werden soll. Und: Der Naturpark habe Aufgaben vom Bund übertragen bekommen, die in nicht allzu langer Zeit dem Elbe-Elster-Land europaweit einen höheren Bekanntheitsgrad einbringen sollen.

Der Reihe nach: Es ist fast vollbracht – die neue Ausstellung „erlebnisREICH Naturpark“ steht vor der Übergabe. Es ist eine außergewöhnliche Präsentation von Schätzen des Naturparks in einem besonderen Fluidum – in den Gewölben des sanierten Doberluger Schlosses. Es ist keine Frontalschau. Kein Bild hängt an der Wand, keine Tafel mit viel Schrift muss gelesen werden.

Schon allein die Ausstellungsmöbel verblüffen, muten an wie ein Ufo oder wie ein Weltraumtanker aus einem Science-Fiction-Film. Kaum zu glauben, dass es da, wo jetzt helles Holz das Auge fasziniert, bald überall flimmern wird, Bilder auf die Wände projiziert werden, Stimmen und Töne erklingen. Umgesetzt haben das Konzept Frauen und Männer, die sonst Kulissen für Filme bauen, die Profis vom „art departement Studio Babelsberg“. Alles ist vollgestopft mit modernster Technik, die jedoch, so versichern Katrin Heinrich und Ilona Ertle vom künftigen Besucher- und Informationszentrum, kinderleicht zu bedienen sein wird. Apropos Kinder. Für die gibt es nicht nur Hocker, um auch weiter oben alles zu entdecken, sondern auch Nischen, in die sie krabbeln können, um dort Filme zu sehen oder Geräuschen zu lauschen.

Mit Smartphones und Tablets kann 16 Spuren gefolgt werden. Der Spur der genügsamen Riesen zum Beispiel, auf der man alles über den Wald erfährt. Oder man folgt den feurigen Damen und landet im Kohlebergbau, wo die Gruben immer weibliche Namen trugen. Auch wenn für manch Männer die heilige Quelle ein Bier ist, in diesem Falle werden Geheimnisse der Zisterzensiermönche gelüftet. Der Spur des verschollenen Gefieders folgen in den nächsten Tagen schon ganz viele Besucher. Die zwei Touren ins Reich des Auerhahns sind ausgebucht.

„Genau das ist der Effekt, den wir uns noch viel mehr wünschen“, sagt Lars Thielemann. „Die Ausstellung aufsuchen und sich ganz viele Anregungen holen, um später draußen das Wunder Natur wirklich zu spüren und zu entdecken.“ Natürlich wird es weiterhin Flyer geben, aber fast alles, was man wissen muss, gibt es auch gratis aufs Smartphone gebeamt.

Katrin Heinrich und Ilona Ertle können es kaum erwarten. „Das ist eine völlig neue Qualität“, freuen sie sich über ihr eigens, künftiges Reich und über das Umfeld, in dem sie jetzt ausstellen. „Museum und Tourismusverband neben uns – das ist eine Wucht.“ Am liebsten würden sie schon losplappern – von den Höhepunkten, die es da zur Eröffnung im Dreierverbund geben soll. Aber kaum zu fassen: Frauen können schweigen. Dabei sind es gleich drei. Susanne Dobs, die Chefin des Tourismusverbandes, Babette Weber, die Frontfrau im Museumsverbund und eben Katrin Heinrich, die Frau an der Spitze des Naturparkbesucherzentrums – sie alle wollen in wenigen Tagen einen gemeinsamen Aufschlag hinlegen, der sich gewaschen hat.

Da hält sich dann sogar Mann zurück. Lars Thielemann berichtet noch, dass die 600 000 Euro zur Umsetzung des Projektes vom Bundes-Modellvorhaben Land(auf)Schwung stammen und die Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ unterstützt hat. Und er versichert: Das Besucherzentrum in Bad Liebenwerda bleibt erhalten und kann nach Vorbestellung auch weiter von Gruppen besucht werden.

Themenwechsel: Dr. Benjamin Schellenberger-Costa ist der Mann, der bedeutende Fauna-Flora-Habitatgebiete im Naturpark nun soweit klassifizieren soll, dass sie bis 2020 dauerhaften Status als europäisches Schutzgebiet erhalten. Da müssen Gespräche mit Flächeneigentümern geführt werden, Betretungsrichtlinien erarbeitet und Bewirtschaftungsfolgen besprochen werden. Da müssen Arten nochmals klassifiziert werden. Acht Gebiete sind im Naturpark festgelegt. Es ist ein Pfund, das belegt, dass im Elbe-Elster-Land in vielen Ecken die Natur intakt ist.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 15.3.18 von Frank Claus

https://www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/neu-im-naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft_aid-7943317

 

Naturpark-Titel: „Kraupa hat das Potenzial“

Naturpark-Titel: „Kraupa hat das Potenzial“

Kraupa. Elsterwerdas Bürgermeisterin Anja Heinrich (CDU) ist sich ganz sicher: „Kraupa hat das Potenzial, 2018 Naturparkgemeinde zu werden.“

Der Ortsteil der Stadt Elsterwerda habe eine „glänzende Entwicklung“ hingelegt, besteche mit „viel Gemeinsinn“ im „Dorf“ und würde, so ihre Auffassung, ein „tolles Naturparkfest“ ausrichten. Sie wolle sich jetzt mit den Machern im Ortsteil verständigen und ihnen die Unterstützung und Rückendeckung der Stadt zusichern. Kraupa würde sich damit zum ersten Mal am seit 1999 laufenden Wettbewerb beteiligen.

Naturparkleiter Lars Thielemann würde es freuen, wenn Kraupa den Hut in den Ring wirft. „Alle bisherigen Teilnehmer haben uns unabhängig von Gewinn oder Platzierung gesagt, dass allein die Teilnahme am Wettbewerb neue Initiativen im Ort auslöst. Schön wäre, es machen wieder viel mehr mit.“

Von Frank Claus 2017 hat Sorno den Wettbewerb gewonnen und richtet nun am 1. Juli das Naturparkfest aus. Grünewalde und Maasdorf (ein Mal im Verbund mit Prestewitz) errangen den Titel bereits drei Mal.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 8.3.2018 von Frank Claus

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/naturparkgemeinde-kraupa-soll-sich-bewerben_aid-7813745

 

"FREI(t)räume" beim Mit-mach-Projekt "Grün ist Bunt"

Bad Liebenwerda.

 Ab sofort sind tolle Ideen gefragt. Außerdem macht die Öko-Film-Tour zweimal Station im Naturparkhaus. So vielfältig der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ist, so vielfältig sind die Möglichkeiten, gemeinsam etwas für das eigene Umfeld zu tun. Mit einer tollen Idee kann man sich jetzt für ein Projekt im Naturpark bewerben. Die Volksbank Elsterland eG unterstützt das beste Konzept einer Idee zur Erhaltung der Biologischen Vielfalt in der Heimat mit 700 Euro und das Team des Naturparks hilft bei der Umsetzung.

Die Projektideen dürfen vollkommen offen und kreativ rund um „FREI(t)räume“ entwickelt werden – von der Sanierung eines Storchenhorstes, dem Neubau eines Insektenhotels bis zur nützlichen Herbstpflanzung. „Grün ist Bunt“ richtet sich an Menschen zwischen zehn und 21 Jahren in allen Kommunen sowie angrenzenden Kommunen des Naturparks.

Bewerbungen sind bis zum 31. März 2018 an Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, „Grün ist bunt“, Naturparkhaus Markt 20 in 04924 Bad Liebenwerda zu schicken. Die Umsetzung muss bis Ende 2018 erfolgen.

Im Naturparkhaus, Markt 20, ist außerdem die 13. Ökofilmtour des FÖN e.V. zu Gast. Am Mittwoch, 7. März, um 19 Uhr, wird die Dokumentation „Ausgebrummt – Insektensterben in Deutschland“ gezeigt. Das Insektensterben vollzieht sich unmerklich langsam. Erst Langzeitstudien liefern Belege. Einige Arten sind regional völlig verschwunden. Hauptursachen sind Monokulturen und Pestizide auf den Feldern. Die Folgen sind eine dramatische Kettenreaktion: Auch die Vögel sind durch die fehlende Nahrung bedroht. Am 14. März, um 19 Uhr läuft „Kommen Rührgeräte in den Himmel?“ – ein Film gegen die Wegwerfmentalität.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 6.3.18 von Frau Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/frei-t-raeume-beim-mit-mach-projekt-gruen-ist-bunt_aid-7765075

Vorsicht vor siebenköpfigen Drachen

Vorsicht vor siebenköpfigen Drachen

Pomologin Urte Delft hat in mehreren Seminaren im Pomologischen Garten Döllingen gezeigt, wie Obstbäume den richtigen Schnitt erhalten und welche Fehler vermieden werden sollten.

Döllingen Wer kennt es nicht? Die einst tollen Obstbäume werden immer dichter und die Früchte sind auch nicht mehr das, was sie einst einmal waren. In den allermeisten Fällen hilft hier ein Obstbaumschnitt. Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft bietet nun schon seit neun Jahren Hilfe an. „Pro Jahr veranstalten wir drei Seminare zum Obstbaumschnitt. Diese werden immer sehr gut nachgefragt. So haben wir Teilnehmer nicht nur aus dem Elbe-Elster-Land bis hin nach Lauchhammer, sondern hatten auch jene aus der Leipziger oder Dresdner Ecke“, erklärt Andrea Opitz vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Seien in den Anfangsjahren eher ältere Männer unter den Kursteilnehmern gewesen, so habe sich zuletzt das Alter hin zum jüngeren mit einem hohen Frauenanteil gewandelt.

Dies bestätigte sich auch bei den drei Kursen am vergangenen Wochenende. Die studierte Pomologin Urte Delft brachte den Kursteilnehmern im theoretischen Teil die Grundlagen des naturgemäßen Obstbaumschnitts bei und zeigte es im praktischen Teil an Bäumen im pomologischen Garten. „Bevor die Leute sich einen Baum pflanzen, sollten sie sich überlegen, wo ein Baum hinkommt. Soll es ein stark wachsender für die Wiese sein oder ein mittelstark wachsender für den Garten“, so die 44-Jährige. Nach ihrer Erfahrung hin werden die Bäume im Kleingarten eher zu viel beschnitten, auf der Wiese eher zu wenig. „Die Bäume sollten eher zaghaft zurückgeschnitten werden. Wenn man zu viel schneidet, kommt der sogenannte siebenköpfige Drachen mit vielen Wasserreißern. Das mindert den Obstbesatz. Ein Obstbaum neigt eher zu viel Kernen in Form von kleinen Früchten, wir wollen aber lieber großes Obst“, weiß Urte Delft. Geschnitten sollten Zweige werden, die sich kreuzen oder reiben. „Bei einem Jungbaum schaut man eher auf den Kronenaufbau, damit er schön wächst. Bei einem Altbaum sollte durch den Schnitt das Gleichgewicht zwischen Früchten und Triebbildung hergestellt werden. Ein Baum muss atmen. Wenn man fertig ist, sollte man sich am Baum erfreuen können. Der Merksatz mit dem Hut durchwerfen zählt dabei immer noch“, erklärt die Fachfrau, die meint, dass bis zur Triebbildung die Bäume beschnitten werden können. Eine Ausnahme bilde hier die Kirsche, die als Kernobst anders beschnitten werde und die Walnuss, die erst beschnitten werde, wenn Blätter dran sind, so die 44-jährige Pomologin.

„Ich bin zum ersten Mal bei solch einem Schnittseminar dabei. Wir wollen auf unserem neuen Grundstück eine Streuobstwiese mit alten Sorten anlegen. Die Theorie war schon recht anspruchsvoll“, so Teilnehmer Daniel Tallarek aus Lindena nach dem Kurs. „Nach diesem Seminar schaue ich meine Bäume mit ganz anderen Augen an. In unserem Garten sind viele Bäume, die geschnitten werden müssen. Bisher haben wir es nur probiert. Nun haben wir mehr Vertrauen und machen uns ans Werk. Der Kurs war sehr verständlich“, sagte Marianne Vogler aus der Schweiz, die zusammen mit ihrem Mann bei dem Kurs vorbei schaute. Das Rentnerehepaar hat sich in Theisa ein Wochenendhaus zugelegt und verbringt viel Zeit im Elbe-Elster-Land.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 27.2.18 von Mirko Sattler

 

Fachgerechter Obstbaumschnitt

Fachgerechter Obstbaumschnitt

Auszug aus dem Gemeindeschreiber Plessa vom 14.2.18

Veredlung von Obstgehölzen

Veredlung von Obstgehölzen

Auszug aus dem Gemeindeschreiber vom 14.2.18

Ranger-Tour "Alte Arme"

Ranger-Tour "Alte Arme"

Auszug aus dem Wochenkurier vom 9.2.18

Obstbäume richtig verschneiden

Obstbäume richtig verschneiden

Auszug aus dem Wochenkurier vom 9.2.18

Vortrag über das Auerhuhn

Vortrag über das Auerhuhn

Auszug aus dem Wochenkurier vom 2.2.18

Laufend und radelnd durch die Heimat

Laufend und radelnd durch die Heimat

Auszug aus dem Wochenkurier vom 2.2.18

Naturpark legt jetzt Spuren im Schloss

Naturpark legt jetzt Spuren im Schloss

Doberlug-Kirchhain.

Im Doberluger Renaissancebau entsteht eine neue Dauerausstellung zur Niederlausitzer Heidelandschaft. Von Heike Lehmann

Schon wieder entsteht eine neue Dauerausstellung im Schloss Doberlug. Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft lässt im Erdgeschoss eine abstrakte Landschaft errichten, die es in sich hat. „erlebnisREICH Naturpark“ wird das neue Besucher- und Informationszentrum heißen. Nach einer gründlichen Planungsphase läuft momentan der Ausstellungsaufbau. Katrin Heinrich von der Naturparkverwaltung hat als Projektverantwortliche die Fäden fest in der Hand. Ihre Begeisterung ist ansteckend.

Katrin Heinrich sagt: „Wir wollen die Besucher auf Spurensuche schicken. 16 verschiedene Spuren werden gelegt. Wie hat sich die Landschaft hier verändert? Wie ist sie so geworden, wie wir sie heute vorfinden? Welche Einflüsse hat der Menschen ausgeübt?“ Auf diese Fragen findet der Gast Antworten – natürlich nach modernsten Standards, also interaktiv. Es darf angefasst, angetippt, aufgeklappt und aufgezogen werden. Überraschungseffekte sind gewollt. Lichteffekte wird es geben und bewegte Bilder erscheinen. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht nur auf der Natur, auch touristische Empfehlungen sind eingebettet. „Ziel ist, dass sich der Gast seine individuelle Reiseroute durch den Naturpark zusammenstellt, ausdruckt oder per App auf das Smartphone lädt und dann den echten Naturpark entdeckt“, erklärt Katrin Heinrich.

Die so genannten Indizienkästen von Leitfigur Dr. Watson bestücken die Mitarbeiterinnen vom Naturpark mit kleinen anschaulichen Objekten. Ilona Ertle zeigt ein Tütchen mit Quarzsand, Raseneisenstein, der zu Zeiten der Zisterziensermönche wertvolles Baumaterial war, Bienenwaben und Magensteinchen vom Auerhahn, der mit großem Ansiedlungsprojekt in Brandenburgs Süden wieder heimisch werden soll. „Auch ein Badewannenstöpsel als Indiz für künstlich angelegte Teiche wird dabei sein“, sagt sie mit leichtem Augenzwinkern.

Das Geld zur Realisierung des Projektes kam über das Bundes-Modellvorhaben Land(auf)Schwung sowie mit Unterstützung der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“. Das Konzept für die Ausstellung haben sich Viktoria und Tobias Wille von „stories within architecture“ aus Berlin erdacht. „Der Besucher soll Landschaft lesen lernen“, erklärt Tobias Wille. Beide lieben die Natur, gehen selbst gern wandern und dürfen unter anderem in Erfurt die „Klimazonen-Welt“ und die Zentrale der Heinz-Sielmann-Stiftung mitgestalten. Mit ihren Ideen für Doberlug-Kirchhain haben sie die Tischler, Maler und Elektriker in den Babelsberger Filmstudios bei der Umsetzung schwitzen lassen. Projektleiter Uwe Schaer: „An diesen Ausstellungsmöbeln gibt es nicht einen rechten Winkel. Das war eine echte Herausforderung und geht nur mit CNC-Technik.“

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 15.12.18 von Fr. Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/naturpark-legt-jetzt-spuren-im-schloss-doberlug_aid-6953488

Leutnant für Sorno

Leutnant für Sorno

Sorno.

Der Finsterwalder Ortsteil Sorno darf als Naturparkgemeinde 2017 das nächste Naturparkfest gestalten. Die Besucher werden dann auch vom toten Leutnant begrüßt. Seit einigen Tagen steht er am Wiegehäuschen gegenüber der Feuerwehr und stammt von Kettensägenschnitzer Roland Karl aus Dobra. Diese Sagenfigur reiht sich ein in verschiedene Holzfiguren – Mönche und Fabelwesen, alle Auftragswerke für den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Von Heike Lehmann

Cordula Schladitz vom Naturpark sagt: „Sorno hat sich angeboten als Auftakt für Sagenfiguren.“ Weitere Naturparkgemeinden könnten folgen. Die Sornoer Geschichte: In Sorno waren im Dreißigjährigen Krieg mehrere Offiziere versammelt. Sie sprachen von diesem und jenem, zuletzt kamen sie zu einer Wette, wer von ihnen um Mitternacht auf den dortigen Friedhof zum Grabe eines Freundes gehen würde. Ein blutjunger Leutnant erklärte sich bereit. Da aber die Zeit verging und der Leutnant nicht zurückkehrte, begab sich die Gesellschaft gemeinsam hin, um nach ihm auszuschauen. Aber, o Schreck, der Leutnant lag tot auf des Freundes Grab. Als man genauer hinblickte, sah man, dass er an einem Nagel hängen geblieben war. Der Leutnant glaubte, dass der Tote ihn festhielt und war vor Schreck gestorben.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 22.12.17 von Fr. Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/leutnant-fuer-sorno_aid-6978684

Neuer Naturschutzbeirat ist arbeitsfähig

Neuer Naturschutzbeirat ist arbeitsfähig

Herzberg.

Landrat bedankt sich für die bisherige engagierte ehrenamtliche Arbeit des Gremiums. Der Naturschutzbeirat Elbe-Elster hat langjährige Mitglieder aus der ehrenamtlichen Arbeit verabschiedet und gleichzeitig neue Mitstreiter gewonnen. Der neue Beirat, der vor wenigen Tagen zu seiner ersten gemeinsamen Sitzung zusammenkam, war bereits im September vom Kreisausschuss einstimmig bestätigt worden.

Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) würdigte die engagierte ehrenamtliche Arbeit des Naturschutzbeirats und bedankte sich bei allen Mitgliedern für die Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Elbe-Elster: „Ich freue mich, dass sich bei uns in der Region so viele Menschen ehrenamtlich um Aufgaben von Natur und Umwelt kümmern. Mit ihrem Fachwissen, mit ihrer reichen Erfahrung und mit ihrem Einsatz sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil des Naturschutzlebens in unserem lebens- und liebenswerten Landkreis.“ Den Ausgeschiedenen wünschte er Gesundheit und Schaffenskraft und verband damit die Hoffnung, dass sie auch weiterhin der unteren Naturschutzbehörde mit Rat und Tat zur Seite stehen werden.

Das Landesnaturschutzgesetz bestimmte schon Mitte der 1990er-Jahre, dass zur wissenschaftlichen und fachlichen Beratung bei der unteren Naturschutzbehörde ein Naturschutzbeirat zu bilden ist. Im Landkreis wurde dem 1995 Rechnung getragen. Der Beirat ist seitdem in die Vorbereitung aller wichtigen Entscheidungen und Maßnahmen der Naturschutzbehörde einzubeziehen.

Als Mitglieder werden Bürger berufen, die im Naturschutz und in der Landschaftspflege besonders fachkundig sind und Erfahrung haben. Sie bringen insbesondere Fachkenntnisse auf den Gebieten der Botanik, Zoologie, Ökologie, Landschaftspflege, Landschaftsplanung oder verwandter Disziplinen wie der Forst-, Land-, Fischerei- oder Gewässerwirtschaft mit.

Die Beiräte bei den unteren Naturschutzbehörden werden in den Landkreisen durch den Landrat auf der Grundlage eines Beschlusses des Kreisausschusses für die Dauer von fünf Jahren berufen. In diesem Jahr endete die fünfjährige Amtszeit des ehrenamtlichen Naturschutzbeirates im Landkreis. Damit schieden vier langjährige Mitglieder aus dem Naturschutzbeirat aus: Bernd Hensel aus Falkenberg und Wolf-Ekkehard Hübner aus Beiersdorf gehörten dem Beirat seit 2007 an, und Eberhard Weber aus Bad Liebenwerda und Ralf Bekker aus Elsterwerda waren seit Beginn 1995 dabei.

Neu engagieren werden sich Andrea Seidel aus Friedersdorf bei Oppelhain, studierte Landschaftsarchitektin, und Tino Gärtner aus Bad Liebenwerda, Naturwächter beim Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.

Sie werden sich in den nächsten fünf Jahren aktiv im Beirat einbringen und die untere Naturschutzbehörde gemeinsam mit den altbewährten Mitgliedern Thomas Jülke, Karlheinz Krengel, Adrian Herwig, Dieter Mittag, Mathias Krüger, Eckhard Matthias, Dr. Stefan Röhrscheid, Ingmar Landeck, Karl Ulrich Hennicke und Dr. Reinhard Möckel bei allen wichtigen Entscheidungen fachlich unterstützen. Die Berufungsurkunden des Landrates wurden den zwölf Mitgliedern des neuen Naturschutzbeirates im September überreicht.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 12.12.17 von Frau Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/herzberg/neuer-naturschutzbeirat-arbeitsfaehig_aid-6935284

Schwarzstorch erobert das Naturparadies

Schwarzstorch erobert das Naturparadies

Lichterfeld.

Das Naturparadies Grünhaus zieht Jahresbilanz für 2017 und kündigt einen Panoramaweg als touristisches Highlight für 2018 an.

Einen Rückblick auf das Jahr 2017 warf Nabu-Projektleiter Dr. Stefan Röhrscheid vor zahlreichen ehrenamtlichen Unterstützern kürzlich in der Gaststätte Alt Nauendorf bei der Jahresabschlussveranstaltung für das Biomonitoring im Naturparadies Grünhaus.

Er begann mit einem Dank an die versammelten Ehrenamtlichen: „Über 30 Mitstreiterinnen und Mitstreiter haben im Jahr 2017 durch ihre Beobachtungen und Kartierungen im Naturparadies Grünhaus dazu beigetragen, dass unser Wissen über die Lebensgemeinschaften von Pilzen, Pflanzen, Insekten, Spinnen, Lurchen, Kriechtieren, Vögeln und Säugetieren im Naturparadies Grünhaus kontinuierlich wächst. Wer sich davon überzeugen will, braucht nur unsere Website www.gruenhaus.org zu besuchen.“

Im abgelaufenen Jahr stand besonders die Vogelwelt im Blickpunkt des naturschutzfachlichen Monitorings, wie Röhrscheid ausführte. Zu den bundesweit seltensten Vogelarten, die im Naturparadies Grünhaus derzeit brüten, zählen Brachpieper, Steinschmätzer, Wiedehopf, Rebhuhn und Rothalstaucher. In einem nahrungsreichen Gewässer stellte sich neben Silber- und Graureiher erstmals auch der seltene Schwarzstorch als regelmäßiger Nahrungsgast ein. Auch der Uhu scheint vom Rand des Tagebaus bereits Jagdflüge in die Bergbaufolgelandschaft zu unternehmen. Der Kranich ist in Grünhaus ganzjährig zu beobachten, sowohl als Brutvogel wie auch zu Hunderten während der Zugzeit.

