Wiedehopf

Der Wiedehopf (Upupa epops) war in Deutschland mal recht häufig. Heute gibt es nur noch zwei Vorkommensgebiete. Das Größte bildet das Land Brandenburg zusammen mit Teilen von Sachsen-Anhalt, das zweite Vorkommen befindet sich am nördlichen Oberrhein. In Brandenburg fehlt er in der Prignitz und in Teilen der Uckermark. Der Wiedehopf kommt in fast allen Ländern Mitteleuropas vor, nach starkem Rückgang aber nur noch in geringen Beständen.

Mit seinem langen, gebogenen Schnabel, der aufstellbaren Federhaube und den schwarz-weiß gebänderten Flügeln ist der Wiedehopf eine interessante Erscheinung. Er ist wärmeliebend und bewohnt daher offene, trockenwarme Landschaften mit kurzer und schütterer Vegetation. In Mitteleuropa werden auch extensive Obst- und Weinkulturen sowie Truppenübungsplätze besiedelt. Er brütet in Halb- und Ganzhöhlen. Bevorzugt nutzt er natürliche Höhlen an Bäumen oder Spechthöhlen. Wo passende Bäume fehlen, nutzt er auch Fels- und Erdhöhlen und brütet auch an Gebäuden. Seine Nahrung jagt der Wiedehopf am Boden, erbeutet werden Grillen, Käfer, Engerlinge, Schmetterlingsraupen und Spinnen. Mitteleuropa verlassen die ersten Tiere schon Mitte Juli, die meisten ziehen aber erst Mitte August in die Überwinterungsgebiete südlich der Sahara.

Die Bestände des Wiedehopfs reagieren auf bestimmte klimatische Faktoren empfindlich, so führt feuchte, kühle Witterung zu Bestandseinbußen. Durch den Umbruch von Grünland zu Ackerflächen verringert sich sein Lebensraum. Auch der Verlust von Brutmöglichkeiten durch die Entfernung der Höhlenbäume und der Sanierung alter Gebäude (besonders Scheunen und Ställen) wirkt sich negativ aus. An passenden Standorten werden Nisthilfen jedoch gut angenommen. Der Wiedehopf ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie geschützt.

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken
  • Naturpark Dahme-Heideseen

Kategorien

  • Vögel