Ausflugsziele

Ausflugstipp: Lila ist gefragt

Ausflugstipp: Lila ist gefragt

Foto: Naturparkarchiv

Heideblüte im NSG Forsthaus Prösa: Die Nachfrage boomt – „… blüht die Heide schon?“ Sie steht in den Startlöchern. Von Mitte August bis Mitte September überzieht ein violetter Blütenteppich die offenen Flächen im Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa. Vielerorts blüht die Besenheide auch an Wegrändern. Genießen Sie bei Wanderungen, Radtouren oder Kremserfahrten in die Prösa diesen wunderbaren Anblick.

Die Heide ist etwas Besonderes. Nicht nur weil sie während der Blütezeit die Landschaft in einer tollen Farbe präsentiert. Sie ist auch das Ergebnis harter Arbeit. Denn ohne Pflegemaßnahmen wäre sie nur eine vorübergehende Erscheinung. Sie würde vergrei-en und nach und nach wieder von Bäumen überdeckt werden. Mahd und Beweidung sorgen im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft dafür, dass dies nicht geschieht. Dabei ist es nicht nur Selbstzweck, dass sich der Naturpark für den Erhalt der Heide einsetzt. In der Heide haben einige Tierarten eine Nische gefunden, wo sie günstige Bedingungen für ihr Überleben haben. Insbesondere Insekten wie z.B. der Kiesbankgrashüpfer, Heidebläuling und Wildbienen benötigen diese offene Landschaft. Sie dienen wiederum Vögeln, wie Wiedehopf, Ziegenmelker oder Heidelerche als Nahrung. Wenn Sie also etwas genauer über das violette Blütenmeer schauen, dann können Sie sicherlich noch viel mehr entdecken.

Sie erreichen die Heide am günstigsten von den Waldparkplätzen aus (Hohenleipisch, Kraupa, Dobra, Friedersdorf, Theisa oder Oppelhain). Hier können Sie sich auch an einer Infotafel über das Gebiet informieren. Es gibt Hauptrouten und Rundwanderwege, die ausgeschildert sind. In den Besucherinformationszentren und Touristinformationen liegen auch Faltblätter zum Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa aus. Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie sich auch gern an die Mitarbeiter der Naturwacht wenden.

Für Rückfragen: Naturwacht Brandenburg, Tel.: 035341 10192 oder heidelandschaft@naturwacht.de  

Ausflugstipp: 20 Jahre Apfel & Co.

Ausflugstipp: 20 Jahre Apfel & Co.

Foto: Veit Rösler

Pomologischer Schau- und Lehrgarten Döllingen: von den Insidern wird er liebevoll nur „Pomogarten“ genannt. Seit 20 Jahren wachsen auf den etwa 3 Hektar am Rande von Döllingen verschiedenste Obstarten und –sorten. Der Garten ist die zentrale Anlaufstelle, wenn es ums Obst geht. In diesem Jahr musste leider das Blütenfest ausfallen, und auch den Niederlausitzer Apfeltag wird es erst 2021 wieder geben. Aber der Verein Kerngehäuse e.V. lädt zum Gartenplausch ein. Jeweils am 4. Sonntag im Monat von Mai bis August ist der Garten von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Und am kommenden Sonntag ist es wieder soweit.

Den Obstanbau gibt es in der Region des Naturparks schon sehr lange. Seit Mitte der 1990er Jahre unterstützt der Naturpark diese Tradition. Inzwischen ist der Streuobstan-bau eines der Aushängeschilder der Arbeit des Naturparks. Der „Pomogarten“ steht dabei seit seiner Gründung im Jahr 2000 im Mittelpunkt. Aber er zeigt noch viel mehr. Es sind die zahlreichen alten Sorten von Apfel, Birne und Co. die hier wieder in den Fokus gerückt werden. Daneben wachsen Früchte, die fast nur noch Obstkundigen ein Begriff waren. Nur Wenige wissen, dass Felsenbirne, Kornellkirsche oder Mispel sich zu schmackhaften Fruchtaufstrichen oder Likören verarbeiten lassen. Im Garten gibt es auf Schautafeln zu den jeweiligen Obstarten viel Interessantes zu erfahren. Für Ihre Fragen rund ums Obst, bietet der Gartenplausch den geeigneten Rahmen.