Dies ist ein Ergebnis des Grundwasserwiederanstiegs und einer naturschutzgerechten Bergbausanierung auf Basis eines detaillierten Kooperationsvertrags zwischen der Nabu-Stiftung Nationales Naturerbe als Flächeneigentümer und dem Bergbausanierer LMBV. So sind in den letzten Jahren eine Vielzahl kleiner Feuchtbiotope, aber auch größerer Wasserflächen entstanden.

Kleinere Gewässer bieten verschiedenen Entenarten sowie Watvögeln wie Flussregenpfeifer, Kiebitz und Rotschenkel beste Brutmöglichkeiten.

Ein größeres Gewässer im Mainzer Land wird dagegen zunehmend von Saat-und Blässgänsen, die im Herbst in unserer Region rasten, als Schlafgewässer angenommen.

So konnte mithilfe ehrenamtlicher Zähler am internationalen Zähltermin Mitte November eine Übernachtungszahl von sage und schreibe 8700 Saat- und Blässgänsen ermittelt werden.

Als Wintergäste sind im November neben Kornweihe und Raufußbussard auch ein Dutzend Singschwäne eingetroffen. Auch der Seeadler ist nicht nur im Sommerhalbjahr, sondern auch den ganzen Winter über präsent.

Projektleiter Röhrscheid resümiert: „Die Naturausstattung in Grünhaus wird immer vielfältiger. Der Schutz vor konkurrierenden Nutzungen durch den Ankauf der Bergbaufolgelandschaft Grünhaus seitens der Nabu-Stiftung Nationales Naturerbe vor über zehn Jahren und eine naturschutzorientierte Sanierung durch die LMBV tragen unübersehbar Früchte. Grünhaus wird deshalb auch für Besucher immer interessanter.“

Und hier verspricht Dr. Röhrscheid für 2018 auch aus anderen Gründen eine Qualitätssteigerung: War es bisher aufgrund der bergbaubedingten Gefahren nur möglich, das Gebiet im Rahmen geführter Wanderungen zu erkunden, wollen Nabu-Stiftung und LMBV nach jahrelanger Sanierungsarbeiten ab Mai 2018 einen Panoramaweg für die Öffentlichkeit freigeben. Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen, um pünktlich Anfang Mai entlang der Strecke informative Schautafeln aufstellen zu können. Für den Tourismus in der Sängerstadtregion und am Bergheider See stehe damit ab der kommenden Saison ein weiteres touristisches Highlight zur Verfügung, so Röhrscheid sichtlich stolz.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 4.1.19 von Frau Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/schwarzstorch-erobert-das-naturparadies-gruenhaus_aid-7005161

Nabu Senftenberg zeigt bald Lausitzer Auerhuhn-Familie

Nabu Senftenberg zeigt bald Lausitzer Auerhuhn-Familie

Senftenberg.

Einem Lausitzer Wolf in freier Wildbahn zu begegnen, kommt schon höchst selten vor. Doch dass Naturfreunde hierzulande auf Auerhühner stoßen, ist einem Lotto-Sechser mit Zusatzzahl gleichzusetzen.

Jetzt präsentiert der Senftenberger Nabu-Regionalverband gleich eine ganze Auerhuhn-Familie. Zwar nicht im Wald, dafür aber in einer geräumigen Vitrine im Umweltbildungszentrum neben dem Tierpark. „Wir wollen den Menschen diese Vögel zeigen, die einst ganz typisch für die Lausitzer Heidewälder waren“, erklärt Beate Erler, Geschäftsführerin beim Nabu Senftenberg.

In freier Wildbahn leben die Tiere im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojektes inzwischen wieder in der Liebenwerdaer sowie in der Rochauer Heide. Auerhühner benötigen großflächige alte und lichte Wälder mit möglichst vielen Beersträuchern. Einst kamen sie auch im Grünhauser Forst zwischen Lauchhammer und Finsterwalde vor, bis das Gebiet komplett überbaggert worden war.

Demnächst können die Besucher des Senftenberger Umweltbildungszentrums einen stolzen Auerhahn, eine Henne sowie ein Jungtier bewundern. Die präparierten Tiere haben die Naturschützer dank Fördermitteln vom Lautaer Tierarzt Dr. Werner Tschirch erworben. Tschirch, zur Wendezeit Hoyerswerdaer Amtstierarzt, hatte zu DDR-Zeiten eines der insgesamt elf Wildforschungsgebiete betreut. Dieses Areal erstreckte sich im Bereich Rothenburg/Niederspree nahe der polnischen Grenze. Laut dem Tierarzt standen dort neben der Haltung und Kreuzung von Rehen auch Auer- und Birkwild im Fokus. „Auerhahn, Henne und das zwölf Monate alte Jungtier hatten wir verendet gefunden. Nach der obligatorischen Meldung beim Artenschutz habe ich die Tiere durch eine Expertin vom Kamenzer Museum der Westlausitz präparieren lassen“, beschreibt Tschirch den Werdegang. An das Jahr kann er sich nicht mehr erinnern. „Ich habe später von der großen Senftenberger Nabu-Ausstellung mit den Tierpräparaten gehört und dass die Naturschützer an weiteren Exponaten interessiert seien“, so der Fachmann. Mit Beate Erler sei man sich einig geworden. So zog die Auerhahnfamilie bereits im Dezember 2017 von Lauta nach Senftenberg um. Jetzt werde die entsprechende Vitrine vorbereitet, kündigt Erler an. Voraussichtlich im Frühjahr könnten dann die neuen „Bewohner“ bestaunt werden.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 9.1.18

www.lr-online.de/lausitz/senftenberg/nabu-senftenberg-naturschutz-auerhuehner_aid-7018681

Bad Liebenwerda will Q-Stadt werden

Bad Liebenwerda will Q-Stadt werden

Bad Liebenwerda.

Teilnehmende Betriebe und Einrichtungen überprüfen sich in Sachen Service, Freundlichkeit, Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit selbst. Bislang gibt es eine gute Resonanz in der Kurstadt.

Qualitäts-Stadt, abgekürzt Q-Stadt, was bringt das Bad Liebenwerda? Die Antwort, die Maria Falkenberg, Referentin in der Tourismusakademie Brandenburg, darauf gibt, verblüfft im ersten Moment: „Dieses Markenzeichen ist nicht zuallererst ein Marketinginstrument.“ Betriebe und Institutionen, die sich an einer Zertifizierung beteiligen, überprüfen sich vordergründig erst einmal selbst, „geben sich eine Selbsteinschätzung in puncto Service, Freundlichkeit, Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit“, sagt die Referentin und legt nach: „Wenn Sie in Ihrer Stadt viele solcher Bereiche haben, stärken sie automatisch das Image.“

ServiceDeutschland kümmert sich also um ein innerbetriebliches Qualitätsmanagementsystem, das Teilnehmer bei konsequenter Anwendung von Mitbewerbern abheben soll. Zumeist soll mittelständischen und kleinen Betrieben geholfen werden, die Qualität ihrer Dienstleistungen zu verbessern. In den Bewerbungsunterlagen der Initiative Service-Qualität heißt es: „Alle Betriebe und Institutionen mit direktem Kunden-, Gäste-, Bürger-, Mandanten- oder Patientenkontaklt sind dabei unsere Partner.“

In Bad Liebenwerda schiebt die Tourismusinformation diese Zertifizierung an. Das Ziel: Bad Liebenwerda zur zehnten Qualitätsstadt in Brandenburg zu machen. Zur ersten Beratung haben fast 20 Unternehmen Vertreter entsandt. Das ist mehr als die geforderte Anzahl. In Städten bis 20 000 Einwohner müssen 15 Qualitäts-Betriebe zertifiziert sein. Kerstin Jahre von der Tourismusinformation: „Wir haben eine bunte Palette an Bord – die Median-Kliniken genauso wie zum Beispiel das Wonnemar, die Haus- und Grundbesitzgesellschaft, den bauspezi-Baumarkt, die Sparkasse, das Epikur-Gesundheitszentrum, das Naturparkhaus des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, ein Steuerbüro, die Zeischaer Waldbad GmbH und städtische Einrichtungen wie Natoureum, Bibliothek, Standesamt und Regenbogenhaus.“

Denn gerade im Umgang mit Kunden gehe der Trend „wieder zu wahren Werten“, wie ServiceQualität Deutschland in seinen Publikationen feststellt. Dabei habe der Hang zu „wahren Werten“ wie Freundlichkeit, Service und Qualität seit dem Jahr 2001, da ist die Initiative ServiceQualität Deutschland ins Leben gerufen worden, deutlichen Zulauf in allen Bundesländern. Bundesweit erfolge die Zertifizierung nach einem dreistufigen System zur schrittweisen Verbesserung von Dienstleistungen und Angeboten anhand praxisorientierter Instrumente.

Maria Falkenberg verweist auf erste Ergebnisse: „Eine bessere Dienstleistung verspricht begeisterte Kunden, motivierte Mitarbeiter und zufriedene Geschäftspartner. Es zahlt sich also stets für die teilnehmenden Betriebe aus, mit ServiceQualität Deutschland die Qualität des Angebots und der betriebsinternen Abläufe weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Viele Betriebe haben die Vorteile schon erkannt und profitieren nun davon.“ Geprüfte Betriebe dürfen sich durch das Qualitätssiegel „Q“ ausweisen und setzen damit ein Zeichen, dass sie an Weiterentwicklung interessiert sind, an der Servicequalität gearbeitet haben und diese nachhaltig verfolgen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 26.11.17

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/bad-liebenwerda-will-q-stadt-werden_aid-6878211

Naturpark verstärkt Fokus auf Norden

Naturpark verstärkt Fokus auf Norden

Doberlug-Kirchhain.

Neues Besucherzentrum im Schloss Doberlug ist für das Jahr 2018 angekündigt. Von Heike Lehmann Ein neues Besucherzentrum vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft im Schloss Doberlug – das hatte Lars Thielemann, Leiter der Naturparkverwaltung, als Idee schon bei der Jahrestagung vor zwei Jahren verkündet. Zwei Jahre später, am vergangenen Mittwoch, berichtete er, dass derzeit an der Umsetzung gearbeitet werde und 2018 die Einweihung des Bildungs- und Besucherinformationszentrums erfolgen solle. Die Jahrestagung 2017 hatte damit ihren Paukenschlag. Erste visuelle Eindrücke, die den Mitgliedern des Fördervereins, Gästen und Interessierten per Entwurfsskizze und Foto vermittelt wurden, lassen den Spannungsbogen weiter wachsen.

Die Ausstellungsmöbel werden derzeit in den Werkstätten des Filmstudios Babelsberg gebaut. Das macht neugierig. Lars Thielemann sagt: „Die Ausstellung wird bewusst modern gestaltet und weicht so von den klassisch-naturkundlichen Varianten ab. Sie wird sich wie ein Gebirgszug durch drei Räume im Erdgeschoss des Schlosses ziehen. Der Besucher wird animiert, auf Spurensuche zu gehen. Wie ein Detektiv könne er sich die Zusammenhänge erarbeiten, unterstützt von bewegten Bildern und einer App, die digitalen Mehrwert bietet und auch im realen Naturpark als Reiseführer benutzt werden kann. „Mit der Ausstellung kann der Besucher das Wirken des Menschen in unserer Kulturlandschaft erkunden sowie den fortwährenden Prozess des (Landschafts)wandels erleben“, ergänzt Katrin Heinrich vom Besucherzentrum. Konzipiert wurde die Ausstellung von der Berliner Firma: „stories within architecture“, die nach einer Ausschreibung mit ihren Ideen überzeugt hatte. Thielemann unterstreicht, dass man damit als Naturpark „das tolle Schloss mitgestalten und nachnutzen will“. Eine entsprechende Anfrage vom Bürgermeister der Stadt Doberlug-Kirchhain sei schon vor Jahren gekommen.

2017 habe man beim Naturpark personelle Stabilität in allen Bereichen erreicht, blickte Thielemann zurück. Vier junge Frauen im Besucherzentrum Bad Liebenwerda – das trotz der Ambitionen für das Schloss Doberlug dort als Infopunkt bestehen bleibt, vier Mitarbeiter der Naturwacht und vier Mitarbeiter in der Naturparkverwaltung plus Bundesfreiwilligendienstler.

Das Wirken im Naturpark ziele darauf, mehr regionale Identität zu schaffen. Naturparkfest und die jährliche Naturparkgemeinde seien ein bewährtes Instrument. Gespannt sei er auf das Fest im kommenden Jahr, das diesmal Sorno ausrichten werde. 130 beeindruckende Bilder habe es wieder beim Fotowettbewerb, der alljährlich von der Sparkasse Elbe-Elster unterstützt werde, gegeben. Mit Ranger-Touren, Bildungsangeboten, Radtouren und Vorträgen werden Gäste in die Region gelockt. Neue Info-Stelen und Schilder transportieren Wissenswertes zur Natur.

41 Veranstaltungen zum Klimaschutz und Biodiversität hat es 2017 gegeben. Der Wettbewerb „Grün ist bunt“ – unterstützt von der Volksbank Elsterland eG – ist erfolgreich fortgeführt worden. Stolz verwies Thielemann auf die aktiven Junior-Rangergruppen und das Sommer-Naturschutzcamp zum Thema Insekten mit 30 Kindern. Im Juli 2018 werden sich etwa 100 Junior-Ranger aus ganz Brandenburg in der Niederlausitzer Heidelandschaft treffen.

Mit Verweis auf die biologische Vielfalt erwähnte der Naturparkchef die erste nachgewiesene erfolgreiche Brut beim Uhu. „Zwei Junge sind ausgeflogen“, so Thielemann. Einen deutlich positiven Trend gebe es bei der Besiedlung der Fledermauswinterquartiere in Hohenleipisch.

30 000 Euro seien in den Erhalt der Unkenteiche bei Doberlug-Kirchhain geflossen. 214 Interessierte haben das Praxisangebot zum Obstbaumschnitt angenommen, 2000 Besucher wurden beim 23. Niederlausitzer Apfeltag gezählt, inzwischen gebe es 119 Baumpaten für den Pomologischen Garten in Döllingen.

Drei Fangaktionen hat es in diesem Jahr im Rahmen des viel beachteten Projekts zur Wiederansiedlung des Auerhuhns gegeben. 58 Vögel sind neu in die Niederlausitz geholt worden, mehrere Reproduktionsnachweise seien erbracht worden. Seit diesem Jahr ist ein neues Auerhuhn -Team beim Förderverein des Naturparks beschäftigt. „Die kontinuierliche Arbeit bis 2021 ist abgesichert“, so Thielemann. Seit Donnerstag berichten Teamvertreter in Österreich bei einem Expertentreffen von ihrer Arbeit.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 17.11.17 von Frau Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/jahrestagung-vom-naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft_aid-6842947

Naturpark führt Jahrestagung durch

Naturpark führt Jahrestagung durch

Doberlug/Kirchhain.

Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft führt am Mittwoch, 15. November, seine Jahrestagung durch. Die Veranstaltung findet im Refektorium in Doberlug-Kirchhain statt. Neben einem Rückblick auf das vergangene Jahr referiert Dr. Jürgen Stein, Leiter der NSG-Verwaltung Königsbrücker Heide / Gohrischheide Zeithain, über ehemals militärisch genutzte Heidelandschaften in Nordsachsen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 14.11.17 (pm/blu)

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/naturpark-fuehrt-jahrestagung-durch_aid-6827765

Auf Spuren-Suche mit dem Natur-Ranger

Auf Spuren-Suche mit dem Natur-Ranger

Prieschka.

Am Samstag, 18. November, lädt die Naturwacht um 14 Uhr zu einer Ranger-Tour in das Naturschutzgebiet „Alte Röder“ ein. Bei der etwa zweistündigen Wanderung mit der Rangerin Nadja Poser gehen die Teilnehmer auf Tierspurensuche. Von Heike Lehmann

Zwar lassen sich Spuren scheuer Waldbewohner am besten finden, wenn der Schnee frisch gefallen ist. Aber was, wenn es nun nicht geschneit hat? Tiere hinterlassen vielfältige Spuren, die nicht immer nur von ihren Fußabdrücken stammen. Auf diese meist unbemerkten Hinweise im Wald wird die geübte Fachfrau besonders hinweisen. Sie verspricht: „Die Teilnehmer lernen bei dieser gemeinsamen Wanderung in der Natur zu lesen.“

Die Tour ist etwa 5 Kilometer lang. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Spenden sind erwünscht.

Eine Anmeldung ist bis zum Donnerstag, 16. November, unter Telefon 035341 10192 oder per E-Mail an heidelandschaft@naturwacht.de erforderlich. Der genaue Treffpunkt wird bei der Anmeldung mitgeteilt. Bitte nutzen Sie den Anrufbeantworter und hinterlassen sie ihre Telefonnummer und die Anzahl der Teilnehmer.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 11.11.2017 von Frau Lehmann

 

www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/auf-spuren-suche-mit-dem-natur-ranger_aid-6817199

Auerhuhn steht im Mittelpunkt des Vortrags

Auerhuhn steht im Mittelpunkt des Vortrags

Finsterwalde.

Auf Einladung des NABU-Regionalverbandes Finsterwaldes berichtet Dr. Alexander Zimmermann vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft am Mittwoch, 8. November, von der Wiederansiedlung des Auerhuhns in Brandenburg. Sylvia Kunze Das Auerhuhn war immerhin bis in die 1990er Jahre in der Region zu Hause, ein Auerhahn ist daher auch Wappenvogel des Naturparks. Das Naturpark-Projekt zur Wiederbesiedlung dient Naturschutz und Tourismus gleichermaßen und hat unter Fachleuten weit über die Region hinaus Beachtung gefunden.

Der öffentliche Vortrag beginnt um 18 Uhr im Speisesaal des Sängerstadtgymnasiums, Straße der Jugend 3, statt. Der Eintritt ist frei.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 6.11.17

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/auerhuhn-steht-im-mittelpunkt-des-vortrags_aid-6795937

Jäger der Nacht haben in EE eine Lobby

Jäger der Nacht haben in EE eine Lobby

Doberlug-Kirchhain. Der Fledermausexperte Maik Korreng hat den Landes-Naturschutzpreis 2017 bekommen – eine große Ehre für den Naturschützer, der die einzigen nachtaktiven flugfähigen Säugetiere aufspürt und ihnen Lebensraum sichert. Von Heike Lehmann

Eine Fledermaus zu Gesicht zu bekommen, ist ausgesprochen schwierig. Die scheuen Tiere bevorzugen für ihre Streifzüge die schützende Dunkelheit der Nacht. Deshalb bleibt Maik Korreng, ehrenamtlicher Fledermausexperte im Naturschutzbund, nichts anderes übrig, als sich gleichfalls nachts auf Exkursion zu begeben. Der Naturschützer aus Massen spürt die Tiere auf, um Nachweise ihrer Population zu dokumentieren, und er sichert ihnen Lebensraum. Korreng baut Kästen, bringt sie an, kontrolliert sie. Ihm ist gelungen, in Elbe-Elster viele Erstnachweise zu erbringen, zum Beispiel für die Bechstein-Fledermaus und die Mopsfledermaus. Beide Arten stehen in Brandenburg auf der Roten Liste. Maik Korreng lässt andere an seiner Leidenschaft für Fledermäuse teilhaben. Dafür ist er am Freitag mit dem Brandenburger Naturschutzpreisen geehrt worden. Umweltminister Jörg Vogelsänger persönlich hat die Auszeichnung in Doberlug-Kirchhain übergeben. Er attestierte Maik Korreng: „Es ist unverzeichtbar, was sie machen.“ Seit 1998 vergibt die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg diese Ehrungen.

Der Preis ist dotiert mit 3000 Euro. Maik Korreng will sich davon für seine ehrenamtliche Arbeit einen Traum erfüllen. „Ich möchte mir ein Anlockgerät für Fledermäuse davon kaufen“, sagt er. Davon könnten viele andere Menschen in Elbe-Elster etwas haben. Denn vor zehn Jahren hat Maik Korreng, Mitglied der Initiative Fledermausschutz Elbe-Elster und 2. Vorsitzender vom Regionalverband Finsterwalde im Naturschutzbund, die Idee, über die „einzigen nachtaktiven flugfähigen Säugetiere“, wie er sagt, in einer Fledermausnacht anschaulich aufzuklären. Seitdem hat sich diese Veranstaltung in Elbe-Elster zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Korreng überlegt schon, wo sie 2018 stattfinden soll.

Der Ort der Preisübergabe war nicht zufällig gewählt. Denn unweit vom Schloss Doberlug wird ein neues Feldermaus-Winterquartier errichtet – eine Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme für frühere Fledermausquartiere, die bei der Sanierung von Rautenstock und Schloss entdeckt, aber zerstört wurden. Das Quartier an der Elsteraue grenzt an den Naturpark und an das Naturschutzgebiet Buchwald.

Es wurde geplant vom Planungsbüro MKS Architekten Spremberg. Es baut die Werner Ecknig Bau GmbH aus Uebigau-Wahenbrück. Ein Blick auf die Pläne lässt erahnen: Hier entsteht quasi ein Hotel gehobener Kategorie für Fledermäuse. Die Kosten dafür scheinen es zu bestätigen. „Für uns heißt das 14 000 Euro für die Planung und 86 000 Euro Baukosten“, sagt Bürgermeister Bodo Broszinski. Abgefedert werden könne die Summe durch Städtebaufördermittel.

Auch Maik Korreng hatte sich für diesen Neubau stark gemacht. „Wir hoffen, dass sich bis zu fünf Arten hier ansiedeln werden. Möglich wären das Braune Langohr, das Graue Langohr, die Wasserfledermaus oder die Mopsfledermaus. Wegen des angrenzenden Naturschutzgebietes sind die Voraussetzungen günstig.“

Der Naturschutzpreis werde ihn beflügeln, versicherte er. „Auf Kirchböden zu stöbern, in Bunkern herumzukriechen – das übt auf mich nach wie vor einen großen Reiz aus. Außerdem ist jedes Mal die Freude groß, wenn man ein Tier gefunden hat und herausfindet, welche Art es ist.“

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 28./29.10.17 von Heike Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/brandenburger-naturschutzpreis-fuer-einen-fledermausexperten_aid-6769206

Maik Korreng bekommt den Landes-Naturschutzpreis

Maik Korreng bekommt den Landes-Naturschutzpreis

Doberlug-Kirchhain.

Am Freitag wird Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) den Brandenburger Naturschutzpreis an Maik Korreng aus Massen überreichen. Im Anschluss erläutert Maik Korreng Belange der bedrohten Säugetiere am Beispiel des im Bau befindlichen Fledermausquartiers neben dem Schloss Doberlug. Von Heike Lehmann

Mit dem Naturschutzpreis zeichnet die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg herausragende Leistungen im Naturschutz und der Landschaftspflege aus, heißt es in einer Mitteilung vom Umweltministerium. Seit vielen Jahren engagiere sich Maik Korreng aus Massen ehrenamtlich für den Fledermausschutz im Landkreis Elbe-Elster. „Seine Arbeit ist nicht nur von der Datenerhebung und Naturschutzforschung geprägt, sondern vielfach von praktischer und konzeptioneller Natur. Sein Wissen und seine Erfahrungen kommen damit auch anderen zu Gute. Während seiner spannenden Erlebnisangebote können die Besucher zudem den verborgenen Nachtjägern ganz nahe kommen“, wird die Auszeichnung begründet.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 25.10.17 von Frau Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/landes-naturschutzpreis-fuer-maik-korreng_aid-6753161

EU-Geld aus dem Heimatfonds

EU-Geld aus dem Heimatfonds

Bad Liebenwerda.

