Moorfrosch

Der Moorfrosch (Rana avalis) ist in allen Bundesländern heimisch. Das Hauptverbreitungsgebiet ist der Norden und Osten, im Süden, Westen und in der Mitte Deutschlands kommt er nur vereinzelt vor. In Brandenburg ist der Moorfrosch eine der häufigsten Amphibienarten und ist, bis auf wenige Ausnahmen, überall anzutreffen. Mit maximal 7 cm Körperlänge ist er eine eher kleine Art. Mit seiner erdfarbenen Färbung kann der Moorfrosch auf den ersten Blick mit dem Grasfrosch verwechselt werden. Charakteristisch ist die blau-violette Färbung des Männchens in der Paarungszeit.

Bevorzugte Lebensräume sind Feucht- und Moorwiesen, Bruch- und Auenwälder und Moorlandschaften, also alles Lebensräume, die durch einen hohen Grundwasserstand geprägt sind. Die Laichgewässer sollten pflanzenreich und fischfrei sein sowie schwach bis mäßig sauer. Ein pH-Wert von 4,5 sollte allerdings nicht unterschritten werden, da sonst der Laich stark von Pilzen befallen wird. Der Moorfrosch ist nachtaktiv, nur bei Regen ist er auch tagsüber anzutreffen.

Gefährdet ist die Art durch die Veränderung und Zerstörung ihrer Lebensräume. Die Zerschneidung, welche die Isolation der Populationen und Verluste im Straßenverkehr zur Folge hat, ist ebenfalls eine wichtige Bedrohung. Der Moorfrosch ist nach Bundesnaturschutzgesetz und nach der europäischen FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, Anhang IV) geschützt.

Weitere Informationen zum Moorfrosch finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Naturschutz.

Moorfrosch

Gebiet

  • Naturpark Stechlin-Ruppiner Land
  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
  • Biosphärenreservat Spreewald
  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken
  • Naturpark Westhavelland

Kategorien

  • Amphibien, Reptilien
  • Natura 2000