Für Rückfragen: Andrea Opitz, Tel.: 035341 6 15-12 oder Andrea.Opitz@lfu.brandenburg.de

Ausflugstipp: Radeln entlang der Schwarzen Elster

Ausflugstipp: Radeln entlang der Schwarzen Elster

Den Großen Wiesenknopf kann man an der Elster entdecken. Foto: Cordula Schladitz

Schwarze Elster Radweg: Es fährt sich gut entlang der Schwarzen Elster. Der Radweg ist asphaltiert, es gibt keine Steigungen, und Autos verkehren hier auch nicht. Dafür hat man einen guten Ausblick auf die angrenzenden Felder und Wiesen, die u.a. von den Weißstörchen als Jagdrevier genutzt werden. Warum also nicht einmal einen Ausflug mit dem Rad von Bad Liebenwerda bis zum Elsterstübchen in Neumühl machen.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts bestand die Schwarze Elster aus einem dichten Netz von Flussarmen und Inseln. Das Ufer säumten Röhricht und Grauweiden. Mächtige Auwäl-der wuchsen in der Elsterniederung. Immer wieder kam es zu Überschwemmungen und die Großgrundbesitzer drängten darauf, den Fluss zu regulieren. 1852 wurde das Gesetz zur Melioration beschlossen. Noch im gleichen Jahr begann man 90 Kilometer der Schwarzen Elster von Tätschwitz bis Premsendorf zu begradigen und einzudeichen. Von den einstigen Flussarmen und der vielfältigen Vegetation ist heute kaum noch etwas zu erkennen.

Aber an manchen Stellen findet man sie noch, alte Eichen, die das Elsterufer säumen und entlang des Radweges Schatten spenden. Diese alten Eichen sind u.a. das Refugium des Hirschkäfers. Auf den Wiesen des Elstervorlandes gibt es eine unscheinbare, jedoch ganz interessante Pflanze, den Großen Wiesenknopf. Nur dort wo er wächst, hat ein kleiner Schmetterling auch die Chance auf Fortpflanzung. Der Ameisenbläuling legt seine Eier ausschließlich auf den noch ungeöffneten Blütenköpfen des Großen Wiesenknopfes ab. Die geschlüpften Larven werden von Ameisen in ihr Nest getragen und bis zur Verpuppung gefüttert.

Wir empfehlen Ihnen eine Tour von Bad Liebenwerda aus über Wahrenbrück bis nach Neumühl. Im Elsterstübchen können Sie sich bei Kaffee und Kuchen ausruhen, bevor Sie wieder zurück in die Kurstadt fahren.

Für Rückfragen: Cordula Schladitz, Tel.: 035341 61515

Ausflugstipp: Extreme Landschaft für „unbezahlbare“ Arten

Ausflugstipp: Extreme Landschaft für „unbezahlbare“ Arten

Der Heidesee im Naturparadies Grünhaus. Aufmerksame Naturfreunde können seltene Tier- und Pflanzenarten entdecken. Stefan Röhrscheid

Naturparadies Grünhaus: Noch immer ist diese Region karg. Spärlich bewachsene Sandböden, vereinzelte junge Kiefern und vertrocknete Grasbüschel – das nimmt der Besucher auf den ersten Blick wahr. Schaut man genauer hin, dann offenbart sich viel mehr. Ehemalige Kippen aus der Zeit des Kohleabbaus, Abbruchkanten und wassergefüllte Senken bieten ein abwechslungsreiches Landschaftsbild. Hier haben sich Spezialisten aus dem Tier- und Pflanzenreich angesiedelt, die genau diese Bedingungen brauchen.