 Die EU fördert die Entwicklung des ländlichen Raumes.Wie das hilft, zeigt der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Von Wendler

 Als Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Nachmittag zum Spaten greift, hat es angefangen zu regnen. Der Himmel über dem Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen hängt grau und schwer über der Landschaft, als Vogelsänger einen „Danziger Kantapfel“ in die Erde pflanzt, für den er nun Pate ist. Der Schaugarten mit 400 heimischen Obstgehölzen von fast 60 Sorten, darunter alte Raritäten, gehört zum Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Parkleiter Lars Thielemann hätte sich für den Ministerbesuch auch besseres Wetter gewünscht. Doch er ist froh, dass Vogelsänger sich fast einen Tag für den Besuch Zeit nimmt.

Der Minister wiederum wird sich an diesem regnerischen Novembertag bei dem Naturpark dafür bedanken, dass hier seit Jahren EU-För­dergelder aus dem „Heimatfonds“ ELER so sinnvoll ausgegeben werden: „Wir sind in Brüssel gelobt worden, dass wir bei der Nutzung dieser Förderung so weit vorn liegen.“ Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft habe daran einen Anteil, so Vogelsänger.

Der vor 21 Jahren gegründete Naturpark, das sind 480 Quadratkilometer im Süden von Brandenburg zwischen Lauchhammer, Bad Liebenwerda, Doberlug-Kirchhain und Finsterwalde. 46 Dörfer und Städte gehören dazu. Die Hälfte der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, der Rest ist Wald. „Wir haben hier eine besondere Artenvielfalt“, versichert Parkleiter Thielemann.

Für Vogelkundler sei das Gebiet, das zum Teil aus Bergbaufolgelandschaft besteht, schon lange ein Anziehungspunkt. Doch wie schafft es eine Region, mit diesem Park zu wirtschaften? Wer Brandenburgs Landwirtschaftsminister Vogelsänger an diesem Tag begleitet, erfährt, dass es nur sehr langsam gelingt und in kleinen Schritten.

„Wir sind nicht der Spreewald“, sagt Parkleiter Thielemann. Da habe jeder bei dem Namen gleich Bilder im Kopf: „Bei uns müssen diese Bilder erst entstehen.“ Dazu ist die Niederlausitzer Heide für Berliner etwa zwei Stunden Fahrzeit entfernt. „Im Naturpark Fläming sind die Hauptstädter in nur einer Stunde“, so Thielemann. Das sei schon ein Entscheidungskriterium für den Wochenendausflug.

Spektakuläre Sehenswürdigkeiten gibt es – abgesehen von der nahegelegenen begehbaren Förderbrücke F 60 – kaum. Doch Naturliebhaber und Erholungsuchende, besonders auch Radtouristen, können viel entdecken: Große zusammenhängende Waldbestände, Niederungen und Moorflächen, einen der größten unzerschnittenen Traubeneichenwälder Deutschlands. Viele Vogelarten bis hin zum Seeadler.

Doch Parkchef Thielemann zeigt dem Landwirtschaftsminister bei seinem Besuch vor allem, wie mit dem Naturpark auch Arbeit geschaffen wird. Es geht um die Erzeugung regionaler Produkte, Vermarktung und Verarbeitung, zum Beispiel im landwirtschaftlichen Betrieb von Kathrin Preußer.

Zur Mutterkuhhaltung bewirtschaftet der Betrieb seit über fünfzehn Jahren auch 50 Hektar Streuobstwiese mit 4000 Apfel-und Birnen-Bäumen. Aus den Früchten entsteht Saft in Bio-Qualität und Obstler. Den lässt Kathrin Preußer bisher in der Nähe von Magdeburg brennen. Bald schon könnte das in Lauchhammer-West im Betrieb von Christian Wolf geschehen.

Wolf hat eine gebrauchte Brennanlage gekauft und umgebaut. Ende des Jahres soll sie in Betrieb gehen, kündigt der Nebenerwerbslandwirt an. Die Brennerei werde ein Schaubetrieb. „Wir dürfen das Logo des Naturparkes verwenden, das hilft uns bei der Vermarktung“, so Wolf.

Menschen wie Kathrin Preußer und Christian Wolf zusammenzubringen, das ist für Naturparkchef Lars Thielemann ein wichtiger Teil der Arbeit. Dazu gehören Petra Wetzel, die mit ihrer Heidemanufaktur in kleinen Mengen regional erzeugtes Obst verarbeitet, ebenso wie Frank Schreiber, mehrfach ausgezeichneter Spitzenkoch im „Goldenen Hahn“ in Finsterwalde.

Schreiber bezieht seine Kartoffeln aus der Nähe und kauft Eier für sein Restaurant beim Bio-Gut Besenborstel in Sonnewalde. Der Betrieb bietet eine regionale Bio-Abo-Kiste an und vermarktet seine Produkte auch in Richtung Berlin. Die Entstehung wurde durch eine Idee des Naturparkes initiiert, der Betrieb anfangs über zwei Jahre gefördert.

Der „Goldene Hahn“ in Finsterwalde, der Eier von Besenborstel verarbeitet, ist auch Mitglied der „Regionalen Speisekarte“, ein Projekt, welches von der Naturparkverwaltung angestoßen wurde. Ein Dutzend Restaurants vom einfachen Landgasthof bis zum Spitzenbetrieb von Frank Schreiber verarbeiten unter diesem Logo regionale Produkte von Landwirten, Jägern und Fischern. „Ich bin stolz, dort mitzumachen“, versichert der Chef des „Goldenen Hahn“.

Für Naturparkchef Lars Thielemann ist die Zusammenarbeit mit Schreiber wichtig: „Viele Vogelkundler, die in die Region kommen, wollen am Abend auch gut essen.“ Und für Vogelliebhaber nimmt ein anderes Naturparkprojekt immer greifbarere Konturen an, welches das Zeug zum Spektakulären hat: die Wiederansiedlung des Auerhuhns.

In der Greifvogelstation der Oberförsterei Hohenleipisch präsentiert Thielemann dem Landwirtschaftsminister den Stand der Auerhuhnpopulation. 60 bis 70 Tiere leben bereits wieder im Freiland. Ziel sei es, einen stabilen, sich selbst reproduzierenden Bestand zu erreichen. Auerhühner, die vor 100 Jahren in großer Zahl in der Niederlausitzer Heide lebten, sind alles andere als leicht wieder in die Natur zurückzubringen, so Thielemann. Viele derartige Vorhaben seien gescheitert. Fünfzehn Jahre hätten deshalb die sorgfältigen Vorbereitungen im Naturpark gedauert, wo die letzten der Großvögel Mitte der 90er-Jahre in freier Wildbahn gesichtet worden waren. Anders als in anderen Regionen seien keine Zuchttiere ausgewildert worden, sondern Auerhühner, die aus dem reichhaltigen Bestand in Schweden eingefangen wurden. Vorher war der Waldbestand sorgfältig analysiert worden, um den Tieren einen geeigneten Lebensraum zu bieten.

Sichtungen, genetische Untersuchungen von Federresten und Daten von Sendern, mit denen noch zehn Tiere ausgerüstet sind, liefern Informationen über den Bestand. „Wir konnten Nachkommen der ausgesetzten Tiere nachweisen und bereits deren Nachkommen“, so Thielemann. Das zeige, dass es funktionieren kann.

Dabei haben Auerhühner in freier Wildbahn mit Habicht und Fuchs gefährliche Feinde. Aus hundert gelegten Eiern der Großvögel schlüpfen nur drei Jungvögel, die das erste Lebensjahr überstehen.

Bis 2020 sollen im Naturpark Niederlausitz weitere in Schweden gefangene Tiere freigelassen werden. Bis dahin ist auch die Finanzierung des Auerhahn-Projektes gesichert. 1,4 Millionen Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren zahlt die EU dafür.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 25.10.17

www.lr-online.de/nachrichten/brandenburg/eu-geld-fuer-naturpark-niederlausitzer-heide_aid-6754088

"Liebhaber" in Schweden beschafft

"Liebhaber" in Schweden beschafft

Bad Liebenwerda/Jämtland.

 Die „Damen“ des Auerhuhnprojektes des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft bekommen „Männer“. Frank Claus Wieder Erfolg für die Auerhuhnfänger vom Auerhuhnprojekt des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft (Elbe-Elster): In der mittelschwedischen Provinz Jämtland – an den Grenzen zu Norwegen und Lappland gelegen – hat das Team fünf der äußerst scheuen Auerhähne gefangen. Seit der vergangenen Woche erobern die Tiere ihre neue Heimat in der Babbener Heide zwischen Sonnewalde und Calau. Dort werden die „Männer“ von den „Damen“ sicher rechtzeitig vor der Balz freudig begrüßt.

„Sie müssen sich das so vorstellen: Beim Fahren die Reifen qualmen lassen, macht ja auch nur Spaß, wenn jemand zuguckt“, zieht Lars Thielemann, Leiter des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft einen bildhaften Vergleich zum menschlichen Balzverhalten und lacht. Nach der erfolgreichen Frühjahrsfangaktion in Lappland – ingesamt 51 Auerhennen gingen ins Netz – wurden 32 in der Babbener Heide rechtzeitig vor der Balz im nächsten Frühjahr ausgesetzt. Die restlichen Tiere fanden ihre neue Heimat in der Rochauer Heide zwischen Hohenbucko und Dahme sowie im Naturschutzgebiet Weißhaus bei Finsterwalde. Nur ein Tier hatte damals den Flug aus Schweden nicht überlebt.

Dabei gestaltete sich die „Männer-Besorgungsaktion“ – genauso schwierig wie erwartet. „Die ersten drei Tage haben wir kein Tier überlisten können“, berichtet Projektleiter Dr. Alexander Zimmermann. „Da war die Stimmung der Fangcrew schon ziemlich am Boden.“ Sollte die bei den Hennen angewendete Technik mit speziellem Fangkescher bei den „Herren“ nicht aufgehen? Überlistet werden die Hühnervögel aus dem fahrenden Auto heraus, weil sich in diesem Gebiet Schwedens viele Tiere an den Straßenrändern aufhalten. Doch dann änderte sich die Wetterlage. Es wurde diesiger, regnerischer. Das Team entschied sich, bei Einbruch der Dunkelheit zu starten und ohne Licht auf den ohnehin kaum frequentierten Straßen zu fahren. Ein genialer Schachzug. Nun gelang es, den nur einen Moment unaufmerksamen Hähnen den Kescher überzustülpen. Wieder mal war Naturparkleiter Lars Thielemann der erfolgreichste Jäger. Doch der will darüber eigentlich nichts lesen: „Auerhuhnfang ist Mannschaftsleistung. Du brauchst gute Fänger, gute Fahrer und eine Truppe mit Leidenschaft und Ausdauer. Allein der Rücktransport mit dem Auto über fast 1500 Kilometer ist eine Tortur für alle.“

Während die Hennen eher im Frühjahr gefangen werden, stellt die Crew den Hähnen im Herbst nach. „Dann ist keine Balzzeit, die Männer sind nicht so voller Testosteron“, erklärt Alexander Zimmermann. Fang und Transport in der Balzzeit würden die mit Hormonen vollgepumpten „Männer“ vermutlich nicht überleben. Dass es den Deutschen gelang, gleich fünf Hähne zu überlisten, hat selbst Eric Ringaby, den Auerhuhn-Experten in Schweden und längst freundschaftlich verbundenen Projektpartner überrascht. „Hähne zu fangen, ist eine Kunst“, hat er der Naturpark-Crew immer wieder gesagt und vor allem eins gefordert: Ausdauer. Inzwischen sucht er für die Crew aus Südbrandenburg die besten Fanggebiete aus und stellt die Kontakte zu den dortigen Forstbetrieben her. „Er ist für uns der Türöffner. Was er bewegt, kann keine Anfrage per Brief oder E-Mail ersetzen“, sagt Lars Thielemann.

Das im Jahr 2011 begonnene Projekt zur Wiederansiedlung des Auerhuhns ist auf dem Weg, ein Erfolg zu werden. Es ist übrigens das einzige in Deutschland, bei dem Auerhühner anderswo gefangen werden; die übrigen setzen auf Aufzuchtstationen vor Ort. „Wir gehen jetzt von 60 bis 80 etablierten Tieren aus“, sagt Projektleiter Alexander Zimmermann und warnt sofort vor Euphorie: „Wir stehen immer noch am Anfang.“ Dabei sind die Zeichen wirklich ermutigend. Inzwischen gibt es nachgewiesen 21 echte Brandenburger Auerhühner, neun Hähne und zwölf Hennen. Das sind Tiere, die hier in erster und zweiter Generation geschlüpft sind. Das gesamte, inzwischen europaweit beäugte Auerhuhn-Projekt wird wissenschaftlich begleitet. „Wir haben jetzt bereits 137 Federproben in den Schutzgebieten sammeln können“, sagt der Projektchef. „Und wir bekommen immer mehr Meldungen über Tier-Sichtungen.“ Die Federn werden nun ins Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin geschafft, wo sie mit den entnommenen Genproben der in die Freiheit entlassen Tiere verglichen werden. Und schon jetzt laufen die Vorbereitungen für die nächste Frühjahrsfangaktion. Dann müssen sich die „Damen“ wieder vor den Kescher schwingenden Herren in Acht nehmen.

Hinweise zu Tier-Sichtungen bitte unbedingt dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft geben. Am besten geht das über die Internetseite www.naturpark-nlh.de unter dem Stichwort Auerhuhn-Projekt.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 14. / 15.10.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/nachrichten/auerhuhnprojekt-elbe-elster-schweden_aid-5816015

Naturparks präsentieren sich im Rathaus Berlin-Mitte

Berlin. "Auf in den Süden" heißt es noch bis zum 29. November in der Berolina-Galerie im Rathaus Berlin-Mitte im Herzen Berlins. pm/leh

In einer Ausstellung präsentieren sich dort seit gestern die südlich Berlins gelegenen Brandenburger Naturparks und das Biosphärenreservat Spreewald und wollen Lust machen auf Ausflüge. Die vorgestellten Gebiete gehören zu den Nationalen Naturlandschaften in Brandenburg, die sich in allen Himmelsrichtungen rings um Berlin auf einem Drittel der Brandenburger Landesfläche erstrecken. Die elf Naturparks, drei Biosphärenreservate und der Nationalpark Unteres Odertal, bewahren die schönsten und artenreichsten Landschaften des Landes. Sie sind Refugien für selten gewordene Tiere und Pflanzen - und bieten den Menschen Entschleunigung, Erholung und Genuss, vor allem aber besondere Naturerlebnisse. Und was liegt im Herbst näher als eine Reise in den Süden? In den Spreewald zum Beispiel, der als UNESCO-Biosphärenreservat weitaus mehr zu bieten hat als die traditionelle Kahnfahrt. Zu entdecken sind unter anderem auch ein alter Höhenzug und neue Seen im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft sowie Moore, Heide und Blütenträume im Naturpark Niederlausitzer Landrücken.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 12.10.17 von Frau Lehmann

www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/naturparks-praesentieren-sich-im-rathaus-berlin-mitte_aid-5621098

Apfeltag ist trotz Regen ein Magnet

Döllingen

"Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt so, wie es ist", mit dieser alten Bauernregel hatte der Döllinger Ortsbürgermeister und Schützenvereinsvorsitzende Bernd Binder diesmal wieder einmal voll ins Schwarze getroffen. Während sonst beim Apfeltag meist die Sonne und damit ein herrlicher Altweibersommer seine ganze Pracht entfaltet und Bernd Binder entsprechende auf die Schönheit von Döllingen bezogene Sprüche parat hat, herrschte nun eine graue Stimmung und Nieselregen über dem Festgelände. Selbst der unter freiem Himmel veranschlagte Gottesdienst musste am Morgen unter das Festzelt umziehen. Enttäuscht zeigte sich zunächst auch Naturparkchef Lars Thielemann: "Wir haben ein straffes und abwechslungsreiches Programm organisiert. Wer will, kann vom frühen Morgen bis Abend bleiben, ohne Langeweile zu bekommen. Leider spielt das Wetter nicht mit." Bereits eine Stunde nach Eröffnung waren aber die ersten Flächen zugeparkt. Unablässig strömten die Besucher auf dem Weg vom oder zum Wahllokal nach Döllingen zum Pomologischen Schau- und Lehrgarten. Über 70 Händler, Anlaufpunkte und Stationen hatten der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, Kerngehäuse e.V. und pro agro e.V. in diesem Jahr organisiert. Immer wieder ein Besuchermagnet ist dabei die Apfelsortenbestimmung im großen Festzelt. Insgesamt 306 verschiedene Sorten hat Pomologe Hans-Jürgen Mortag dabei gezählt - zum großen Teil historische Sorten. Allerdings: "Wir können in diesem Jahr in Döllingen nur etwa 20 Prozent der Apfelsorten gegenüber dem Vorjahr registrieren", rechnet er vor. Grund seien die Nachtfröste im Frühjahr, die in der Baumblüte Schäden verursacht haben., so Mortag. Nur in geschützten Lagen in Ortschaften haben die Bäume die kalte Witterung überstanden. Schlechtes Obstjahr - gutes Pilzjahr! Mit immerhin über 100 verschiedenen Arten heimischer Pilze war Wolfgang Büttner aus Hirschfeld angereist. Insgesamt mehrere Stunden an zwei Tagen hat er für diese Ausbeute benötigt. So konnte er zum Beispiel 19 giftige-, 37 ungenießbare und 40 essbare Arten präsentieren. Einige Besucher brachten selber Pilze zur Bestimmung mit.

Mit einer Vielzahl verschiedenster Offerten sowohl kulinarischer als auch kultureller Art hatte der 23. Apfeltag für jede Altersgruppe interessante Angebote parat. Den traditionellen Erntedank haben die Teilnehmer des diesjährigen Erntewagenkorsos symbolisiert, der aus Richtung Hohenleipisch, Plessa und Döllingen zum Pomologischen Garten Döllingen unterwegs war.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 25.9.17 von Veit Rösler

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Apfeltag-ist-trotz-Regen-ein-Magnet;art1059,6249345

Apfeltag in Döllingen

Döllingen Der Theologieprofessor Martin Luther wird am Sonntag im Garten Eden in Döllingen erwartet.  Dann findet der inzwischen 23. Apfeltag in Döllingen mit Apfelsortenschau und erstmals einer Pilzausstellung mit Beratung statt. Die Besucher sind in dem Pomologischen Schau- und Lehrgarten zwischen 10 und 18 Uhr willkommen.

An dieser Stelle entfalten im Frühjahr in einem duftenden und summenden Fest für alle Sinne Hunderte Obstgehölze bei der Baumblüte ihre strahlende Pracht. Hier feiern beim Blütenfest Tausende Menschen mitten in der Natur. Hier wachsen bis zum Herbst als Produkte von Frühling und Sommer unzählige leckere Früchte an den Bäumen. Der Schau- und Lehrgarten in Döllingen hat sich in den Jahren nach seiner Gründung zu einem echten Garten Eden entwickelt.

Der Reformator spielt am Sonntagnachmittag um 14 Uhr beim Theaterstück des Heimatvereins "Die Lobenburger" die Hauptrolle. Mit dabei ist Luthers Frau Katharina von Bora und mit Margarete eines seiner sechs Kinder.

Der Pomologische Schau- und Lehrgarten steht ganz im Zeichen des schmackhaften Kernobstes. Alles rund um das Lieblingsobst der Deutschen ? eine Ausstellung zeigt 100 verschiedene Sorten. Wissenswertes, Köstliches und Regionales, Modernes und Altertümliches, Musikalisches und Unterhaltsames gilt es zu entdecken, informiert Andrea Opitz vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.

Zwei Pomologen aus Thüringen bestimmen Apfelsorten, die die Besucher mitbringen können. Beim Regionalmarkt mit Handwerkerstraße präsentieren sich etwa 70 Aussteller. Die Erntewagen des Obstbauvereins Hohenleipisch werden um 13 Uhr erwartet. Anschließend wird die Erntekrone geflochten. Mit Festgottesdienst, Baumschnittseminaren (11 und 15 Uhr), Musikanten und vielem mehr soll der Apfeltag ein Fest für die ganze Familie werden.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 21.9.17 von Veit Rösler

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Apfeltag-in-Doellingen;art1059,6224576

 

Am Sonntag wieder Apfeltag in Döllingen

Döllingen

Der Pomologische Schau- und Lehrgarten in Döllingen steht an diesem Sonntag, 24. September, ganz im Zeichen des schmackhaften Kernobstes. Alles rund um das Lieblingsobst der Deutschen, Wissenswertes und Informatives, Köstliches und Regionales, Modernes und Altertümliches, Musikalisches und Unterhaltsames gilt es zu entdecken. Mit Festgottesdienst, Apfel- und Pilzausstellung, Obstsorten- und Pilzbestimmung, Baumschnittseminar, Erntewagenkorso, Musikanten, buntem Markttreiben und vielem mehr wird es ein gebührendes Fest für die ganze Familie sein. Zwischen 10 und 18 Uhr werden Hunderte Gäste erwartet.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 18.9.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Am-Sonntag-wieder-Apfeltag-in-Doellingen;art1059,6233736

 

Am Samstag Sinnes-Tour rund um Döllingen

Am Samstag Sinnes-Tour rund um Döllingen

Döllingen

Am Samstag, 16. September, lädt die Naturwacht um 14 Uhr zu einer Ranger-Tour in die Streuobstwiesen Döllingens ein. Bei der etwa 2,5-stündigen Wanderung mit der Rangerin Nadja Poser tauchen Teilnehmer in die Kraftquelle "Natur" ein. Die Tour ist etwa sieben Kilometer lang und festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Eine Anmeldung ist bis zum Donnerstag, 14. September, unter Telefon 035341 10192 oder heidelandschaft@naturwacht.de erforderlich. Interessenten können auf den Anrufbeantworter sprechen und sollten dort ihre Rufnummer für den Rückruf hinterlassen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 14.09.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Am-Samstag-Sinnes-Tour-rund-um-Doellingen;art1059,6224638

23. Niederlausitzer Apfeltag

23. Niederlausitzer Apfeltag

Auszug aus dem Kreisanzeiger vom 6.9.17

www.lkee.de/media/custom/2112_5224_1.PDF

Lobenburgfest ohne Burgspektakel, aber mit Fürstengefolge

Lobenburgfest ohne Burgspektakel, aber mit Fürstengefolge

Hohenleipisch

Prächtiger Wagentross mit August dem Starken an der Spitze rollt durch die Heidelandschaft. Hat der König Nachfahren in Hohenleipisch und Umgebung? Lobenburgfest ohne Burgspektakel, aber mit Fürstengefolge  Ein Lobenburgfest ohne Burgspektakel? Dieses war bis vor einem Jahr noch auf der Lobenburg in Hohenleipisch einer der ultimativen Programmhöhepunkte, der jeweils an zwei Abenden viele Gäste auf das Festgelände gelockt hatte. Nunmehr ist das Spektakel ausgefallen. Der Kommentar von Heimatvereins-chefin Petra Wetzel (61): "Wir haben es einfach nicht mehr geschafft."

Die Stücke müssen immer wieder neu geschrieben werden, dann beginnen ein Vierteljahr vor dem Fest die Proben. Krankheitsbedingt war es diesmal nicht möglich. "Daran sieht man, was für Arbeit darin steckt", meint die engagierte Vereinsvorsitzende.

Das Stück war bereits angekündigt worden: Der Theologieprofessor Martin Luther sollte seine Thesen an die Lobenburg nageln.

Ganz ohne spektakuläre Verkleidungen und schauspielerische Theatralik ging das Fest auch diesmal nicht ab. Kein Geringerer als August der Starke (Friedrich August I. von Sachsen), ab 1694 Kurfürst und Herzog von Sachsen, und seine Mätresse Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel hatten in ihr altes Jagdgebiet geladen, in die Liebenwerdaer Heide nördlich von Hohenleipisch. Mit sechs Pferden, zwei Kremsern und einer Wagonette wurde am Sonnabend in die Heide gestartet. Die mitreisenden Marketenderinnen sangen und summten mit den Heidehonig-Bienen um die Wette. Die vierstündigen Kremsertouren werden seit zehn Jahren veranstaltet. Allein die Lobenburger schaffen bis zu 20 Touren im Jahr. Daneben organisieren der "Goldene Löwe" und der Reit- und Fahrverein Plessa noch einmal jeweils etwa so viele Rundreisen durch den Naturpark.

