Feldhase

Das bekannteste und deutlichste Kennzeichen des Feldhasen (Lepus europaeus) sind wohl seine langen Ohren. Das Fell ist auf der Oberseite erdbraun und am Bauch weiß gefärbt. Er kann eine Länge von 80 cm und ein Gewicht von bis zu 7 kg erreichen. Er ist in Europa und Teilen Asiens heimisch, fehlt aber in Irland, Skandinavien und in großen Teilen der Iberischen Halbinsel. In Brandenburg gilt er als stark gefährdet.

Er besiedelt offene und halboffene Landschaften, bevorzugt dabei aber Ackerlandschaften mit Feldgehölzen, Ackerrandstreifen und Brachflächen. Auch in lichten Wäldern kann man ihn finden. Der Feldhase kann sehr gut Bewegungen sehen und hat ein sehr großes Sichtfeld. Er kann auch gut hören und riechen. Damit ist er gut an seine überwiegend dämmerungs- und nachtaktive Lebensweise angepasst. Auf der Flucht kann er Spitzengeschwindigkeiten von 70 km/h erreichen und blitzschnell die Richtung wechseln. Auf dem Speisezettel des Feldhasens stehen Wildkräuter, Wildgräser, Beeren, Früchte, Knospen und ein speziell vorverdauter Blinddarmkot. Der Schwerpunkt der Paarungszeit liegt im März und April, im Jahr gibt es zwischen 2 und 4 Würfe.

Der Feldhase fällt unter das Jagdrecht und darf in Brandenburg vom 1. Oktober bis 15. Dezember gejagt werden. Da die Bestandszahlen im Vergleich zu anderen Bundesländern niedrig sind, wird der Feldhase meistens nur bei konkretem Verbiss gejagt. Er leidet darunter, dass es immer weniger Wildkräuter gibt. Diese sind nicht so konkurrenzstark und werden durch gut gedüngte Kulturpflanzen verdrängt. Auch seine Versteckmöglichkeiten in Feldgehölzen, Hecken und Gebüschen haben deutlich abgenommen. Der Feldhase ist außerdem ein häufiges Opfer im Straßenverkehr.

Gebiet

  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
  • Biosphärenreservat Spreewald
  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Kategorien

  • Säugetiere