Noch vor etwa 40 Jahren waren hier Großraumbagger aktiv. Heute ist diese ehemalige Bergbaulandschaft eine Art Arche Noah. Unterschiedlichste Standorte wechseln oft auf kleinstem Raum. Wind, Regen und aufsteigendes Grundwasser formen die Landschaft ständig neu. Die immer wieder abbrechenden Ufer der neu entstandenen Seen bieten Eisvogel, Uferschwalbe und auch seltenen Insekten ideale Brutplätze. Sandstrohblume und Bergsandköpfchen sind auf den nährstoffarmen Böden fast keiner Konkurrenz aus-gesetzt. Ihre Wurzeln sind länger als die oberirdischen Teile der Pflanzen und reichen bis einen Meter tief in den Boden. Mit dieser Strategie sind sie auf den losen Sandböden gut verankert und kommen besser an die wenigen vorhandenen Nährstoffe.

Auch das seltene Tausendgüldenkraut ist hier heimisch. Es wurde einst als Heilpflanze gegen zahlreiche Krankheiten eingesetzt. Bis ins 15. Jahrhundert war der Name der Pflanze „Hundertguldenkraut“. Das bezog sich darauf, dass die Pflanze kaum zu bezah-len war. Später wurde daraus übertreibend Tausendgüldenkraut. Etwa 2000 Hektar dieser speziellen Landschaft gehören der NABU-Stiftung. Sie sorgt dafür, dass die Natur ganz allein den Entwicklungsprozess bestimmt. Wir empfehlen Ihnen einen Ausflug ins Naturparadies. Sie können den Parkplatz an der unweit der Förderbrücke F60 an der Straße L60 nutzen. und von da aus eine Wande-rung unternehmen. Mit dem Fernglas lassen sich derzeit Rohrweihen und Graugänse über der Seeteichsenke und dem Heidesee beobachten. Mit etwas Glück bekommen Sie Kraniche zu sehen, die sich in der Gruppe zum Schlafen in den flachen Gewässern sammeln.

Für Rückfragen: Cordula Schladitz, Tel.: 035341 61515 oder Dr. Stefan Röhrscheid, Tel.: 03531 6096-11  

Ausflugstipp: Ein Hauch von Schweden

Ausflugstipp: Ein Hauch von Schweden

Foto: Faszinierend: Wollgras im Loben des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft. Foto: Cordula Schladitz

NSG Der Loben – Steht man auf der Aussichtsplattform im Alten Moor und schaut über die Wasserflächen so könnte man fast meinen, dass man in Schweden ist. Weiße Punkte zieren die Landschaft wie liegen gebliebener Schnee. Doch sieht man genauer hin, sind es eher Wattebällchen, die da im Wind tanzen. Das Wollgras fruchtet - ein Naturschauspiel, das eine Wanderung in den Loben doppelt lohnenswert macht.

Eine Exkursion durch das Moorgebiet des Lobens hat zu jeder Jahreszeit seinen Reiz. Ein Rundweg von etwa 7 Kilometern gibt einen kleinen Einblick in die Welt des Moores. Vom Lobenturm aus kann man Kraniche beobachten, und verschiedene Infostelen ent-lang des Weges klären u.a. über die Überlebensstrategie von Moorpflanzen auf.

Derzeit macht das Wollgras einen Besuch der Aussichtsplattform im Alten Moor zu et-was Besonderem. Die weißen Büschel dienen dazu, dass Wind und Wasser die Samen besser transportieren kann. Dort wo das Wollgras Fuß gefasst hat, hat auch das Moor gute Chancen weiter zu wachsen. Seine dicken Blattspreiten zerfallen nach dem Absterben in dicke Faserbündel und werden vom Torfmoos überwachsen und vom Wasser bedeckt. Eine Zersetzung kann so nicht erfolgen und das Moor wächst.