"Wir locken Gäste aus Berlin-Brandenburg und Sachsen sowie aus Österreich in unsere Region. Neben der Heidetour gibt es eine Lobenrunde und neuerdings eine Glühweintour", so Petra Wetzel. Neben Gabriele (66) und Günther Neustadt (69) als Gräfin Cosel und August der Starke sorgte Oberforstrat Uwe Lewandowski (57) für interessante Informationen.

Die Heide steht derzeit in voller Blüte. Auch die ersten Schneegänse wurden schon in Schneeflugformation gesichtet. Demnach sei ein zeitiger und noch dazu harter Winter in Sicht, so Uwe Lewandowski.

Die sächsischen Kurfürsten schossen in diesem Gebiet pro Jagdsaison bis zu fünfzehn Auerhähne. Noch 1747 gab es vier "Auerhahnbalzen" in den Revieren um Dobra, Hohenleipisch und Gorden. Das Gebiet gehörte bis 1815 zu Sachsen. Nach der "Übergabe" an Preußen wurde es forstwirtschaftlich neu unterteilt und später im alten Jagdhaus eine Forstwirtschaftsschule eingerichtet. Um 1960 richtete der Staat zwei Manöverfelder ein, wobei die südliche Fläche für Fahrübungen (Panzer und Lkw) und der Nordsektor als Schießplatz genutzt wurde. Durch die intensive Nutzung entstanden die Heideflächen.

Im Naturschutzgebiet "Forsthaus Prösa" soll die Calluna-Besenheide erhalten bleiben. Der Auerhahn wird wieder angesiedelt. Auch andere alte Geschichten machen in Hohenleipisch immer wieder mal die Runde. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass der sächsische König August der Starke auch bei den einheimischen Frauen Erfolge verbucht haben soll und das im Laufe der Zeit sogar insgesamt sechsmal. Immerhin wurden dem König insgesamt acht Kinder nachgewiesen und 354 nachgesagt.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 28.8.17 von Veit Rösler

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Lobenburgfest-ohne-Burgspektakel-aber-mit-Fuerstengefolge;art1059,6185322

 

Gartenplausch und Kaffeeklatsch in Döllingen

Döllingen

Am Sonntag öffnet der Pomologische Schau- und Lehrgarten Döllingen von 14 bis 17 Uhr wieder zum Gartenplausch und Kaffeeklatsch seine Pforten. Der Garten ist ein Schlaraffenland für alle Obstliebhaber. Hier wachsen auf drei Hektar 400 verschiedene Obstgehölze. Diese Vielfalt an altbewährten und lokalen Obstsorten ist einzigartig, jeder kann hier seine Lieblingssorte finden. Die eine oder andere Frucht kann an diesem Tag auch probiert werden. Wer in seinem eigenen Garten im Herbst einen Obstbaum einer besonderen Sorte pflanzen möchte, kann sich beim Gartenplausch beraten lassen und diesen auch gleich bestellen. Auch die unterschiedlichsten Sorten von Süßkirschen, Pflaumen, Zwetschken und Renekloden sind wieder im Angebot.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 25.8.17 von pm/blu

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Gartenplausch-und-Kaffeeklatsch-in-Doellingen;art1059,6179079

Heidespaziergang mit der Rangerin

Bad Liebenwerda

Mit der Rangerin Petra Wießner geht es am Sonntag durch die blühende Heide. Die zweistündige Wanderung führt zum Naturschutzgebiet "Forsthaus Prösa". Mit Transfer von Bad Liebenwerda und Führung kostet die Teilnahme fünf Euro. Anmeldung bis 13 Uhr im Naturparkhaus. Dort geht es um 14 Uhr auch los.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 23.8.17 von red/mf

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Heidespaziergang-mit-der-Rangerin;art1059,6176811

Im Kremser durch die Heidelandschaft

Hohenleipisch

Zu einer Kremserfahrt durch die blühende Heidelandschaft in der Umgebung lädt Anja Krausch vom Landgasthof "Zum goldenen Löwen" in Hohenleipisch am morgigen Sonntag ein. Nach der gemütlichen Runde wird in den Gasthof eingekehrt, wo regionale Spezialitäten serviert werden. Die Tour startet um 10 Uhr am "Löwen". Treffpunkt ist um 9.30 Uhr der Parkplatz vor der Sparkasse in der Ortsmitte. Bitte vorher telefonisch unter 03533 7592 anmelden!

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 19.8.17 von red/mf

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/herzberg/Im-Kremser-durch-die-Heidelandschaft;art1056,6166328

Blütenpracht im Reich des Auerhahns

Bad Liebenwerda

In die prächtig blühende Heide wird die erlebnisreiche Fahrradtour führen, die am Samstag in Bad Liebenwerda gestartet wird. Die Tour führt zu den Blütenteppichen am Thurmberg mir dem ehemaligen Jagd- und Forsthaus Prösa. Nach einem zünftigen Picknick wird die Aufzucht von Greifvögeln und Auerwild beobachtet werden können.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 17.8.17 red/mf

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Bluetenpracht-im-Reich-des-Auerhahns;art1059,6161815

 

 

Mit den Rangern Schnucken gucken

Bad Liebenwerda

Die Ranger Ina Tschiesche und Tino Gärtner laden am Sonnabend zu einer sechsstündigen Ranger-Erlebnistour ein. Zu sehen sein wird auch eine Herde Heidschnucken. Treffpunkt ist im Naturparkhaus Bad Liebenwerda, Markt 20, um 10 Uhr. Eine Anmeldung ist nur noch bis heute möglich (Telefon 035341 10192 oder E-Mail: heidelandschaft@naturwacht.de).

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 17.8.17 von red/mf

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Mit-den-Rangern-Schnucken-gucken;art1059,6161822

Die Heide und das Heidelamm genießen

Die Heide und das Heidelamm genießen

Maasdorf/Hohenleipisch/Doberlug-Kirchhain/Elsterwerda

Beim Heidefest, bei geführten Wanderungen, Rad- und Kremsertouren oder auch mit Niederlausitzer Heidelammspezialitäten in der regionalen Gastronomie ist die einzigartige Natur in der Heidelandschaft zu erleben und zu genießen. Andrea Opitz vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft: "An Angeboten mangelt es nicht. Ab Samstag steht zudem das Niederlausitzer Heidelamm auf der Regionalen Speisekarte. Pünktlich zur Heideblüte kommt wieder Fleisch von unseren Landschaftspflegern, der Heidschnucke auf den Tisch."

Und das sind die vier Gaststätten der "Regionalen Speisekarte", die ab Samstag verstärkt auf das Niederlausitzer Heidelamm setzen:

Hotel und Gaststätte Parkschlößchen Maasdorf,

Gaststätte "Zum Goldenen Löwen" Hohenleipisch,

Waldschänke Bad Erna im Naherholungsgebiet Bad Erna Doberlug-Kirchhain

Parkrestaurant Holzhof in Elsterwerda.

Übrigens: Die Heidschnucken sind notwendig, um aufkommende Birken- und Kiefernschösslinge zu verbeißen und die Heide zu verjüngen. Ohne sie würde es keine Heideblüte geben, die Flächen würden verbuschen und die Heide würde absterben.

Andrea Opitz: "Aus diesem ganz besonders gesunden und hochwertigen Fleisch können ganz verschiedene Köstlichkeiten zubereitet werden. Jede Gaststätte bietet andere an."

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 10.8.17 von Frau Böttcher

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/finsterwalde/Die-Heide-und-das-Heidelamm-geniessen;art1057,6146454

Rangertour: Schnucken gucken

Rangertour: Schnucken gucken

Bad Liebenwerda

Zu einer Kleinbus-Exkursion durch das NSG "Forsthaus Prösa" lädt die Naturwacht am Samstag, 19. August ein.  Bei der etwa sechsstündigen Fahrt mit Kleinbussen und kleineren Wanderungen mit den Rangern Ina Tschieche und Tino Gärtner geht es auf Entdeckungsreise zu den Schnucken. Treff ist 10 Uhr am Naturparkhaus Bad Liebenwerda. Eine Anmeldung bis Donnerstag, 17. August unter Telefon 035341 10192 oder E-Mail an heidelandschaft@naturwacht.de ist unbedingt erforderlich. Kosten 15 Euro pro Person und für Kinder 5 Euro.

Auszug aus der Lausitezr Rundschau vom 8.8.17

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/herzberg/Rangertour-Schnucken-gucken;art1056,6142136

Der nächste Ferienspaß im Naturparkhaus

Bad Liebenwerda

Ferienkinder, Spürnasen und Nachwuchsköche aufgepasst: Im Naturparkhaus Bad Liebenwerda gibt es für Sechs- bis Elfjährige wöchentlich mittwochs und donnerstags während der Sommerferien Neues zu entdecken.

Am Mittwoch, 9. August, zum Küchenzirkus heißt es: "Frisch, frischer, am frischesten ? da haben wir den Salat". Welche spannenden, abwechslungsreichen und leckeren Salatkreationen nur darauf warten, ausprobiert zu werden, finden die Kinder ab 14.30 Uhr gemeinsam heraus.

Zwei Stunden lang darf zusammen gekleckert, geschnitten, gezaubert und genossen werden. Die Kosten: 5 Euro pro Teilnehmer.

"Schmetterling ? Flatterding" gibt am Donnerstag, 10. August, zu den Spürnasenferien bunte Einblicke in die geheimnisvolle Welt der geflügelten Insekten. Für 2,50 Euro pro Teilnehmer tauchen die Mädchen und Jungen um 14.30 Uhr für anderthalb Stunden in das außergewöhnliche Leben der Schmetterlinge und Nachtfalter ab.

Noch gibt es bei dem Ferienspaß freie Plätze. Um Anmeldung unter 035341 471594 wird gebeten. Fragen an info@naturpark-nlh.de. Los geht es immer um 14.30 Uhr.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 8.8.17 von pm/blu

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Der-naechste-Ferienspass-im-Naturparkhaus;art1059,6142232

Kein gutes Weißstorch-Jahr im Altkreis Bad Liebenwerda

Hohenleipisch

Die ehrenamtliche Weißstorchbetreuerin Petra Wießner hat in den vergangenen Wochen bei 30 Horstpaaren lediglich 47 flügge Jungstörche gezählt.

Das Storchenjahr im Kurstadt-Altkreis hat mit etwas weniger Verzug als im vergangenen Jahr begonnen. Die Ankunft der Altstörche in ihren Brutgebieten zog sich vom 26. März bis Anfang Mai. Zu den Nachzüglern gehörten Stolzenhain und Prieschka. Hier wurde auch noch mit der Brut begonnen. Während einige Jungstörche schon ausgeflogen sind, ist der Jungstorch in Prieschka erst halbwüchsig. Vermutlich werden die Altstörche etwas später in den Süden aufbrechen, um ihren Nachwuchs noch flugreif zu füttern.

Anfang Juni wurde unter dem Nest in Beiersdorf ein Jungstorch mit einer Ringelnatter im Schnabel gefunden. Sehr wahrscheinlich ist er daran erstickt. In Kosilenzien wurden die Jungstörche am 13. Juni vermutlich Opfer eines Seeadlers. Am 22. Juni sorgte ein starker Sturm mit Gewitter, Starkregen und Hagel für zwei tote Jungstörche in Beiersdorf. Sie lagen mit dem Nest unter dem Mast. In Theisa, Kröbeln und Oschätzchen sind die Jungen seitdem vermisst. In Möglenz wurde ein Altstorch verletzt. Hier engagierte sich H. Teichert und brachte das Tier in die Pflegestation nach Reddern. Nach kurzer Pflege konnte er wieder ausgewildert werden.

Bei Horstkontrollen durch NABU-Weißstorchbetreuerin Petra Wießner und durch Meldungen von Weißstorchfreunden konnten 30 besetzte Horste im Altkreis Bad Liebenwerda registriert werden. Unbesetzt blieben in diesem Jahr 13 Horste (Vorjahr 8). Und zwar in Bad Liebenwerda Fitzkowplatz und Lessingstraße, Elsterwerda-Gartenstadt, Plessa-Feuerwehr, Schraden, Maasdorf-Natoureum und Brennereischornstein, Gröden-Trockenwerk, Thalberg und Großthiemig an der Schmiede sowie Koßdorf, Hirschfeld und Beutersitz. In Wahrenbrück und auf dem Bieligkhof in Bad Liebenwerda kam es zu keiner Brut. Altstörche waren aber anwesend.

Ausfliegen werden voraussichtlich 47 Jungstörche. Damit ist es nach 2013 mit neun flüggen Jungtieren das drittschlechteste Jahr seit 1993. Es gab keine Viererbrut. Weiterhin sieben Dreierbruten, elf Bruten mit zwei Jungtieren und vier Brutpaare zogen nur einen Jungstorch groß.

Des weiteren konnten wieder Ringstörche auf den Nestern abgelesen werden. In Prösen brütet ein Brutpaar nun schon das vierte Jahr gemeinsam. Beide Altstörche sind beringt und neun beziehungsweise zehn Jahre alt. Der Ringstorch in Plessa Süd ist bereits 17 Jahre. Ein stolzes Alter für einen freilebenden Weißstorch. Er wurde 1999 in Zabeltitz nestjung beringt.

Auszug aus der Lausitezr Rundschau vom 4.8.17 von pm/blu

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Kein-gutes-Weissstorch-Jahr-im-Altkreis-Bad-Liebenwerda;art1059,6134143

 

Großer Ferienspaß im Naturparkhaus

Großer Ferienspaß im Naturparkhaus

Bad Liebenwerda

Ferienkinder, Spürnasen und Nachwuchsköche aufgepasst: Im Naturparkhaus Bad Liebenwerda gibt es für Sechs- bis Elfjährige wöchentlich während der Sommerferien Neues zu entdecken. Jeden Mittwoch findet der vom Rotary Club Herzberg gesponserte kreative Küchenzirkus statt. Großer Ferienspaß im Naturparkhaus Immer donnerstags steigen laut Einladung des Naturparkhauses zudem "spannende Spürnasenferien".

"Pasta La Vista, Baby" heißt es am morgigen Mittwoch, 2. August, zum Küchenzirkus. Das Treiben wirft damit seinen italienischen Schatten voraus. Was könnte es sonst geben als die allseits beliebte Pasta? Jedoch wird die klassische Tomatensauce einmal anders zubereitet. Auch Nudeln werden von den Nachwuchsköchen selbst gemacht und bekommen einen neuen Anstrich. Zwei Stunden darf zusammen gekleckert, gewalzt, geschnitten, gezaubert und genossen werden. Die Teilnahme kostet 5 Euro pro Person.

Auf Rekordfang geht es dann am Donnerstag zu den Spürnasenferien mit "Bahn frei ? schnelle Flitzer". Für 2,50 Euro pro Teilnehmer begeben sich die Mädchen und Jungen für anderthalb Stunden auf eine tierische Olympiade und finden heraus, warum die Kleinsten die Stärksten sein können und weshalb Spitzenleistungen nicht nur für einen Siegerplatz auf dem Podest notwendig sind.

Noch gibt es bei dem Ferienspaß freie Plätze. Los geht es immer um 14.30 Uhr. Um Anmeldung unter 035341 471594 wird gebeten.

Fragen an info@naturpark-nlh.de.

Auszug aus der LausitzerRundschau vom 1.8.17 von pm/blu

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Grosser-Ferienspass-im-Naturparkhaus;art1059,6127572

Kranke Vögel und gesunde Kräuter in Oppelhain

Kranke Vögel und gesunde Kräuter in Oppelhain

Staupitz

"Kranke Vögel, gesunde Kräuter" hat sich Gästeführer Harald Schneider für seine nächste Radtour am morgigen Samstag, 29. Juli, als Thema gesetzt. Kranke Vögel und gesunde Kräuter in Oppelhain. 

Start ist um 10 Uh am Dorfplatz in Staupitz.

Die Fahrt durch den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft führt zunächst zur Greifvogelstation nahe Oppelhain, wo die Teilnehmer bei einer Führung viel über die Versorgung, Rehabilitation und Wiederauswilderung verletzter Vögel erfahren. Nach einem Abstecher zum ehemaligen Klosterbesitz Friedersdorf (Mittagspause) geht es weiter bis zum Kräutergarten Oppelhain. Auch dort wird bei einer Führung viel Interessantes über Garten- und Heilkräuter zu erfahren sein. Über Fischwasser und Drößig geht es nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken wieder zurück in die Heimatorte. Die Tour ist insgesamt etwa 40 Kilometer lang und wird sechs Stunden in Anspruch nehmen. Die Teilnahmegebühr beträgt für Erwachsene 5 Euro und für Kinder 3 Euro zuzüglich deder Kosten für Eintritt und Führung.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 28.7.17 pm/leh

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/herzberg/Kranke-Voegel-und-gesunde-Kraeuter-in-Oppelhain;art1056,6119398

So manchen für den Naturschutz sensibilisiert

So manchen für den Naturschutz sensibilisiert

Bad Liebenwerda

Das Besucherzentrum im Naturparkhaus in Bad Liebenwerda erlaubt viele Einblicke in Fauna und Flora des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft. Ökologin Katrin Heinrich koordiniert die Angebote, die sich vor allem an junge Leute richten. So manchen für den Naturschutz sensibilisiert Katrin Heinrich.  Die LR sprach mit ihr.

Es ist Ferienzeit. Heißt das, dass es im Naturparkhaus ruhiger ist?

Heinrich: Ganz und gar nicht. Jetzt haben wir fast täglich Besuch von Hortgruppen und aus Kindergärten. Wir hatten schon Gruppen aus Bad Liebenwerda, Wahrenbrück und Elsterwerda-Biehla. In der nächsten Woche kommen Gäste aus Lauchhammer.

Was zeigen Sie den jungen Leuten?

Heinrich: Wir erklären Zusammenhänge in der Natur, weisen auf Besonderheiten wie die Ansiedlung des Auerhuhns hin, berichten von der Teichwirtschaft und den Traditionen des Streuobstanbaus. Mitunter sind es auch ganz einfache Dinge, wenn es um Tierarten geht. Und natürlich wollen wir den jungen Leuten näher bringen, welchen Zweck ein Naturpark erfüllt. Zwei bis drei Stunden bieten wir so ein abwechslungsreiches Programm.

Dazu gibt es in den Ferien ja auch einzelne Kursangebote.

Heinrich: Unsere Spürnasenferien sind sehr beliebt und die neue Reihe Küchenzirkus muss noch bekannter werden. Da wird gekocht, geknetet und gebacken. Diese Angebote richten sich an Ferienkinder, die nicht verreisen oder an die kleinen Gäste, die zumeist bei Oma und Opa zu Besuch sind. "Alles Waffel", hieß es am Mittwoch. Am 2. August wollen wir ab 14.30 Uhr zeigen, wie Pasta selbst hergestellt wird. Der Küchenzirkus wird dankenswerterweise vom Herzberger Rotary-Club unterstützt.

Gibt es eigentlich Stammgäste Ihrer Ferienaktionen?

Heinrich: Ja. Wir haben einige zwischen sechs und elf Jahren ? in dieser Altersspanne darf man mitmachen - die seit Beginn dabei sind.

Klingt nach biologischem Nachwuchs?

Heinrich: Das ist auch so. Ein junger Mann, der als Kind diese Kurse besucht hat, studiert heute Biologie. Und meist gewinnen wir aus diesen Gruppen Helfer für Naturschutzvereine und die Naturwacht.

Mit Katrin Heinrich sprach Frank Claus.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 27.7.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/So-manchen-fuer-den-Naturschutz-sensibilisiert;art1059,6117518

Die Ferienangebote im Naturparkhaus der Kurstadt

Die Ferienangebote im Naturparkhaus der Kurstadt

Bad Liebenwerda

Das Naturparkhaus in Bad Liebenwerda hat mehrere Ferienangebote aufgelegt. Am 26. Die Ferienangebote im Naturparkhaus der Kurstadt Kochen und backen lernen macht viel Spaß. Foto: Ilona Ertl Juli heißt es beim "Küchenzirkus 2017" in der ersten Veranstaltung ab 14.30 Uhr "Alles Waffel!". Am 2. August folgt "Pasta la Vista, Baby". Die etwa zweistündigen Kurse, bei denen gekocht, geknetet und gerührt wird, beginnen jeweils um 14.30 Uhr und sind für Kinder von 6 bis 11 Jahren geeignet. Die Kosten betragen fünf Euro pro Person. Im Rahmen der "Spürnasenferien" heißt die erste Veranstaltung am 27. Juli "Jetzt wird's stürmisch ? windige Experimente". Am 3. August steht eine tierische Olympiade unter dem Motto "Bahn frei ? schnelle Flitzer" auf dem Plan. Beginn ist jeweils um 14.30 Uhr, Kosten 2,50 Euro pro Person. Eltern und Großeltern dürfen dabeibleiben.

Bitte unter Tel. 035341 471594 oder per E-Mail unter info@naturpark-nlh.de vorher anmelden.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 22.7.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/herzberg/Die-Ferienangebote-im-Naturparkhaus-der-Kurstadt;art1056,6108010

 

Waffeln, Nudeln und Natur

Waffeln, Nudeln und Natur

Auszug aus der Lausitzer Wochen vom 15/16.7.17

Gartenplausch in Döllingen

Gartenplausch in Döllingen

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 15./16.7.17

Alles Waffel ? oder was?

Bad Liebenwerda

Der Förderverein des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft unterbreitet rechtzeitig vor den Ferien attraktive Angebote im Naturparkhaus in Bad Liebenwerda. Alles Waffel – oder was? 

Die Sommerferien stehen in Brandenburg vor der Tür. Am 20. Juli ist erster Ferientag. Nicht alle Kinder können mit ihren Eltern verreisen und in vielen Familien wird Besuch erwartet, der zumeist von den Großeltern betreut wird.

Da kommen die Ferienaktionen im Naturparkhaus in Bad Liebenwerda gerade recht. Längst haben sie wegen ihres ausgetüfftelten pädagogischen Konzepts einen guten Ruf. Kein Wunder: Schließlich sind dort Profis am Werk. Forstwissenschaftlerin Ilona Ertl ist seit Jahren dabei und kennt die Vorlieben der Steppkes. Ökologin Katrin Heinrich hat noch jedes Mädchen und jeden Jungen begeistert und Biologin Tina Kopetzky ist die Neue im Team, die aus Ostelbien stammend die Region hier gut kennt. "Und da ist da noch unsere gute Seele Gabi Winkler, die immer einspringt, wenn es irgendwo klemmt", so Katrin Heinrich über das Quartett.

Nullachtfünfzehn Veranstaltungen gibt es mit den vier Frauen nicht. Für jede Reihe gibt es ein Konzept und verschiedene Herangehensweisen, um die Kinder zwischen sechs bis elf Jahren an spannende Vorgänge in der Natur heranzuführen.

