Bechsteinfledermaus

Die Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) ist eine typische Waldfledermaus. Man findet sie in alten, vielschichtigen Laubwäldern, in denen es viel Alt- und Totholz gibt.  Ihre Wochenstubenquartiere liegen in Baumhöhlen, es werden manchmal auch Nistkästen akzeptiert. Eine Besonderheit der Bechsteinfledermaus ist das Wechseln der Quartiere mindestens jeden zweiten Tag. Daher braucht sie auch ein besonders großes Angebot an geeigneten Quartieren.

Sie jagt vor allem im Wald. Bei kleinen Waldgebieten weicht sie gelegentlich auch auf angrenzende, halboffene Landschaften und Steuobstwiesen aus. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus flugunfähigen Insekten, welche von Pflanzen oder vom Boden abgesammelt werden.

Die Bechsteinfledermaus ist ihren Quartieren und Lebensräumen sehr treu, d.h. sie lebt über Jahre am gleichen Ort. Daher ist sie durch intensive forstwirtschaftliche Nutzung der Wälder gefährdet. Besonders die Entfernung von alten Bäumen mit Höhlen führt dazu, dass  Unterschlupfe verloren gehen. Sie ist nach Bundesnaturschutzgesetz und nach der europäischen FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, Anhang II und IV) geschützt. In Deutschland ist sie vor allem in Mittel- und Südwestdeutschland verbreitet. In Brandenburg kommt die Art nur vereinzelt vor.

Weitere Informationen zur Bechsteinfledermaus finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Naturschutz.

Bechsteinfledermaus 

Gebiet

  • Naturpark Barnim
  • Naturpark Hoher Fläming
  • Naturpark Niederlausitzer Landrücken
  • Biosphärenreservat Spreewald
  • Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Kategorien

  • Säugetiere
  • Natura 2000