Neben dem Wollgras gibt es jedoch noch viel mehr im Loben zu sehen und zu hören. Machen Sie doch eine Wanderung in dieses interessante Gebiet. Ihr Auto können Sie an zwei Waldparkplätzen in der Nähe von Hohenleipisch parken. Das Faltblatt zum Gebiet mit einer Karte erhalten Sie u.a. im Naturparkhaus in Bad Liebenwerda oder zum Herunterladen

unter: www.niederlausitzer-heidelandschaft-naturpark.de/fileadmin/user_upload/PDF/Niederlau-Heidelandschaft/Faltblatt_Loben_Ansicht.pdf

Für Rückfragen: Cordula Schladitz, Tel.: 035341 6 15-15 oder Cordula.Schladitz@lfu.brandenburg.de  

Ausflugstipp: Zum „Hochgebirge im Kleinformat“

Foto: Der Rothsteiner Felsen ist ein in der Region nur dort vorkommendes Gestein. Foto: Cordula Schladitz

Rothsteiner Felsen – Er ist eine geologische Besonderheit, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Das Gestein – Kieselsinterhornsteinwacke - gibt es in dieser Form nur dreimal auf der Erde. Aber auch „Nichtgeologen“ sollten das „kleine Hochgebirge“ mit seinen romantischen Schlupfwinkeln, steilen Hängen und scharfen Kanten unbedingt gesehen haben.

Normalerweise findet jedes Jahr im Juli das Rothsteiner Felsenfest statt. In diesem Jahr wird es ruhig rund um den Felsen bleiben. Umso mehr Naturerlebnis bietet jetzt ein Ausflug zu diesem Urgestein. Denn seine Geschichte reicht bis in das Erdaltertum zurück. Auf einer Informationstafel neben der Felsenbühne können Sie über seine Entstehung und die Art dieses besonderen Gesteins lesen und erfahren wo es als Baumaterial eingesetzt wurde.

Selten sind auch viele der hier vorkommenden Flechten und Moose. So konnte der Botanische Verein Brandenburg bei seiner Exkursion nicht nur die großen Besonderheiten bestätigen, sondern auch drei Nabelflechten neu entdecken.

Der Naturpark empfiehlt eine Radtour, die in Doberlug von der Ausstellung „erlebnis-REICH Naturpark“ startet. Die etwa 35 km lange Rundtour führt zum Rothsteiner Felsen, hält jedoch noch weitere Naturentdeckungen für Sie parat. Ein Faltblatt zur Tour erhalten Sie u.a. im Naturparkhaus in Bad Liebenwerda oder zum Download von unserer Homepage. 

 

Flyer Seite 1 und Flyer Seite 2

Für Rückfragen: Cordula Schladitz, Tel.: 035341 6 15-15 oder Cordula.Schladitz@lfu.brandenburg.de  

Ausflugstipp: Idylle am und auf dem Wasser

Foto: Ganze Entenfamilien sind jetzt mit ihren Jungen auf den Thalberger-/ Maasdorfer Teichen im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft zu beobachten. Foto: Cordula Schladitz

Maasdorfer Teiche – Die Teichlandschaften nordöstlich der Kurstadt Bad Liebenwerda sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Ganzjährig sind sie ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Gäste. Für Vogelbeobachtungen bietet sich jedoch das Frühjahr ganz besonders an. So begleiten inzwischen graue Federbällchen ihre weißen Schwaneneltern auf dem Wasser. Auch Stock- und Schellenten präsentieren ihren Nachwuchs. Besonders zahlreich sind gegenwärtig die Graugänse, die auf und an den Teichen zu sehen sind.

Der 1,6 Kilometer lange Rundwanderweg um den Kleinen Maasdorfer Teich ist mit In-formationstafeln zur hiesigen Tier- und Pflanzenwelt ausgestattet. Auch ein Rastplatz und Bänke sind vorhanden. Am besten ist es, wenn Sie ein Fernglas dabei haben. Dann gelingt es Ihnen vielleicht, den über den Teichen kreisenden See- oder Fischadler zu beobachten. Auch den gut getarnten kleinen Teichrohrsänger können Sie so besser auf die Spur kommen.