Mehr als 1000 Kinder haben inzwischen die Ferienaktionen im Naturparkhaus genutzt. Darunter sind Horte und Kindertagesstätten, die die Angebote durch spezielle Förderprogramme zum Teil kostenlos nutzen können. Vor allem aber kommen in den Ferien Kinder, die sich selbst oder von Eltern und Großeltern spontan angemeldet werden. "Schade, jetzt bin ich elf. Im nächsten Jahr darf ich nicht mehr dabei sein", habe sich eine Schülerin im vergangenen Jahr verabschiedet. Die Themen klingen nicht nur spannend, sie sind es auch. Da ist zum Beispiel im Rahmen der Reihe "Küchenzirkus" das Thema "Alles Waffel ? oder was?" Die Kinder lernen, woraus die Zutaten bestehen, aus den Waffeln erzeugt werden, wie die Ausgangsstoffe angebaut und vor allem wozu man sie verarbeiten kann. Am 2. August heißt es dann "Pasta, la Vista, Baby", am 9. August "Da haben wir den Salat" und am 16. August "Wrap'n Roll ? belegte Brote war gestern". Los geht es immer um 14.30 Uhr. Zwei Stunden Spaß und ganz viel Wissensvermittlung sind für nur fünf Euro pro Person versprochen. Der RotaryClub Herzberg war vom Projekt so begeistert, dass er finanzielle Unterstützung zusagte.

Die Spürnasenferienaktion ist längst Dauerbrenner. "Jetzt wird's stürmisch ? windige Experimente" heißt das erste Programm am 27. Juli. Weiter geht es am 3. August mit "Bahn frei ? schnelle Flitzer". Das ist eine tierische Olympiade. Schillernde Schönheiten werden bei "Schmetterling ? Flatterding" am 10. August genauer betrachtet. Und am 17. August geht es bei "Zeig mir, wo du wohnst" um grandiose Baumeister aus der Tierwelt. Auch diese Programme beginnen um 14.30 Uhr und sind bei 2,50 Euro Eintritt für Kinder zwischen sechs und elf Jahren geeignet. Zu diesen anderthalb Stunden sind Eltern und Großeltern gern gesehen. Katrin Heinrich erinnert sich an eine Omi aus dem vergangenen Jahr, die sie anrief und erzählte: "Schade, nächstes Mal kann ich nicht kommen. Meine Enkelin möchte etwas anderes machen."

Lehrreich sind die Programme also allemal auch für die Großen. Apropos Große: Einmal im Monat werden Radtouren angeboten. Die Nächste findet am 22. Juli ab 14 Uhr statt und begibt sich auf die Spuren des Auerhahns. Wichtig: Bis mindestens zwei Tage vorm Termin muss man sich anmelden. Am besten unter Telefon 035341 471594 oder per E-Mail: info@naturpark-nlh.de

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 8.7.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/herzberg/Alles-Waffel-oder-was;art1056,6079241

 

Das Naturparkfest hat Dobra zusammengeschweißt

Das Naturparkfest hat Dobra zusammengeschweißt

Dobra

Ortsvorsteherin Gudrun Heide lässt ein ereignisreiches Vorbereitungsjahr Revue passieren und sagt: "Nur gemeinsam haben wir es geschafft!"

Das Naturparkfest hat Dobra zusammengeschweißt.  Das Naturparkfest 2017 in Dobra ist Geschichte! Noch heute bekommen Ortsvorsteherin Gudrun Heide und die Einwohner des Ortes anerkennende Worte und so manches Schulterklopfen. Das Fest hat Akzente gesetzt. Dabei war es "nur" der Schlussakkord. Das, was vorher im Bad Liebenwerdaer Ortsteil passiert ist, darin steckt die eigentliche Leistung.

Gudrun Heide: "Nachdem wir beim Naturparkfest im vergangenen Jahr in Werenzhain das erste Mal den Titel Naturparkgemeinde mit großer Freude entgegennehmen durften, war die Freude groß. Aber uns war auch gleich klar: Jetzt müssen wir uns auch der Verantwortung dieses Titels bewusst sein und uns den Aufgaben und Verpflichtungen stellen."

Zwei Dinge wurden fortan angeschoben: Das mit dem Titel verbundene Naturparkprojekt musste in die Tat umgesetzt und das Naturparkfest 2017 vorbereitet und organisiert werden. "Wir hatten ein Jahr Zeit und merkten sehr schnell, dass das keine lange Zeit war. Gemeinsam haben die Dobraer Vereine mit dem Ortsbeirat und der Bürgerschaft Ideen gesammelt, Pläne geschmiedet, Helfer und Sponsoren gesucht und gemeinsam gingen wir an die Realisierung unseres Vorhabens", erinnert sich Gudrun Heide.

Das Projekt "Auszeit am Dorfanger", wie die Dobraer ihr Naturparkprojekt getauft haben, ist eine liebevoll gestaltete Grünfläche geworden, die nach der Philosophie von Kneipp einlädt, am Mühlgraben unter großen Bäumen barfuß über den Wohlfühlpfad zu gehen, auf der rustikalen Holzbank auszuruhen, den herrlich geschnitzten Auerhahn zu bewundern und dem Gezwitscher der Vögel zu lauschen oder in der Sitzecke Platz zu nehmen, um zu lesen, zu reden oder einfach mal Pause zu machen in der so schnelllebigen Zeit.

Für die Organisation des Naturparkfestes stand von Beginn an fest: Dobra will ein Fest feiern, bei dem die Einwohner, vor allem auch die Kinder und die Gäste auf ihre Kosten kommen. Dabei haben sie großen Wert auf Originalität, Regionalität, Vielfältigkeit und Gemütlichkeit gelegt.

Gudrun Heide: "Sei es die Begrüßung durch die aufgestellten Strohpuppen oder die geschmückten Straßen, wo sogar Rotkäppchen mit dem Wolf die Gäste begrüßte, oder die Eröffnung unseres Spielplatzes, der in Eigeninitiative mit Spendenmitteln und viel Muskelkraft junger Väter und junggebliebenen Großväter innerhalb von zwei Jahren in einem Wertumfang von 10 000 Euro modernisiert wurde, oder der Auftritt der regionalen Nachwuchsband ,Unit Seven', wo junge Abiturienten mit einer klasse Musik Alt und Jung begeisterten, oder der Tanz im Mondenschein unter herrlich angestrahlten Bäumen bei angenehmen milden Temperaturen, oder der wunderbare Gottesdienst im Grünen am Sonntagmorgen, oder die mit 45 regionalen Ständen sehr abwechslungsreich gestaltete Händler-und Handwerkerstraße, oder die Blasmusik der ,Elstertaler', oder der Verkauf von 75 selbst gebackenen Kuchen, oder das Angebot von Erbsensuppe des ortsansässigen ,Lonestar-Saloons', oder frisch gegrillte Bratwurst mit vielen weiteren leckeren Angeboten der ,Biberklause' aus Bad Liebenwerda oder, oder. Vieles wäre es noch wert, genannt zu werden."

Was die Ortsvorsteherin dann aber so richtig glücklich gemacht hat, passierte erst einen Tag nach dem Fest: "Als sich unsere Organisatoren, Helfer und Macher nach dem Aufräumen am Montag danach auf dem Kirchplatz zu einer Dankeschönparty trafen, strahlten alle!"

Die Meinung sei einhellig gewesen: Die viele Mühe hat sich gelohnt, es war ein schönes Fest! Es habe sich gezeigt, dass die Dobraer das Feiern noch nicht verlernt haben und dass die Dorfgemeinschaft wieder etwas enger zusammen gerückt ist. Allen Helfern, Unterstützern und Sponsoren sei ein riesiges Dankeschön ausgesprochen.

Dobras Initiative dürfte auch dem Wettbewerb um die Naturparkgemeinde wieder neuen Auftrieb geben. Zuletzt sind es weniger Orte geworden, die sich um den Titel beworben haben. Dobras Beispiel zeigt, dass der Wettbewerb und das Fest einem Dorf wieder gehörig frischen Wind geben können. Und längst haben sich nicht alle Orte des Naturparks getraut, ihren Hut in den Ring zu werfen. Jede Kommune, die bereits Naturparkgemeinde wurde, gibt mit Sicherheit gern Hinweise und Erfahrungen weiter.

Dobra darf sich nun auch über einen eigenen Werbeflyer freuen, dessen Titelbild das Foto dieses Beitrages zeigt. Erstellt wird der Flyer als Dankeschön von der Naturparkverwaltung.

Auszug aus der Lausitezr Rundschau vom 8.7.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Das-Naturparkfest-hat-Dobra-zusammengeschweisst;art1059,6080522

Nicht alle Bäume werden beräumt

Nicht alle Bäume werden beräumt

Bad Liebenwerda

Das starke Unwetter mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern hat am 22. Juni auch im Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa, das im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft liegt, zu zahlreichen Baumbrüchen und Entwurzelungen geführt.

Nicht alle Bäume werden beräumt Der Sturm hat viele Bäume in der Prösa, hier bei Theisa, geknickt. Einige sollen als Totholz neuen Lebewesen Schutz und Nahrung bieten. Foto: Frank Claus Vor allem das Gebiet um Thalberg, Theisa, Schadewitz und Hohenleipisch ist erheblich geschädigt. Der ehemals militärisch genutzte Truppenübungsplatz wird seit 2011 von der gemeinnützigen Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), dem DBU Naturerbe, treuhänderisch für nachfolgende Generationen verwaltet und unter naturschutzfachlichen Aspekten gesichert.

Neben Kiefern wurden zahlreiche stark dimensionierte Laubbäume wie Eichen und Birken entwurzelt, die auf Wege fielen. Der zuständige Revierleiter Michael Schütze vom Bundesforstbetrieb Lausitz führt gemeinsam mit einem regionalen Forstunternehmen die Aufräumarbeiten durch. "Um zügig voranzukommen, schneiden wir die umgefallenen Bäume mit schweren Holz-Erntemaschinen, wie dem Harvester, ein und legen das Holz seitlich der Wege ab. Umgeworfene oder entwurzelte Bäume können unter Spannung stehen und abgebrochene Baumkronenreste herunterfallen. Wir bitten daher die Besucher zur Vorsicht", verdeutlicht Revierleiter Schütze das Vorgehen. Das Hauptaugenmerk liege zunächst auf der Verkehrssicherung von Rad- und Wanderwegen, die aufgrund der beginnenden Sommer- und Urlaubszeit zeitnah für Besucher freigeräumt werden sollen.

Doch nicht alle umgestürzten Bäume werden auch beräumt, sagt DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers und erklärt: "Naturschutzfachlicher Schwerpunkt für die Waldbestände der DBU Naturerbefläche Prösa ist die Entwicklung naturnaher und strukturreicher Wälder. Zu solchen Wäldern gehören natürlicherweise auch Bereiche, die durch Extremwetterereignisse wie Waldbrand, Schneebruch oder auch Windwurf entstanden sind. Umgeworfene und entwurzelte Bäume werden, sofern diese nicht die Verkehrssicherheit der Fläche beeinträchtigen und es aus forstsanitären Gründen vertretbar ist, als Totholz auf der Fläche belassen." Abgestorbene Bäume würden eine Zersetzungsdynamik aufweisen, die in ihren unterschiedlichen Totholzstadien eine wichtige Lebensgrundlage für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bieten.

Zum Thema: Die Stiftungstochter DBU aus Osnabrück verwaltet treuhänderisch für zukünftige Generationen bundesweit 70 Naturerbeflächen und sichert diese unter naturschutzfachlichen Aspekten. Insgesamt hat sie rund 69 000 Hektar vor allem ehemals militärisch genutzte Flächen vom Bund übernommen. Auf den Flächen sollen offene Lebensräume mit seltenen Arten durch Pflege bewahrt, Wälder möglichst ihrer natürlichen Entwicklung überlassen, artenarme Forste zu naturnahen Wäldern umgewandelt und Feuchtgebiete sowie Gewässer ökologisch aufgewertet oder erhalten bleiben.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 6.7.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Nicht-alle-Baeume-werden-beraeumt;art1059,6075465

 

"Morgenstimmung in Kahla" räumt ab

"Morgenstimmung in Kahla" räumt ab

Dobra

Der Fotowettbewerb des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, der in diesem Jahr unter dem Titel "Land(wirt)schaft" ausgetragen wurde, hat drei Preisträger. Die meisten Stimmen für den Publikumsliebling teilen sich diesmal zwei Fotografen. "Morgenstimmung in Kahla" räumt ab.

Die Resonanz auf den diesjährigen Fotowettbewerb war wiederum sehr gut. So reichten 23 Fotografen insgesamt 130 Fotos ein. Die Jury vergab einen ersten Platz an Christine Bartholomeyczik für die Aufnahme "Morgenstimmung bei Kahla". Der zweite Platz ging an Desy Ditz für ihr Bild "Erntehelfer", und der dritte Platz wurde an Alfred Regel für "Klatschmohn im Getreidefeld" vergeben.

Alle Wettbewerbsfotos wurden zum Naturparkfest in Dobra ausgestellt. Die Ausstellung im ehemaligen Konsum war ein echter Publikumsmagnet. Zahlreiche Gäste besuchten die Fotoausstellung. Und fast 200 Besucher nutzten die Möglichkeit, ihre Stimme für ihren Favoriten abzugeben. Im Ergebnis der Abstimmung um den Titel des Publikumslieblings teilen sich diesmal bei gleicher Stimmzahl die Fotos von Christine Bartholomeyczik "Morgenstimmung bei Kahla" (auch Sieger des Wettbewerbs) und von Andreas Brettin mit "Sonnenblumenfeld mit Mühle" den Titel. An die dritte Stelle wurde von das Bild "Heidemorgen" von Uwe Albrecht gewählt.

Bekanntgegeben wurde an diesem Tag auch das neue Thema für den Wettbewerb 2017/18. Es lautet: "Alte Gemäuer ? in Szene gesetzt".

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 1.7.17

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Morgenstimmung-in-Kahla-raeumt-ab;art1059,6063976

 

NABU-Reisegruppe entdeckt die Region

NABU-Reisegruppe entdeckt die Region

Finsterwalde

Eine 15-köpfige NABU-Reisegruppe aus Oppenheim, einer am Rhein gelegenen Kleinstadt südlich von Mainz, hat dieser Tage eine erlebnisreiche Zeit in und um Finsterwalde verbracht. Auf dem Programm standen naturkundliche Exkursionen in das Naturparadies Grünhaus und in den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, ein Vortrag zum Wolf sowie Besuche des Fürst-Pückler-Parks in Branitz und des aktiven Tagebaus in Welzow. Einer der Höhepunkte war der Besuch des Mainzer Landes, dem östlichen Teilgebiet des Naturparadies Grünhaus (auf dem Foto am Gedenkstein Mainzer Land südlich des Bergheider Sees).

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 1.7.17

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/finsterwalde/NABU-Reisegruppe-entdeckt-die-Region;art1057,6065173

Susanne Dobs ist neue Chefin des Tourismusverbandes Elbe-Elster - "Ein Megaposter, das wär's"

Susanne Dobs ist neue Chefin des Tourismusverbandes Elbe-Elster - "Ein Megaposter, das wär's"

Bad Liebenwerda

Susanne Dobs übernimmt Chefposten im Tourismusverein und sagt: "EE muss ein Bild im Kopf der Leute bekommen." Der Luther-Pass verleiht schon mal Flügel.

"Ein Megaposter, das wär's"  Die Perlen im Elbe-Elster-Land? Für Susanne Dobs sind es zuerst die Museen des Museumsverbundes und die Vielfalt der Kulturlandschaft, die es ihrer Auffassung nach in anderen ländlichen Räumen kaum ein zweites Mal gibt. Und natürlich sind es dann die touristischen Marken: F 60, Naturpark, Brikettfabrik "Louise", Sängerfest. Was sich rund um den ElsterPark in Herzberg dreht, empfindet sie "als Glücksfall" für Herzberg und Elbe-Elster. Damit werde für Menschen mit Behinderungen, "aber nicht nur sie", ein einzigartiger Anziehungspunkt geschaffen. "Aber was wir kulturell in höchster Qualität auf die Beine stellen, ist enorm", sagt sie und spannt den Bogen vom Puppentheaterfestival bis zu den Graun-Wettbewerben, den Gesangs-Wettstreiten bis hin zu den hochkarätigen Konzertreihen in Finsterwalde, Bad Liebenwerda, Saathain und Saxdorf.

Mühlberg gewinne immer mehr an Ausstrahlung. Das Jubiläumsjahr "500 Jahre Reformation" und der damit in Zusammenhang ins Leben gerufene Luther-Pass würden der Region Flügel verleihen. Die Elbestadt ist Mitgliedsstadt der Europäischen Kulturroute Karl V. und spiele damit in einer besonderen Liga. In der nächsten Woche werde sie auf einem Kongress in Sizilien mit Teilnehmern aus Spanien, Portugal und Italien sitzen. "In Spanien kennt jedes Kind die Schlacht bei Muhlberg. Das ,ü' können sie dort nicht aussprechen. Und wir sind nun soweit, dass ab sofort alle Veröffentlichungen auch in deutscher Sprache erfolgen sollen", sagt sie stolz. Mühlberg werde so noch bekannter.

Doch dabei sei das nur ein Mosaikstein. Viel wichtiger sind ihr die jetzt stark intensivierte Zusammenarbeit mit der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (TMB), zum Landestourismusverband und der Beitritt zum Marketingverein pro agro. "Das eröffnet Elbe-Elster ganz neue Möglichkeiten. Wir werden brandenburgweit viel besser mit vermarktet." Erstmals soll es in Elbe-Elster zum Beispiel auch die Genießerwochen geben. In Brandenburg sind gut zehn Touren längst ein Renner.

Susanne Dobs, die seit Januar in der Elbe-Elster-Kreisverwaltung die strategischen Fäden für die Tourismusentwicklung zieht, ist seit Anfang Juni auch kommissarische Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Elbe-Elster. Die eigentliche Chefin fällt gesundheitsbedingt länger aus.

Susanne Dobs hat zu dem ehrenamtlichen Job sofort Ja gesagt. Die 34-jährige Finsterwalderin, die Deutsche Philosophie und Literatur studiert sowie als Fächer auch Musikwissenschaft sowie Publizistik/Kommunikation belegt und viele Jahre im Schmelztiegel Berlin gelebt hat, freut sich, in der Heimat etwas bewegen zu können.

Die Stärke des Elbe-Elster-Kreises liege in seiner Vielfalt. Touristisch lasse sich die allerdings schwer vermarkten. "Um die Perlen müssen wir Angebote stricken", sagt sie und gibt sich selbst eine Aufgabe: "EE muss ein Bild im Kopf der Leute bekommen." Dabei zieht sie Parallelen zum Bundesland. Auch Brandenburg ist kürzlich ins Hausaufgabenheft geschrieben worden, dass Touristen mit dem Bundesland nicht sofort etwas anfangen könnten.

Deshalb will Susanne Dobs Elbe-Elsters Edel-Bausteine noch besser vermarkten. "Ein Mega-Poster in den Bahnhöfen oder an prominenten Stellen von Berlin, Dresden und Leipzig ? das wär's schon mal." Sie wolle Kontakte knüpfen, Angebote einholen, Kooperationen noch gewinnbringender für Elbe-Elster gestalten. "Da muss man auch mal quer und schier Unmögliches denken dürfen", sagt sie und zeigt sich selbstbewusst, für gute Konzepte auch Partner im Kreis zu finden.

Als ideal empfindet sie, dass Andreas Pöschl mit seinen Mitarbeitern des Kulturamtes, die Marketingverantwortliche Janine Kauk und sie auf einer Wellenlänge schwimmen würden. "Wir spüren die Rückendeckung des Landrates und die Unterstützung der Verwaltung und von Abgeordneten." So werde jetzt eine neue Stelle im Tourismusverband besetzt. Sage und schreibe 40 Bewerber habe es dafür gegeben.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 1.7.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Susanne-Dobs-ist-neue-Chefin-des-Tourismusverbandes-Elbe-Elster;art1059,6065186

 

Dobras ganz große Charmeoffensive

Dobras ganz große Charmeoffensive

Dobra

Das war 'ne Wucht oder schöner geht's nimmer: Bad Liebenwerdas Ortsteil Dobra richtet ein Naturparkfest aus, das schwer zu toppen sein wird und Finsterwaldes Ortsteil Sorno ist Naturparkgemeinde 2017 und nimmt den Elan mit. Mach's besser - das geht nicht. Der das sagt, ist Ortsvorsteher der Naturparkgemeinde 2017: Marco Bergmann aus dem Finsterwalder Ortsteil Sorno. Er nimmt am Sonntag aus den Händen von Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, zugleich Vorsitzender des Fördervereins des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, und von Vize-Naturparkchefin Andrea Opitz die Siegerplakette gemeinsam mit der stellvertretenden Finsterwaldaer Bürgermeisterin Anja Zajic beim Naturparkfest im Bad Liebenwerdaer Ortsteil Dobra entgegen. Marco Bergmanns Lob freilich richtet sich an die Dobraer, die ein prächtiges Naturparkfest ausrichten und wie der Landrat meint, aus einem "Fest ja nahezu ein Festival" machen. Mit einer Charmeoffensive, mit viel Herzblut, Liebe zum Detail und mit einer traumhaft schön gestalteten Händlerstraße in der Dorfmitte machen die Dobraer die vielen Hundert Gäste glücklich. "Guck mal, hier ist an alles gedacht, sogar selbst gestaltete Blumengestecke stehen auf den Tischen", raunt eine Frau einer anderen zu. Nach dem kurzen Regenschauer wischen junge Leute sofort die Tische trocken. Ortsvorsteherin Gudrun Heide nutzt jede Gelegenheit, um dem gesamten Organisationsteam, den vielen helfenden Einwohnern und Partnern, ganz besonders aus der Naturparkverwaltung, Danke zu sagen. Die Verwaltung übertrifft sich selbst: Nahezu alle Mitarbeiter, die Ranger und ehrenamtliche Naturschützer stehen an Ständen für Gespräche bereit und erläutern an Ausstellungsstücken Besonderheiten der reizvollen Naturlandschaft im Landkreis Elbe-Elster. Die Gäste nutzen dies ausgiebig, informieren sich zum Auerhuhn-Projekt, zu Neuheiten und Entwicklungen im Naturpark. Das schönste Geschenk machen sich die Dobraer aber selbst: die "Auszeit am Dorfanger" direkt neben dem Mühlgraben. Das mit 5000 Euro vom Naturpark unterstützte "grüne Plaudereckchen" mit Barfußpfad, Wildpflanzen und von Waltraud und Ernst Riedel gesponserter Massivholzbank soll werden, was es vor vielen Jahren schon mal war. Eine Ecke "zum Quatschen", wie die Ortsvorsteherin sagt. Dobras Kettensägenschnitzer Roland Karl hat sich dort einmal mehr verewigt und zur Freude aller Anwesenden eine weitere Auerhahn-Holzskulptur - der Vogel ist Wappentier des Naturparks - geschaffen.  Bernd Ludwig und der Schüler Jonas Trabandt dürfen das Band für den offiziellen Eröffnungsschnitt halten. "Sie waren die Fleißigsten", sagt Gudrun Heide. Kurstadt-Bürgermeister Thomas Richter zieht den Hut vor dem Ortsteil und den Einwohnern: "Was Sie hier auch nach dem Unwetter am Donnerstag - das Fest drohte ja auszufallen - geleistet haben, ist überwältigend." Und wie eigentlich geht Marco Bergmanns eingangs erwähntes Zitat der einst so beliebten Sportreihe des damaligen DDR-Fernsehens komplett? "Mach mit, mach's nach, mach's besser". Die Sornoer sind nun erstmals Naturparkgemeinde des seit 1999 laufenden Wettbewerbs. "Wir machen zum zweiten Mal mit und machen es jetzt Dobra nach", sagt der Ortsvorsteher und lädt schon mal alle 2018 auf den Dorfanger nach Sorno.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 26.6.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Dobras-ganz-grosse-Charmeoffensive;art1059,6053925

Naturschutz-Camp in Domsdorf

Naturschutz-Camp in Domsdorf

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 26.5.17

Plausch im Obstsortengarten

Plausch im Obstsortengarten

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 26.5.17

Fotowettbewerb vom Naturpark

Fotowettbewerb vom Naturpark

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 26.5.17

30 Weißstorchhorste

30 Weißstorchhorste

Auszug aus dem SonntagsWochenBlatt vom 28.5.17

Gartenplausch & Kaffeeklatsch

Gartenplausch & Kaffeeklatsch

Auszug aus derm SonntagsWochenBlatt vom 28.5.17

Stolze 50 Hennen für zwei Naturparks - 70 Tiere leben nun in den Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft und Niederlausitzer Landrücken

Stolze 50 Hennen für zwei Naturparks - 70 Tiere leben nun in den Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft und Niederlausitzer Landrücken

Bad Liebenwerda / Kittelfjäll

Das Auerhuhn-Pilotprojekt des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft bleibt erfolgreich. Die RUNDSCHAU hat den Fang von Hennen in Lappland (Schweden) begleitet. Riesiges Medieninteresse bei der Landung des Flugzeuges, das am Mittwoch dieser Woche 51 Auerhühner aus Schweden auf den Flugplatz Finsterwalde-Schacksdorf bringt. Mehrere Fernsehteams, darunter auch der Kinderkanal, wollen die Ankunft der Vögel nicht verpassen.Für die Mitarbeiter der Fangaktion, die in den vergangenen Tagen in zwei fast 2000 Kilometer entfernten Regionen Lapplands (Schweden) auf Hennenfang waren, ein Zeichen dafür, dass das seit dem Jahr 2012 laufende Wiederansiedlungsprojekt längst Beachtung gefunden hat.

In den Regionen um Kittelfjäll und Jämtland liegt noch Schnee. Nachts sinken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, tagsüber klettert die Quecksilbersäule auf zehn Grad. In den zwei Tagen vor Ende der Aktion ist der Frühling auch im Norden Schwedens nicht mehr aufzuhalten. Das Eis beginnt in den letzten noch zugefrorenen Seen zu schmelzen. Die Landschaft ist bergig und zumeist karg. Wenig Baumbewuchs. Stundenlang kommt kein Mensch vorbei. Eine Straße schlängelt sich ins Fanggebiet.

Das Basislager bei Kittelfjäll liegt ideal, bietet in Holzhütten beste Bedingungen für die Crew. Zweimal täglich werden nun sieben Tage lang je zwei Fangteams in Jämtland und Kittelfjäll versuchen, die Hühner zu überlisten. An jedem Tag rollen die vier Autos dazu zwischen 500 und 700 Kilometer. Zuvor sind die Volieren aufgestellt worden. Sie sind blickdicht mit Planen bespannt und mit einem Tarnnetz als Dach versehen. "Die gefangenen Tiere sollen bis zum Abtransport möglichst ungestört bleiben", erklärt Projektleiter Alexander Zimmermann. Aroniabeeren und eingeweichter Hafer dienen neben den Fichtennadelzweigen auf dem Boden als Futter. Olrik Pörtner, einer der Helfer, der ansonsten als Forstinspektor in der Oberförsterei Luckau des Landesbetriebes Forst arbeitet, ist zum dritten Mal dabei, hat auch die neuen Kescher angefertigt und die Spezialnetze geknüpft. "Unsere Netze und die Stangen sind haltbarer als die von den Schweden", sagt er stolz.

Dick angemummelt geht es hinauf zu den Auerhühnern. Vor allem der Gesichts- und Nackenschutz ist wichtig, denn gegen den Wind und die Kälte, die durch die geöffneten Autofenster dringen, hilft keine Autoheizung. "Sonst entgleiten dir die Gesichtszüge", sagt er und lacht. Lars Thielemann, Leiter der Naturparkverwaltung in Bad Liebenwerda, ist einer der Männer, die sich mit den Keschern aus dem Auto lehnen. Er trägt einen Parka. "Aberglaube", sagt er und schmunzelt. "Den trag ich von Anfang an, und wir haben immer Tiere gefangen." Jetzt heißt es Augen auf.

"Da ist eins", ruft der Forstmann. Es pickt in den Steinchen am Straßenrand. Mit etwa 40 km/h nähern sich die Auerhuhn-Fänger dem Tier, Lars Thielemann wirft den Kescher. Vorbei. Das Tier hat den "Überfall" geahnt. "Wenn wir langsamer fahren, werden die Hennen noch argwöhnischer und verschwinden schneller", erklärt Lars Thielemann. Bei einer Tour hat er 33 "Würfe" gemacht und drei Hennen gefangen. Es ist also nicht so einfach. Nur gut, dass es in Schweden bis weit nach Mitternacht jetzt hell bleibt. Ein Stück weiter: "Guck' da vorn, ein Hahn." Beide genießen den Anblick, und als würde das Tier ihnen den Kopf verdrehen wollen, stellt es auch noch seinen Fächer auf. "Diesmal fangen wir keine Hähne. Die sind in der Balzzeit so sensibel, dass sie gleich mit dem Auto nach Hause gebracht werden müssen. Die Reise im Flugzeug zusammen mit Hennen würden sie wohl nicht überleben", erklärt der Naturparkchef.

Noch ein Wurf. Geschafft. Eine Henne zappelt im Netz. Blitzschnell springen die Männer aus dem Auto und befreien das Tier ganz vorsichtig aus dem Kescher. Es kommt ins Transportbehältnis, eine Feder wird gerupft, um einen genetischen Nachweis zu bekommen.

Etwa 70 Tiere leben jetzt in den beiden Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft und Niederlausitzer Landrücken. "Wir haben schon mehrere Nachkommen der Tiere nachweisen können, die wir 2012 ausgesetzt haben", berichtet Lars Thielemann. Auch der Nabu, ansonsten eher kritisch gegenüber Wiederansiedlungsprojekten, freut sich über die Erfolge. Nicht nur, weil damit die Auerhühner wieder angesiedelt würden, vor allem auch, weil der Waldumbau vorangetrieben werde, und das auch ganz vielen anderen Tieren neuen Lebensraum biete, erklärt Christine Schröder gegenüber Antenne Brandenburg. Nur eine Henne hat die Aktion nicht überlebt. Zehn Tiere werden besendert. 32 starten kurz nach Ankunft des Flugzeuges voller Drang in die Babbener Heide. Der Rest wird in der Rochauer Heide bei Luckau und in Weißhaus bei Finsterwalde, wo die Blaubeerteppiche längst wieder in saftigem Grün stehen, ausgesetzt. Zum Thema: Während 1998 die letzte Henne in der Rochauer Heide gesichtet wurde, ist der Bestand in Schweden noch hoch. Zwischen 3000 und 5000 Auerhühner werden jährlich in der Provinz Västerbotten, zu der Kittelfjäll und Jämtland gehören, für Kochtopf und Pfanne geschossen. In ganz Schweden sind es etwa 40 000.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 20./21. Mai 2017 von Frank Claus

www.lr-online.de/nachrichten/Tagesthemen-Stolze-50-Hennen-fuer-zwei-Naturparks;art307853,5998314

Auerhühner aus Schweden gelandet - Fangaktion für Elbe-Elster erfolgreich

Auerhühner aus Schweden gelandet - Fangaktion für Elbe-Elster erfolgreich

Schacksdorf 51 Auerhühner aus Schweden sind am Mittwochnachmittag auf dem Flugplatz Schacksdorf (Elbe-Elster) gelandet. Einige von ihnen wurden noch am Abend ausgewildert. Zehn Tiere sind in der Greifvogelstation Oppelhain mit Sendern versehen worden. Einen im Frühjahr gefangenen Hahn eingerechnet, können in diesem Jahr laut Kontingent noch acht Vögel in Schweden gefangen werden. Die Akteure des Südbrandenburger Auerhuhn-Projektes wollen sich im Herbst auf den Fang von Hähnen konzentrieren.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 18.5.17 von Frank Claus und Gabi Böttcher

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Auerhuehner-aus-Schweden-gelandet;art1059,5993372

 

Schon 40 Hennen im Kescher

Schon 40 Hennen im Kescher

Bad Liebenwerda/Västerbotten Die zweite Fangaktion des Auerhuhn-Projektes des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft in diesem Jahr in Schweden ist bislang erfolgreich. Konnte bei der ersten Aktion im April in Mittelschweden wegen widriger Bedingungen mit eisigem Wind und Temperaturen bis zu minus zehn Grad nur ein Auerhahn gefangen werden, hat die Crew um Projektleiter Dr. Alexander Zimmermann bereits bis zum jetzigen Zeitpunkt 40 Auerhühner überlisten können. Die Mannschaft ist seit Montag der vergangenen Woche in der Region Västerbotten (Lappland) in Nordschweden vor Ort. Das Fanggebiet liegt bei Kittelfjäll etwa 50 Kilometer von der norwegischen Grenze entfernt. 60 Tiere dürfen nach einem Abkommen mit den Schweden der Landschaft entnommen werden. In Lappland können die Tiere wegen der großen Population bejagt werden. 1,4 Millionen Euro stellt der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes den Bad Liebenwerdaer Ansiedlungsexperten für das Wiederansiedlungsprojekt zur Verfügung. Was viel klingt, ist am Ende für den fünfjährigen Bewilligungszeitraum von 2017 bis 2022 doch knapp bemessen. Vier Mitarbeiter hat das Projektteam, und finanziert werden müssen mit dem Geld sämtliche Maßnahmen ? von den ständigen Fahrten mit Auto, Schiff und Flugzeug nach Schweden bis hin zur wissenschaftlichen Begleitung einschließlich Monitoring. Am Ende müssen wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse vorgelegt werden. Hierzulande war die Population Ende der 90er-Jahre erloschen. Seit Projektbeginn im Jahr 2012 gibt es in der Niederlausitz bereits wieder 70 Tiere. Für die Vögel konnten bereits 2016 Tiere der Enkelgeneration nachgewiesen werden, also echte "Brandenburger" Auerhühner. Schon 40 Hennen im Kescher  Etwas problematisch stellt sich momentan die Abholaktion in Schweden dar, die für die RUNDSCHAU auch Reporter Frank Claus begleiten wird. Am Montag musste der Kleinflieger am Boden bleiben, da eine Eisregenfront zwischen Trondheim und Kopenhagen den Hinflug verhinderte. Die Wetterprognosen versprechen für Dienstagfrüh einen erfolgreichen Start. In Schweden wird es dann auch noch Gelegenheit geben, die Fangaktionen zu begleiten. Imposante Beobachtungen hat das Fangteam in der ansonsten kargen Landschaft, in der auch noch viel Schnee liegt, schon bis jetzt. So hatte die Crew, die mit mehreren Autos ins Basislager reiste, bereits mehrfach Begegnungen mit Elchen, hat auf der Hinfahrt Rentiere beobachtet und im Fanggebiet sogar einen Bären in freier Wildbahn gesehen. Zum Thema: Das Auerhuhn war einst der Charaktervogel der Kiefernheiden und Trauben eichenwälder in der Lausitz. Im 20. Jahrhundert verschlechterten sich die Lebensbedingungen. Die Bestände gingen zurück. Zu spät erkannte man, wie dramatisch die Situation war. Trotz einiger Schutzbemühungen konnte das lokale Aussterben nicht mehr verhindert werden. Die letzte Henne wurde 1998 in der Rochauer Heide gesichtet. Seitdem galt die Art als verschollen.www.naturpark-nlh.de

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 16.5.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Schon-40-Hennen-im-Kescher;art1059,5991082

 

Behutsamer Neustart in der Elstermühle

Behutsamer Neustart in der Elstermühle

Plessa Anfang des Jahres haben Karla (52) und Michael Ponath (54) die Elstermühle, ein Komplex mit Gastronomie, Mühlenmuseum, Tagungs- und Ferienzimmer, in Plessa gekauft. Behutsam wagen sie nun den Neustart. Behutsamer Neustart in der Elstermühle Der Thüringer Michael Ponath, der weltweit in der Maschinenbau-Servicebranche unterwegs war, und seine Frau Karla, die aus Plessa stammt, suchen eine neue Herausforderung ? wollen aber keine Schnellschüsse. Die Elstermühle Plessa, die sie vom Förderverein des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, der das Projekt wirtschaftlich nicht mehr stemmen konnte, erworben haben, hat es beiden angetan. Die Lage an der Elster und fast mitten im Grünen ist ein Pfund ? aber im eher bevölkerungsschwachen Elbe-Elster-Land keine Garantie, um wirtschaftlich tragfähig tätig zu sein. Mit Augenmaß gehen beide deshalb auch an die Neuentwicklung des Standortes. "Zuerst wollen wir jetzt die Außenanlagen in Schuss bringen", sagt Karla Ponath und hat den Biergarten dabei besonders im Blick. Mit Daniel Franz (36) haben die Neubesitzer einen Koch gewinnen können, der Erfahrungen in der Eventbranche hat. Er wird ab Pfingsten den Treffpunkt wieder am Wochenende öffnen und dabei zu kühlen Getränken regionale Spezialitäten und Snacks anbieten. Die Ärmel hochgekrempelt haben Ponaths schon im Gastronomiebereich und in der Küche. "Letztere war in ziemlich desolatem Zustand. Großreinemachen war angesagt, Teile mussten wir ganz erneuern", berichtet Michael Ponath. Der gemütliche Gastraum mit Kamin ist renoviert und auch etwas "entrümpelt" worden. Manche bäuerliche Deko war wohl doch etwas zuviel des Guten. Dennoch soll es vorerst noch keinen ständigen Gaststättenbetrieb geben. "Wir vermieten den Gastraum aber jetzt schon für Familienfeiern. Das wird schon gut angenommen", berichten beide. Etwa 60 Personen finden locker Platz. Interessierte können sich den Koch (Tel. 0174 6127094) zur Herstellung von Büfetts mieten oder selbst das Catering bestellen. Sämtliches Geschirr darf genutzt werden. Perspektivisch soll es in der Elstermühle auch wieder regulären Gastronomiebetrieb geben. Behutsamer Neustart in der Elstermühle Foto: Frank Claus Auch die Ferienwohnung für bis zu fünf Personen (Aufbettung mit Kinderbett möglich) wird wieder vermietet. Interessierte führt Werner Thron, der sich mit seiner Frau Birgitt auch um die Hausbewirtschaftung kümmert, gern durch die Mühle. Ab fünf Personen können die Führungen unter Tel. 03533 510387 gebucht werden. Selbstverständlich stellen Ponaths das Mühlenareal zum Mühlenfest wieder zur Verfügung. "Wir wollen einen guten Kontakt zum Kulturverein Plessa, zum Amt und zur Ortsvertretung Plessa sowie weiterhin auch zur Naturparkleitung", sagt Michael Ponath. Auch den Elbe-Elster-Tourismusverein sehen die beiden Neustarter als wichtigen Partner. Gleiches gilt für die vormaligen Nutzer des Areals an der Elstermühle. "Wir sind bereit, Verträge auszuhandeln, die beiden Seiten zugute kommen", sagen die neuen Hausherren der Elstermühle. Wer sich mit Karla und Michael Ponath eine Weile unterhalten hat, merkt schnell: Sie sind bodenständige Menschen, keine Sprücheklopfer und keine, die erst groß auf den Putz hauen, dann aber nur wenig umsetzen. "Das ist nicht unser Stil", sagt Michael Ponath. Er setzt auf beständiges Wachstum mit Augenmaß. Einen Wunsch hat Karla Ponath: "Zur Historie der Plessaer Mühle gibt es nicht so viel, wie wir dachten. Wir würden uns freuen, wenn uns Einwohner Fotos oder Schriftstücke bringen, die die Entwicklung der Elstermühle belegen. Wir geben sie natürlich wieder zurück."

www.elstermuehle-plessa.de

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 9.5.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Behutsamer-Neustart-in-der-Elstermuehle;art1059,5980022

Erstes Blütenfest hat alle Erwartungen übertroffen

Erstes Blütenfest hat alle Erwartungen übertroffen

Maasdorf Etwa 150 Bäume, darunter Apfel-, Birnen-, Walnuss-, Süß- und Sauerkirsch- sowie Pflaumenbäume, sind am Maasdorfer Triftweg im Jahr 2000 gepflanzt worden und zu stattlichen Gehölzen geworden. Schritt für Schritt sind Hecken dazu gekommen, die das Areal umsäumen, die letzte erst im Frühling dieses Jahres. Erstes Blütenfest hat alle Erwartungen übertroffen Maasdorfs Ortsbeirat, Heimatverein und der Naturpark haben mit großer Unterstützung der Bauer Fruchtsaft GmbH zum ersten Blütenfest am Sonntag eingeladen ? und sind förmlich überrannt worden. Auf kleiner Fläche hat es viele Spielmöglichkeiten für Kinder gegeben, die Buck Cherrys spielten Livemusik und an zahlreichen Ständen wurden Produkte der Region angeboten. Heimatvereinschefin Heidrun Matthes ist rundum zufrieden: "Wir haben nur Lob gehört. Nun werden wir wohl über eine Neuauflage im nächsten Jahr nachdenken müssen." Gäste staunten über dieses wunderschöne Fleckchen Natur und lobten auch das Engagement der Bauer Fruchtsaft GmbH, die sich stark dafür einsetzt, Streuobstwiesen in der Region neu- oder wiederzubeleben. Die Gas-tronomen freilich hatten Schwerstarbeit zu leisten, mussten Getränke, Kuchen und Herzhaftes nachordern. Wieder einmal hat die Zusammenarbeit der Vereine des Dorfes bestens geklappt. So war der Stand der Feuerwehr genauso dicht umlagert wie der des Natoureums. Zahlreiche Gäste versuchten sich mit der Sense beim Grasmähen. Wer macht das schon noch zu Hause? Erstes Blütenfest hat alle Erwartungen übertroffen

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 10.5.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Erstes-Bluetenfest-hat-alle-Erwartungen-uebertroffen;art1059,5981615

Auerhennen-Alarm löst im Nachbarlandkreis Aufregung aus - Fachleute aus Bad Liebenwerda sollen helfen. Liebestolle Dame auf der Flucht.

Auerhennen-Alarm löst im Nachbarlandkreis Aufregung aus - Fachleute aus Bad Liebenwerda sollen helfen. Liebestolle Dame auf der Flucht.

Schipkau/Bad Liebenwerda Aufregung und Erstaunen herrschte in diesen Tagen in Klettwitz und später auch Schipkau. Die Ursache war ein mehr als hühnergroßer Vogel, der sich tagelang dicht an die Menschen wagte. Auerhennen-Alarm löst im Nachbarlandkreis Aufregung aus Keine Scheu vor Autos: Die Auerhenne bleibt regungslos. Foto: Konzag Ein Vergleich im Internet ergab dann die kleine Sensation: Eine Auerhahn-Dame, besser Auerhenne, hatte sich in das Schipkauer Gemeindegebiet verlaufen. Da der Zusammenhang zum Auerhuhnprojekt des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft nahe lag, nahm die Gemeindeverwaltung Kontakt mit den Fachleuten in Bad Liebenwerda auf. Schnell stellte sich heraus, dass die Auerhenne zu den Tieren zählt, die in einem aufwendigen Projekt bei Hohenleipisch ausgewildert werden. "Die liebestolle Dame hat wohl die Orientierung verloren", meinte einer der Fachleute schmunzelnd. Zahlreiche Versuche, das Tier zu fangen, scheiterten. "Es bleibt zu hoffen, dass die Henne nicht unter die Räder eines Autos gerät", so Schipkaus Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU) zum tierischen Ausnahmezustand. Grund für die Sorge war die Tatsache, dass sich das Tier bei herannahenden Autos stets regungslos auf den Boden duckte und nicht davon lief. Bei menschlichen Annäherungsversuchen war das Tier dagegen stets schneller und flog auf den nächstgelegenen Baum. Bis vor rund einhundert Jahren bevölkerte das Auerwild auch den ausgedehnten Staatsforst rings um Kostebrau. Zu sächsischen Zeiten reiste selbst der Kurfürst zur Auerhuhnjagd an. Im Zuge der Besiedlung und des sich ausbreitenden Bergbaus in dem Gebiet verschwanden die großen Vögel. Seit 2012 bemüht sich der Förderverein des Naturparks gemeinsam mit vielen Partnern um die Wiederkehr der imposanten Tiere.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 8.5.17 von Andrea Budich

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Auerhennen-Alarm-loest-im-Nachbarlandkreis-Aufregung-aus;art1059,5978296

Einstige "Super-Mamis" mischen Sorno auf

Einstige "Super-Mamis" mischen Sorno auf

Sorno An dieser Stelle sei mal eine Vermutung geäußert: Auch wenn es mehr als diesmal leider nur die eine Bewerbung um den Titel Naturparkgemeinde 2017 gegeben hätte ? Sorno von Platz eins zu verdrängen, hätte schon einiger "Geschütze" bedurft. Denn in Finsterwaldes Ortsteil geht wahrlich die Post ab. Einstige "Super-Mamis" mischen Sorno auf Der Rundgang führt das Kuratorium diesmal zum Sportplatz samt "Waldeck". Frauen haben daran ganz großen Anteil: Früher waren es die "Super-Mamis", die das Leben im Ort aufmischten. Weil einige von ihnen nun nicht mehr zur Kinderwagen-Fraktion oder zur Schulkinder hegenden Gemeinschaft zählen, haben die Damen geschickt ihren Namen gewandelt. "Freizeitbande" heißt die Truppe jetzt. Am Elan hat das nichts geändert. Im Gegenteil. Ortsvorsteher Marco Bergmann (40) kommt ins Schwärmen, wenn er von den Flausen berichtet, die diese Truppe so ausheckt. Kinderfasching, Zempern, die Kür des Supertalents, Halloween. Einige der Muttis, die inzwischen nicht mehr im Ort wohnen, kommen für diese "Schaffen" sogar extra bis aus Berlin nach "Sorne" zurück. Bianca Michling (36) ist eine von den rührigen Frauen. Sie schwärmt vom Zusammenhalt im Ort. Fast alle würden mit anpacken. 421 Einwohner zählt der Ortsteil, "und wir werden immer jünger", berichtet der Ortsvorsteher vor dem Kuratorium von zahlreichen Zuzügen. Für Bianca Michling sind das alles sofort Sornoer. Sie werden umgehend ins Gemeindeleben integriert. Da muss sich auch Karin Diecke sofort einschalten und von den legendären Zempertouren berichten, die Gäste aus dem Westen faszinieren. "Die Sornoer sind ja ein Völkchen, geben Geld, Essen und zu trinken und ihre Stuben lassen sie sich auch noch volltrampeln", habe ihr ein Gast aus dem Saarland mal voller Anerkennung zugeraunt. Einstige "Super-Mamis" mischen Sorno auf Kranzfahren mit dem Rad, ein rühriger Feuerwehrverein, die rüstigen Senioren, die Fußballer, die sich nun mit den Oppelhainern zusammengeschmissen haben ? allesamt beleben den Ort. Und alle lieben ihr "Waldeck" am Sportplatz. Es ist längst das Gemeindezentrum des Dorfes, das auch stark für Familienfeiern genutzt wird. Doch die Sornoer feiern nicht nur. Gerade beschäftigen sie sich mit einem touristischen Wegeleitsystem, das sie mit ihren Nachbargemeinden, dem Naturparadies Grünhaus, dem Bergheider See und der F60 noch stärker vernetzen soll. Noch ist Grünhaus schwer zu erreichen, die Forstwirtschaft hat Wege zerfahren oder mit Reifen tötendem Schotter versehen. "Das muss wieder hergestellt werden", sagt der Ortsvorsteher. Lars Thielemann, der Leiter des Naturparks, ist angetan vom Ort und den Bemühungen, sich in die Bergbaufolgelandschaft einbinden zu wollen. "Hier gibt es einen großen Zusammenhalt. Mir scheint, noch einen Zacken schärfer als anderswo", sagt er und der Kuratoriumsvorsitzende Manfred Drews aus Plessa sieht das genauso. Marco Bergmann lobt die Unterstützung durch die Stadt Finsterwalde. Die ist so gut, dass man die im nächsten Jahr anstehende Silberhochzeit von Sorno und Finsterwalde im Dorf sogar richtig feiern will. Einstige "Super-Mamis" mischen Sorno auf Geprüft wird gegenwärtig der Um- oder Neubau der Feuerwehr, denn die steile Treppe hinauf ins Obergeschoss ist eine echte Gefahrenquelle. Als neuer Standort wird die Fläche neben dem Klärteich ins Spiel gebracht. Gerade hat eine rührige Familie auf ihrem Grundstück ein Biotop mit Insektenhotel und Storchenhorst angelegt ? und siehe da, seit mehr als 30 Jahren ohne Adebar im Ort hat ein Storchenpaar das Nest angesteuert. Hoffentlich bleibt es und bringt Nachwuchs. "Dann gibt's nach Pfingsten eine Pullerparty", frohlockt einer der Einwohner. Mit dem erfolgten Neubau der Dresdner Landstraße, schnellem Internet in einem Teil des Ortes (der andere soll folgen) und regelmäßigen Busverkehr ist Sorno prima versorgt. Termin und Ort fürs Naturparkfest 2018 stehen noch nicht. Favorisiert wird der Dorfanger. Für Marco Bergmann ist Sorno aber jetzt schon "ein kleiner Rohdiamant. Umso mehr man ihn schleift, umso interessanter wird er." Aus dem Kuratorium gab's keine Widerrede. Zum Thema: Dobra ist Naturparkgemeinde 2016. Dort wird am 25. Juni Naturparkfest gefeiert. Die Sornoer sind fest entschlossen: "Da fahren wir in diesem Jahr hin und holen uns Anregungen." Einen Dorfbackofen wie in Dobra gibt es auch in Sorno. Das Fest mit einem Tag der offenen Höfe wie im Vorjahr in Werenzhain zu verbinden, wird gegenwärtig auch erwogen. Das Potenzial hat Sorno allemal.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 6./7.5.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/finsterwalde/Einstige-Super-Mamis-mischen-Sorno-auf;art1057,5975689

Mehr als 150 Fledermäuse in Hohenleipisch erfasst - Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft blickt bei Fledermauserfassung auf sein bestes Jahr seit 1992.