Wir empfehlen Ihnen einen Spaziergang an den Maasdorfer Teichen. Ihr Auto können Sie direkt am Kleinen Maasdorfer Teich parken. Das Faltblatt zum Gebiet mit einer Karte erhalten Sie u.a. im Naturparkhaus in Bad Liebenwerda oder zum Herunterladen unter: www.niederlausitzer-heidelandschaft-naturpark.de/fileadmin/user_upload/PDF/Niederlau-Heidelandschaft/Unterwegs_Maasdorfer_Teiche_21-9-17_aktuell.pdf

Für Rückfragen: Cordula Schladitz, Tel.: 035341 6 15-15 oder Cordula.Schladitz@lfu.brandenburg.de  

Ausflugstipp: Lugau – das müssen Sie gesehen haben!

Foto: Am Rand des Wanderpfades um Lugau gibt es Natur pur zu entdecken. Foto: Cordula Schladitz

Naturparkgemeinde Lugau – Viele Wege führen nach Lugau – auch Radwege! Egal ob man auf den überregionalen Radwegen oder über die Rundtour „Auf den Spuren der Mönche von Dobrilugk“ in Lugau Halt macht, man kommt ins Staunen, was die Lugauer alles auf die Beine gestellt haben. Ein Ausflug in das Dorf, das einst durch die Ralley Monte Lugau bekannt wurde, lohnt auf alle Fälle.

Lugau ist aktiv und das sieht man. Als Lugau 2006 zur Naturparkgemeinde des Jahres gekürt wurde, hatten die Lugauer in und um den Ort herum schon fleißig Hand angelegt. Zahlreiche Obstbaumpflanzungen und die Neugestaltung des Dorfangers waren darunter. In den darauf folgenden Jahren wurde die alte Wassermühle restauriert und die Kurzfassung der Lugauer Chronik in das Holz einer alten, gefällten Eiche geschrieben, die jetzt auf dem Dorfanger steht und dort gelesen werden kann.

Da Lugau eine Station auf der Rundtour „Auf den Spuren der Mönche von Dobrilugk“ ist, kann man an der Kirche eine Holzskulptur in Form eines Mönches betrachten. Er weist auf das Handwerk der Zeitlerei hin, dass die Mönche einst betrieben haben.

Auf dem Dorfanger blüht es derzeit bunt. Die Lugauer haben eine Blühwiese angelegt, die nicht nur Farbe ins Dorf bringt, sondern auch zahlreichen Insekten Nahrung bietet. Ganz aktuell ist gibt es jetzt noch etwas für die Gesundheit inmitten des Ortes. Seit einer Woche hat Lugau eine Kneippanlage. Für jedermann zugänglich, barrierefrei und ein idealer Ort zum Rasten.

Sicherlich entdecken Sie noch so Einiges in und um Lugau. Und wenn Sie noch mehr über das Dorf und dessen aktive Vereine erfahren möchten, dann schauen Sie auf die homepage von Lugau lebt e.V.

lugau-niederlausitz.de

Für Rückfragen: Cordula Schladitz, Tel.: 035341 6 15-15 oder Cordula.Schladitz@lfu.brandenburg.de

Ausflugstipp: Wo man die „Seele baumeln lassen“ kann

Foto: Eine wunderschöne, ruhige Landschaft: die Elsterwiesen im Kleinen Spreewald bei Wahrenbrück. Foto: Bernd Tanneberger

 

Kleiner Spreewald – Dort wo Weidenzweige sanft das Wasser streifen und die Kleine Elster sich in mehrere Arme teilt, um dann in die Schwarze Elster zu mün-den, liegt der “Kleine Spreewald - Wahrenbrück”. Er bietet ähnlich wie sein großer Bruder Entspannung und Ruhe. Hier kann man die Seele baumeln lassen. Ein kleiner Spaziergang von ca. 2 Kilometern gestattet einen Blick aus allen vier Himmelsrichtungen auf dieses landschaftliche Kleinod.

Das Mündungsgebiet der Kleinen Elster ist von zahlreichen Fließen und Gräben durch-zogen. Das Flussbett ist hier etwa 5 bis 6 Meter breit und 1,20 bis 1,50 Meter tief. Seit 1977 kann man sich, wie im großen Spreewald, mit Kähnen durch diese Flussarme stacken lassen.

Derzeit ruht der Kahntourismus, aber der Rundweg um diese idyllische Landschaft ist nicht weniger schön. Ausgehend von der historischen Elstermühle, geht es ein Stück entlang der Schwarzen Elster. Eine kleine Holzbrücke führt in eine Wiesenlandschaft. Am Wegrand blühen derzeit Pflanzen mit interessanten Blütenformen wie z.B. der Nat-ternkopf. Im Schatten von Laubbäumen erreicht man wieder den Ausgangspunkt die alte Mühle. Diese hat eine bewegte, etwa 800-jährige, Geschichte hinter sich. Zuerst als Mahlmühle errichtet, wurde sie dann zum Eisenhammer umgebaut. Später wurde sie zur Amtsmühle ernannt und dann zur Papiermühle und zuletzt wieder zur Mahlmühle umge-wandelt. Erst 1998 erfolgte die endgültige Stilllegung.

Der kleine Park, unmittelbar neben der Mühle, ist als Rastplatz zu empfehlen und für Kinder ist sicherlich das Tiergehege von besonderem Interesse.

Für Rückfragen: Cordula Schladitz, Tel.: 035341 6 15-15 oder Cordula.Schladitz@lfu.brandenburg.de  

 

Ausflugstipp: Fotomotiv par excellence

Foto: Die Spuren des Bergbaus sind kaum noch zu sehen: die Grube Gotthold bei Hohenleipisch. Foto: Bernd Tanneberger

Grube Gotthold – zahlreiche Fotografen haben die vielfältigen Facetten dieser ehemaligen Bergbaugrube schon auf ihren Bildern verewigt. Da der kleine See geschützt vom umgebenden Wald liegt, wird das Wasser nur selten vom Wind aufgewühlt. So spiegelt sich die Umgebung im Wasser mit zahlreichen Farbnuancen und das nicht nur in der Morgen- oder in der Abenddämmerung.

Der heute so idyllische Ort ist durch den Abbau von Braunkohle entstanden. Während dieser Zeit entdeckte man, dass der hier lagernde Sand eine ganz besondere Qualität hatte. Somit verdrängte die Förderung des Quarzsandes mehr und mehr die Kohlege-winnung. Während dieser Zeit fand man auch interessante Sandstandformationen, die noch immer am Uferbereich zu sehen sind. 1945 wurde der Abbau dann eingestellt und die Grube füllte sich mit Wasser.

Heute kann man hier vor allem Zwergtaucher beobachten. Diese sind sehr scheu und tauchen bei Gefahr schnell ab. Seine Nahrung, z.B. Fisch, erbeutet er hauptsächlich durch Tauchen. Insekten werden dagegen einfach von der Wasseroberfläche abgelesen. Von Hohenleipisch aus führt ein ausgeschilderter Rundweg zur Grube Gotthold. Die Tour ist ca. 5 Kilometer lang. Genießen Sie während der Wanderung auch den Blick vom Reesberg aus über die Obstwiesen von Hohenleipisch in das Urstromtal der Schwarzen Elster.

Eine Karte mit der Routenführung finden Sie auch unter:

www.niederlausitzer-heidelandschaft-naturpark.de/fileadmin/user_upload/PDF/Niederlau-Heidelandschaft/Karte_Forsthaus_Proesa_Ansicht_August_2016.pdf

Ausflugstipp: Schattenplatz unter grünem Blätterdach

Foto: An heißen Tagen erfrischend: Ein Spaziergang im Naturschutzgebiet Buchwald. Foto: Frank Trosien

Ausflugstipp Besuch der erlebnisReich-Ausstellung im Schloss Doberlug.