Mehr als 150 Fledermäuse in Hohenleipisch erfasst - Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft blickt bei Fledermauserfassung auf sein bestes Jahr seit 1992.

Hohenleipisch In Deutschland kommenden 22 Fledermausarten vor. Alle sind seit 1936 gesetzlich geschützt. Mehr als 150 Fledermäuse in Hohenleipisch erfasst Mopsfledermäuse sind die am häufigsten auftretende Feldermausart im Naturschutzgebiet Hohenleipisch. Foto: dpa Einige gelten nach Richtlinien der Europäischen Union (EU) als besonders schützenswert. Ziel der alljährlichen Winterquartierkontrolle im Naturschutzgebiet "Hohenleipisch" ist die Erfassung dieser Fledermausarten. Das erfolgte fast lückenlos seit dem Jahr 1992. Die Erfassung der Fledermäuse in 106 Bauwerken fand durch ehrenamtliche Naturschützer und Fledermauskundler unter Leitung von Maik Korreng statt, der sich in der Initiative Fledermausschutz Elbe-Elster engagiert. Bei der Erfassung 2017 wurde die Mopsfledermaus mit 72 Tieren gezählt, gefolgt vom Braunen Langohr mit 52 Tieren, Graues Langohr mit 21 Tieren, Breitflügelfledermaus mit acht Tieren, eine Zwergfledermaus sowie drei unbestimmte Arten. Die meisten Tiere traf man einzeln an. Vier Cluster (ab zwei Tiere) wurden vorgefunden. Die am häufigsten gefundene Mopsfledermaus ist eine Waldfledermaus. Charakteristisch sind die mopsartig gedrungene Schnauze, die kleine Mundspalte sowie die nach oben hin geöffneten Nasenlöcher. Im Flug erscheint die Mopsfledermaus so groß wie ein Sperling. Die Jagdgebiete liegen vor allem im geschlossenen Wald, auch in Feldgehölzen oder entlang von Waldrändern, Baumreihen, Feldhecken sowie Wasserläufen. Dort jagen die Tiere meist in zwei bis fünf Metern Höhe in Vegetationsnähe oder im freien Luftraum vor allem nach Kleinschmetterlingen. Als Kurzstreckenwanderer legen die Tiere bei ihren Wanderungen zwischen Sommer- und Winterquartier selten Entfernungen über 20 (max. 290) Kilometer zurück. Das bekannte Höchstalter liegt bei 18 Jahren. Insgesamt wurden 157 Tiere (Vorjahr 131) in 69 (65) von 106 Bauwerken gefunden. Es erfolgte die Erfassung von 15 (9) beringten Mopsfledermäusen. Somit war es die erfolgreichste Winterquartierkontrolle seit Beginn der Zählung im Jahr 1992.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 5.5.17

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/herzberg/Mehr-als-150-Fledermaeuse-in-Hohenleipisch-erfasst;art1056,5973999

Naturparkfest voraus - Dobra bereitet sich auf Festwochenende im Juni vor

Naturparkfest voraus - Dobra bereitet sich auf Festwochenende im Juni vor

Auszug aus dem Stadtschreiber vom 27.4.17

Härtezuschlag für die Blütenkönigin

Härtezuschlag für die Blütenkönigin

Döllingen ()Mit einer durch Naturparkchef Lars Thielemann an Blütenkönigin Anja Obenaus versprochenen "Härtezulage" wurde in diesem Jahr das Blütenfest im Pomologischen Schau- und Lehrgarten in Döllingen eröffnet. Während der Eröffnungszeremonie wehte ein eisiger Ostwind über die Döllinger Höhen. Da half auch die neue Schärpe nicht viel. Der Naturpark habe extra bei den Meteorologen nachgefragt, so Thielemann. Diese hätten die Witterung allerdings als normal eingestuft. Die gefühlte Kälte sei auf die bereits warmen Temperaturen zurückzuführen, die vor gut drei Wochen einen Sommereinbruch suggeriert hätten, erklärte der Naturparkchef. Davon hätte sich auch die Vegetation veralbern lassen, denn bei vielen Obstbäumen sei die Blütenpracht bereits vergangen. Die Obstbauern seien in diesem Jahr nicht zufrieden mit der Witterung. Stellenweise seien enorme Frostschäden zu verzeichnen. Eine unmittelbare vor Ort- Kontrolle der winzigen Blütenstempel durch die amtierende Äppelmoid Jana Reichel erbrachte im Pomogarten überdurchschnittlich gute Werte. Nur wenige Blüten sind hier offensichtlich dem Frost zum Opfer gefallen. Sind die winzigen Stempel noch grün, liege alles sprichwörtlich im "Grünen Bereich", so Jana Reichel. Schwarze Stempel lassen die Blüten dagegen absterben. Früher haben die Obstanbauer während der Baumblüte in Eis-Nächten einzelne Feuer zwischen den Plantagenreihen angezündet. An den Stellen, an denen die Blütenpracht von den Rauchschwaden in den eisigen Nächten eingehüllt wurde, haben dann nahezu alle empfindlichen Gewächse das Martyrium der Natur überstanden. Ein anderer, fast schon spektakulärer Trick, ist das Einsprühen der blühenden Bäume mit einem Nebel aus Wasser. Um die empfindlichen Blüten bildet sich eine Eisschicht, welche die minimale Restwärme der Blüte nicht entweichen lässt. "Wir dachten, der Frost hat mehr zugeschlagen", meinte auch der Döllinger Ortsvorsteher Bernd Binder. Döllingen sei immer eine Reise wert. Zumal sich die Apfel- und Quittenblüte noch im Anfangsstadium befinde. Der Pomologische Schau- und Lehrgarten wie auch die Streuobstwiesen zwischen Döllingen, Hohenleipisch und Kraupa seien ein Aushängeschild für die ganze Region, meinte Plessas neuer Amtsdirektor Göran Schrey. Weil für den Nachmittag ungünstige Witterung angekündigt wurde, herrschte bereits am Vormittag dichtes Gedränge auf dem Festgelände. Neben dem Empfang der Blütenkönigin gab es zum Saisonauftakt im Pomogarten ein Konzert mit den Schwarzheider Musikanten und am Nachmittag ein buntes Frühlingsspektakel mit Theater, Führungen, Kutschfahrten mit einem Esel und Mit-Mach-Angebote. Selbstverständlich, dass auch ein Markt mit regionalen Köstlichkeiten, delikaten Bioprodukten und Raritäten der Frühjahrspflanzungen an diesem Tag nicht fehlen durfte.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 2.5.17 von Veit Rösler

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Haertezuschlag-fuer-die-Bluetenkoenigin;art1059,5968732

Die Blütenkönigin lädt ein

Döllingen Im Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen findet am 1. Mai das traditionelle Blütenfest statt. Ab 10 Uhr lädt Blütenkönigin Anja Obenaus zu einem geführten Rundgang durch den blühenden Garten ein. Die Schwarzheider Musikanten spielen ab 11.30 Uhr zum Frühschoppen auf. Für jede Altersklasse ist ab 13.30 Uhr mit der Jugendband "Green Forest" etwas dabei. "Bauer sucht Frau" mit den Lobenburgern, eine kleine Blütenshow mit den Lobenburger Spatzen und die "TOP 15" mit der Theatergruppe des DRK, Wohnstätte Haus Winterberg, sind weitere Programmpunkte am Nachmittag. "Dem Imker über die Schulter geschaut" - vom Fachmann Reinhard Opitz erhält man Antwort auf viele Fragen; ein kleiner Regionalmarkt ist aufgebaut.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 27.4.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Die-Bluetenkoenigin-laedt-ein;art1059,5960949

Zwei Fahrradtouren und eine Stadtführung

Bad Liebenwerda Zu der thematischen Naturpark-Radwanderung "Ateliertour" wird am Sonnabend um 13 Uhr eingeladen. Treffpunkt ist das Naturparkhaus in Bad Liebenwerda, Markt 20 (Info-Telefon 035341 471594). Anmeldeschluss ist bis eine Stunde vor dem Start. Mitfahrer werden um eine Spende gebeten.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 28.4.17 von Manfred Feller

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Zwei-Fahrradtouren-und-eine-Stadtfuehrung;art1059,5962721

Schwierige Bedingungen: Nur ein Auerhahn überlistet

Schwierige Bedingungen: Nur ein Auerhahn überlistet

Bad Liebenwerda Es war eine Woche voller Extreme. Die Auerhuhn-Arbeitsgruppe, die in der vergangenen Woche zum Auerhahn-Fang in die Provinz Darlana nach Mittelschweden aufgebrochen war und am Sonntag wieder nach Hause gekommen ist, kann nur den Fang eines Auerhahns vermelden. Projektleiter Dr. Alexander Zimmermann: "Die Bedingungen haben einfach nicht gepasst. Ich habe ja gehört, dass es auch in Deutschland extrem kühl und windig war. In Mittelschweden war das noch einen Zacken schärfer. Wir hatten teils eisigen Wind und Nachttemperaturen von minus zehn Grad Celsius. Da sind die Hähne vielfach nicht auf die Lichtungen gekommen und in ihren Deckungen geblieben. Die Balz ist noch nicht richtig im Gange." Die Männer haben dennoch in ihren Zelten tapfer ausgehalten. Ein Hahn hat sich dann doch überlisten lassen und ist in die aufgestellten Netze geflogen. Er ist mit dem Vorausfahrzeug bereits nach Deutschland gebracht worden und am Sonnabend im Babbener Forst wieder freigelassen worden. Dr. Alexander Zimmermann: "Wir haben wieder neue Erfahrungen gesammelt, die uns beim nächsten Einsatz Mitte Mai in Nordschweden zugutekommen werden."

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 25.4.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Schwierige-Bedingungen-Nur-ein-Auerhahn-ueberlistet;art1059,5957453

Die Blütenkönigin bittet im Pomo-Garten zum Rundgang

Die Blütenkönigin bittet im Pomo-Garten zum Rundgang

Döllingen Im Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen findet am 1. Mai das traditionelle Blütenfest im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft statt. Die Blütenkönigin bittet im Pomo-Garten zum Rundgang  Ab 10 Uhr lädt Blütenkönigin Anja Obenaus zu einem geführten Rundgang durch den blühenden Garten ein. Die Schwarzheider Musikanten spielen ab 11.30 Uhr zum Frühschoppen auf. Für jede Altersklasse ist ab 13.30 Uhr mit der Jugendband "Green Forest" etwas dabei. "Bauer sucht Frau" mit den Lobenburgen, eine kleine Blütenshow mit den Lobenburger Spatzen und die "TOP 15" mit der Theatergruppe des DRK, Wohnstätte Haus Winterberg, sind weitere Programmpunkte am Nachmittag. Mit-Mach-Angebote, Kutschfahrten mit dem Esel für Kinder und Führungen im Garten lassen keine lange Weile aufkommen. "Dem Imker über die Schulter geschaut" – vom Fachmann Reinhard Opitz erhält man Antwort auf viele weitere Fragen zum interessanten Leben der Honigbiene und der vielseitigen Arbeit des Imkers. Auch ein kleiner Markt mit regionalen Köstlichkeiten und Bioprodukten lädt zum Einkaufen ein. Gärtner bieten Raritäten für die Frühjahrspflanzung an. Traditionell stehen auch verschiedene Tomatenpflanzen alter Sorten und außergewöhnliche Beet- und Balkonpflanzen im Angebot. Für das leibliche Wohl wird mit Deftigem aus der Gulaschkanone und vom Grill und frischgebackenem Kuchen mit Früchten aus dem Pomologischen Garten gesorgt.

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 22./23.4.17 von Frank Claus

www.lausitzer-woche.de/rl/lokales/spn/titelseite/Die-Bluetenkoenigin-bittet-im-Pomo-Garten-zum-Rundgang;art312182,5951631

Längst traditioneller Blütenzauber

Längst traditioneller Blütenzauber

Auszug aus dem SonntagsWochenBlatt vom 23.4.17

Schwierige Bedingungen: Nur ein Auerhahn überlistet

Schwierige Bedingungen: Nur ein Auerhahn überlistet

Bad Liebenwerda Es war eine Woche voller Extreme. Die Auerhuhn-Arbeitsgruppe, die in der vergangenen Woche zum Auerhahn-Fang in die Provinz Darlana nach Mittelschweden aufgebrochen war und am Sonntag wieder nach Hause gekommen ist, kann nur den Fang eines Auerhahns vermelden. Projektleiter Dr. Alexander Zimmermann: "Die Bedingungen haben einfach nicht gepasst. Ich habe ja gehört, dass es auch in Deutschland extrem kühl und windig war. In Mittelschweden war das noch einen Zacken schärfer. Wir hatten teils eisigen Wind und Nachttemperaturen von minus zehn Grad Celsius. Da sind die Hähne vielfach nicht auf die Lichtungen gekommen und in ihren Deckungen geblieben. Die Balz ist noch nicht richtig im Gange." Die Männer haben dennoch in ihren Zelten tapfer ausgehalten. Ein Hahn hat sich dann doch überlisten lassen und ist in die aufgestellten Netze geflogen. Er ist mit dem Vorausfahrzeug bereits nach Deutschland gebracht worden und am Sonnabend im Babbener Forst wieder freigelassen worden. Dr. Alexander Zimmermann: "Wir haben wieder neue Erfahrungen gesammelt, die uns beim nächsten Einsatz Mitte Mai in Nordschweden zugutekommen werden."

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 25.4.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Schwierige-Bedingungen-Nur-ein-Auerhahn-ueberlistet;art1059,5957453

Die Blütenkönigin bittet im Pomo-Garten

Döllingen Im Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen findet am 1. Mai das traditionelle Blütenfest im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft statt. Die Blütenkönigin bittet im Pomo-Garten zum Rundgang Anja Obenaus ist im vergangenen Jahr zur Blütenkönigin des Naturparks gewählt worden. Foto: V. Rösler/vrs4 Ab 10 Uhr lädt Blütenkönigin Anja Obenaus zu einem geführten Rundgang durch den blühenden Garten ein. Die Schwarzheider Musikanten spielen ab 11.30 Uhr zum Frühschoppen auf. Für jede Altersklasse ist ab 13.30 Uhr mit der Jugendband "Green Forest" etwas dabei. "Bauer sucht Frau" mit den Lobenburgen, eine kleine Blütenshow mit den Lobenburger Spatzen und die "TOP 15" mit der Theatergruppe des DRK, Wohnstätte Haus Winterberg, sind weitere Programmpunkte am Nachmittag. Mit-Mach-Angebote, Kutschfahrten mit dem Esel für Kinder und Führungen im Garten lassen keine lange Weile aufkommen. "Dem Imker über die Schulter geschaut" – vom Fachmann Reinhard Opitz erhält man Antwort auf viele weitere Fragen zum interessanten Leben der Honigbiene und der vielseitigen Arbeit des Imkers. Auch ein kleiner Markt mit regionalen Köstlichkeiten und Bioprodukten lädt zum Einkaufen ein. Gärtner bieten Raritäten für die Frühjahrspflanzung an. Traditionell stehen auch verschiedene Tomatenpflanzen alter Sorten und außergewöhnliche Beet- und Balkonpflanzen im Angebot. Für das leibliche Wohl wird mit Deftigem aus der Gulaschkanone und vom Grill und frischgebackenem Kuchen mit Früchten aus dem Pomologischen Garten gesorgt. red/fc

Die Elstertaler spielen zum Naturparkfest

Bad Liebenwerda/Dobra Bauunternehmer Werner Jost, der sich ehrenamtlich aktiv in die Vorbereitungen des Naturparkfestes in seinem Heimatort Dobra am 24. und 25. Juni einbringt, hat verwundert die Augen gerieben: Kein Kurkonzert an diesem Wochenende wie auf dem Flyer der Stadt vermerkt und von der RUNDSCHAU geschrieben? "Das stimmt nicht, das Kurkonzert wird an diesem Sonntag nach Dobra verlegt, und es spielen die Elstertaler Blasmusikanten aus Zeischa", sagt er. Auf dem Flyer ist das Fest genannt, aber keine Musikformation.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 21.4.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Die-Elstertaler-spielen-zum-Naturparkfest;art1059,5950995

Aus der Region, für die Region - Ziel: Mehr Regionalität auf heimischen Tischen

Aus der Region, für die Region - Ziel: Mehr Regionalität auf heimischen Tischen

Auszug aus dem Wochenkurier vom 21.4.17

Es summt und brummt jetzt überall in der Natur ?

Es summt und brummt jetzt überall in der Natur ?

Bad Liebenwerda Die Naturwacht im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft gibt regelmäßig einen Infofobrief mit Neuigkeiten im Naturpark heraus, der auch auf der informativen Internetseite des Naturparks veröffentlicht wird. Was tut sich jetzt in der Natur? Darüber wird so berichtet: Die ersten Frühlingsboten haben sich bereits zurückgezogen, die ersten Zugvögel haben ihr Revier in Besitz genommen und die Uhren sind auf Sommerzeit eingestellt. Kraniche, im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft Stammgäste. Das erste Quartal des Jahres ist bereits vorbei, und voller Spannung schauen wir auf die vor uns liegende Zeit des Auflebens, des Erblühens, des Startens in den Sommer. Frühmorgens, noch ganz steif von der Kälte wagen sich die ersten Frösche und Kröten auf ihren langen gefährlichen Weg zu ihren Laichgewässern. Dabei muss manch Hindernis überwunden werden, die große Wiese ohne Deckung, die viel befahrene Straße oder hungrige Wegbegleiter. Haben sie ihr Gewässer erreicht, geht es weiter. Mit der abendlichen Dämmerung beginnt ein besonders Konzert. Zum Auftakt blubbern die Männchen der Moorfrösche um die Wette und werden mit jedem Tag blauer. Dazu gesellen sich die Erdkröten mit ihrem "üh üh üh". Den Abschluss des Konzertes bildet der Laubfrosch. Bis weit in die Nacht ist sein lautes "äp äp äp" zu hören. Und mit den melodischen Rufen "uh uh uh" beendet die Rotbauchunke den Konzertreigen in diesem Jahr und alle Akteure ziehen sich ins Sommerquartier zurück. Erleben können Interessierte dieses Schauspiel zum Beispiel an den Maasdorfer Teichen oder der Teichgruppe Kleine Mühle bei Fischwasser und Drößig. Mit den ersten wärmeren Tagen erwachen auch die Zitronenfalter aus ihrer Winterstarre. Sie sind die ersten Falter im Jahr. Kurze Zeit darauf folgen Kleiner Fuchs, C-Falter, Trauermantel und Tagpfauenauge. Sie alle haben in Mauerritzen, unter Rinde oder auf Dachböden überwintert und freuen sich über die erste Blütenpracht. (?) Die Buschwindröschen nutzen die Zeit, in der das Licht noch nicht von den großen Bäumen abgefangen wird. Ein ganzer Blütenteppich breitet sich auf dem Waldboden aus. Sie sind, wie die früh blühenden Zwiebel- und Knollenpflanzen, Geophyten. Das heißt, sie treiben im Frühling rasch aus, haben aber schon im Frühsommer ihren Wachstumszyklus beendet und ziehen sich wieder in die Erde zurück. Im Naturpark ist diese Blütenpracht jetzt im NSG "Buchwald" bei Doberlug-Kirchhain oder auch im Saathainer Gutspark zu erleben. Auch anderswo wird es langsam wieder voll. Der Kranichzug ist fast vorbei. Nachdem im Februar zunächst mitteleuropäische Brutvögel aus Spanien und Frankreich zurückkehrten, sind seit Anfang März vermehrt Skandinavier und Balten unterwegs. Wer einen weiten Weg hat, müsste eigentlich besonders früh abreisen, oder? Bei den Kranichen trifft das nicht zu, denn wenn in Mitteleuropa schon der Vorfrühling lockt, regiert in Skandinavien oder im Baltikum oft noch der Winter. Die erste große Rückreisewelle Mitte Februar betraf daher vor allem Kraniche mit Brutrevieren in Mitteleuropa. Seit dem 20. Februar sind die Reviere hier im Naturpark alle besetzt. Bei der zweiten Welle Ende Februar waren dann schon mehr Skandinavier unterwegs und für die seit März laufende dritte Welle trifft das besonders zu. Zurzeit ist noch ein Junggesellentrupp im Naturpark unterwegs. Sie können auf den Feldern in der Elsterniederung beobachtet werden. Täglich schauen die "Weißstorch-Horst-Besitzer" nach oben und hoffen auf die Rückkehr ihres Weißstorches. Schließlich kommen die meisten unserer hier brütenden Weißstörche von einer langen Reise aus dem Süden Afrikas zurück. Voller Gefahren ist die Reise über den Bosporus, durch den Nahen Osten zunächst bis in den Sudan und dann weiter nach Tansania und sogar nach Südafrika. Nach zwei Monaten im warmen Winterquartier geht es die gleiche Strecke wieder zurück.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 20.4.17 von Frank Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Es-summt-und-brummt-jetzt-ueberall-in-der-Natur-hellip;art1059,5947755

www.naturpark-nlh.de

Darf`s was rEEgionales sein?

Darf`s was rEEgionales sein?