Naturschutzgebiet Buchwald – Der Sommer ist da und mit ihm Temperaturen, die Mensch und Tier zum Schwitzen bringen. Wer dennoch einen Ausflug plant, dem möchte der Naturpark einen Besuch in den alten Schlossgemäuern von Doberlug mit der Ausstellung „erlebnisREICH Naturpark“ und einen Spaziergang unter dem Blätterdach des Buchwaldes ans Herz legen.

In den historischen Gemäuern von Schloss Doberlug, die in Teilen bis auf die ehemalige Abtei des Klosters Dobrilugk zurückghen, erwartet sie eine interaktive Ausstellung. So können Sie zum Beispiel die Spur der „genügsamen Riesen“ verfolgen und erfahren zahlreiche Geheimnisse über die Wälder und Bäume im Naturpark. Unter der Oberfläche der hölzernen Landschaft gibt es noch viele weitere interessante Details. Mittels moderner Technik wird die Ausstellung sogar lebendig und gibt Ihnen Tipps für interessante Touren. Eine davon führt in den angrenzenden Buchwald. Auf etwa 40 Hektar wächst seit vielen Jahrhunderten ein Wald, der im Sommer dicht und kühl ist und die Hitze abhält. Die Bäume dürfen hier alt werden und langsam absterben. Es entstehen Baumhöhlen, die nicht nur von Vögeln zur Bruthöhle erkoren werden. Verschiedene Fledermausarten nutzen derartige Höhlen gern als Sommerquartier. In der Dämmerung gehen sie auf Jagd nach Insekten und somit kreuzt sicherlich der ein oder andere schnelle Flieger Ihren Weg. Nach dem Einbruch der Dunkelheit können Sie derzeit auch zahlreiche leuchtende Punkte entdecken. Die Glühwürmchen sind auf Partnersuche. Vielleicht finden Sie auch den imposanten Hirschkäfer an den alten Bäumen. Die Naturwacht nimmt dazu Ihre Meldung gern entgegen.

Naturwacht Brandenburg: Tel: 035341 10192 oder per email: heidelandschaft@naturwacht.de

Ausflugstipp: Darf´s ein bisschen urig sein?

Ausflugstipp: Darf´s ein bisschen urig sein?

Foto: Der alte Park am Gut Saathain. Archiv Naturpark

Ausflugstipp Der alte Park am Gut Saathain bietet Idylle pur. Spaziergänger sollten auch den Skulpturenpark besichtigen.

Gutspark Saathain: Alte knorrige Eichen, kleine Gewässer mit Seerosen und verschlungene Pfade – wer es romantisch liebt, der sollte einen Spaziergang durch den alten Park in Saathain machen. Hier kann man einen kleinen Rest der einst weitreichenden Auwälder der Schwarzen Elster erleben.

Wo die Große Röder in die Schwarze Elster mündet, gab es ab dem 12. Jahrhundert eine Wehranlage, „castrum sathim“ die der Sicherung des Flussübergangs diente. Gleichzeitig wurden auch die parallel zur Schwarzen Elster verlaufenden Heer- und Handelsstraßen bewacht. Im Laufe der Jahrhunderte entstanden dann an dieser Stelle ein Schloss und eine Gutsanlage. Das Schloss brannte zum Ende des 2. Weltkrieges ab und es blieb nur ein Stück des alten Gutsparks erhalten. Ein Teil davon wurde ab 1972 zum Rosengarten umgewandelt. Unser Ausflugstipp führt Sie auf die andere Straßenseite wo der Rest einer Auenlandschaft noch vorhanden ist. Man hat ein bisschen das Gefühl von Urwald, wenn man durch das dichte Grün schreitet. Dicke, umgestürzte Stämme, liegen in den Altarmen des einstigen Flussnetzes. Diese ruhigen flachen Gewässer sind ideal für Insekten. Vielleicht haben Sie Glück und können bei Ihrem Rundgang auch Fledermäuse auf der Jagd beobachten.

Für Rückfragen: Cordula Schladitz, Tel.: 035341 6 15-15 oder Cordula.Schladitz@lfu.brandenburg.de