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 15.4.17

Neue Vermarktungsideen für Elbe-Elster-Produkte - Wirtschaftsförderungsgesellschaft stellt in Doberlug Konzepte vor

Neue Vermarktungsideen für Elbe-Elster-Produkte - Wirtschaftsförderungsgesellschaft stellt in Doberlug Konzepte vor

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 15.4.17

Heidelandschaft-Entdeckertour

Heidelandschaft-Entdeckertour

Auszug aus der Lausitzer Woche vom 15.4.17

Leckeres Brot zum Naturparkfest

Leckeres Brot zum Naturparkfest

Dobra Wenn Dobra am 25. Juni Gastgeber des Naturparkfestes ist, bekommen Besucher was aufs Brot geschmiert. Direkt und im übertragenen Sinn. Leckeres Brot zum Naturparkfest  Die Sieger-Naturparkgemeinde 2016, Ausrichter des Naturparkfestes, ist ein schmuckes Dorf. Ganz große Generalreparaturen sind nicht mehr nötig, Dobra zieht nur noch den "Lidstrich" nach. Am vergangenen Sonnabend sind etwa 20 Leute beim Dorfputz auf den Beinen. Geputzt wird an der Kirche, am Friedhof und am neuen Erholungspunkt im Dorf, der "Auszeit am Dorfanger". Fit gemacht wird damit ein Platz, der in früheren Jahren bereits einer war, wo man sich zum Schwatzen traf. Heiko Naumann pflastert eine kleine Fläche, worauf drei Sessel aus Drahtgeflecht Platz bekommen. Ein Barfußweg umschließt die Pflanzfläche. Die Begrenzung aus Baumstämmen hat Gerd Manig gezimmert. Noch fehlt es an einem Einstieg in den Mühlgraben, passend zum kneippschen Kurkonzept. Ortsvorsteherin Gudrun Heide bleibt aber zuversichtlich, hofft irgendwann auf die drei Stufen ins kühle Nass. Sybille Jakober sorgt für den passenden Pflanzplan, die Technik und die regionalen Gewächse. Während die einen ihrem wohlverdienten Feierabend entgegensehen, zieht Bäckermeister Paul Müller die ersten Brote aus dem Backofen. Auf dem Hof der Ortsvorsteherin gibt es einen funktionierenden Holzbackofen. Die Familie schätzt, dass er mehr als achtzig Jahre alt ist. Nach einem ersten Treffen mit Familie Heide war der Bäckermeister gleich begeistert von der Idee, zum Naturparkfest zu kneten und zu backen. Am Samstag dann der erste größere Testlauf. Während die ersten Roggenmischbrote aus Sauerteig im Ofen verweilen, wiegt Paul Müller alle Zutaten für Kirsch-Hefekuchen mit Streuseln ab. Waage und Mixer gehören in das Equipment des Bäckermeisters, sie sind robust und für große Mengen geeignet. Aus der eigenen Feder stammen auch die Rezepte des 29jährigen Rückersdorfers, der sich selbst als bekennender Stollenbäcker bezeichnet. Während seiner Lehrzeit habe er den Umgang mit den Rohstoffen schätzen gelernt, lässt der junge Mann wissen. Die Liebe zum Beruf sei mit den Jahren gewachsen, der Meisterabschluss die logische Folge. Leckeres Brot zum Naturparkfest  "Im Teig ist Leben", lässt der Meister wissen und meint weiter: "Je länger der Teig geht, je besser wird sein Aroma." Zwischen Zutaten abwiegen, Bäckerweisheiten formulieren und der Weitergabe von Informationen zu den Zutaten erfährt man, dass das Herz des jungen Mannes an der Heimat und der Familie hängt. Pizza, Zuckerkuchen und Holzofenbrot wird es auch zum Naturparkfest geben. Helfend wird dem Bäckermeister Friedrich Raum zur Seite stehen, wie schon bei der Generalprobe am vergangenen Samstag. "Es hat lecker geschmeckt!", das ist das größte Lob für den jungen Bäckermeister, der nichts mehr liebt, als sich auszuprobieren. Zum Naturparkfest wartet Dobra mit einer großen Händlermeile mit viel Handwerk, Kultur und kulinarischen Genüssen auf.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 11.4.17 von Mona Claus

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Leckeres-Brot-zum-Naturparkfest;art1059,5935491

Endspurt für Wettbewerb um die Naturparkgemeinde

Bad Liebenwerda Im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft sind die Vorbereitungen für das diesjährige Naturparkfest am 25. Juni in Dobra in vollem Gange. Gefeiert wird wie immer in der Naturparkgemeinde des Vorjahres. Welche Gemeinde beim diesjährigen Fest zur Naturparkgemeinde gekürt wird, ist hingegen noch offen. Bewerbungen sind bis zum 21. April möglich. Soweit informieren das zuständige Landesministerium und die Naturparkverwaltung. Viele Orte im Naturpark haben sich seit 1999 am Wettbewerb beteiligt. Nicht alle konnten sich mit dem Siegertitel schmücken, gebracht aber hat die Bewerbung jeder Kommune etwas. Denn zahlreiche Einwohner bringen sich dabei mit Ideen ein, hinzu kommt die öffentliche Aufmerksamkeit. Am 3. Mai bereist das Kuratorium des Naturparks die diesjährigen Bewerber, um sich über deren Aktivitäten zu informieren. In geheimer Wahl wird dann der Sieger des Wettbewerbs ermittelt. Mit dem Titel Naturparkgemeinde ist gleichzeitig ein Preisgeld von 1000 Euro verbunden, das die Sparkasse zur Verfügung stellt. Darüber hinaus werden die Gemeinde und ihre Aktivitäten in einem Faltblatt vorgestellt, überreicht wird außerdem ein Schild mit der Aufschrift "Naturparkgemeinde 2017". Nicht zuletzt wird die Naturparkverwaltung ein "Naturparkprojekt" in der Siegergemeinde finanziell unterstützen. Die Wettbewerbsbedingungen sind im Internet zu finden: www.naturpark-nlh.de. Adressatin ist die Naturparkverwaltung in Bad Liebenwerda.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 7.4.17

www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Endspurt-fuer-Wettbewerb-um-die-Naturparkgemeinde;art1059,5929216

Feinschmecker kommen zu Ostern auf ihre Kosten

Bad Liebenwerda Zu Ostern servieren die Gaststätten, die die Regionale Speisekarte anbieten, Niederlausitzer Heidelamm auf den Tischen. Ab Karfreitag wird zu den "Niederlausitzer Heidelammwochen" eingeladen. Feinschmecker schätzen den unvergleichlichen Geschmack vom Heidelamm. Kein Wunder ? der Geschmack ist nicht mit anderem Schaffleisch vergleichbar, sondern eher wildähnlich. Das würzig-zarte Fleisch ist eine Delikatesse mit vielen Gesichtern und auch die heimische Küche kennt viele Lammspezialitäten. In diesem Jahr bieten acht ausgewählte Gaststätten Heidschnuckengerichte in verschiedenen Variationen an. Geliefert werden die Tiere vom hiesigen Heideschäfer, Schäfermeister Daniel Hissung. In diesen Gaststätten werden die Schnuckengerichte während der "Heidelammwochen" aufgetischt: Arcus Hotel in Elsterwerda, Hotel & Gaststätte "Parkschlösschen" in Maasdorf, Restaurant "Goldener Hahn" in Finsterwalde, Parkrestaurant Holzhof Elsterwerda, Gaststätte "Zum Goldenen Löwen" in Hohenleipisch, Gasthof "Zum Elstertal" Zeischa, Oberer Gasthof Landhof Wehle in Hirschfeld, Waldschänke Bad Erna.

Auszug aus der Lausitezr Rundschau vom 7.4.17 von pm/leh

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Vogel mit Migrationshintergrund

Der weltweite Tag des Artenschutzes wird seit mehr als 40 Jahren begangen. Verbessert hat sich die Situation kaum. Doch es gibt einzelne Projekte, die sich gegen den Trend stemmen. Steinkauz und Auerhuhn galten in Brandenburg als ausgestorben, nun leben sie wieder hier. Für andere Tiere dagegen haben selbst Experten wenig Hoffnung.

Dahmeland-Fläming . Seit mehr als 40 Jahren wird weltweit am 3. März der Tag des Artenschutzes begangen, doch verbessert hat sich die Situation nicht. Ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten auf der Erde ist akut vom Aussterben bedroht. Betroffen sind dabei nicht nur bekannte Arten wie Panda und Nashorn. Die Situation für die biologische Vielfalt sei hierzulande nicht befriedigend, heißt es in einer Erklärung des Brandenburger Umweltministeriums. Rund die Hälfte aller heimischen Arten und drei Viertel der Lebensräume sind demnach gefährdet. Ehemals weit verbreitete Arten sind seit vielen Jahren ausgestorben, darunter der Feldhamster. Auch das Auerhuhn war betroffen. 1998 wurde die letzte Henne in der Niederlausitz gesichtet, nachdem die Tiere dort jahrhundertelang heimisch gewesen waren. Heute leben wieder mehr als 60 Auerhühner in der Region, eine Arbeitsgruppe hat die Tiere im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft angesiedelt. Dies ist nicht das einzige erfolgreiche Projekt dieser Art. Im Naturpark Nuthe-Nieplitz läuft ein Wiederaussiedlungsprojekt mit Steinkäuzen. Mindestens 15 Paare der possierlichen Vögel leben dort.

Lebensraum für die Tiere muss geschaffen werden

Dabei ist ein solches Wiederansiedlungsprojekt hochkomplex, wie Lars Thielemann, der Leiter des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft erklärt. „Es ist nicht damit getan, einfach ein paar Auerhühner in die Landschaft zu setzen“, sagt er. Es sei eine ganze Reihe von Bestimmungen einzuhalten. Weil es viele gescheiterte Projekte gibt, wurden klare Kriterien festgelegt, die erfüllt sein müssen. Unter anderem muss der Grund für das Aussterben einer Tierart bekannt und vom Menschen beeinflussbar sein. Dann muss der Lebensraum geschaffen werden, welchen die Tiere benötigen. In Nuthe-Nieplitz hat der Landschaftsförderverein 3000 Hektar Land angekauft und renaturiert, lange bevor der erste Steinkauz über die Wiesen flog. „Wir mussten all die negativen Effekte rückgängig machen, die eine intensive, auf möglichst hohen Ertrag ausgerichtete Landwirtschaft mit sich bringt“, sagt Peter Koch vom Landschaftsförderverein, „das ist ein Riesenaufwand.“ Im Naturpark darf kein Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, ausschließlich organischer Dünger in geringen Mengen ist erlaubt. Für den Kauz wurden Streuobstwiesen angelegt, Hecken und Feldgehölze. Peter Koch und seine Mitstreiter haben ein Steinkauz-Paradies geschaffen.

Verpartnerung im Großen und Ganzen erfolgreich

2010 wurde es dann ernst. Die ersten sechs von einem Züchter stammende Kauzpaare wurden auf Reviere verteilt. In Volieren durften sie sich an ihre neue Umgebung – und den zugeteilten Partner – gewöhnen, bevor es in die Natur ging. „Wir können die ja nicht einfach in die Luft werfen und sagen, na, jetzt kommt mal klar“, sagt Kauz-Experte Koch. Stattdessen geht man es langsam an, wartet auf Kauznachwuchs. „Solche Zwangsehen klappen zum Glück sehr gut“, sagt Peter Koch. Es gebe auch mal Paare, bei denen kein Nachwuchs entstünde, aber im Großen und Ganzen sei die Verpartnerung erfolgreich. Erst vor kurzem konnte das Projekt eine halbe Million Euro Fördergelder von der EU verbuchen. Die werden auch gebraucht, bis sich die Steinkauz-Population selbst erhalten kann, wird es noch einige Jahre dauern. So ist es auch beim Auerhuhn. „Konservativ geschätzt haben wir momentan mindestens 60 Tiere“, sagt Naturpark-Chef Lars Thielemann. Rund 100 Vögel sollten es sein, dann könne sich der Mensch langsam zurückziehen und die Population sich selbst überlassen. 2020 soll dieses Ziel erreicht werden. Bis dahin werden jedes Jahr 60 Auerhühner in Schweden gefangen und in Südbrandenburg wieder ausgesetzt. Tiere vom Züchter würden nicht überleben, sagt Thielemann. Deshalb entführt er Hühnervögel in Nordeuropa. Mit staatlicher Erlaub

Verlust an Vielfalt in Mitteleuropa

Für den Naturparkleiter ist der Artenschutz ein wesentlicher Bestandteil seiner Arbeit. „Biodiversität ist für uns Menschen genauso entscheidend wie es die Folgen des Klimawandels sind“, sagt er. In Mitteleuropa gebe es eine dramatische Erosion von Arten. „Das ist ein großer Verlust an Vielfalt, die wir Menschen zu verantworten haben.“ Genau deshalb ist das Auerhuhnprojekt für Thielemann eine Herzensangelegenheit. „Das Auerhuhn ist zum Glück charismatisch, man könnte sagen, sexy genug, um Leute zu begeistern", so Thielemann. In seiner Arbeitsgruppe sitzen Förster, Jäger und Naturschützer an einem Tisch. Das sei nicht bei jedem Tier denkbar. „Beim Wolf ist es schwierig, auch der Feldhamster hat kein positives Image“, sagt Thielemann, „doch das Auerhuhn begeistert die Menschen, das erleichtert die Arbeit sehr.“ Und wenn es wieder angesiedelt ist, bringt es automatisch andere Tiere mit, Waldschnepfen, Kreuzottern und Sperlingskäuze sind im Auerhuhn-Schlepptau. „Wenn eine Art wegfällt, hat das Folgen für andere“, sagt Thielemann. Für den Naturparkleiter ist klar, dass der Mensch nicht nur an einem internationalen Aktionstag für die Artenvielfalt einstehen muss: „Wir sollten begreifen, dass auch Artenvielfalt eine Form von Lebensqualität ist.“ Von Saskia Kirf

Auszug aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung - Dahmeland Fläming von Saskia Kirf

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Wohnungsbau für die Falken

Wohnungsbau für die Falken

Bad Liebenwerda Diesen Ausblick möchte man haben! Die Falken auf dem Turm der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda haben eine neue Wohnung. Wohnungsbau für die Falken  Tino Gärtner von der Naturwacht im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ist der Bauherr. Von unten ist er kaum zu erkennen. Industriekletterer Sven Richter aus Wahrenbrück hängt gut gesichert in Seilen hoch oben noch über einer der vier Turmuhren der St. Nikolaikirche. Als im Jahr 2010 die Kirchturmspitze samt Kugel und Kreuz saniert worden ist, ist an einem der Giebel auch ein Nistkasten für Turmfalken angebracht worden. Naturwacht-Ranger Tino Gärtner hat sich der Betreuung des Kastens angenommen und nun Alarm geschlagen: Die Wohnung in fast 50 Metern Höhe ? der Kirchturm ist 54 Meter hoch ? befindet sich in einem erbärmlichen Zustand. Einen weiteren Sturm hätte der Kasten nicht unbeschadet überstanden. Tino Gärtner hat deshalb mit Kindern der evangelischen Kinderkirche in Bad Liebenwerda einen neuen gebaut und ihnen zuvor viel über den am häufigsten in Mitteleuropa vorkommenden Falken erzählt. Doch wer würde die alte Nisthilfe abmontieren und die neue befestigen? Industriekletterer Sven Richter und sein Kollege Maik Kindervater erklären sich schnell bereit. Was unkompliziert scheint, bedarf aber erst mal stattlicher Vorbereitung. Nur durch ein kleines Dachfenster kann Sven Richter hinausklettern. Mit Seilen und eigens über höher liegende Dachbalken im Turmgestühl angebrachte Schlupfe kann er gesichert werden. Dann wird der marode Nistkasten gesichert, um zu verhindern, dass sich beim Abbauen Teile selbstständig machen. Sven Richter ist hinausgeklettert, löst Schrauben und zirkelt dann die alte Wohnung durch das enge Dachfenster. Millimeterarbeit. Erst im Inneren kann die auf dem Kasten befestigte Kamera, die Bilder von der Falkenbehausung auf die Rechner der Naturwacht sendet, abmontiert werden. Der neue Brutkasten ist robuster, dürfte nun hoffentlich einige Jahre länger halten. Mit geübten Handgriffen befestigt ihn Sven Richter sicher am Giebel und zwängt sich dann durch die Fensterluke wieder unters Dachgebälk. Geschafft. Tino Gärtner bereitet den Falken noch das Bett aus Hobelspänen und freut sich. "Die Falken sind in den vergangenen Tagen schon wieder um den Turm geflogen. Wegen mir können sie jetzt den Mietvertrag unterschreiben." Wohnungsbau für die Falken Foto: alexanderoberst/Fotolia

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 25./26.3.17 von Frank Claus

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Sensible Hähne und abgeklärte Hennen beim Auerhuhn-Projekt

Sensible Hähne und abgeklärte Hennen beim Auerhuhn-Projekt

Bad Liebenwerda Das Auerhuhn-Projekt geht in seine nächste Phase. Bisherige Ansiedlungserfolge geben Zuversicht. Inzwischen sind etwa 70 Tiere in der Niederlausitz nachweisbar. Vermutlich nimmt er mit seinen leuchtenden Augen so schon gefangen. Wenn er aber über das Auerhuhn-Projekt spricht, scheint es, als würden sie blitzen. Dabei ist der neue Projektkoordinator Dr. Alexander Zimmermann erst wenige Wochen im Naturparkhaus in Bad Liebenwerda im Dienst. Der 38-jährige Geoökologe - der Dresdner hat am Institut für Erd- und Umweltwissenschaften in Potsdam studiert und promoviert - sagt es unumwunden: ?Wissenschaft ist gut und wichtig. Aber ich wollte wieder raus in die Praxis.? In Bad Liebenwerda hat er einen Berg voller Arbeit vor sich und kann auf einen ebensolchen an Erfahrungen bauen. ?Was Naturparkleiter Lars Thielemann und sein Team für das Auerhuhn-Projekt bisher geleistet haben, ist gewaltig?, sagt er. Seine erste Bewährungsprobe hat der ?Neue? gerade hinter sich gebracht: Etwa 20 Vertreter von Auer- und Birkhuhn-Projekten aus Polen, Belgien und den Niederlanden sowie aus den deutschen Bundesländern Thüringen und Bayern sind in der vergangenen Woche zu einem ersten Erfahrungsaustausch in Bad Liebenwerda zusammengekommen. ?Eine Arbeitstagung, die uns allen viel gegeben hat?, sagt Dr. Zimmermann. 23.03.2017 Es ist Wiedergutmachung – nicht mehr und nicht weniger Der Mensch hat die Auerhühner vertrieben. Durch Bergbau, holzorientierte Forstwirtschaft, die Nutzung großer Flächen für militärische Übungszwecke ... Artikel lesen Die Thüringer wollen zum ersten Mal Auerhühner aus der Landschaft Schwedens entnehmen. Die Polen und Bayern haben bereits Erfahrungen mit der Wiederansiedlung des Birkhuhns. Seit im Jahr 2012 die ersten mit Sendern versehenen Tiere in der Niederlausitz ausgesetzt werden konnten, hat sich die Population rund um Bad Liebenwerda wieder entwickelt. Für die Vögel konnten bereits 2016 Tiere der Enkelgeneration nachgewiesen werden, also echte ?Brandenburger? Auerhühner. Die Bad Liebenwerdaer Pilotprojektler des Brandenburger Auerhuhn-Umzugs sind inzwischen selbst zu erfahrenen Hasen geworden. Lars Thielemann würde diesen Satz vermutlich so nie zulassen. Noch lange nicht würde man das Projekt abschließend als gelungen bezeichnen können. Auch wenn inzwischen etwa 70 Tiere in der Niederlausitz nachweisbar seien, benötige das Projekt bis zur dauerhaften Wiederansiedlung noch einen langen Atem und Geld. 1,4 Millionen Euro stellt der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes den Bad Liebenwerdaer Ansiedlungsexperten zur Verfügung. Was viel klingt, ist am Ende für den fünfjährigen Bewilligungszeitraum von 2017 bis 2022 doch knapp bemessen. Vier Mitarbeiter habe das Projektteam, und finanziert werden müssten mit dem Geld sämtliche Maßnahmen ? von den ständigen Fahrten mit Auto, Schiff und Flugzeug nach Schweden bis hin zur wissenschaftlichen Begleitung einschließlich Monitoring. Am Ende müssen wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse vorgelegt werden. Jährlich 60 Tiere dürfen mit Zustimmung der Schweden aus dortigen Landschaftsgebieten entnommen werden. Während hierzulande die Population Ende der 90er-Jahre erloschen war, gibt es dort Birk- und Auerhühner noch in ausreichender Zahl. In Schweden sind die Vögel sogar noch als bejagbares Wild eingestuft. Der Fang freilich gestaltet sich schwierig. ?Vor allem die Männchen sind während der Balz unheimlich sensibel.? Sie werden mit dünnen, durchsichtigen Netzen auf Balzplätzen Mitte April in Mittelschweden gefangen. Der Transport nach Deutschland müsse ganz schnell gehen, weswegen eine Fahrt nur mit dem Auto möglich sei. Quasi rein in die Kiste und ab. ?Im Vorjahr ist es gelungen, alle vier gefangenen Hähne erfolgreich in ihr neues Zuhause zu bringen?, so Dr. Zimmermann. Die Hennen werden in Nordschweden an bereits schneefreien Straßenrändern, wo zumeist auch schon kleine Gräser die Tiere anlocken, mittels Kescher im Mai gefangen und können nach kurzer Zwischenhaltung in größeren Gruppen mit dem Flieger nach Deutschland gebracht werden. Das alles passiere in speziell vorbereiteten Pappkartons. Die Bedingungen in hiesigen Wäldern mit wieder gut entwickelten Heidelbeer- und Preiselbeerenbeständen würden die Chancen auf eine dauerhafte Wiederansiedlung erhöhen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 23.3.17. von Frank Claus

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Wie Obstgehölze veredelt werden

Wie Obstgehölze veredelt werden

Döllingen. Seminare zum Veredeln von Obstgehölzen werden am 25. März um 9.30 und 14 Uhr (jeweils drei bis vier Stunden) im Dorfgemeinschaftshaus Döllingen angeboten. Kosten: 20 Euro je Person. Anmeldung: Telefon 035341 61512; E-Mail Andrea.opitz(at)lfu.Brandenburg.de

Alexander Zimmermann neuer Projektchef

Alexander Zimmermann neuer Projektchef

Bad Liebenwerda. Der Geoökologe Dr. Alexander Zimmermann (38) ist der neue Chef des Auerhuhn-Projektes im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Der Dresdner, der am Institut für Erd- und Umweltwissenschaften in Potsdam studiert und promoviert hat, hat heute gleich seinen ersten großen Auftritt. Im Naturpark werden etwa 20 Vertreter von Auerhuhn-Projekten aus Polen, Belgien und den Niederlanden sowie aus den Bundesländern Thüringen und Bayern zu einem ersten Erfahrungsaustausch erwartet.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 16.3.17 von Frank Claus

Auerhuhn-Experten in Elbe-Elster

Auerhuhn-Experten in Elbe-Elster

Bad Liebenwerda Etwa 20 Vertreter westeuropäischer Projekte aus Polen, Belgien und den Niederlanden sowie aus Thüringen und Bayern, die in Schweden Birk- oder Auerhühner aus intakten skandinavischen Populationen fangen oder dies in den nächsten Jahren vorhaben, treffen sich heute am Verwaltungssitz des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft in Bad Liebenwerda (Elbe-Elster) zum ersten gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Auerhahn in der Rochauer Heide im Jahr 2014. Foto: NaturwachtDas Auerhuhn breitet sich weiter aus, das war die Schlagzeile zu Jahresbeginn aus dem rund um Bad Liebenwerda gelegenen Naturpark.Im Jahr zuvor waren erfolgreich 56 weitere Tiere in Schweden eingefangen und in Landschaftsbereichen im Süden Brandenburgs ausgesetzt worden. Seit im Jahr 2012 die ersten mit Sendern versehenen Tiere ausgesetzt werden konnten, hat sich die Population, die in den 1990er-Jahren bereits erloschen war, wieder entwickelt. Für die Vögel konnten bereits 2016 Tiere der Enkelgeneration (F2) nachgewiesen werden, also die ersten "Brandenburger" Auerhühner. Dabei hätten wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass der Ansatz, Wildvögel zu fangen und umzusiedeln, Erfolg versprechender sei, als Tiere